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Ohne studium nichts wert?

  • Starter*in Starter*in Zünder
  • Datum Start Datum Start
Auch ein Studium bringt nur dann was, wenn man auch was "Gesccheites" studiert. Ich kenne einige, die ein sogenanntes "Laberfach" studiert hatten (ohne ausreichend für den Bereich zu brennen, aber Hauptsache man hat etwas studiert, das die eigenen intellektuellen Fähigkeiten nicht übersteigt). Die haben jetzt Jobs, da lacht sich jeder ehemalige Klassenkamerad mit Gesellenbrief im Handwerk darüber kaputt. Und selbst in Bereichen wie der IT ist man das Gespött der Kollegen, wenn man nur "irgendwie durchgekommen" ist, ohne dass man einigermaßen Talent dazu hat. Als gelernter Bäcker oder Maurer, der in dem Bereich auch was kann, ist man da definitiv besser angesehen.

Vielleicht hat dein Bruder einfach nur kapiert, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt. Seine Familie etwa.

Ach ja, was die Karriere betrifft, habe ich es aus meiner Klasse mit am weitesten gebracht. Aber glaube nicht, dass es irgendwen interessiert, wenn ich mal jemand aus meiner alten Klasse auf der Straße treffe. Ich könnte beim Klassentreffen mit dem Porsche vorfahren und mir die dickste Rolex ums Handgelenk binden, die ich nur finden kann, auch damit bekäme ich nicht mehr Respekt. In dem Fall würden sie eben nicht mehr darüber lästern, dass ich zu dumm für eine solche Karriere wäre, sondern dass ich total überheblich wäre und damit eben ein empathischer Versager. Und "empathischer Versager" bleibt in der Regel deutlich länger an einem haften, als wenn man nur keine sonderliche Karriere vorweisen kann.
 
sogenanntes "Laberfach" studiert hatten (ohne ausreichend für den Bereich zu brennen, aber Hauptsache man hat etwas studiert, das die eigenen intellektuellen Fähigkeiten nicht übersteigt).
für die sog. "Laberfächer" braucht man aber im Gegensatz zu Mathe oder Informatik tatsächlcih ein richtiges Abitur 🙂
und die, in den Geistes- und Sozialwissenschaften labern, sind eh bald draußen....
"labern" ist nur noch in der Schule angesagt wo der Lehrer froh ist, dass jemand überhaupt was sagt. Spätestens im 2. Semester, wenn man auch in Germanistik und Philosophie (nur mal als Beispiel) Modellberechnungen durchführen und passend deskriptiv und deduktiv argumentieren muss, ist dann Schluss .
 
Aber mit Bachelor wäre ich schon Teil einer Elite und könnte mich toll fühlen, für all den Aufwand, denn ich ins Studium gesteckt habe. E
Studieren tut heute jeder 2. Schulabgänger und die meisten machen erstmal Bachelor. Wenn das die Elite ist weiß ich auch nicht...

Ich finde ein Studium ist immer sinnvoll. Aber du schaust auf andere Leute herab und verachtest sie. Sieh dich Mal um. Der "dumme" Handwerker im die Ecke verdient oft mehr als der studierte Germanist oder Psychologe und obendrein ist er auch noch so frech, mit seinem Leben zufrieden zu sein.
 
für die sog. "Laberfächer" braucht man aber im Gegensatz zu Mathe oder Informatik tatsächlcih ein richtiges Abitur 🙂
und die, in den Geistes- und Sozialwissenschaften labern, sind eh bald draußen....
"labern" ist nur noch in der Schule angesagt wo der Lehrer froh ist, dass jemand überhaupt was sagt. Spätestens im 2. Semester, wenn man auch in Germanistik und Philosophie (nur mal als Beispiel) Modellberechnungen durchführen und passend deskriptiv und deduktiv argumentieren muss, ist dann Schluss .

Naja, das Abi wird einem heutzutage quasi hinterhergeworfen. Ich will aber auch gar nichts gegen "Laberfächer" an sich sagen (deshalb auch die Anführungszeichen). Die haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, wir brauchen Menschen, die für diese Bereiche brennen und unsere Gesellschaft mit neuen Kenntnissen darin bereichern, so ist es nicht. Und jene, die wirklich ein starkes Interesse für diese Bereiche haben, können es beruflich durchaus zu etwas bringen.

Leider machen diese Fächer eine unschöne Karriere, weil sie von vielen gewählt werden, die sich davon erhoffen, dass sie nicht zu schwer sind, man irgendwie durchkommt, wenn man seine Hausarbeiten aus zig Büchern zusammenstückelt usw, was leider oft genug auch klappt (nicht unbedingt mit Bestnoten, aber durch kommen durchaus einige damit). Und naja, Leute, die weder etwas studieren, was auch wirtschaftlich gesucht wird, noch ausreichend dafür brennen, als dass sie z.B. für die Forschung oder Lehre was taugen würden, die braucht man einfach nicht in den Massen wie man Absolventen hat. Die wirklich Guten kommen schon in adäquaten Jobs unter, der Rest macht Jobs, die man teils auch ohne Studium hätte machen können.


was machst Du denn?
Ich mache Softwareentwicklung für komplexe Systeme (den genauen Bereich will ich nicht sagen), das ist durchaus angesehen und relativ gut bezahlt (zumindest wenn man halbwegs was kann). In meiner alten Klasse haben tatsächlich viele "irgendwas mit BWL" oder "irgendwas mit Medien" bzw. "Hauptsache studiert" gemacht, da bin ich in puncto Gehalt und Arbeitsbedingungen schon besser dran als die meisten anderen. Bewundert werde ich dafür jetzt aber auch nicht so, wie der TE es sich wohl für sich erhofft. Ist mir aber auch egal, ich habe es in ehrster Linie studiert, weil mir der Bereich so viel Spaß macht.

Ich wollte dem/der TE lediglich den Eindruck mitteilen, dass "Karriere" allein auch nicht alle vor Neid erblassen lässt und er/sie vielleicht besser mehr Respekt vor Ausbildungsberufen und hart arbeitenden Menschen haben sollte. Bachelor allein ist heute aufgrund der Masse an Absolventen ohnehin nix besonderes mehr, auf jeden Fall keine "Elite". Interessant wird es erst ab dem Master und selbst der verliert immer mehr an Ansehen. Nur wegen dem Ansehen allein würde ich daher nicht studieren, zumal man den studierten Beruf anschließend auch lange ausüben muss. Wenn es dumm läuft, studiert er/sie am Ende was, worin er/sie eh nicht gut ist, nur um anschließend von den Kollegen belächelt zu werden oder frustriert als "studierter Hilfsarbeiter" zu enden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber FS,

Du schreibst, es kann nicht jeder ein Intellektueller sein. Stimmt. Du offenbar auch nicht. Denn dann würdest Du studieren wollen, weil Du Dich leidenschaftlich für einen Studiengang interessierst und dort gut sein willst. Und nicht um andere zu beeindrucken (wie profan…). Und wenn ein Studiengang wirklich Deine Leidenschaft ist, dann machst Du auch den Master und nicht nur den Bachelor. Der Bachelor ist nur ein halbes Studium und Du hörst da auf, wo Wissenschaft beginnt. Hauptsache Du kannst Dich „Bachelor“ nennen. Und dann? Machst Du intellektuelle Hilfsarbeiterjobs für Promovierte?

Überlege Dir lieber, was DU für DICH willst und womit Du die meiste Zeit Deines Lebens verbringen willst. Und da kann ich es schon nachvollziehen, wenn Du sagst, dass Du etwas machen möchtest, was Dich intellektuell fördert und fordert. Aber danach klingt Dein Post nicht….
 
Naja, das Abi wird einem heutzutage quasi hinterhergeworfen.
Komisch, ich erlebe das weder bei meinen kids noch bei deren Freunden noch bei den kids von Freunden. nach wie vor werden vor allem in der 6. ganze Klassen aufgelöst, kommen Kurse nicht zustande, erreichen Leute nicht die passende Punktzahl und
wir reden hier von wirklich intelligenten Kindern, denen zu Hause auch geholfen werden kann bzw. deren Eltern Nachhilfe zahlen können. Hier in Bayern ist die Abiturquote bei 30% und da sind die ganzen FOS/BOS/ Kollegler schon dabei.
 
Sorry kleiner Nachtrag. Ich meinte nicht, dass Leute die eine Ausbildung generell faul sind. Es ist halt nicht jeder ein intellektueller. Das ist okay.

Dir ist aber schon klar wie abwertend und überheblich das ist oder? Du weißt doch gar nicht wie der Lebensweg des einzelnen aussieht. Eine Ausbildung gemacht zu haben bedeutet nicht automatisch wenig intellektuell zu sein.

Dein Bruder ist doch glücklich, hat einen Job und eine Familie. Das ist doch was man anstreben sollte. Einen Job, mit dem man gut leben kann und glücklich werden.
Es ist gut wenn du ein Studium machen möchtest. Natürlich spricht alles für das Anstreben eines hohen Bildungsabschlusses. Das macht dich aber nicht automatisch besser als andere.
 
ine Ausbildung gemacht zu haben bedeutet nicht automatisch wenig intellektuell zu sein.
naja, weniger intellektuell ist man schon (qua Definition), jedoch ist die Frage, ob das mehr WERT ist, als eben nicht intellektuell zu sein.
Das ist nur dann eine Beleidigung, wenn man "intellektuell" mit "mehr Wert" gleich setzt - kann man natürlich machen. oder auch nicht.
 
Das macht dich aber nicht automatisch besser als andere.
auf intellektuellem oder formalen Gebiet schon, da mehr Aufwand, Kosten, Ressourceneinsatz - das ist mehr wert und "besser" als das, was andere geleistet haben. und wenn man Bildung als Teil der Persönlichkeit sieht, ist dieser Teil der Persönlichkeit auch besser - was aber nichts für die Gesamtheit aussagt, dass jemand "besser als jemand anders ist".
circa 23% aller Arbeitenden haben einen akademischen Abschluss, also mind. Bachelor -
sie sind halt nicht die "Norm" auf diesem Gebiet dann tatsächlich "besser" (sie haben auch mehr investiert, siehe oben).
 
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