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Ohne studium nichts wert?

  • Starter*in Starter*in Zünder
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Zünder

Gast
Hallo,
Ich habe viel nachgedacht in letzter Zeit. Auch warum ich studiere und mich anstrenge.
Ein Grund dafür könnte sein:
Ich glaube ein Grund ist, dass ich bei einem Abschluss, mindestens Bachelor sein sollte, etwas in der Hand halte, was als Beweis für meinen Ehrgeiz und meine Ausdauer gelten soll. Zudem hätte ich es dann (imgainär) ehemaligen Schulkameraden ( bzw. Mobbern) oder Famlienmitgliedern bewiesen und könnte es anderen unter die Nase reiben. Ich habe mich oft in der Vergangenheit mehr angestrengt als ich sollte und es hat mir praktisch wenig gebracht. Ein Abitur dient ohne Studium nur zum Arschabwischen, da dass heute jeder Penner macht.
Und eine Ausbildung macht auch jeder, ist auch nicht besonderes, beziehungsweise wird durch die Globalisierung sowieso ruiniert und ausgehebelt. Aber mit Bachelor wäre ich schon Teil einer Elite und könnte mich toll fühlen, für all den Aufwand, denn ich ins Studium gesteckt habe. Es wäre ein Nachweis meiner Leistungsfähigkeit.
Ohne ihn, wäre ich in etwa auf dem Niveau meines Bruders, der noch nie richtig Aufwand & Ehrgeiz in Schule & Ausbildung gesteckt hat und dafür 6 Tage in er Woche arbeiten muss, obwohl er auf dem Land wohnt. Zwar hat er Frau und Kind, aber er hat alle mit dem geringsten Aufwand gemacht. Er hat nach der Hauptschule, trotz gutem Abschluss (im oberen 2er Bereich) direkt eine Ausbildung angefangen, hat da auch nie Zeit Richtung Weiterbildung (Meister, Techniker) gesteckt. Jetzt muss er im Prinzip die Arbeit von Hilfskräfte verrichten.
Sorr, ich schweife ab. Wie gesagt, ohne Studium wäre das eine Demütigung und ich wäre auf dem statistisch auf dem Niveau meines Bruders, da ich mit sehr guten Noten eine Realschulabschluss-Ausbildung in einem Drecksberuf gemacht habe, in dem es nur Ausbeutungstellen gibt. Da ist meine Einschätzung, wie steht ihr dazu.
 
Hallo,
Sorry kleiner Nachtrag. Ich meinte nicht, dass Leute die eine Ausbildung generell faul sind. Es ist halt nicht jeder ein intellektueller. Das ist okay. Meine Meinung ist aber, dass jeder nach dem bestmöglichen Karriere, die man mag streben sollte. Wenn jemand sein Limit erreicht hat und es ihn glücklich macht, ist dass okay. Es ist mir zu wenig. Ich wäre auch grundsätzlich zu opfern bereit. Leider ist so, dass durch die Globalisierung g die deutsche Ausbildung immer mehr am Wert verliert. Um sich für die Zukunft gegen ausbeutung zu schützen, benötigt man aber mindestens den Techniker. In 20-30 hat man in China die deutschen Maurer z.b schon eingeholt.
 
Die Deutsche Ausbildung verliert nicht wegen der Globalisierung an Wert, sondern weil wir in DE ein Schrottabitur eingeführt haben und Schrottstudiengänge und für diese Leute dann von Staatsknete sinnfreie Jobs machen. Da kann ehrliche Arbeit nicht immer mithalten.
 
Du solltest das machen was Dir Spaß macht, dann wirst Du auch gut sein in dem was Du tust. Auch nach einer Ausbildung hast Du die Möglichkeit, etwas zu erreichen im Job.

Wobei Du natürlich auch nicht ganz unrecht hast, ohne Studium ist es für die heutige Generation schwer einen guten Job zu bekommen.
 
Ein Abitur dient ohne Studium nur zum Arschabwischen, da dass heute jeder Penner macht.
Was für eine dumme Aussage.
Das Abitur ist der höchste schulische Bildungsabschluss und sollte nicht kleingeredet werden.
. Aber mit Bachelor wäre ich schon Teil einer Elite und könnte mich toll fühlen, für all den Aufwand, denn ich ins Studium gesteckt habe. Es wäre ein Nachweis meiner Leistungsfähigkeit.
Nein.
Du wirst nie Teil einer Elite sein.
Du hast zu viel Unordnung in deinem Kopf.
Sorr, ich schweife ab. Wie gesagt, ohne Studium wäre das eine Demütigung und ich wäre auf dem statistisch auf dem Niveau meines Bruders, da ich mit sehr guten Noten eine Realschulabschluss-Ausbildung in einem Drecksberuf gemacht habe, in dem es nur Ausbeutungstellen gibt. Da ist meine Einschätzung, wie steht ihr dazu.
Typisches Geschwafel künftiger Versager.
Respekt vor deinem Bruder. Der geht seinen Weg und muss einen kleinen Snob als Bruder ertragen.
(Er hat Frau, Kind, Hof und Meister. Und du?)
Mach dir keine Sorgen - du und dein Bruder, ihr werdet nicht auf dem gleichen Niveau landen. Du kommst da nicht hoch.
 
Vielleicht ist dein Bruder auch zufrieden so, privat scheint er jede Menge "Erfolg" zu haben, beruflich ist das für ihn vielleicht auch genug. Für dich eben nicht, kein Grund das gleich so wertend zu formulieren.

Kleiner Reality-Check: Ein Bachelor bringt dir gar nichts wenn du selbst nicht genug dafür tust. Nach dem Bachelor geht die Arbeit erst los die ersten Jahre dienen nur dem Hocharbeiten und der Orientierung. je nach dem was du studierst brauchst du ohnehin noch den Master ggf. ein Ref anschließend usw.

Generell: mach was du willst, aber mach es für dich, nicht für andere.
Die Anderen, deren Anerkennung du (insgeheim) ersehnst interessieren sich wahrscheinlich nicht die Bohne dafür was aus dir wird. Ein schlechter Job ist denen genauso ein Naserümpfen wert wie ein guter, wenn sie es überhaupt mitbekommen,

Du wirst je nach Umfeld immer Leute haben, die das was du leistest klein reden. Siehe deine Einstellung deinem Bruder gegenüber.
 
ich wollte studieren um des Studierens willen;
ich wollte in einem Bereich so weit kommen, so viel wissen, dass es nicht mehr viel dazu zu sagen gibt. Dass das Quatsch ist, habe ich dann durch das Studium gelernt.
Für meine Persönlichkeit konnte ich mir nie vorstellen, nicht studiert zu haben, kein Plan, warum, alles andere hatte sich komisch angefühlt, wie zwischengeparkt (habe vorher eine Ausbildung gemacht, weil ich das Abitur im Vergleich da ich einer der Penner bin, der das Abitur nicht geschafft hatte (sowohl den Weg dorthin über das Gym als auch dann später die Prüfung).
Bin ich stolz auf das Studium?
Nicht auf das Studium, aber ich bin froh, dass man mir schon am Namen/Ausweis ansieht, dass ich nicht doof/unterbelichtet bin (was ich früher ständig von Mittelschülern/AzuBis in der Schule/Nachbarschaft gehört habe).
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Anderen, deren Anerkennung du (insgeheim) ersehnst interessieren sich wahrscheinlich nicht die Bohne dafür was aus dir wird.
ich höre nur äußerst selten so etwas in der Art wenn andere entdecken, dass ich promoviert habe oder erfahren, dass ich als Professor arbeite.
Meist wird der Titel weg gelassen. Es ist ja auch nur eine bestimmte Bezeichnung, die für eine bestimmte erbrachte Leistung über die Jahrhunderte gerettet worden ist, so, wie man früher "Herr Postbeamter" oder von mir aus "Frau Bäckerin" gesagt hat,
sind Wissenschaftler halt "Herr Doktor" oder "Frau Professorin". Die anderen Titel haben es in unserer Zeit nicht mehr in den Alltag geschafft, das "Doktor" ist noch da, aber wird auch aussterben.
Wenn mal nachgefragt wird, also Bereich, Thema etc.. dann eigentlich nur von Leuten, die selbst studiert haben. In der nahen Familie (keiner studiert) höre ich jetzt öfters: "Du weißt auch nicht alles." Schade.
 
Hallo,

Das Abitur ist zwar immer noch der höchste Schulabschluss, es hat aber ganz gewaltig an Wert verloren!

Seit die verpflichtende Grundschulempfehlung nämlich entfallen ist, denken alle Eltern ihr lieber Goldschatz wäre etwas ganz Besonderes, müsse auf jeden Fall das Abi machen und sei hochbegabt! 😀

Die Lehrerinnen und Lehrer kapitulieren vor den Helikoptereltern, die jede Note schlechter als 3,0 gerichtlich anfechten und per Anwalt sonstige Extrawürste erpressen. So wird das liebe Kindlein "durchgewunken" und besteht das Abitur, sofern es mehr als drei normal funktionierende Gehirnzellen hat.

Das Resultat erleben wir dann auf dem Arbeitsmarkt. Auf einen gut ausgebildeten Facharbeiter kommen gefühlt zehn mittelmäßige "Irgendwas-mit-Wirtschaft"-Studenten, die einfach nicht gebraucht werden, weil der Markt völlig übersättigt ist!

Oooooh! Große Enttäuschung! Freude bringt der Beruf meist ebenfalls nicht, da das Studienfach oft willkürlich gewählt wurde.

Das war meine Meinung zu diesem Thema.

Liebe Grüße,
SFX
 

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