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Ohne Liebe leben, wie macht man(n) das?

Hallo Hans,

wo bitte steht geschrieben, dass Du für Liebe (Beziehung) der starke Mann und solvent sein mußt?????

Du drückst Dich hier super aus, kannst richtig Deutsch schreiben (was einige hier nicht können). Also scheinst Du etwas im Kopf zu haben.

Also mach etwas draus.

Ich war geschockt, über Deine Aussage "tödliche Krankheit". Hans, das bedeutet mitunter langes Leiden und Schmerzen. Das kannst Du doch nicht wirklich meinen.

Um Liebe zu finden muß nur eins da sein: ein offenes Herz.

Ramona



Naja, so gut drücke ich mich wohl nicht aus!
Ich werde zu oft missverstanden!
Einerseits hab ich die Angewohnheit zu provozieren, um schneller zu Ergebnissen zu kommen. Andererseits geht mir manches zu schnell. Meist ist es beim Gegenüber grad andersherum. Ticke wohl etwas anders oder nicht richtig. 🙄


Ein offenes Herz für die Liebe zu haben, das ist für Frauen meist ausreichend. Die meisten werden einem Mann über den Weg laufen, der sich um sie bemüht.
Es gibt die Redewendung jemanden umwerfend zu finden. Bei mir setzt erst eine Starre und dann das Grübeln darüber ein, weshalb ich wohl der Falsche wäre. Manchmal ist es so schlimm, dass ich manche Gelegenheiten unter Menschen zu kommen nicht wahrnehmen kann.

Ja, ich hab was im Kopf. Vielleicht auch was am Kopf? 🙄
Bevor sich hier jemand verarscht fühlt:
Meine Bildung ist größer als meine Einbildung. Am Kopf hab ich zwar Ohren, aber die funktionierten nie so, wie sie es sollten. Letzteres ist der körperliche Aspekt bzw. eine gewichtige Mitursache meines Problems.


Zur Klarstellung:

Das mit dem über mich herfallen sollte keiner wörtlich oder persönlich nehmen!
 
Warum solltest du nicht begehrenswert für andere Frauen sein?

Muss ich neue Gründe anführen, nur weil die bereits genannten Ramona nicht anerkennt?😕

Ich kann mir schwer vorstellen, dass ich eine Frau dazu bringe sich in mich zu verlieben, wenn ich bereits starke Gefühle für sie habe.

Es ist schon einige Zeit her, da hatte sich eine Frau in mich verliebt. War so nicht beabsichtigt. Wollt einfach nur nett sein, mal zeigen, dass nicht alle Männer Schweine sind.
Das Ganze lief über einen Internetkontakt, sollte Brieffreundschaft werden. Als sie mir ihre Liebe gestand, gestand sie mir auch ihre Verzweiflung: der von ihr getrennt lebende Gatte sei wieder aufgetaucht, forderte im Beisein der gemeinsamen Kinder eine erneute Chance (Alkoholiker, Entzug). Ich hab mich aus der Entscheidung herausgehalten. Sie wollte ihren Kindern eine - scheinbar - intakte Familie bieten. Den Kontakt habe ich danach abgebrochen, weil er davon nichts mitbekommen sollte. Obwohl ich immer offen zu ihr war, hatte sie mir ihr eigentliches Problem verschwiegen.
Damals hab ich mein Pulver wohl an die falsche verschossen.

Auch wenn dieser Beitrag nicht zum Thema passt, lass ich ihn stehn. Vielleicht er Euch was...

Manchmal mache ich Unterschiede, wo andere keinen sehen oder machen würden. Wie den dann vermitteln?
 
Gute Frage, warum ich nicht Betroffene über mich entscheiden lasse!

Diesen Rat hab ich übrigens auch schon von einem Psychologen bekommen! Das war keiner der üblichen Dummschwätzer, sondern einer der wenigen Menschen, die es in meine TOP-Liste brachte. Wer mich kennt, weiß was das bedeutet.

Vielleicht ist die Antwort nur die, dass ich total bescheuert bin! Oder sind es Minderwertigkeitskomplexe, die wissenschaftliches Neuland sind?

So dumm ist der Vorschlag mit dem Hund im Prinzip wohl nicht! Mir hat ein Mann eine private Nachricht hinterlassen, dass er mit der Haltung einer Katze eine Besserung seines Problems sieht. Ich weiß nicht detailiert, was er ein Problem hat, aber Überschneidungen mit meinem sehe ich spontan schon.
Doch ein Tier ist nicht die Lösung für mich, weil ich mit Hunden doch eher auf Kriegsfuß stehe. Es ist noch nicht so lange her, da hat sich sogar ein Blindenhund sehr aggressiv verhalten, Es ist auch so, das menschliche Stimmen sehr viel für mein Wohlbefinden beitragen können. Welches Tier kann schon reden? (Papageien und andere Nachplaperer zählen nicht)

Ein Beispiel dafür, das ich Unterschiede mache, wo andere keinen sehen, kann ich momentan nicht. Ich kann mich daran erinnern, dass es diese Situation gab. Vielleicht ist's auch nur Haarspalterei? Ist wahrscheinlich auch schwer das zu vermitteln. Für physische Sehschwäche gibt's Brillen oder gar Mikroskope. Aber für gefühlte Unterschiede: gibt es da was...

Hab ja nie geleugnet, dass sich Frauen in mich verlieben könnten (doch welche Frau zeigt das so, dass es auch Dummies verstehen?)

Mein Problem ist doch die Blockade, die ich hab, wenn ich es mit einer Frau zu tun hab, die wirklich was besonderes ist!!!!

Weil ich diese Blockade hab, mich zeitweilig nicht unter Menschen traue, such ich eine Alternative (die es vielleicht nicht gibt).
Wer kennt schon das Gefühl einem Menschen in die Augen zu sehen und darin seine Verlorenheit wiederzufinden? Leider erlebte ich auch das bei einer Frau, in die ich mich verliebte. Ich konnte mich dem nur entziehen, in dem ich ihr aus dem Weg ging. Bin ich sowas wie Richard Kimble - auf der Flucht?😕

Da könnt ihr schreiben, was ihr wollt. Meiner Erfahrung nach ist es die Hölle, wenn ein Mann zu sensibel ist
 
Erkennen ist für mich immer nur der 1. Schritt. Weitermachen ist dann angesagt. Wenn Du für Dich diese Blockade festgestellt hast, warum gehst Du sie nicht an? Wie auch immer, Möglichkeiten gibt es.
 
hans,
ich glaube das problem ist nicht, dass sensible männer sensibel sind. wenn jemand sagt, was er will oder sich wünscht dann kann er auch verletzlich und sensibel sien.

das problem ist glaube ich, wenn man nicht ausspricht, was man sich wünscht oder es gar nicht weiß. wenn man alles mit sich abmachen will. ich habe die erfahrung gemacht, dass ehrliche, direkte menschen weiter kommen als welche die schüchtern von weitem schwärmen.
nehmen wir mal an, karl-heinz und klaus stehen vor einem berg. karl-heinz fängt an nachzudenken und grübelt und spekuliert. klaus denkt: ich will da rüber und wie komm da hin und dann fängt er an, zu klettern.
dann hat doch der die größere chance, der aktiv wird.
vorbedingungen: wissen, was man will
 
Ich denke eher an hyper sensibel. So in die Richtung psychische Vulnerabilität (bei Wikipedia gut erklärt).
 
Eigentlich sollte ich mal etwas abschalten können, Abstand bekommen. Doch die Frage „Warum ich Frauen nicht entscheiden lasse“ geisterte zu sehr im Kopf herum. Brachte mir eine neue Schlussfolgerung.

Als junger Mann hatte ich nicht so die Möglichkeiten mich den Mädels zu präsentieren. Damals kam das mit der Discoszene groß in Mode. Aufgrund meines stark funktionsgestörten Trommelfells war die Lautstärke einfach zu schmerzhaft. Natürlich habe ich mich als Sonderling gefühlt, weil ich nie richtig mitreden konnte. Ich verstand vieles akustisch falsch, fühlte, dass ich mich lächerlich mache. Das Gehör wird wohl höchstens durch ein Wunder besser. Operabel ist es nicht, ein Hörgerät verträgt das Ohr nicht. Unter Menschen sein, und sich dennoch einsam fühlen, das kann verdammt weh tun. Die Mädels sahen in mir wohl auch den Außenseiter.

Einer Frau die Entscheidung abzunehmen, das bedeutet auch, dass Mann keinen Korb bekommt. Da können Frauen schon auch sehr verletzend sein. Warum also fragen, wenn Mann davon ausgehen kann, dass eine Frau - trotz aller Zuneigung die Mann empfindet -, sich gegen mich entscheiden wird? Durch mein Gehörproblem habe ich mir eine abwartende, beobachtende Verhaltensweise angewöhnt. Ich denke, ich sehe da einiges, was anderen entgeht. Ich bin nicht der Papst, ich kann mich natürlich auch mal getäuscht haben. Doch, was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Aber, es ist da nicht nur die Angst vor Ablehnung da, sondern oft vielmehr die Angst eine Enttäuschung zu sein! Letzteres wird in den vergangenen Jahren eher verstärkt. Die Singlefrauen meiner Generation haben nun einmal Enttäuschungen mit Partnern hinter sich. Die Angst davor, der nächste könnte wieder der falsche sein, tragen einige offen vor sich her.

Als ich meiner „Traumfrau“ in einer Freizeit-Singlegruppe begegnet bin, da hätte selbst Casanova persönlich sie nicht weichgekocht. So war’s dann nichts mit der Liebe auf den ersten Blick. Ich selbst war von den ersten Eindrücken sehr überrascht und wollt’s nicht wahrhaben, was ich empfand. Typisch für mich der Gedanke, die hat doch schnell einen, der besser ist als ich. Doch sie blockte bei Versuchen meiner Geschlechtsgenossen immer ab. Sie wollte nicht nochmals enttäuscht werden. Ich habe mich immer gefragt, wie kann Mann so etwas dieser Frau nur antun? Nach einigen Monaten war ich dann soweit, dass ich mich wieder mal fragte, was das Leben für einen Sinn hätte, der auch mir was bedeutet. Dann legte ich’s einfach drauf, mich lächerlich zu machen und schrieb ihr mein Geständnis. Nein, ich habe mich damit nicht lächerlich gemacht. Sie wollte damals prinzipiell keine Beziehung. Von mir hatte sie alles andere als einen schlechten Eindruck. Erst im Nachhinein begriff ich, dass man einen Menschen auch zu sehr lieben kann. Vielleicht war das der Grund, das es nicht sein sollte...

Einige Zeit später (da lief auch eine Verhaltenstherapie) fasste ich mir den Mut mit einer humorigen Zeitungsannonce mein Problem anzugehen. Also, ich hab durchaus schon Frauen mal entscheiden lassen! Doch bei mindestens zwei hervorstechenden Frauen aus dieser Aktion hab’s ich für mich entschieden:
Eine schrieb mir per Mail. Wir haben uns sofort gut verstanden, weil sie an den lustigen Anzeigetext anknüpfen konnte. Doch als ich in späteren Mails aus ihren Hobbies herauszulesen meinte, habe ich mich gegen sie entschieden. Sie war sicher enttäuscht, hat’s natürlich nicht verstanden (hätte ich auch nicht) und akzeptiert.
Die andere schrieb mir eine lustige Karte mit ihrer Handynummer. Es wurde auf Anhieb ein schönes und ganz lockeres Gespräch. Das lag vor allem an ihrer Stimme, die mich sofort in den Bann zog. Bei verabredeten Date war es dann so anders: sie hat wenig geredet, ich musste ihr „alles aus der Nase ziehen“ und schaute (desintressiert wirkend) zum Fenster. Sie war der Typ Frau, den ich auf der Straße nie anzusprechen gewagt hätte. Klar, dass ich ihr Verhalten drauf bezog, dass ich ihr in natura so gar nicht gefiel. Nachdem ich – hin und gerissen von so unterschiedlichen Eindrücken – die Schöne verabschieden wollte, bot sie mir, ich könne sie ja mal wieder anrufen. Ich dachte ich bin im falschen Film! Keine Ahnung, was ich spontan sagte, aber den Korb bekam sie erst später. Einiges vom Gespräch wurde mir erst später klar. Sie war eben auch ein Sensibelchen (das deshalb sogar Magengeschwüre hatte) und - entgegen meiner ersten Annahme - in der Datingsituation einfach zu schüchtern. Ich kenne das Problem! Aber, eine Partnerin, die so zerbrechlich zu sein scheint, dass man sich mit ihr nicht über alles zu reden traut, ist einfach die falsche. Ich habe mich dann auch sehr angestrengt, ihr eine längere, liebevolle „Abschieds-SMS“ geschickt. Mit ihr reden hätte ich nicht gekonnt; es war die bitterste Entscheidung meines Lebens. Die Erinnerung treibt mir auch jetzt noch Tränen in die Augen.

Neuerdings denk ich mir, dass eher keine Frau zu mir passt, weil sie sich die Entscheidung entweder leicht abnehmen lässt oder sie gar nicht sucht. Frauen meiner Generation begnügen meist immer noch mit der Opferrolle. Wer da nicht der perfekte Täter ist, geht eben leer aus...
Ich habe noch nie das klassische Rollenverständnis gehabt. Nicht im Kopf, nicht als Verhalten! Jeder sollte doch sein bestens einbringen können. Ist doch egal, wenn der Mann kocht und die Frau das Auto repariert (oder so...)! Damit haben einige Frauen Probleme, nicht jede will emanzipiert sein.



Nach diesem längeren Text mach ich mal eine Pause. Muss echt mal abschalten können. Aber, ich werde alle Postings bzw. private Nachrichten lesen und mich wieder melden. Ich gar nicht mit solcher Resonanz gerechnet.

HansWurst0815


P.S.: Ich hab mir selbst auch schon Diagnosen gestellt, die mir passend vorkamen. Die waren nach Expertenmeinung zwar nicht ganz abwegig, aber doch falsch.Vielleicht ist's Vulnerabilität, vielleicht zum Teil, oder was anderes.
 
Ich glaube ja auch nicht, dass es eine funktionierende Alternative für mich gibt. Aber eine gesellschaftskonforme Lösung auch nicht.

Danke für die gut gemeinten Ratschläge.
Werde mich in Kürze abmelden.
 

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