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Offene Ehen / Beziehungen

Ah, Edit: Was Wichtiges vergessen. Nachwuchs hab' ich auch, erwachsen. Weiß, dass das Muttertier nicht monogam lebt. Ohne mich umerziehen zu wollen.
Freiwillig ihr erzählt? Oder auf ihre Frage hin entsprechend geantwortet?
Ich hätte gedacht, die Sexualität der Eltern geht die Kinder nix an?
Wenn sie jetzt noch weiß, dass ihr Vater ebenfalls nicht monogam lebt, weiß sie ja komplett Bescheid.
 
Ok, und was macht man jetzt mit dieser 'Horrorstory'?
Nichts 🙂 Diese Horrorstory hat ziemlich viele junge Menschen ungut geprägt.
Also predigt einfach weiter undifferenziert, dass man jungen Erwachsenen dazu raten und geradezu ermutigen sollte.
Die Medaille hat immer zwei Seiten, das war mein Gedanke.

Aber ich verziehe mich hier. Denn dein Ton ist hier ja der angebende 😉 @Ausnahmsweise
 
Ich hätte gedacht, die Sexualität der Eltern geht die Kinder nix an?

Ich sehe einen Unterschied zwischen erwachsenen Kindern die bereits ihr eigenes (sexuelles) Leben führen und minderjährigen Kindern.

Ist man geneigt zu sagen "Papi kommt heute später nach Hause, weil, weisst du, erwachsene Menschen haben sexuelle Bedürfnisse welche sie nicht immer innerhalb der Partnerschaft mit Mami erfüllt bekommen",

dann sieht das für mich so aus als seien die Kinder noch zu jung für solche Themen. 😉

Da genügt dann ein "Papi kommt heute später nach Hause". Ohne ausschweifende Erklärungen.
 
Freiwillig ihr erzählt? Oder auf ihre Frage hin entsprechend geantwortet?
Ich hätte gedacht, die Sexualität der Eltern geht die Kinder nix an?
Wenn sie jetzt noch weiß, dass ihr Vater ebenfalls nicht monogam lebt, weiß sie ja komplett Bescheid.

Wir haben ein unkompliziertes Verhältnis und sind alle erwachsen.
Zwischen und brauchte und braucht es keine Rechenschaft und keine Erklärung, wann ich wo war und was gemacht habe, wir quatschen einfach.
Sie lernte vor Jahren die beiden Männer und die Frau kennen, die eine wichtige Rolle in meinem Leben spielten.

Ihr Vater ist inzwischen tot.

Nichts 🙂 Diese Horrorstory hat ziemlich viele junge Menschen ungut geprägt.
Also predigt einfach weiter undifferenziert, dass man jungen Erwachsenen dazu raten und geradezu ermutigen sollte.
Die Medaille hat immer zwei Seiten, das war mein Gedanke.

Was ist denn konkret mit all diesen jungen Menschen auf Dauer wegen Sex mit einer Frau passiert?
Alle beziehungsunfähig, in Therapie, oder was muss ich mir vorstellen?

Das muss eine sehr mächtige Frau gewesen sein, wenn Sex mit ihr gravierende Auswirkungen auf das weitere Leben gleich vieler junger Menschen hatte.

Ich kann mir das nur sehr schwer vorstellen.

Alles hat immer mehrere Seiten, je nachdem, wer von welchem Standpunkt aus draufschaut.

Aber ich verziehe mich hier. Denn dein Ton ist hier ja der angebende 😉 @Ausnahmsweise

Wenn du das so empfinden magst, ok.
Gibt es nicht viel mehr Contrastimmen hier als Pro? Ich vertrete eben die Pro-Seite.
 
Alles hat immer mehrere Seiten, je nachdem, wer von welchem Standpunkt aus draufschaut.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das Menschen die sexuell eher verklemmt sind oder Sex grundsätzlich als etwas "schlechtes" oder als etwas erachten das nur hinter vorgehaltener Hand angesprochen werden darf, lediglich einen Standpunkt haben von welchem sie alles rund um dieses Thema beleuchten.

Obwohl "beleuchten" hier schon nicht treffend von mir bezeichnet wurde, denn es sollte sich ja lieber im dunkeln, im verborgenen abspielen.

In solchen Fällen kann man unmöglich auch etwas positives darin erkennen, wenn ein junger Mensch intime Erlebnisse mit einer erfahrenen Frau macht.
 
Hier noch zwei interessante Artikel; das Thema beschäftigt auch die Wissenschaft.

https://www.quarks.de/podcast/ciao-...eziehungen-gluecklicher-quarks-daily-spezial/


ZITATE
"Jede dritte Person geht fremd, jede dritte Ehe wird geschieden und auch die Zahl der Kuckuckskinder liegt bei über einem Prozent."


"Für Menschen, die dieses Bedürfnis intrinsisch verspüren, kann es sehr schwierig sein, eine monogame Beziehung zu führen – und treu zu bleiben. Möglicherweise ist das auch ein Grund, weshalb so viele Menschen fremdgehen."


"Der bisherige Stand der Forschung kommt eher zu dem Schluss, dass in der Geschichte der Menschheit immer schon mehrere Beziehungsformen parallel existiert haben. So wie heute auch."

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https://www.unibas.ch/de/Aktuell/Ne...rsucht-Das-Phaenomen-offener-Beziehungen.html


ZITAT
"Um Ihre Frage zu beantworten, würde ich sagen, dass die Monogamie in erster Linie kulturell bedingt ist. Zum Beispiel war es eine weit verbreitete Meinung, dass Frauen «von Natur aus» eher zur Monogamie neigen als Männer, aber diese Meinung wurde von der Wissenschaft weitgehend in Frage gestellt. Wäre Monogamie natürlich bedingt, könnte dies auch nicht die hohe Fremdgehquote erklären. Aus philosophischer Sicht gibt es einige Erklärungen dafür, warum die Menschen irgendwann in der Geschichte begannen, ihre Gesellschaften monogam zu gestalten. Friedrich Engels zufolge hängt dies beispielsweise eng mit dem Konzept des Privateigentums und der Vererbung zusammen: Die Menschen wollten sicher sein, dass die Kinder, die ihren Reichtum erben, biologisch ihre Kinder sind, und die Monogamie, insbesondere die der Frauen, war der einfachste Weg, dies zu erreichen. Natürlich gibt es viele gegensätzliche Theorien zu diesem Thema, aber das Beispiel soll zeigen, wie umstritten eine Behauptung wie «Monogamie ist natürlich» ist."

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Ich bim der Ansicht, dass es sich lohnt, viele unserer Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen, so auch die Monogamie.
 
Dann mal ein Einblick in die Realität der Beziehungswelt: Ein guter Freund ist Psychologe und Paartherapeut. Er sagt, dass er kein einziges Paar kennt, das es dauerhaft geschafft hat, in einer offenen Beziehung zu leben. Die offene Beziehung kennt nur zwei Wege: Entweder finden beide Partner schnell wieder zur exklusiven Paarbeziehung zurück oder die Beziehung geht auseinander.
Es ist ein reines Gedankenkonstrukt, dass man Intimität und Liebe dauerhaft trennen kann oder dass eine offene Beziehung eine Ehe retten könnte. Es funktioniert schlichtweg nicht.
Wie gesagt, das so als Einblick in die Arbeit von jemandem, der Hunderte Beziehungen aus nächster Nähe miterlebt und durch schwierige Zeiten navigiert hat.
Und letztlich bestätigt das auch dieser Thread hier. Die Fraktion pro offene Beziehung ist nicht seit 20 Jahren verheiratet, davon 10 in offener Ehe.
 

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