Vielleicht können dies auch nur Frauen nicht weil sie mit solchen Problemen ohnehin nie etwas zu tun haben. Keine Ahnung.
Ich bin anders gestrickt.
Der Gedankengang lässt sich auf beides beliebige Thema übertragen, dass für Neid und Missgunst und somit eine Stimmungsverschlechterung geeignet ist.
Das Problem beginnt bei Vergleich, Konkurrenzdenken, nicht gönnen können. Neid. Missgunst.
Dann gehe ich mal in den Vergleich, müsste ich demnach ja ständig tun.
Wenn ich meine Familie anschaue, gibt's da mehrere Unternehmer. ALLE haben deutlich (!) mehr Geld als ich. Manche, nicht so nahestehend, könnten problemlos auf Privatier machen und ihre Kinder gleich mit.
Während ich mich für ein anderes Leben entschied, das mich mehr erfüllte, besser zu meiner Gesundheit passte, aber mich nah ans andere Ende des Geldbeutels beförderte.
Jetzt kommt der Unterschied. Selbst wenn ich vergleiche, ich würde wieder so entscheiden. Ich bin sehr zufrieden.
Ich habe wirklich überlegt, weshalb ich ihnen dieses Mehr nicht gönnen sollte oder mich deshalb schlecht fühlen. Ich weiß es nicht, mir fällt kein Grund ein. Und je mehr mir jemand bedeutet, desto mehr freue ich mich für ihn, wenn er etwas gefunden hat, das ihm gut tut, eine Lebensweise, die er mag, einen erfüllenden Weg, sein Bankkonto zu überfüllen.
Wenn ich nun einen Menschen liebe, mir seiner Liebe sicher sein kann, weshalb sollte ich ihn in einem Bereich mehr oder weniger stark einschränken, der für ihn eine Bereicherung darstellt?
Es ist immer Verhandlungssache, jeder muss das Maß finden, das ohne größere Belastung gelebt werden kann, da wird es große Unterschiede geben. Doch ich will mich frei fühlen und frei fühlen lassen, nicht die Flügel stutzen und einen Käfig bauen.
So lange beide (!) gut damit leben.
Nur so geht es.
Wie in jeder anderen Beziehung gibt es auch da Krisen. Hatten wir. Auch da, Tür zu, auf sich und die Beziehung schauen, neu aushandeln, was nun passend ist.
Hatte aber wieder nichts damit zu tun, dass der andere etwas nicht erleben sollte. Sondern mit Intensität von Gefühlen und Verlustängsten.
Muss man manchmal etwas sortieren. Gibt's in vielen anders gelagerten Beziehungen genauso.
Gemeinsam findet man dann Wege. Oder es gibt kein Wir mehr, dann nicht.