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öff. Dienst zahlt angeblich zu schlecht

Ich bin mit Masterabschluss ins Controlling in der freien Wirtschaft und ohne Berufserfahrung mit 63.000 brutto (ca. 3.300€ netto) eingestiegen. Nach 2 Jahren lag ich bei 73.000€ brutto (ca. 3.700€ netto). Nach 4 Jahren Berufserfahrung lag ich durch Wechsel bei 4.300€ netto.

Daher, ja, der ÖD zahlt in meinen Augen schlecht.

Dann hast Du eben Glück gehabt - Dein Verdienst liegt weit über dem Durchschnitt für Controller und ist daher auch nicht sonderlich repräsentativ, so wie Einzelangaben generell nicht repräsentativ sind, um sie zu einem Vergleich heranzuziehen.

Im Übrigen ist die Unzufriedenheit und das Gemecker der Leute auch Charaktersache - in meiner Branche gehen wohl die wenigsten unterhalb eines sechsstelligen Jahresgehalts heim und ich höre durchaus mal Gejammer und Gemecker, dass es zu wenig Geld wäre... das scheint wohl einfach so zu sein wenn man keine Dankbarkeit gelernt hat und auch unfähig ist, Dinge noch ins Verhältnis zu setzen.
 
Ist halt immer eine Frage der Relation.
Der öffentliche Dienst hat eine flache Gehaltskurve. Man verdient in niedrigen Besoldungs- und Entgeltgruppen bereits vernünftig, aber nach oben hin und auch mit Blick auf Spezialtätigkeiten ist wenig Potenzial.

Ich sehe das z.B im Bereich IT. Dort wird in der Wirtschaft oft viel besser bezahlt, während man im ÖD sehr stark in das Tarif-Korsett gedrückt ist.

Deine Einstiegshalt ist absolut ok, andererseits mit einem passenden Master würdest du in der freien Wirtschaft langfristig oft mehr verdienen. Auch weil die Strukturen flexibler sind und Beförderungen im öffentlichen Dienst oft nur sehr langsam erfolgen. Karriere im ÖD macht man manchmal erst mit 40+

Ich persönlich finde, dass der ÖD etwas besser zahlen sollte. Einfach um gut qualifizierte Bewerber anzuziehen. Immer noch ist es so, Menschen eher wegen der Sicherheit in den ÖD gehen, nicht wegen des Gehaltes.
 
Das hat alles Vor- und Nachteile. ÖD kann attraktiv sein, da es ist zusätzliche Goodies gibt: Altersvorsorge, Urlaubs- und Weihnachtsheld etc. Viele Tarife in der freien Wirtschaft bieten das allerdings auch. Hier kommt es dann auf den Tarif (Metall, IGBCE etc.) und wie die Stelle bewertet ist an. Generell würde ich sagen, dass du in der freien Wirtschaft gehaltlich mehr Verdienen kannst. Wenn du zufrieden bist, ist doch alles okay.
 
Ne, man kann nichts verhandeln.
Ich hatte jetzt zwei Gespräche, zwar ist eine Gleichstellungsbeauftragte immer dabei gewesen, das Gehalt war aber trotzdem um einiges niedriger, trotz Berufserfahrung. Ich habe nachgefragt, ob man da noch verhandeln kann. In beiden Gesprächen hieß es nein, soll ich annehmen oder gehen. Und wir reden jetzt nicht um 50€ weniger zu meinem jetzigen Gehalt. Also der HR hat auch immer behauptet, das alles im öffentlichen Dienst geregelt ist, anscheind nicht, wenn man nicht Mal Berufsjahre und Tätigkeit richtig anrechnet. Das Gehalt selber finde ich fair, wenn man auch richtig eingestuft wird. Aber als Leiterin mir max. 60 000€ Brutto anzubieten oder Stufe 3, obwohl ich mehr als 2 Jahre Berufserfahrung habe. Meiner Schwester erging es genau so, Einladung aber wollten sie trotz B.Sc. in E9 einstufen. Sorry, aber das ist weit weg von man kann verhandeln und es liegt eine Gleichberechtigung vor.

Dein Beitrag ist falsch. Du hast einfach wenig Ahnung. Die Eingruppierung der Stelle ist fix da kann man nix ändern. E9.
Im ÖD wird die Stelle nach den Stellen eingruppiert. Das heißt auch ein Prof. Dr. bekommt nur die E4 wenn er sich auf die Stelle im Museum an der Kasse bewirbt. N
Also hat deine Schwester auch keine Ahnung, liegt ja in der Familie.
Nur weil man einen B.Sc. hat kann man nicht mehr bekommen als E9 oder wie es auch immer eingestuft ist.

Die Stufen sind frei verhandel und einstufbar bis der Vertrag fix ist. Wer das "HR" (was es im ÖD per Se nicht gibt) das glaubt dem ist nicht zu helfen.
Man kann ganz klar sagen unter Stufe 4 komme ich nicht. Wenn der Personalmangel groß ist bekommt man das auch.
Es gibt keinen Anspruch drauf aber man muss auch nicht unterschreiben.

Vllt solltest du nicht einfach alles mit Dir mahcen lassen.
 
Dein Beitrag ist falsch. Du hast einfach wenig Ahnung. Die Eingruppierung der Stelle ist fix da kann man nix ändern. E9.
Im ÖD wird die Stelle nach den Stellen eingruppiert. Das heißt auch ein Prof. Dr. bekommt nur die E4 wenn er sich auf die Stelle im Museum an der Kasse bewirbt. N
Also hat deine Schwester auch keine Ahnung, liegt ja in der Familie.
Nur weil man einen B.Sc. hat kann man nicht mehr bekommen als E9 oder wie es auch immer eingestuft ist.

Die Stufen sind frei verhandel und einstufbar bis der Vertrag fix ist. Wer das "HR" (was es im ÖD per Se nicht gibt) das glaubt dem ist nicht zu helfen.
Man kann ganz klar sagen unter Stufe 4 komme ich nicht. Wenn der Personalmangel groß ist bekommt man das auch.
Es gibt keinen Anspruch drauf aber man muss auch nicht unterschreiben.

Vllt solltest du nicht einfach alles mit Dir mahcen lassen.

Das ist meine Erfahrung, da kannst du doch nicht behaupten das mein Beitrag falsch ist. 😂 Glaub mir, hätte auch sehr gerne auf diese Erlebnisse verzichtet. Wobei die tatsächlich nicht die unangenehmsten waren, eher nur Zeitverschwendung. 😊
Kann sein, dass es eine fixe Eingruppierung gibt, die aber nicht bei uns genutzt wurde.
Ich reichen grundsätzlich nur eine Bewerbung ein, wenn auch als Qualifikation ein Master erforderlich ist. Und auch bei meiner Schwester war ihre Qualifikation gesucht. Und nein, wir haben auch nicht unterschrieben.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass eben nicht alles geregelt ist. Nicht jede Behörde ist gleich, z.B. hat meine FH mich während meiner Projektarbeit automatisch richtig eingruppiert, es war keine E9 😉.
Mich stört allerdings, wenn immer behauptet wird, alles ist geregt und da sitzt angeblich eine Gleichstellungsbeauftragte. Und du hast ja auch einfach behauptet, dass man sich auf Stellen beworben hat, wo eine geringere Qualifikation benötigt wird.
Keine Ahnung wieso du so allergisch reagierst😊
 
@toxica
Tatsächlich nicht. Ich habe Kontakt zu meinen ehemaligen Studienkollegen aus dem Master. Alle verdienen sehr gut. Mit Tarif sogar mehr. Man muss mutig.
Ein ehemaliger Arbeitskollege beschrieb die Bewerbungsphase sehe zutreffend.
Arbeitnehmer belügt den Arbeitgeber, was für ein toller Mitarbeiter man ist und welche tollen Erfahrungen und Fähigkeiten man hat.

Arbeitgeber belügt den Bewerber damit, wie toll das Unternehmen ist. Man könnte sich "frei entfalten" etc. Mitarbeiter sehr wichtig sind und wertgeschätzt werden.
Manche Unternehmen stellen 28 Tage Urlaub als eine Besonderheit dar oder Obstkörbe. Für mich sind 30 Tage Urlaub und Co. ein etablierter Mindeststandard. Unternehmen mit < 30 Tage Urlaub, ohne Gleitzeit.. habe ich direkt aussortiert.

Ich hatte mal Gespräch bei einem Unternehmen ohne Mitarbeiterparkplatz. Ich hätte im kostenpflichtigen Parkhaus parken müssen = ich bezahle noch Geld, um dort zu arbeiten!? Ich weiß nicht, wie man sich so etwas antun kann..
 
Das ist wirklich frech
Im ÖD aber völlig normal. Alle typischen Vergünstigungen in der Privatwirtschaft, bekommst du im ÖD praktisch nie.
Ich habe auch Jahre lang für einen Stellplatz in der Tiefgarage gezahlt als ich noch im ÖD im Rathaus gearbeitet habe. Der einzige Bonus war eine kleine Ermäßigung weil wir den "Anwohner" Rabatt bekamen. Dennoch habe ich damals rund 50 € jeden Monat bezahlt um auf der Arbeit parken zu dürfen.

Generell finde ich den Vergleich der Einkommen schwierig, weil sie oft anders aufgebaut sind. Der ÖD zahlt extrem tarifgebunden und hat Tarife, die eher geringe Einkommen begünstigen. Das macht das Korsett im ÖD sehr eng, während in der Privatwirtschaft eigentlich alles gezahlt werden kann, was der Unternehmer will.
Weihnachtsbonus, Stellplatz, Dienstwagen, mehr Urlaub, über 3 Stufen hinweg befördern, alles in der Privatwirtschaft möglich, im ÖD nicht.

Ich habe im ÖD mal eine Betriebsfeier organisiert. Problem: Wir bekamen dafür nichts vom Dienstherren. Die Mitarbeiter mussten die Feier selber bezahlen.
Wir haben dann 50 € pro Kopf eingesammelt. Zum einen meckerten Viele, dass es zu teuer sei, zum anderen waren 50 € für ein tagesfüllendes Programm inklusive Essen, Lokalität und Getränke aber keinesfalls besonders üppig. Wir haben die verschiedenen Orte abgeklappert und überall zu hören gekriegt, dass private Unternehmen selbstverständlich die Betriebsfeiern für ihre Mitarbeiter bezahlen.

Der ÖD ist einfach unflexibel und das tut ihm nicht gut. Einerseits ist das Einkommen zwar ok, aber man verbaut sich mit der unflexiblen Struktur viele Chancen: Ein echter IT Profi, den man im ÖD unbedingt haben will? Keine Chance, den locken Privatunternehmen mit Geld und Boni weg.
Ein guter Mitarbeiter, der extrem viel geleistet hat und den du belohnen willst? Geht nicht, man kann im ÖD keine Prämien ausschütten. Der Mitarbeiter hat Geburtstag und du willst ihn dafür den Nachmittag frei geben? Geht nicht.

Würde ich heute Berufseinsteigern einen Tipp geben, würde ich sagen: Entscheidet euch was euch lieber ist:
  1. Schneller beruflicher Aufstieg, mögliche Boni wie Dienstwagen und Prämien, hohes Einkommen -> Privatwirtschaft
  2. Sicheres und familientaugliches Berufsumfeld mit solidem aber nur langsam steigendem Einkommen -> Öffentlicher Dienst
 
Es ist eine Frage der Prioritäten.
Möchtest du Karriere machen, das Maximum an Geld für dich herausholen? Bist du bereit, dafür Vollgas zu geben? Dann ist ein Wirtschaftsunternehmen sicherlich die bessere Wahl.
Möchtest du einen sicheren Arbeitsplatz, eine eher mäßige Arbeitsbelastung und kannst dafür mit etwas weniger Geld leben? Dann könnte der ÖD für dich passen.
Beide Wege sind völlig legitim und es gibt natürlich auch viele Graustufen dazwischen.
 

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