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Nur so

Zudem bin ich (nach außen hin) für meine Eltern verlässlich und eine Unterstützung
Solange du dich für deine Eltern verbiegst und den Kummer runterschluckst, bis du wieder kurz vorm Zusammenbruch bist, wird sich nix ändern.
Wenn du den Schritt, etwas authentischer zu sein und nicht nur deine Rolle zu spielen nicht im Zusammenleben angehen kannst, bleibt dir nur einen Cut zu machen und aus dem ungesunden Umfeld rauszugehen.
Dein erster Beitrag klingt auch nach einer Depression, wo du es ohne Hilfe nicht schaffst, daß es besser wird.
 

Hallo Gelöscht 122689,

schau mal hier: Nur so. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Tatsächlich greife ich aufs Aufräumen zurück, wenn ich nicht mehr weiter weis. Hab heute auch wieder alles gründlich sauber gemacht.
Zugleich wird auch in dir aufgeräumt und bei diesen Routinetätigkeiten bist du keiner unguten Situation ausgeliefert, also etwas "Neuem", das wieder Chaos anrichten kann, statt endlich mal verdauen, alles sacken lassen, all das "Zuviel" abbauen und Tempo rausnehmen endlich.
Linda, entschuldige dir, dass du nicht anders kannst, als du kannst. Lass dich in Frieden dahinleben, sei mal langsam und verschone dich mit all dem Zusätzlichen, das es noch gäbe. Du siehst ja, deine Kraft muss zuerst aufgebaut werden, dann erst gehts wieder, den Kampf aufzunehmen und mitmachen beim Messen, wer alles "richtig" macht.
Ich geh jetzt auch aufräumen bei mir, das hat hinten anstehen müssen die letzten Tage und mein Handy liegt wieder mal vergessen unterm Autositz. Ich gebe mir frei, ich mach mal Pause.. danke für deine Inspiration. Ich umarme dich und freu mich für dich, dass du geschafft hast, bei dir zu sein heute.
 
Zugleich wird auch in dir aufgeräumt und bei diesen Routinetätigkeiten bist du keiner unguten Situation ausgeliefert, also etwas "Neuem", das wieder Chaos anrichten kann, statt endlich mal verdauen, alles sacken lassen, all das "Zuviel" abbauen und Tempo rausnehmen endlich.
Linda, entschuldige dir, dass du nicht anders kannst, als du kannst. Lass dich in Frieden dahinleben, sei mal langsam und verschone dich mit all dem Zusätzlichen, das es noch gäbe. Du siehst ja, deine Kraft muss zuerst aufgebaut werden, dann erst gehts wieder, den Kampf aufzunehmen und mitmachen beim Messen, wer alles "richtig" macht.
Ich geh jetzt auch aufräumen bei mir, das hat hinten anstehen müssen die letzten Tage und mein Handy liegt wieder mal vergessen unterm Autositz. Ich gebe mir frei, ich mach mal Pause.. danke für deine Inspiration. Ich umarme dich und freu mich für dich, dass du geschafft hast, bei dir zu sein heute.
Danke Holunderzweig ❤ Aber ich habe eben nichts geschafft. Ich schotte mich in meiner freien Zeit ab obwohl ich mich einsam fühle. Das macht natürlich… tada! noch einsamer. Zudem fühle ich mich als looser, weil ich es nicht auf die Reihe bringe, mich gut zu fühlen, trotz allem was ich habe. Ich bin körperlich gesund! Habe einen super Arbeitgeber (wirklich, wir haben Freitags Eis, Frühstückszeug jeden Tag, Obst und Gemüse usw. Richtig paradiesisch), meiner Familie geht es langsam besser und besser, es ist Sommer, wir haben keinen Krieg, ich habe (eigentlich) genug Geld, ich werde von den Kollegen gemocht, ich sehe nicht schlecht aus, ich habe einen guten Bildungsgrad. Was will ich noch? Ah jaa, meine Eltern und mein Bruder haben mich lieb! Ich bin ein looser, weil trotz all dem, was vielen fehlt, unzufrieden bin.

Ich bin mein schlimmster Kritiker, kann mit keinem in meinem Umfeld darüber reden, alleine mich jemandem vorstellen ist eine Katastrophe, weil ich vor Selbstzweifel in Panik gerate, ich bin mein eigener Feind.

Tjah. Und dann sind da manche wenigen Tage, an denen ich über all das schmunzle und die Achseln zuckend nicht glauben kann, dass ich mich so gefühlt habe.

Mein bester Freund ist auch weg. Mit ihm habe ich angefangen mich ein bisschen auch mündlich zu öffnen. Mal herausschreiben ist ja gut, und auch die Antworten zu lesen. Aber einfach mal sich zu treffen und sich ein bisschen durch den Tag führen zu lassen hat mit ihm wirklich gut funktioniert. Und wenn ich mal wieder extrem unsicher war, konnte ich ihm offen sagen, dass ich heute den ganzen Tag mit meinem Selbstwertgefühl gekämpft habe und deswegen so komisch gerade bin. Und er hat es in meinem Gesicht gesehen und angesprochen. Nicht überspielt oder verschwiegen.

Momentan wird das Gefühl von Leere und irgendwie Trauer leider immer stärker. Aber ich muss mir klar machen, dass dieser Zustand auch dieses Mal wieder vorbei gehen wird.
 
Es ist für mich unmöglich in dem Thema offen mit meinen Eltern zu sein. Das heißt ich werde zuerst ausziehen müssen. Vielleicht werde ich das auch in nächster Zeit tun, weis ich nicht.

Meine Eltern sind leider selbst so in irgendwie Schwierigkeiten, dass sie keine weitere Belastung brauchen. Außerdem, wie sieht das denn aus? Ich bin so down nur, wenn ich alleine bin. Daher wäre mein „Outen“ völlig aus dem Rahmen. Ich gehe arbeiten, bin manchmal mit anderen unterwegs, bin nach Außen immer okay.

Zudem habe ich gewisse Kommentare zu solchen Down-Phasen von meinen Eltern schon gehört. Das ist nicht gerade hilfreich. Sie machen das aber nicht, weil sie es im Grunde nicht verstehen, sondern weil sie möglichst jegliche weiteren Probleme vermeiden wollen. Verstehe ich auch, wenn ich an alles denke, was wir so erlebt haben. (Jetzt kein Krieg oder so, Gott sei dank! „Normale“ Schwierigkeiten eben.)

Zudem bin ich (nach außen hin) für meine Eltern verlässlich und eine Unterstützung (ich weis, Kinder sollten nicht die Eltern unterstützen sondern umgekehrt. So ist es aber halt nicht ganz.) Dafür fühle ich nicht, dass meine Eltern für mich eine Unterstützung sind, sondern meine benötigen. (Wenn der Part nicht verständlich ist, ich kann es nicht viel mehr erörtern. Es ist einfach so, ich weis, es sollte anders sein in einer gesunden Familie usw. Aber wenn wir eine gesunde Familie wären, dann hätte nicht jeder von uns seine Probleme an denen er/sie zu knabbern hat.)

Von daher. Ich werde weiter unterstützen. Aber, das gute an dem ganzen ist, dass es nicht mehr so schwierig ist, wie die letzten 7 Jahre. Also es ist eine Verbesserung zu sehen. Das muss ich mir klar machen. Man wird nur manchmal eben ungeduldig.

Und wenn der Trend der Besserung weiter geht, dann werde ich auch ausziehen können. Das hat bisher sowohl aus finanziellen als auch familiären Gründen nicht funktioniert.

Mal sehen. Am Ende ist mir eh nicht zu helfen, um darauf zurück zu kommen. Und ich habe keine Ahnung, wie ich mich outen soll, wenn es von außen nicht sichtbar ist. Ich muss meine Familie da aus der gefühlsduseligen Sache raus lassen.
Ich bin mein schlimmster Kritiker
weil ich vor Selbstzweifel in Panik gerate
Ich bin ein looser

Ich lese Depression, ich lese Ängste und Panik, ich lese eine zunehmende Erschöpfung.
Und viel zuviel Verständnis für andere und keines für dich. Zuviel Verantwortungsgefühl für erwachsene Menschen, die für sich selbst verantwortlich wären.

Du bist kein Looser.
Du hast dir über lange Zeit viel zuviel zugemutet und jetzt macht dein Akku schlapp, du läufst auf Notstrom.
 
Liebe Linda,
Du wirst schon mal Flagge zeigen müssen, dass es dir nicht gut geht. Auch wenn du Rücksicht auf deine Eltern nimmst. Aber das Thema hatten wir schon in einem anderen Thread. In erster Linie musst du dich um dich selbst kümmern. Sonst kannst du nicht die Stärke aufbringen, um deine Familienstruktur aufrecht zu erhalten, was dir sehr wichtig zu sein scheint. Such dir einen Therapeuten. Davon muss deine Familie ja nichts wissen. Du bist erwachsen und musst nicht ständig Rechenschaft über deine Freizeit ablegen.
 
Ich lese Depression, ich lese Ängste und Panik, ich lese eine zunehmende Erschöpfung.
Und viel zuviel Verständnis für andere und keines für dich. Zuviel Verantwortungsgefühl für erwachsene Menschen, die für sich selbst verantwortlich wären.

Du bist kein Looser.
Du hast dir über lange Zeit viel zuviel zugemutet und jetzt macht dein Akku schlapp, du läufst auf Notstrom.
Danke für die Antwort! (Bitte nicht schlecht über meine Eltern denken!! Die können doch auch nichts dafür.)
 
Liebe Linda,
Du wirst schon mal Flagge zeigen müssen, dass es dir nicht gut geht. Auch wenn du Rücksicht auf deine Eltern nimmst. Aber das Thema hatten wir schon in einem anderen Thread. In erster Linie musst du dich um dich selbst kümmern. Sonst kannst du nicht die Stärke aufbringen, um deine Familienstruktur aufrecht zu erhalten, was dir sehr wichtig zu sein scheint. Such dir einen Therapeuten. Davon muss deine Familie ja nichts wissen. Du bist erwachsen und musst nicht ständig Rechenschaft über deine Freizeit ablegen.
Jah 😑 Du hast ja Recht. Und stimmt, ich hatte das Thema schon mal. Ich kann nur sehr schlecht lügen. Und ich habe auch selten einen festen Zeitraum für mich. Es ist alles sehr spontan. Ich müsste einen Termin so ganz kurz vor knapp annehmen können. Ich weis oft morgens nicht, wie der Tag verlaufen wird. Hört sich vielleicht verrückt an, aber so ist es eben. Ich denke das mit Therapie wird erst möglich sein, wenn ich ausgezogen bin.
 
@ te , wenn Du im Real Life Menschen kennenlernst hast Du ja geschrieben Du bekommst schon bei der Vorstellung Panik....
nehmen wir mal an , Du triffst jemanden, von dem Du weißt der ist genauso nervös und genauso von Selbstkritik geplagt , partnerlos , wie Du
und Du triffst jemanden , der ist mit sich zufrieden, weil er das alles hat was Du hast, aber unzufrieden weil er alleine ( partnerlos ) ist .

Wer von beiden wäre Dir sympathischer ???
 
Es ist für mich unmöglich in dem Thema offen mit meinen Eltern zu sein. Das heißt ich werde zuerst ausziehen müssen.

Ausziehen klingt für mich nach einer ziemlich guten Idee. Du bist erwachsen. Dass ich es ziemlich übergriffig von deinem Vater finde, dass er immer wissen will, wo du bist, hab ich dir schon in deinem anderen Thread geschrieben.

Bisschen räumliche Distanz würde vielleicht nicht nur dir gut tun, sondern auch deinen Eltern.

Es ehrt dich, dass du ihnen helfen willst. Zum helfen gehört aber nicht nur helfen wollen, sondern auch helfen können.

Und wenn du am Rand der Erschöpfung bist und das dann noch versteckst, um sie zu schonen, dann wirst du früher oder später die Energie nicht mehr haben, um zu handeln.

Dann kannst du nicht mehr helfen, weder ihnen noch dir selbst .

Ausserdem möchte ich dich bitten, dass du bei Gelegenheit die Leitsätze reflektierst, die du von deinen Eltern bekommen hast. Sind diese Leitsätze wahr? Sind sie hilfreich?

Was dir im Moment am meisten im Weg steht, ist meiner Meinung nach die Ablehnung professioneller Hilfe, die du von deinen Eltern übernommen hast.

Nein, es ist nicht das gleiche, ob man mit einem Freund spricht oder einem Familienmitglied oder einem Therapeuten - auch wenn man das von der älteren Generation häufiger hört.

Du hast hier nicht verraten, welche Probleme deine Eltern haben und es tut auch nichts zur Sache. Aber gibt ihr Leben der 'wir brauchen keine Hilfe von aussen' Strategie wirklich recht?

Deine Eltern mögen stolz darauf sein, dass sie keine Hilfe von Arzt oder Psychologen bekommen - dafür belasten sie stattdessen ihre Tochter, dich - und ertragen es dann noch nicht mal, wenn du zugibst, am Ende deiner Kräfte zu sein

Eine erfolgreiche Strategie zur Problemlösung sieht meiner Meinung nach anders aus.
 
Ausziehen klingt für mich nach einer ziemlich guten Idee. Du bist erwachsen. Dass ich es ziemlich übergriffig von deinem Vater finde, dass er immer wissen will, wo du bist, hab ich dir schon in deinem anderen Thread geschrieben.

Bisschen räumliche Distanz würde vielleicht nicht nur dir gut tun, sondern auch deinen Eltern.

Es ehrt dich, dass du ihnen helfen willst. Zum helfen gehört aber nicht nur helfen wollen, sondern auch helfen können.

Und wenn du am Rand der Erschöpfung bist und das dann noch versteckst, um sie zu schonen, dann wirst du früher oder später die Energie nicht mehr haben, um zu handeln.

Dann kannst du nicht mehr helfen, weder ihnen noch dir selbst .

Ausserdem möchte ich dich bitten, dass du bei Gelegenheit die Leitsätze reflektierst, die du von deinen Eltern bekommen hast. Sind diese Leitsätze wahr? Sind sie hilfreich?

Was dir im Moment am meisten im Weg steht, ist meiner Meinung nach die Ablehnung professioneller Hilfe, die du von deinen Eltern übernommen hast.

Nein, es ist nicht das gleiche, ob man mit einem Freund spricht oder einem Familienmitglied oder einem Therapeuten - auch wenn man das von der älteren Generation häufiger hört.

Du hast hier nicht verraten, welche Probleme deine Eltern haben und es tut auch nichts zur Sache. Aber gibt ihr Leben der 'wir brauchen keine Hilfe von aussen' Strategie wirklich recht?

Deine Eltern mögen stolz darauf sein, dass sie keine Hilfe von Arzt oder Psychologen bekommen - dafür belasten sie stattdessen ihre Tochter, dich - und ertragen es dann noch nicht mal, wenn du zugibst, am Ende deiner Kräfte zu sein

Eine erfolgreiche Strategie zur Problemlösung sieht meiner Meinung nach anders aus.
Diese scharfen Worte tun mir ehrlich gesagt weh. Ich verstehe, dass du die Wahrheit ganz offen und unverpackt mir überbringen willst und das finde ich auch soweit gut. Danke. Aufgrund meiner Situation kann ich jedoch sagen, dass deine Antwort mich eher abschreckt und mich hier unwohl fühlen lässt 😔 Ich fühle mich verpflichtet meine Eltern vor deinen scharfen Worten in Schutz zu nehmen, nicht zu letzt weil es ansonsten ja Selbstsabotage wäre.
 

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