Ich kenn einige, die "nur" einen Hauptschulabschluss haben und ihre Ausbildung erfolgreich gemacht haben. Keiner aus dem Bekanntenkreis fragt großartig nach dem Abschluss, denn sie haben einen Job und verdienen Geld und leben (mehr oder weniger) unabhängig, was viele andere Bekannte, die zum Beispiel studieren, nicht von sich sagen können, weil die noch von Mama und Papa durchgefüttert werden oder wohl oder übel bei Mcces für den Mindestlohn schuften müssen. Zieh dein Ding durch, wenn du in deinem Job super bist, interessiert es doch niemanden mehr, auf welcher Art von Schule du warst.
🙂 Den Realschulabschluss würde ich an deiner Stelle trotzdem machen, allein für dich und dein Selbstbewusstsein. Das ganze scheint dich ja schon mit zu nehmen, verständlicherweise.
Ob die meisten Gymnasiasten oder Realschüler auch diese Eigenschaften haben? Klar, sie mögen denken sie seien fachlich und sozial den Hauptschülern überlegen. Aber ich bezweifle stark das sie Erfahrungen haben, im Umgang mit Gewalt und Mobbing. Ich habe schon öfters gehört das Gymnasiasten später im Arbeitsleben gleich zusammenbrechen beim ersten Versagen. Kann ich nachvollziehen, den woher können sie das den je lernen, wenn sie nicht auf die Hauptschule gegangen sind?
Auf Gymnasien gibt es ja wohl genau so viel oder zumindest ähnlich viel Mobbing. Ich gehe im Moment in die 10. Klasse eines Gymnasiums, es werden in jedem Jahrgang ein paar Leute gemobbt und ich habe auch schon viele deswegen gehen gesehen. Auch Gewalt (vor allem im Zusammenhang mit Mobbing) ist nichts seltenes, von Drogen und Alkohol (während, vor und nach dem Unterricht) ganz zu schweigen. Dazu sollte noch gesagt sein, dass meine Schule in einem relativ gut verdienenden Bezirk in Berlin liegt ohne einen nennenswerten Anteil von "Assis" oder besonders hohe Kriminalität. Meine Schule ist auch kein Einzelfall, es ist eher die Regel, wenn nicht sogar ein "minder schwerer Fall", wenn man das so ausdrücken kann.
Ich möchte nicht sagen, dass es auf der Hauptschule nicht schwierig ist, allerdings glaube ich, dass Mobbing und Gewalt eher ein allgemeines Problem bei Jugendlichen ist, mit der Bildung hat das relativ wenig zutun.