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Notwendigkeit von Safe Spaces (beispielshalber für Schwarze)

_Phoenix2_

Aktives Mitglied
Ich möchte das Thema hier ausführen, weil es im anderen Thread zu sehr dominiert.
Wir leben in einer individualistischen Gesellschaft, in der es eine Grüppchenbildung gibt.
Beispiele dafür sind:

- Herrenfriseure
- Damen-Gym
- Frauenkochabend
- Interkultureller Treff für Menschen mit Fluchthintergrund (inklusive Frauentreff und Männertreff)
- Kirchgemeinde, Moscheegemeinde und so weiter
- Selbsthilfegruppen für verschiedene Probleme, wie Übergewicht, psychische oder körperliche Erkrankung, Spielsucht oder was auch immer
- Treffpunkt für Menschen mit Schulden
- Begegnungsstätte für Studierende
- Müttertreff
- Interkulturelles Frauenfrühstück und vieles mehr

Jetzt gibt es auf dem Kirchentag einen Treffpunkt nur für POC. Das finde ich gar nicht so ungewöhnlich. Es gibt Treffs für viele Gruppen.

Solch ein Treff, wie auch andere Grüppchen, können einen Safe Space schaffen, die Vorteile sind:

- Man kann freier diskutieren, muss keine Angst haben den anderen zu verletzen
- Man fühlt sich geschützter
- Auseinandersetzungen werden vermieden
- Man kann Beziehungen zu Menschen aus der Gruppe aufnehmen. Es gibt beispielshalber nur wenig schwarze deutsche oder Personen, die Eltern mit unterschiedlicher Hautfarbe haben oder auch Menschen, die seltene Autoimmunkrankheiten haben
- Tabuisierte Themen wie Spielsucht können besprochen werden
- Man kann sich gegenseitig Infos und Hilfen geben
- Es gibt weniger Schämung

Ich denke, dass es nicht zur Spaltung der Gesellschaft beiträgt, wenn man danach wieder ausgeht und mit den anderen diskutiert. In diesem Sinne finde ich auch einen Safe Space für Schwarze vollkommen begrüßenswert.
Wie denkt ihr darüber?
 
Hallo,

das finde ich auch! Es findet ja regelrecht eine Ghettoisierung statt. In den ganzen Barbershops, Wettbüros, Shisha-Bars treiben sich zu 99% Migranten rum.

Man muss zwischen Ghetto und Safespace unterscheiden.

In Amerika haben die Schwarzen sehr lange dafür gekämpft, gemeinsam mit Weißen in der Bahn sitzen, auf die Toilette gehen, denselben Eingang benutzen zu können. Und jetzt gibt es einen Bereich nur für Schwarze beim Kirchentag? Nun, dafür ist Martin Luther King nicht gestorben!!!

LG,
SFX
 
Kann man machen, wird aber wohl kaum angenommen werden, erstens mangels Masse, weil es so viele "Schwarze" halt nicht gibt in unserer Gesellschaft, wir sind nicht die USA, zweitens weil sich selbst von dieser Zielgruppe gar nicht alle angesprochen fühlen, die es nicht für nötig finden sich selber bewußt abzugrenzen, und drittens, wer sagt daß sich alle "Schwarzen" untereinander vertragen? Da gibt es genausoviel Stämme und Unterschiede und Animositäten wie bei anderen Hautfarben auch. Wo soll dann dieser Safe Space sein, sicher nicht irgendwo in der Bayrischen Pampa.
 
Es gibt in Deutschland Versammlungsfreiheit, ich finde es selbstverständlich, dass Gruppen sich treffen dürfen wie sie wollen, solange sie nichts Kriminelles aushecken.

Meiner Ansicht nach trägt sowas in keiner Weise zur Spaltung der Gesellschaft bei.

Ein Safe Space für Schwarze ist, denke ich, vollkommen in Ordnung.

Ich halte es aber für wichtig, dass man sich nicht in so einer Gruppe isoliert und auch Kontakte außerhalb dieser Gruppe pflegt.
 
Solange man sich nicht völlig in so einem "Safespace" isoliert, sondern weiterhin auch Kontakt zu anderen Menschen hat, finde ich so etwas völlig in Ordnung. Menschen sind halt Herdentiere und als solche sind sie natürlich gern unter ihresgleichen, also warum nicht?
 
Ich finde das doof, viele Schwarze sowie auch viele Asiaten hier bleiben eh schon soviel unter sich. Gibt meiner Meinung nach zuviel Paralellgesellschaften, statt normales Miteinander. "Safe Space"...na ich weiß nicht...aber gut einige Christen können ebend auch rechts sein, da brauch man scheinbar einen Safe Space?
 
Ich möchte das Thema hier ausführen, weil es im anderen Thread zu sehr dominiert.
Wir leben in einer individualistischen Gesellschaft, in der es eine Grüppchenbildung gibt.
Beispiele dafür sind:

- Herrenfriseure
- Damen-Gym
- Frauenkochabend
- Interkultureller Treff für Menschen mit Fluchthintergrund (inklusive Frauentreff und Männertreff)
- Kirchgemeinde, Moscheegemeinde und so weiter
- Selbsthilfegruppen für verschiedene Probleme, wie Übergewicht, psychische oder körperliche Erkrankung, Spielsucht oder was auch immer
- Treffpunkt für Menschen mit Schulden
- Begegnungsstätte für Studierende
- Müttertreff
- Interkulturelles Frauenfrühstück und vieles mehr

Jetzt gibt es auf dem Kirchentag einen Treffpunkt nur für POC. Das finde ich gar nicht so ungewöhnlich. Es gibt Treffs für viele Gruppen.

Solch ein Treff, wie auch andere Grüppchen, können einen Safe Space schaffen, die Vorteile sind:

- Man kann freier diskutieren, muss keine Angst haben den anderen zu verletzen
- Man fühlt sich geschützter
- Auseinandersetzungen werden vermieden
- Man kann Beziehungen zu Menschen aus der Gruppe aufnehmen. Es gibt beispielshalber nur wenig schwarze deutsche oder Personen, die Eltern mit unterschiedlicher Hautfarbe haben oder auch Menschen, die seltene Autoimmunkrankheiten haben
- Tabuisierte Themen wie Spielsucht können besprochen werden
- Man kann sich gegenseitig Infos und Hilfen geben
- Es gibt weniger Schämung

Ich denke, dass es nicht zur Spaltung der Gesellschaft beiträgt, wenn man danach wieder ausgeht und mit den anderen diskutiert. In diesem Sinne finde ich auch einen Safe Space für Schwarze vollkommen begrüßenswert.
Wie denkt ihr darüber?
Ich halte da gar nichts von. Die Schwarzen wollten seit Jahrhunderten in die Gesellschaft der Weißen integriert werden. Warum sollten sie sich nun wieder abschotten?
Zudem ist mein Eindruck, dass es nur unter Schwarzen viel weniger "Safe" zugeht als in gemischten oder weißen Gruppen. Ich denke, dass sich ein Platz nur für Schwarze nicht in Richtung "safe" entwickelt.

Gut gemischt ist hier wohl das beste.
 
Ich halte von diesen Safespaces gar nichts. Wo fängt das an und wo hört das auf. Überspitzt ausgedrückt: Lässt man dann auch rechtsradikalen Polizisten ihren "Safespace", wenn sie sich am Stammtisch oder Whatsapp darüber austauschen, wie viel Spaß es machen würde, bei einem Einsatz einen Schwarzen zu erschießen.

Alles soll offen sein für alle. Unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe.
 
Meiner Meinung nach sollte die Kirche alle Gläubigen einen. Sie hat eine integrative Aufgabe. Die Safe space spalten nach meinem Dafürhalten.
Vielleicht sind solche Versammlungsorte außerhalb der Kirche sinnvoll, wo politische Aspekte eine Rolle spielen.
Die Kirche sollte sich aber auf das Spirituelle konzentrieren. Die aufrichtige Wertvorstellung „liebe den nächsten wie dich selbst“ genügt für ein gelungenes Zusammensein.
Aber vielleicht muss man die POCs nach ihrer Meinung fragen. Weiß jemand, wie das Angebot auf dem Kirchentag angenommen worden ist?
 

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