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NoContact und Mutter

K

Kaffeeteefee

Gast
Hallo,

Meine Frage richtet sich an euch, wie würdet ihr euch verhalten?

Ich bin eines von vier Kindern.
Unsere Mutter lebt in meiner Nähe, während alle meine Geschwister weiter weg wohnen (bis 40km). Sie überlassen mir ganz selbstverständlich alles, was unsere Mutter betrifft.
Alle Arzttermine, sowie Krankenhausaufenthalte und den Gesprächen mit den Ärzten dort vorort, muss ich alleine händeln.
Es fragt keiner nach. Es besteht einfach kein Interesse.
Weder für unsere Mutter noch für mich.
Unsere Mutter war Anfang Januar im Krankenhaus und sollte einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommen.
Zu diesem Zeitpunkt teilte ich das meinen Geschwistern mit und meine Schwester meinte, dass unsere Mutter keinen Schrittmacher bräuchte, ohne sich je mit den Ärzten darüber unterhalten zu haben.^^

Nachdem unsere Mutter aus dem Krankenhaus nach Hause kam, kam nicht lange danach das Corona.
In diesem Dreh hatte ich versucht den Kontakt zu meinen Geschwistern zu intensivieren, weil ich nicht alles alleine machen möchte.

Grade meine Schwester hat immer ganz tolle Ideen und glänzt mit dauerhafter Abwesentheit.
Aber sie verteilt gerne die Tätigkeiten.
Ich sagte ihr zB, dass ich momentan weniger Zeit hätte und mich von unserer Mutter eingeengt fühlte. Da meinte meine Schwester, dass ich mir doch noch einen festen Tag in der Woche für sie freihalten solle, an dem ich etwas mit ihr unternehme.
Zu diesem Zeotpunkt ist mir das Ganze aber total über den Kopf gewachsen. MIr war das alles zu viel. Und da kommt sie mit dieser tollen Idee um die Ecke.

Wenn unsere Mutter im Krankenhaus war oder Arzttermine hatte, meinte meine Schwester immer, dass die alle nix könnten. Und dass ich so viel falsch machen täte. Dass ich doch mehr mitdenken solle.
Ich sagte daraufhin zu ihr, dass sie ja die nächsten 12 Jahre übernehmen könne, dass ich es ihr gerne abtrete, wenn sie doch alles besser wüsste.
Seitdem haben wir keinen Kontakt mehr.

Unsere Mutter wird Ende Oktober 84.
Meine Geschwister habe ich nun aus meinem Leben gestrichen, da sie mir nicht gut tun und ich mit ihnen deutlich mehr Arbeit hatte, als ohne sie.
Hinzu kam dann auch der Ärger, weil sie sich vor allem drückten.
Und es nicht mal möglich war, mir einen wichtigen Termin abzunehmen, weil ich ebenfalls einen wichtigen, schlecht verschiebbaren Termin hatte.
Mit viel Schieberei und Rennerei habe ich es dann bewerkstelligen können. Deutlich einfacher wäre s natürlich gewesen, wenn sie auch mal was für unsere Mutter getan hätten.

Meine Schwester meldet sich seitdem auch bei unserer MUtter nur alle 6-8 Wochen.
Meine Brüder melden sich gar nicht von sich aus bei ihr.

Nun habe ich sie wie geschrieben aus meinem Leben gestrichen.
(Hat auch keiner gemerkt^^)

JEdenfalls denke ich nun schon manchmal drüber nach, was denn mal sein wird, wenn unsere Mutter geht.
Ich denke schon, dass da auch alles an mir hängen bleibt. Dafür kenne ich meine Geschwister zu gut.
WOhnungsauflösung, Begräbnis.

Ich hatte dann im Laufe dieser Gedanken auch mal den Gedanken, dass ich es ihnen gar nciht mitteilen würde.
Denn jetzt haben sie ja auch keinerlei Interesse an ihr.

Kann man sowas machen?
Einfach nicht Bescheid geben?
 

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Farnmausi

Aktives Mitglied
Hallo, natürlich geht das wenn du dich nicht mehr kümmern würdest.
Das tust du und das ist auch richtig. Den Kontakt im Todesfall kann man auf ein Minimum beschränken. Selbst wenn es überhaupt etwas zu erben geben sollte ... Deine Geschwister haben andere Werte ... wie heißt es; eine Mutter kann 12 Kinder großziehen ... 12 Kinder sich aber nicht um ihre Mutter im Alter kümmern
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Wenn es was zu erben gibt, gibt es die Möglichkeit, den Pflegeaufwand durch Dich gegenzurechnen, so daß Du den größeren Teil erhältst. (Bitte steuerlich abklären, ob das als Lohn, Schenkung oder sonstwas gilt.) Dafür solltest Du Pflegeprotokolle mit Auflistung der aufgewendeten Zeit, sonstige Aufwendungen etc. führen. Damit es sich wenigstens finanziell für Dich lohnt.
 
K

Kaffeeteeffee

Gast
Danke für eure Antworten.
Mir ging es bei meiner Frage nicht darum etwas zu erben.
Es gibt auch nichts zu erben, davon abgesehen.
Mir ging es vielmehr darum ihnen nur den Zeitpunkt der Beerdigung mitzuteilen. Wer kommt gut und wer nicht, auch gut.
Weil sie überhaupt kein Interesse an ihr haben und sich auch keine gedanken darum machen, was momentan alles ansteht.
Sich einfach nur drauf verlassen, dass ich das alles für sie übernehme.
Ich finde, dann bräuchten sie bei ihrem Ableben auch nichts zu erfahren.
Einzigst wohl dann, wenn die Wohnung aufgelöst werden muss.. aber so wie ich meine Geschwister kenne, bleibt das auch an mir kleben. Es könnten höchstens Besitzansprüche ausgesprochen werden, was Erinnerungsstücke betrifft.
Dann aber wohl mit der Hoffnung dass ich es irgendwo für sie einlager, bis sie dann mal wieder in der Gegend sind.
Das würde ich aber nicht tun. Wer nicht da ist, hat jalt pech.
 

Regis

Aktives Mitglied
Ich sage es mal so: Wenn ihre eigenen Kinder sie im Leben nicht besuchen, wozu sollten sie dann noch zur Beerdigung kommen?
In meinen Augen hat Deine Mutter nur ein einziges Kind, nämlich Dich.
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Es geht nicht darum, ob es etwas zu erben gibt, sondern um die Abwicklung eines Lebens. Verträge kündigen, Konten auflösen etc. Manche Dinge kann man nur mit Erbschein erledigen oder auch erhalten. Selbst persönliche Erinnerungsstücke müssen Dir nicht ausgehändigt werden, solltest Du zum Beispiel das Erbe ausschlagen, um Dich nicht mit Deinen Geschwistern auseinandersetzen zu müssen.
Außerdem wird das Nachlassgericht Deine Geschwister informieren.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Deine Mutter soll Dich im Testament auf besondere Art und Weise berücksichtigen, daß Du einen Ausgleich für die Mühen hast. Du braucht noch Patientenverfügung und Generalvollmacht. Dafür gibt es Vorlagen, einfach googeln oder ein Paket kaufen.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Danke für eure Antworten.
Mir ging es bei meiner Frage nicht darum etwas zu erben.
Es gibt auch nichts zu erben, davon abgesehen.
Täusch Dich nicht. Wenn auch nur der Verdacht im Raum steht, daß es was abzusahnen gäbe, wird die Verwandtschaft bei Sterbefall bei Dir einfallen wie die Aasgeier. Vielleicht gibt es tatsächlich was zu erben, irgendwelche längst vergessenen Geldanlagen, Versicherungen, Rückerstattungen wegen des Todesfalles, aber denk auch dran, daß auch die Beerdigung und Grabpflege hinterher Geld kosten wird, und rate mal, an wem diese Kosten mutmaßlich hängen bleiben werden.
Daher solltest Du Deine Aufwendungen frühzeitig absichern. Egal was kommt, dann bist Du in trockenen Tüchern.
 

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