Mein Freund wohnt fünfzig Kilometer weg und als wir uns kennenlernten, da war er fast täglich auf der Matte. Kein Weg war ihm zu weit. Dann sah ich, dass er eher der symbiotische Typ war, der sofort verfiel, wenn man sich nicht "um ihn kümmerte". Er interpretierte das als Lieblosigkeit, mangelndes Interesse usw., wenn ich nicht sofort aufsprang. Inzwischen ist das geklärt und seine Überlegungen reifer, das Vertrauen dennoch da, auch wenn jeder mal auf körperliche Distanz ist. Das fühlt sich für ihn heute okay an. Hab ich ja gewusst, das ist nicht er, das ist das Kind in ihm, das wurde belehrt- im Sinne von: du wirst genießen, dass man zwar eine Partnerschaft hat, zugleich aber auch Zeit für eigene Zeiten. Vielleicht steht das bei dir an, dass du merkst, wie schön das ist, loszuslassen, dann mit Genuss und Freud das Zusammenkommen genießen, um nachher wieder loszulassen.