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Nietzsches "Der letzte Mensch"

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Deswegen ist es ja auch so interessant einstmalige begründete Zukunftsprognosen, welche sich im Nachhinein als wahr heraus gestellt haben, noch mal im Nachhinein zu betrachten. Denn offenbar ist jemand von relativ realitätsnahen Annahmen des damaligen Zustands ausgegangen, und je besser und exakter Begründung und eingetretene Thematik, desto geringer die Wahrscheinlichkeit dass es reiner Zufall wahr.

Wie sich z.B. inzwischen fast alle Vorhersagen von Thilo Sarrazin inzwischen erfüllt haben und gerade dabei sind. Ähnliches gilt für vieles was damals als Verschwörungstheorie (=eine Theorie welche die Verschwörer aufdeckt) galt. Erstaunlich dabei ist nur dass die rückwirkende Selbstreflexion, dass der damals als Spinner Verunglimpfte eben doch richtig lag, zumindest in gewissen Teilen unserer Gesellschaft nicht statt findet. Geschweige denn die Ächtung derer die damalig zu Diffamierung und Spott aufgerufen haben.
Die Rehabilitation findet nicht statt und entsprechend sind unsere Politiker und großen (GEZ-)Medien ein Spiegel unserer Zeit.

Ähnliches gilt für Erfolg, denn dieser ist eben oft, unter vielen weiteren Aspekten natürlich, darin begründet Entscheidungen mit entsprechender Vorausschau treffen zu können. Nur wer Konsequenzen gut abschätzen kann vermag dies erfolgreich zu nutzen. Da Reaktion darauf ist aber häufig nicht Anerkennung, sondern Missgunst und Neid.
Ausgenommen natürlich Bereiche ohne Falsifikation, wo das Vorankommen an Stromlinienförmigkeit gekoppelt ist.

Was alte literarische Texte für mich wiederum so interessant macht ist die zugrunde liegende Abstraktion von dadurch fast universell wirkenden Kausalitäten. Es ist ja sehr beliebt damit Paralellen zu ziehen, aber das funktioniert eben nur wenn man ein und die selbe Abstraktion auf sowohl Ursache als auch Wirkung anwendet. Es ist verräterisch wenn jemand nur eines von beidem postuliert, insbesondere wenn anschließend daraus moralische Ansprüche abgeleitet werden.

Spannend wird es dann bei der Interpretation der Ursachen, wenn solche sich wiederholenden Wirkungen ausgemacht werden können. Deswegen heißt es ja auch "Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich". Siehe auch "Der Todestrieb der Geschichte - Erscheinungsformen des Sozialismus", die Warnung steckt ja auch im Eingangstext dieses Threads.
Es soll ja wirklich Leute geben die von den Flüchtingsströmen 2015 (erste Karte die das exakt mit Routen und ungefähren Zahlen vorhergesagt hat hab ich glaube ich 2009 im Internet gesehen), der Finanzkrise 2008 (sowie der nächsten gegen Ende dieses Jahres), dem Brexit usw. überrascht worden sein sollen.

Da diese alten Texte trotz ihrer konkreten Darstellung also so abstrakt verstanden werden können bzw. sollen mögen sich also die Ursachen ändern, nicht aber die Kausalität. Und das macht sie so zeitlos. Es gibt nur wenige Veränderungen, Gesellschaftliche und Technologische, welche hier neue Steine ins Spiel bringen (oder dafür andere Texte wieder aktuell machen) können. Meiner Meinung nach ist das (noch) freie Internet eine davon.
 
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