Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Nicht wichtig

Mein Partner ist der Auffassung, ich sei stark. Ich krieg schon alles hin.

Ja, das denken immer alle, weil man es bisher ja tatsächlich immer hinbekommen hat.
Es ist sehr schwer, diesen "Ruf" jemals wieder abzulegen. Vor allem, wenn man halt jemand ist, der schnell reagieren und gut organisieren kann.
Ich wünsche mir oft in verschiedensten Kontexten, ich hätte die Gabe, mich blöd zu stellen.
 

Hallo Geißblatt67,

schau mal hier: Nicht wichtig. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Mein Partner ist der Auffassung, ich sei stark.
Das ist doch der Partner, über den du das geschrieben hast:
In den Wochen davor mit schreienden Schmerzen im Arm half mir niemand.
Ich habe normal gearbeitet, hab versucht alles soweit mit links zu machen. Meinen Haushalt schaffte ich aber nicht mehr. Mein Partner hat nur mit den Achseln gezuckt "Dann ist halt nicht gesaugt und wen interessieren die Fenster". Ich musste viel bitten in der Zeit und um Hilfe beim z.B. Wäsche aufhängen immer wieder geradezu betteln.
Also der Partner, dem dein Zustand egal ist.
Ambulante therapeutische Hilfe gibt es für mich nicht, alles andere kann und will(!) ich aber nicht.
Wenn du das gar nicht willst und das auch noch extra betonst, habe ich wirklich keinen Rat für dich.
 
Wenn du das gar nicht willst und das auch noch extra betonst, habe ich wirklich keinen Rat für dich.
Ich pflege meinen Vater. Geld brauche ich auch. Ein stationärer Aufenthalt und auch Tagesklinik gehen gerade gar nicht - und Nein, will ich auch nicht. Ich empfinde es als Frechheit, mir keine ambulante Therapie in dieser Situation zu gewähren.

Also der Partner, dem dein Zustand egal ist.
Der Haushalt ist ihm egal.
 
Der Therapeut, bei dem ich war und auch die Psychiaterin/Neurologen, bei der ich parallel in Behandlung war, sprach sich für stationär aus (gegenüber dem MD). Zu komplex... Ich bekomme dann natürlich keine ambulante Therapie bewilligt.
hm, theoretisch ,,müsstest Du nur einen Therapeuten finden", der es macht. Aber klar, das macht es schwerer. Tut mir leid
 
Grenzen setzen ginge auf Kosten der alten Eltern.
Nein, denn man kann externe Unterstützung bekommen (Pflegedienst), nur muss man das selbst auch wollen und eben auch mal Verantwortung abgeben können. Sonst geht halt alles auf deine Kosten.

Der Therapeut, bei dem ich war und auch die Psychiaterin/Neurologen, bei der ich parallel in Behandlung war, sprach sich für stationär aus (gegenüber dem MD). Zu komplex... Ich bekomme dann natürlich keine ambulante Therapie bewilligt.
Wenn beide das so sehen, wird es einfach so sein. Wahrscheinlich sehen es beide so, dass du aus deinem Umfeld rausmusst, damit eine Therapie überhaupt Sinn macht. Da nur einmal die Woche hinhuschen und sich ansonsten weiter aufreiben und kaputtmachen (lassen) macht halt null Sinn.

Und natürlich kannst du in stationäre Behandlung. Du bekommst 6 Wochen Lohnfortzahlung und danach Krankengeld. Für deinen Vater gibt es in der Zeit Verhinderungspflege oder auch Kurzzeitpflege. Dafür müsstest du aber zunächst einmal dich selbst an erste Stelle setzen und nicht weiter als Befehlsempfänger für dem Rest der Familie fungieren.
Wenn du dir morgen ein Bein brichst und nichts mehr machen kannst, müsste es ja auch gehen. Oder wegen etwas körperlichem ins Krankenhaus müsstest. Niemand ist unersetzlich, auch du nicht. Spätestens wenn du wirklich zusammenklappst, wirst du das sehen. Aber soweit würde ich es nicht kommen lassen.
 
hm, theoretisch ,,müsstest Du nur einen Therapeuten finden", der es macht. Aber klar, das macht es schwerer. Tut mir leid
Du meinst, der es umsonst macht. Denn er müsste ja einen Antrag bei der Kasse stellen und der würde abgelehnt, wie ja schon gesagt wurde. Und davon abgesehen, würde er es womöglich genauso sehen wie der MD. Für manches reicht ambulant eben einfach nicht.
 
Hallo @Drölfchen , ich war (und bin im Prinzip wieder) in einer ganz ähnlichen Situation wie du und kann dich deshalb gut verstehen.

Wie viel Betreuung und Pflege braucht dein Vater zusätzlich zu dem, was der Pflegedienst leistet, den im Augenblick? Läuft das mit diesem Dienst inzwischen soweit gut? Hätten die noch zusätzliche Kapazitäten und wären weitere Leistungen noch über den Pflegegrad zu finanzieren? Ich denke, dass man an der Stelle wirklich alles ausschöpfen muss, weiß aber auch, dass es oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, was professionelle Dienste leisten (können). Das gleiche gilt für eine über den Entlastungsbetrag bezahlte Haushaltshilfe/Betreuung, auch hier ist es erstens schwer jemanden zu finden und zweitens reichen die paar Stunden nicht annähernd, aber trotzdem besser etwas Unterstützung als gar keine. Warst du schon mal zu einer Beratung bei einem Pflegestützpunkt? Ich habe damit hier in unserem Landkreis ziemlich gute Erfahrungen gemacht. Eine Selbsthilfefruppe für pflegende Angehörige war weniger hilfreich (und hat für die Zeit, die ich dort war, zu Betreungsschwierigkeiten geführt) aber auch nicht verkehrt. Kommt wahrscheinlich sehr auf die einzelne Gruppe an.

Vor allem würde ich in der Familie ganz klar kommunizieren, dass du an deiner Belastungsgrenze bzw. schon darüber bist und deshalb jetzt zur Abwechslung mal deren Hilfe und Unterstützung brauchst. Und vor allem, dass du dich von denen nicht mehr weiter unter Druck setzen und dir kein schlechtes Gewissen machen lässt. Das ist sicher nicht einfach und wird auch zu keinem schnellen Einsehen führen, dafür ist es für alle zu bequem wie es bisher lief, aber es ist die einzige Möglichkeit überhaupt was zu ändern. Dir dann wirklich kein schlechtes Gewissen machen ist natürlich einfacher gesagt als getan und auch dafür wäre eine Therapie sicher sehr hilfreich. Hier beißt sich natürlich die Katze in den Schwanz, ich konnte in der Zeit, als die Belstung durch die Pflege am größten war, auch keine Therapie machen.

Den Gedanken, was passieren würde, wenn ich z.B. einen Autounfall hätte und vom Einkaufen nicht nach Hause käme, hatte und habe ich oft. Ich fürchte nur, dass es selbst dann keine auch nur ansatzweise gute Lösung gäbe. Aus der Familie könnte/wollte/würde niemand für mich einspringen und die einzige Maßnahme wäre die Unterbringung in einem Pflegeheim, was gegen den erklärten ausdrücklichen Willen einer alten Person gar nicht so einfach ist, wenn die sich völlig quer stellt. Da muss sie erst annfangen zu verwahrlosen und es muss offensichtlich sein wie hilflos sie ist, bevor da etwas passiert. Da ich nicht weiß, wie selbstständig dein Vater noch ist, wie seine körperlichen Möglichkeiten und seine gesitigen Fähigkeiten sind und wie lange er nach außen noch irgendwie "den Schein wahren" und auf sein Recht zu verwahrlosen verweisen kann, bin ich nicht sicher, ob ich dir raten würde es darauf anzulegen. Wenn er nicht mehr in der Lage ist Verantwortung für sich selber zu übernehmen und gleichzeitig (aus welchen Gründen auch immer) stur bleibt, kann ich gut verstehen, dass du keinen Druck auf ihn ausüben möchtest. Selber habe ich eine sehr gute aber auch schlechte bis sehr schlechte Erfahrungen mit erzwungener Kurzzeitpflege gemacht. Trotzdem wäre es sicher eine wichtige Möglichkeit für dich um mal kurz Luft holen zu können, wenn du deinen Vater mal für zwei oder drei Wochen (drei Wochen wird über die Verhinderungspflege bezahlt) in einem Pflegeheim unterbringen könntest.

Ich hoffe, ich habe dich nicht mit meinm Text erschlagen, wünsche dir jedenfalls, dass du möglichst schnell einen Weg findest, wie du deine Situation zumindest etwas erleichtern kannst.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben