Splitterbunt
Aktives Mitglied
Liebe @LeereZukunft,
ich verstehe dich gut. Selbst bin ich auch ein sehr materieller Mensch bzw. jemand, der emotional sehr an Dingen hängt und sich schlecht trennen kann. Das hat starken Zusammenhang mit meiner persönlichen Biographie.
Deine Lage ist insofern besonders, finde ich, weil es nicht nur darum geht, dass du zu viel Zeug hast und es nicht gut schaffst, deine Sachen zu reduzieren, sondern weil viele deinem Mann gehören oder aber wahrscheinlich mit eurem gemeinsamen Leben verknüpft sind. Ich verstehe gut, dass es Angst machen kann, wenn einem der Partner plötzlich entrissen wird und man ungewollt alleine in diesem gemeinsamen Leben steht, alleine zurecht kommen und den Alltag bewältigen muss. Kein Wunder, dass man sich auch an vermeintlich neutralen Gegenständen festhält und Sorge hat, ein Stückchen Sicherheit aufzugeben, wenn man etwas weggibt.
Insofern ist schwer abzuschätzen, ob herkömmliche Aufräum- und Aussortierstrategien helfen. Die Idee der 20-20-Regel von @FlatterMaus ist meiner Meinung nach ein guter Ansatzpunkt, auch dein Gedanke, dich dem Projekt erstmal anzunähern, in dem du mit vermeintlich neutraleren Gegenständen wie Küchenkrempel anfängst, klingt sinnvoll. Zugleich weiß ich aber auch, dass man selbst an einem alten Kochlöffel oder einem Mixer, der schon lange nicht mehr funktioniert, sehr dolle hängen kann. In unseren Küchenschubladen ist noch immer ziemlich viel Kram von der verstorbenen ersten Frau meines Mannes, manche Dinge davon schon so abgenutzt, dass sie nicht mehr richtig funktionieren und es eigentlich längst sinnvoll wäre, sie zu ersetzen. Vielleicht passiert das irgendwann, wenn meine Familie soweit ist. Bis dahin ist es okay.
Nachdem dich das viele Zeug aber ja belastet, habe ich mich gefragt, ob es vielleicht auch vorerst hilfreich sein könnte, manches, wovon du dich nicht gut trennen kannst, platzsparender aufzubewahren? Ich denke da zum Beispiel an Kleidung, die man in Boxen und Kisten für Textilien unterbringen könnte. (Theoretisch kann man Kleidungsstücke in Beutel geben und vakuumieren, so dass sie luftdicht und sehr platzsparend verpackt sind, aber dafür braucht es ein entsprechendes Gerät). Das braucht deutlich weniger Platz, als die Kleidungsstücke auf Kleiderbügeln im Schrank hängen zu haben. Generell kann man viel verschiedenen Kleinkram in neutralen, großen Kisten unterbringen, oft fühlt man sich in einem Raum schon besser, wenn man in irgendeiner Nische einen Stapel gleichfarbiger, geschlossener Kisten rumstehen hat, als tausendfach irgendwelche unterschiedlichen Gegenstände, die einen vollgestellten, unruhigen Eindruck machen. Diese Kisten könntest du unauffällig folgendermaßen beschriften bzw. nummerieren: "Kiste 1", "Kiste 2",... "Kiste X" und dir entweder in einem Heft oder als Liste auf Handy/Computer notieren, was drin ist. Das mache ich - der unordentlichste Mensch der Welt - vor allem mit Kram, den ich beruflich immer wieder, aber nur unregelmäßig brauche. In dem Fall bevorzuge ich die Listenführung auf dem Handy, weil man da auch besser nach Stichwörtern suchen kann. Brauche ich etwa Gegenstand X, tippe ich die Bezeichnung ins Suchfeld und sehe dann sofort, dass er sich in "Kiste 24" befindet und muss nicht ewig kramen.
Wenn du tatsächlich etwas spenden oder verschenken möchtest, kannst du vielleicht auch auf Nachbarschaftsnetzwerke zurückgreifen. Vielleicht gibt es für deinen Wohnort oder deine Region Online-Plattformen (oder z.B. Facebook-Gruppen) über die das möglich ist und du nur kurz mit Foto reinschreiben kannst "Stehlampe zu verschenken, Selbstabholung". Hier funktioniert das meist gut und unkompliziert und ich finde es in jeder Hinsicht sinnvoll, Dinge weiterzugeben, die man selbst nicht mehr gebrauchen kann, aber für die andere durchaus Verwendung haben. Das spart nicht nur Entsorgungskosten, sondern auch Neukäufe.
Vielleicht ist der ein oder andere Gedanken, der hier von User*innen genannt wurde, hilfreich für dich. Ich finde dich mutig, weil du dich dem Thema stellst. Alles Gute dir!
ich verstehe dich gut. Selbst bin ich auch ein sehr materieller Mensch bzw. jemand, der emotional sehr an Dingen hängt und sich schlecht trennen kann. Das hat starken Zusammenhang mit meiner persönlichen Biographie.
Deine Lage ist insofern besonders, finde ich, weil es nicht nur darum geht, dass du zu viel Zeug hast und es nicht gut schaffst, deine Sachen zu reduzieren, sondern weil viele deinem Mann gehören oder aber wahrscheinlich mit eurem gemeinsamen Leben verknüpft sind. Ich verstehe gut, dass es Angst machen kann, wenn einem der Partner plötzlich entrissen wird und man ungewollt alleine in diesem gemeinsamen Leben steht, alleine zurecht kommen und den Alltag bewältigen muss. Kein Wunder, dass man sich auch an vermeintlich neutralen Gegenständen festhält und Sorge hat, ein Stückchen Sicherheit aufzugeben, wenn man etwas weggibt.
Insofern ist schwer abzuschätzen, ob herkömmliche Aufräum- und Aussortierstrategien helfen. Die Idee der 20-20-Regel von @FlatterMaus ist meiner Meinung nach ein guter Ansatzpunkt, auch dein Gedanke, dich dem Projekt erstmal anzunähern, in dem du mit vermeintlich neutraleren Gegenständen wie Küchenkrempel anfängst, klingt sinnvoll. Zugleich weiß ich aber auch, dass man selbst an einem alten Kochlöffel oder einem Mixer, der schon lange nicht mehr funktioniert, sehr dolle hängen kann. In unseren Küchenschubladen ist noch immer ziemlich viel Kram von der verstorbenen ersten Frau meines Mannes, manche Dinge davon schon so abgenutzt, dass sie nicht mehr richtig funktionieren und es eigentlich längst sinnvoll wäre, sie zu ersetzen. Vielleicht passiert das irgendwann, wenn meine Familie soweit ist. Bis dahin ist es okay.
Nachdem dich das viele Zeug aber ja belastet, habe ich mich gefragt, ob es vielleicht auch vorerst hilfreich sein könnte, manches, wovon du dich nicht gut trennen kannst, platzsparender aufzubewahren? Ich denke da zum Beispiel an Kleidung, die man in Boxen und Kisten für Textilien unterbringen könnte. (Theoretisch kann man Kleidungsstücke in Beutel geben und vakuumieren, so dass sie luftdicht und sehr platzsparend verpackt sind, aber dafür braucht es ein entsprechendes Gerät). Das braucht deutlich weniger Platz, als die Kleidungsstücke auf Kleiderbügeln im Schrank hängen zu haben. Generell kann man viel verschiedenen Kleinkram in neutralen, großen Kisten unterbringen, oft fühlt man sich in einem Raum schon besser, wenn man in irgendeiner Nische einen Stapel gleichfarbiger, geschlossener Kisten rumstehen hat, als tausendfach irgendwelche unterschiedlichen Gegenstände, die einen vollgestellten, unruhigen Eindruck machen. Diese Kisten könntest du unauffällig folgendermaßen beschriften bzw. nummerieren: "Kiste 1", "Kiste 2",... "Kiste X" und dir entweder in einem Heft oder als Liste auf Handy/Computer notieren, was drin ist. Das mache ich - der unordentlichste Mensch der Welt - vor allem mit Kram, den ich beruflich immer wieder, aber nur unregelmäßig brauche. In dem Fall bevorzuge ich die Listenführung auf dem Handy, weil man da auch besser nach Stichwörtern suchen kann. Brauche ich etwa Gegenstand X, tippe ich die Bezeichnung ins Suchfeld und sehe dann sofort, dass er sich in "Kiste 24" befindet und muss nicht ewig kramen.
Wenn du tatsächlich etwas spenden oder verschenken möchtest, kannst du vielleicht auch auf Nachbarschaftsnetzwerke zurückgreifen. Vielleicht gibt es für deinen Wohnort oder deine Region Online-Plattformen (oder z.B. Facebook-Gruppen) über die das möglich ist und du nur kurz mit Foto reinschreiben kannst "Stehlampe zu verschenken, Selbstabholung". Hier funktioniert das meist gut und unkompliziert und ich finde es in jeder Hinsicht sinnvoll, Dinge weiterzugeben, die man selbst nicht mehr gebrauchen kann, aber für die andere durchaus Verwendung haben. Das spart nicht nur Entsorgungskosten, sondern auch Neukäufe.
Vielleicht ist der ein oder andere Gedanken, der hier von User*innen genannt wurde, hilfreich für dich. Ich finde dich mutig, weil du dich dem Thema stellst. Alles Gute dir!