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nicht angefangene Berufsausbildung macht mir jetzt schon Bauchschmerzen

gelb123

Neues Mitglied
Hallo,

ich fange bald meine Ausbildung an. Davor wurde ich 1 1/2 Jahre durchgehend fertig gemacht und bin aus meiner vorherigen Ausbildung rausgemobbt worden, körperlich, verbal..., wurde in Schule und Kindergarten gemobbt (auch regelmäßig geschlagen sogar sodass ich mehrmals zum Arzt musste). Natürlich auch durchgehend, ohne Möglichkeit zu entkommen. Das hat sich natürlich extrem auf meine Psychische und körperliche Gesundheit ausgewirkt. Panikattacken, Flashbacks und vieles mehr. Körperlich auch eine Menge. Jetzt bin ich in einer Speziellen Einrichtung für Menschen mit Erkrankungen/Behinderungen und das schlimme ist, dass dort ein extrem raues Klima herrscht. Es gibt dort viel Neid, Konkurrenzkampf, es wird schamlos hergezogen.
Selbst wenn ich die Ausbildung heil überstehen sollte, muss ich immernoch nach der Ausbildung mit anderen Menschen arbeiten. Ich habe halt extrem viel Angriffsfläche und das Risiko ist mein Leben lang da.
Muss man mich dazu zwingen? Ich arbeite gerne, aber nicht so. Bin ich ein sch.. Schmarotzer wenn ich meine Ausbildung abbreche und dann nichts mehr finde wo die Menschen mich nett behandeln? Soll ich stattdessen an meinen Problemen irgendwann sterben?

Ich bin kein Erwachsener. Ich bin auch nicht der harten Erwachsenenwelt gewachsen. Ich sehe ja schon vom Äußeren aus wie ein kleines Kind. Ich denke auch so. Ich bin sensibel und gleichzeitig allem hilflos ausgeliefert. Ich war schon als ganz kleines Kind jemand der sich nicht wehren konnte, nicht körperlich da viel zu klein und zu schwach, kommunikativ bin ich etwas eingeschränkt, und ich hatte auch niemanden. In der Familie habe ich mich auch schlecht behandelt gefühlt. Ich kriege schon Herzrasen wenn über jemand gelästert wird der nicht da ist, wenn es mich trifft, dann kriege ich Nasenbluten, die Äderchen in meinen Augen platzen...
 
Zuletzt bearbeitet:

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hallo gelb123 :) !

ich finde schoneinmal echt mutig das du von deiner geschichte hier erzählst und nach lösungen suchst :) !

mobbing ist ein thema für sich und ich hab darüber auch schon sehr viel im internet gelesen. auch im hab sowas schon im berufsleben erlebt gehabt. die leute die sowas machen sind meistens unzufrieden mit ihrem leben, haben viel langeweile auf der arbeit und suchen daher meißt nach zwischenbeschäftigungen auf der arbeit, in dem fall durch mobbing.

im internet kann man auch nachlesen, in welchen berufen nach statistik am wenigsten und wo am meisten gemobbt wird. das meiste mobbing gibt es in sozialen berufen, dass wenigste in landwirtschaftlichen berufen. ebenso gibt es wenig mobbing bei einzel- und großhandelskaufleuten und bei reinigungs- und entsorgungskräften.

leider weiß ich nicht welcher ausbildung du nachgehst bzw was dich beruflich interessiert. wenn dich die ausbildung interessiert vl kannst du diese wo anders machen? oder vielleicht auch eine andere berufliche richtung? du hats geschrieben das du dannach immer noch mit menschen arbeiten musst. hierbei kommt es ja auch darauf an ob due regelmäßig im team arbeitest oder ob du zb kunden bedienst.
es gibt in vielen bereichen auch immer jobs wo man nicht mit anderen arbeiten muss. beispiel hierfür wäre wenn du zb im sozialen bereich arbeitest und menschen 1 zu 1 im alltag unterstützt. denke aber es sollte auch sowas eventuell in dem bereich geben in dem du arbeiten möchtest.

das mit dem erwachsen sein ist so eine sache ... du hattest vielleicht nie den richtigen "nährboden" um innerlich zu reifen, woll auch weil du das ganze leben über eingeschüchtert wurdest. aber auch das wird sich legen wenn du einen richtigen weg für dich finden wirst denke ich :) !
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Natürlich sollst du nicht "an deinen Problemen sterben".

Sondern an ihnen arbeiten.

Schon vor Ausbildungsbeginn hinzuschmeißen, ist kontraproduktiv.

Versuche es. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht.

Aber einen Versuch ist es wert.

(Lebst du in dieser Einrichtung? Hast du Bezugspersonen/Ansprechpartner?)
 
W

WillIEverBeHappy

Gast
Wenn man von klein auf nur Mobbing kennt (physisch wie psychich) wird das im Laufe der Zeit seine Spuren hinterlassen.
Borderline-Erkrankungen, Bipolare Persönlichkeitsstörungen, Soziophobien sogar bis hin zur Agoraphobie sind da keine Seltenheit als Resultat des andauernden Martyriums.

Aus deinem Post geht leider nicht hervor wie alt du bist, aber deinen Schilderungen nach, bist du wohl leider schon ein wenig angeknackst.
Ich finde es jedoch gut, dass du scheinbar gut selbst reflektieren kannst und weißt, was genau, und wie es dich triggert.
Das ist einerseits gut, weil du weißt, welche Situationen du vermeiden kannst ... andererseits aber nicht sehr förderlich, weil du so unbewusst Fluchtstrategien entwickelst und diese zu deinem täglichen Brot werden. Dann wird dich jedoch eine Situation, wo du eben nicht mehr flüchten kannst umso härter treffen, weil du nie gelernt hast mit ihr umzugehen.

Gerade bist du ja mehr oder weniger in so einer Situation.
Du weißt, dass du eine Ausbildung machen musst, würdest gerne davor flüchten aber kannst es nicht. Das wirkt sich psychosomatisch bei dir aus (Nasenbluten, etc.)
Hier musst du lernen dich nach vorne zu bewegen. Jede Situation die du gemeistert hast, kannst du als Ansporn nehmen, dich einer weiteren Situation zu stellen. "Hey das habe ich super gemacht ... ich kann das und ich schaffe das. Weil ich bin toll"
Im Endeffekt ist es nur das eigene negative Selbstbild, dass man sich mit bewusster "Gedankenmanipulation" ins positive kehren kann.

Wie gerne würde ich dir jetzt schreiben, dass es immer Hoffnung gibt und es bestimmt hunderte Stellen gibt, die Rücksicht auf dich nehmen und wo sich alle lieb haben.
Dem ist aber leider nicht so ... das ist die traurige Realität und dieser muss man sich bewusst werden (was ein erster Step dafür ist, dass man lernt mit seinen Ängsten umzugehen -> Akzeptanz)
Du kannst natürlich versuchen eine "ruhige" Stelle zu finden, um dort eine Ausbildung zu machen ... das wird aber sehr sehr schwer.
Zumindest bei uns in AUT gibt es aber sogar Einrichtungen, wo Menschen mit Problemen ebenfalls eine normale Ausbildung absolvieren können. Das geht von Umschulungen aus physischen Gründen (ein Maurer mit 5 Bandscheibenvorfällen lernt auf Buchhalter um z.B.) bis hin zu Menschen mit psychischen Problemen, wo natürlich speziell geachtet wird.
Erkundige dich doch mal beim Arbeitsamt, ob es für dich so etwas auch gibt.

Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem weiteren Weg.

PS:
Ich weiß deshalb wovon ich schreibe, da ich selbst diagnostizierter Borderliner bin (mit anderen Problemchen :D ) und nach vielen Jahren, wo ich so lebte wie du eine Therapie begonnen habe (und ebenfalls eine Umschulung bei einer Einrichtung wie oben erwähnt).
Man wird es nie mehr los ... aber man kann lernen damit zu leben und sein Leben mit Freude wieder zu genießen.
 

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