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Neun Fragen zur Bundestagswahl 2013

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Vielleicht zwei Anmerkungen zum Wahlausgang:

Es sieht fast so aus, als ob sich die Stimmen eines Großteils der mit der etablierten Politik Unzufriedenen auf die AfD und die Piraten aufgeteilt hätten. Hätte es nur eine Partei (AfD oder Piraten) gegeben, so wäre die 5%-Hürde wohl geknackt worden. Eine Parallele zu den Linken und WASG vor einigen Jahren.

Roundabout sind 15 % der Stimmen für Parteien abgegeben worden, die unter der 5%-Hürde liegen. Man kann sich fragen, ob damit der Sinn einer repräsentativen Demokratie erfüllt wird.
 
Zitat Rhenus:

Und nun Mike?🙂
Wie erklärt man "ganz oder gar nichts" eines Herrn Steinbrück den Wählern?
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Wenn Du wenigstens ein bißchen aufgepasst hättest: Steinbrück hat gesagt, daß er nicht Minister in einem Kabinett Merkel machen wird. Mehr nicht. Und das wird er auch sicher nicht. Da muß man den Wählern auch nichts erklären - höchstens den "Nichtwählern".....
Eine große Koalition, die logisch erscheint, weil der Wähler sie offensichtlich will, wird von anderen Leuten in der SPD "gemacht" werden.
Mir erscheint es aber noch nicht ganz sicher. Die alte Taktikerin Merkel könnte auch den Rest-Grünen gute Angebote machen, weil sie sie sicherlich für pflegeleichter hält. ( als die SPD )
 
Aus den Reihen der FDP kommt Empörung über die CDU. Man versteht nicht, weshalb die CDU so stark ist während ihr damaliger Koalitionspartner ( also die FDP ) hingegen, so verloren hat. Die CDU würde ihre Partner abstrafen, um selbst immer oben zu bleiben und die anderen klein zu halten. Vorher die SPD, nun ähnliches bei der FDP zu bemerken. Was haltet ihr davon?
 
Obwohl es stimmt das SPD und FDP unter den Koalitionen mit der CDU gelitten haben, bin ich da der Ansicht, daß eben beide zu schwach waren. Nämlich um ihre eigenen Pläne durchzusetzen. Wenn eine Partei sieht, daß der Koalitionspartner sich nicht an den K-Vertrag hält, müßte sie halt notfalls auch den Mut aufbringen aus der Sache auszusteigen.
 
Manche geben ja auch den bösen Nichtwählern die Schuld (wo ich der Meinung bin wenn Deutschland so ein freies Land ist, wo man die Wahl hat, dann hat man auch die Wahl NICHT wählen zu gehen, ohne dass man nachher als der Buhmann und schlechtere Mensch dasteht.)
Das man den Nichtwählern eine Mitschuld gibt, kann ich allerdings auch nicht verstehen. Denn dazu müsste man ja wissen, welche Parteien von den Nichtwählern denn gewählt worden wären, hätte man sie unter Waffengewalt dazu genötigt. 😉 Und jeder Mathematiker der einen gewissen Plan von Wahrscheinlichkeitsrechnung hat würde aussagen, dass sich am Wahlergebnis faktisch nichts geändert hätte da man lediglich davon ausgehen kann, dass es durch die Bank für alle Parteien auch Nichtwähler gab. Die Grundhaltung, die Radikalen würden es sich nicht nehmen lassen zu wählen während die CDU´ler aufgrund der ohnehin starken Präsenz am Wahltag auf der Couch liegen bleiben würden ist sicherlich eine Milchmädchenrechnung. Dann könnte man auch umgekehrt behaupten, die Radikalen sehen in der Minderheit ohnehin keine Verbesserung des Wahlergebnis und gehen deshalb nicht mehr zur Wahl. Dann müssten sie sich am Ende des Tages auch nicht ärgern. Kann da also mit Ostergesetz` Lehrer, nicht konform gehen. ^^
 
Ja, es kann aber auch nicht sein, daß die Nichtwähler jetzt behaupten, die hätten dieses Wahlergebnis verursacht.😀
Der Nichtwähler, das unbekannt Wesen.....
( aber sicher werden wir noch heute begeistert zur Kenntnis nehmen müssen, daß der Nichtwähler Hitler, Willy Brand, die Anti-Baby-Pille und das Dosenpfand verhindert hätte - wenn er nur grade da nicht zur Wahl gegangen wäre )
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus den Reihen der FDP kommt Empörung über die CDU. Man versteht nicht, weshalb die CDU so stark ist während ihr damaliger Koalitionspartner ( also die FDP ) hingegen, so verloren hat. Die CDU würde ihre Partner abstrafen, um selbst immer oben zu bleiben und die anderen klein zu halten. Vorher die SPD, nun ähnliches bei der FDP zu bemerken. Was haltet ihr davon?

Wenn man sich die SPD und die FDP als Koalitionspartner der CDU (2005ff. bzw 2009ff.) ansieht, so gewinnt man den Eindruck, dass diese zwei Parteien nur als Prozentebringer oder Steigbügelhalter der CDU gedient haben. Ein eigenes Profil konnten sie in der Regierungskoalition nicht gewinnen. Bei der FDP könnte man sogar präzisieren: sie haben allenfalls ein negatives Profil gewonnen.

Man frage mal einen Bürger, was die FDP in den vier Jahren geschafft hat und bekommt vielleicht zur Antwort, dass diese Abgabe beim Arzt (10 Euro) entfallen ist. Für vier Jahre äußerst lächerlich.

Es bleibt also der Eindruck bei SPD und FDP, dass die eher in ihrer Regierungszeit einen "Gaststatus" hatten.

Wer die positiven Seiten seines Profils in einer Koalition nicht mehr durchsetzen kann (indem er z. B. zu viele Kompromisse macht), verliert sein Gesicht und wird so für den Wähler uninteressant. Man muss auch mal den Mut haben, Nein zu sagen, auch wenn dies zum Zerfall einer Koalition führt. "Hauptsache regieren" reicht als Motivation für eine Beteiligung an einer Koalition nicht aus.

Noch was allgemeines zum wenn auch schwachen Trost:
CDU und FDP zusammen hatten 2009 noch 48,4 %. Gestern waren es "nur" noch 46,3 %.
 
Der Steigbügel gefällt mir - merke ich mir! Ganz klar Hausgemacht...kein eigenes Profil, man hängt zudem an der Koalition, geht ungern freiwillig in die Opposition...und in den eigenen Geldbeutel möchte man ja auch kein Loch reißen!

Nochmal zum Thema Nichtwähler...
Ich gebe CP schon Recht, wenn Wahrscheinlichkeitsrechnung hier funktionieren würde!
Kann sie nicht...da es diesmal sehr deutlich wurde, wer da lauthals verkündete, er sei nicht Politik verdrossen, sondern lediglich Politiker verdrossen....und er wähle aus diesem Grund die große Protestpartei der Nichtwähler...

Das war - gerade auch durch die Medien - bei dieser BTW ein riesiges Thema!

Aus lauter Zufriedenheit mit der Regierungspartei haben diese Wahlberechtigten sicher nicht NICHT GEWÄHLT.

Am Wahlergebnis sieht man sehr deutlich (ich leite es jedenfalls davon ab), dass die konservative Ecke ihre Stimme abgegeben hat!

So funktioniert Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht....


Der wichtigste Pfeiler der Demokratie sind die freien Wahlen, für die die Menschen in anderen Ländern auch Heute noch kämpfen!

Man muss sich nicht beteiligen - völlig korrekt!🙂

Solange der Bürger jedoch Forderungen an dieses demokratische System hat - mit der Politik nicht einverstanden ist, sollte er sich an diesem System schon beteiligen und sich einbringen, seine Stimme abgeben...
Es gibt zudem genügend Gremien und Verbände, in denen eine Mitarbeit möglich und sinnvoll ist!
Etwas ändern kann man durch Nichtwählen und subtilem Sarkasmus ganz sicher nichts!

Wenn sich hier von Haus aus eher nicht dem schwarzem Lager Zugehörige (selbst geoutet 😉), als Wahlsieger sehen - nachdem die CDU die BTW 2013 gewann - sind diese Menschen nicht mehr Ernst zu nehmen.
(Dem scheint ein nicht unerhebliches Problem mit der Authentizität zugrunde zu liegen...)

Nichts desto Trotz ist das Wahlergebnis mehr als eindeutig - und wird als solches akzeptiert!

Jedoch haben nicht Alle hier die gleiche Meinung dazu - was in der Politik ja nun nichts ungewöhnliches ist...!

Ich freue mich aber, dass andere Meinungen hier respektiert werden!!😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Nochmal zum Thema Nichtwähler...
Ich gebe CP schon Recht, wenn Wahrscheinlichkeitsrechnung hier funktionieren würde!
Kann sie nicht...da es diesmal sehr deutlich wurde, wer da lauthals verkündete, er sei nicht Politik verdrossen, sondern lediglich Politiker verdrossen....und er wähle aus diesem Grund die große Protestpartei der Nichtwähler...
Du machst jetzt Rhenus zum Repräsentant aller Nichtwähler? 😕 *hust* Ich kenne Leute die sowohl die SPD gewählt hätten wenn sie an diesem Tag nichts anderes vorgehabt, als auch Leute die sich für die AfD entschieden hätten. Von daher bleibt es auf jeden Fall der Wahrscheinlichkeitsrechnung geschuldet. Alleine schon aus dem Grund, da man wissen müsste was nahezu ALLE gewählt hätten, um die mathematische Komponente als Lösung auszuklammern. Ansonsten bleibt es Spekulation und defintiv der nahe, logische Verdacht das es zu keinem anderen Wahlergebnis geführt hätte. Das umgekehrte, müsste man beweisen.
 
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