Ich finde die Frage ein bisschen unglücklich formuliert und sie könnte - wenn bisher keine Angst, sondern nur ein ungutes Gefühl vorhanden war - dazu taugen, tatsächlich Angst zu machen. Sie impliziert, dass einen etwas Schlimmes erwarten könnte. Und das muss mitnichten so sein; ich behaupte sogar, dass es das in den wenigsten Fällen ist.
Der junge Mann wird flügge - und wenn er eine Ausbildung macht wird er vermutlich so um die 18 Jahre alt sein. Da ist es ganz normal, das heimische Nest zu verlassen und sich mal in neue Situationen zu begeben, so wie das im Leben noch zig mal vorkommen wird.
Es geht doch darum, sich unvoreingenommen auf etwas Neues einzulassen. Außerdem hat Tobi lediglich von der Sorge gesprochen, was mit seinen sozialen Kontakten geschieht, nicht dass er Angst vor der Situation als Solcher hat.
Und dass 2 Stunden nichts sind ist auch nicht ganz richtig. Sie taugen schon mal nicht zum Pendeln, also in der Woche wird Tobi sich nicht mal eben mit den Kumpels treffen können. Am Wochenende sieht das schon wieder anders aus. Das Wochenende beginnt Freitagnachmittag und je nach örtlicher Anbindung könnte er sogar erst Montagmorgen wieder zurück an die Ausbildungsstätte fahren.
Zig Studenten machen das insbesondere zu Beginn ihres Studiums genau so. Allerdings wird das mit der Gewöhnung und der Routine dann doch lästig und man bleibt immer häufiger auch übers Wochenende in der anderen Stadt. Tatsächlich könntest du das auch zu Beginn noch so machen, Tobi. Und dann eben einfach abwarten, wie sich alles entwickelt.
Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass junge Leute es anfangs noch gar nicht gewöhnt sind, mal einen ganzen Tag durchzuarbeiten. Die sind dann am Nachmittag platt. Dann wirst du womöglich froh sein, dass nicht noch irgendwelche Verpflichtungen warten. Wie gesagt: Lass dich einfach darauf ein, freu dich auf neue, bereichernde Erfahrungen und Kontakte. Es gib nichts, wovor du Angst haben musst.