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Neuer Job eine Fehlentscheidung? Wechseln?

Prozess- und Qualitätsmanagement heißt, dass man bestehende Abläufe hinterfragt, ggf. neue einführt, die Einhaltung von festgelegten (teils absurden Qualitäts-) Standards prüft und notfalls durchsetzt. Da sehe ich sehr viel Notwendigkeit für Konfliktfähigkeit: Langjährige Mitarbeiter haben "das halt schon immer so und so gemacht" bzw. hinterfragen den Sinn von Qualitätsvorgaben etc.
Das klingt doch aber nicht besonders, sondern nach einem ganz normalen Maß an Konfliktfähigkeit, wie sie in zig anderen Jobs auch benötigt wird, in denen Menschen zusammenarbeiten. Prozesse sind doch nichts anderes als Arbeitsabläufe. Die werden immer wieder mal auf Optimierungspotenzial überprüft und man muss sich abstimmen, verständigen, sich auch mal gegen Widerstände durchsetzen. Deshalb würde ich auch da gezielt nachfragen, warum die Fähigkeit so ausdrücklich genannt wurde.
 
Hat jemand Erfahrung wie ein Neustart mit Anfang 50 ist
Ich habe Erfahrung mit mir selber- zu Leistungsspitzen schaffe ich höchste Anforderungen, muss aber gestehen, auf die Dauer würde ich bei so einem Job eingehen, wenn ich immer 100% getaktet sein müsste.

Du schreibst so, dass du die neue Variante ohne Begeisterung rüberbringst, die Jetzige aber durchaus lobst. Das beeinflusst mich- ich denke mir jetzt aus, dass du später Sehnsucht haben wirst nach dem alten Modus, wo du gut verdienst, ohne dauernd die volle Breitseite zeigen zu müssen.

Mein Ältester hatte einen Job, wo viele sich die Finger abschlecken würden, es waren über hundertsiebzig Bewerber, beste Bezahlung wenig Anforderungen- er machte nur mehr Fehler, immer passierte etwas, das nicht passte- er wurde gekündigt, fing dann wo an, wo es echt rund ging, absolut viel zu tun, enorme Höchstleistungen waren zu bringen und siehe da, er blühte total auf, sagte, jetzt ist er in seinem Element, so braucht er es. Nach jetzt fast zwanzig Jahren in diesem Betrieb hat er noch immer keine Reue.

Bei mir war es umgekehrt- nach dem leichteren Job, der weniger aufregend war, wesentlich ruhiger ablief dachte ich mir, wieso habe ich mir das angetan, dauernd zu rennen, nie wieder würde ich zurückgehen in diese Zeit, wo ich mir das antat. Ich kannte den Vergleich nicht.
 
Grundsätzlich wäre darauf zu achten, dass man seine Persönlichkeit richtig einschätzt.
Du kennst dich, sagst, ich kann sehr hoch leisten, aber durchgehend nicht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, sorgfältig zu wählen mit Rücksichtnahme seiner Schwächen. Du sollst gesund bleiben und nicht gegen deine Grundnatur handeln.
Wie man sehen kann, hier kannst du mit Ruhe kreativ sein, ihr seid erst im Aufbau, du kannst in dieser Firma deine eigenen Ideen einsetzen und so nach und nach durchaus das alles haben, worauf du Wert legst.
 
Hallo,
Danke für den vielen Input.
Nachdem ich darüber geschlafen und auch mit meinem Partner gesprochen habe, steht fest ich bleibe wo ich bin. Hier kenne ich die Abläufe, bin gut in dem was ich tue und liebe meine Arbeit ,wenn sie dann mal da ist 😀.
Den einen Tag fahren und Büro werde ich ertragen.
Also genieße ich es und hoffe das dass Projekt in die Bauphase kommt, dann wird es mehr zu tun geben, auch für mich.
Mein Partner hat auch ein ganz wichtigen Punkt erwähnt. Er hat mich darauf hingewiesen das ich in den letzten 5 Jahren nur Veränderungen hatte (Privat, Schulisch,Beruflich) und nie zur Ruhe kam, ob ich vielleicht damit ein Problem habe, einfach mal abzuschalten nicht immer unter Strom stehen. Vielleicht hat er Recht und ich bin ein Veränderung-/Leistunsjunkie, falls es das gibt.
Ihr habt mir mit euren Gedanken, Meinungen sehr geholfen, danke.
 

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