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Neid zerfrisst mich (Keine Ratschläge oder Tipps notwendig)

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Für weitere Antworten geschlossen.
AW: Neid zerfrisst mich

Aber in der Realität würdet ihr genauso, wie all die anderen auf mich herabblicken. Woher ich das weiß? Weil ich noch nie einen Menschen getroffen habe, der es nicht getan hat. Ich werde immer verbal bespuckt, wenn ich das Haus verlasse. Von mir werden von wildfremden Menschen Fotos gemacht, im Internet hochgeladen, damit 30 mir völlig unbekannte verschiedene Nutzer fiese Kommentare schreiben können, bis ich erwirke, dass das Foto runtergenommen wird. "Untermensch", "Hässliche Witzfigur", "Opfer".
Natürlich ist es schlimm und sehr prägend, wenn man so viel Unrecht und Gemeinheit erlebt: Jedoch: Du hast zwar viele Menschen getroffen, die Dir böses gewollt haben, aber Du hast sicher viel mehr Menschen getroffen, die Dir eben neutral gegenüber standen. Und genau um DIESE Menschen geht es.
Du scheerst sie über den gleichen kamm, wie die "Bösewichte", obwohl sie null komma nichts getan haben oder sogar freundlich zu Dir waren.
Du verschließt die Augen vor dem, was es an schönen Dingen gibt, weil Dein Blick zu sehr auf das negative gerichtet ist. Deswegen siehst Du nur das negative und leugnest das Positive. So wird es sich auch erfüllen und Du wirst immer nur noch mehr Negatives sehen!
Es gibt aber nur einen Weg heraus aus der Misere: Egal was einem passiert ist: Man darf den Glauben an sich nicht aufgeben und muss den Hintern weiter bewegen.

Ich weiß ganz genau, wovon ich rede. Ich selber war auch immer Außenseiter. Erst küzlich habe ich jemanden nach vielen Jahren wiedergetroffen und diese Person sagte mir, wie sehr sie sich über meine Veränderung freute: Sie erinnerte mich, wie ich einmal war: Wie ein verschrecktes Tier- ich konnte in Gesellschaft kein Wort herausbringen. Wirklich wohl hab ich mich nur allein gefühlt. Ich war wirklich eine traurige Gestalt. Gemobbt und ohne Erfolge, ohne Freunde. Total zurückgezogen. Man kann sagen, ich hatte keine Jugend und habe erst mit Anfang 20 langsam angefangen zu leben.
Heute ist das alles nur noch ein böser Traum. Fast vergessen- nur manchmal schaue ich noch zurück und wundere mich über das, was einmal mein Alltag war. Aber bei allem, was war, hab ich nie den Glauben an mich und an das Gute im Menschen aufgegeben. Ich habe immer gekämpft. Das war es wert und ich bin heute sehr stolz auf das Ergebnis. Hätte ich aufgegeben, wäre ich immer tiefer in die Spirale geraten.

Die meisten Leute, die mich heute kennen- auch meine Freunde- wissen nichts von all dem, oder nur sehr wenig. Man merkt es mir nicht mehr an. Hätte ich mein Leben nicht von Grund auf geändert, hätte ich heute sicher keine Freunde: Es schreckt die Leute ab, wenn man ihnen mit Ablehnung und Mißtrauen begegnet. Das ist doch wohl klar, oder?
 
AW: Neid zerfrisst mich

Es gibt aber nur einen Weg heraus aus der Misere: Egal was einem passiert ist: Man darf den Glauben an sich nicht aufgeben und muss den Hintern weiter bewegen.

Hätte ich mein Leben nicht von Grund auf geändert, hätte ich heute sicher keine Freunde: Es schreckt die Leute ab, wenn man ihnen mit Ablehnung und Mißtrauen begegnet. Das ist doch wohl klar, oder?
Es ist natürlich bewundernswert, wenn man es schafft, sein Leben eigenständig von grundauf zu ändern. Schafft man es nicht allein, kann auch eine Psychotherapie hilfreich sein. Aber nur, wenn man bereit ist, mitzuarbeiten, sich auf Denkweisen und Verhaltensweisen einzulassen, die einem bis dato nicht vertraut waren. Mit einer Beschallung durch den Therapeuten ohne eigene Mitwirkung und Bereitschaft, seine Einstellung zu ändern oder zumindest einmal kritisch zu hinterfragen und neue Verhaltensweisen auszuprobieren, ist es nicht getan. Hier sehe ich das Problem beim TE. Er beneidet andere, ist aber nicht bereit, auch nur das Geringste an seiner Einstellung und seinem Verhalten zu ändern, damit es ihm wenigstens etwas besser geht. Bleibt er bei diesem Beharren, ist er beratungsresistent, ein hoffnungsloser Fall und jeder weitere Beitrag in diesem Thread erübrigt sich. Reine Zeitverschwendung.

Es ist letztlich seine Entscheidung, ob er wirklich etwas ändern oder weiter ausschließlich jammern, klagen und beneiden will. Das kann er allerdings auch in einem Tagebuch.

Ich habe auch relativ viel Pech im Leben gehabt (vor allem privat) und bekenne mich dazu, andere, die privat besser dastehen (sofern man es als Außenstehender beurteilen kann, manche bauen ja auch wirklich nur die Fassade einer Bilderbuchfamilie auf), zu beneiden. Ich finde, man kann es mir nicht verdenken, und halte es auch nicht für so verwerflich, da ich ja keinem Beneideten etwas Böses tue, mich nicht einmal zu spitzen Bemerkungen hinreißen lasse (wie ich es umgekehrt schon mal bei Verwandten erlebt habe, die mich beneiden, weil ich gut in der Schule war und studiert habe). Aber ich wäre dennoch nie auf die Idee gekommen, nicht einmal das zu tun, was in meiner Macht liegt, damit es mir besser geht und ich, wenn schon das Privatleben relativ trist ist, zumindest einen gescheiten Beruf und ein vernünftiges Einkommen habe. Klar, es gibt Menschen, die beruflich noch erfolgreicher sind und einen höheren Posten auf der Karriereleiter erklimmen. Aber hätte ich deswegen gar nichts mehr getan, wäre ich statt Volljuristin heute Putzfrau oder würde von Hartz IV leben. Das wäre wohl kaum die bessere Alternative. Man muss aus seinen Talenten schon was machen und darf sie auch bei widrigen Umständen nicht alle aus Faulheit verkümmern lassen. Oder sich selbst eins in die Tasche lügen und behaupten, man sei für nichts begabt. So etwas gibt es nämlich gar nicht.
 
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AW: Neid zerfrisst mich

Vor Jahren habe ich einen der mitfühlendsten Menschen, den ich kenne, gefragt, warum er Leuten von der Straße keinen Euro in den Hut wirft. Er sagte: "Weil ich es ihm damit schwerer mache, sich selbst zu helfen." Ich habe das lange nicht verstanden, geschweige denn akzeptieren können. Jetzt schon.

Aha, der Almosengeber ist also böse und der Verweigerer ist also gut? Und was ist, wenn es da außer Satan nichts weiter gibt? 🙄😀
 
AW: Neid zerfrisst mich

Ganz sicher gibt es da draußen mehr, als nur schwarz und weiß, gut und böse. Jede Not und jedes Schicksal ist anders. Für den einen können 100,-€ der Start in ein neues Leben sein, für den anderen die Klammer an sein altes. Wirklich "satanisch" finde ich die Ansicht, man könnte an seiner Situation nichts ändern, alles wäre fremdbestimmt und von einer bösen Macht beeinflusst. Die wahre Hölle finden viele Menschen oft in sich selbst und halten sie für die Wirklichkeit. Gegen dieses "Schicksal" lässt sich aber etwas tun und das ist nicht "nur" ein Glaube, sondern Lebenserfahrung.

Wenn Du aufhörst, alles in "gut" und "böse" einzuteilen, begehst Du schon ein paar Irrtümer weniger. Es kann sinnvoll sein, jemand finanziell zu helfen, aber zumeist reichen dann keine 5.-€ oder auch 20,-€. Mit einem Almosen bekommst Du "zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben". Solange derjenige aber keinen Plan und kein Ziel hat, zerrinnt alle Hilfe zwischen den Fingern. Es gibt so viele Arten von Hilfe. Mit Allgemeinplätzen und Schwarz-Weiß-Malerei ist da nicht viel zu verändern. Ja, nicht jeder Schritt führt ins Licht, so einfach ist es nicht und Rückschläge sind hart und schwer zu verkraften und ein "Aber" oder "Trotzdem" bleibt einem oft im Halse stecken. Und manchmal hat man nur die Wahl zwischen einem Übel und einem Übel. Das sagt vielleicht etwas über das "heute" und auch das "morgen" aus. Aber oft genug gibt es auch ein "übermorgen". Und manchmal bleibt nur die Hoffnung darauf.

Wir Menschen haben den aufrechten Gang "erworben", um über Gräser und Büsche hinausschauen zu können, und nicht, um sie wie Marienkäfer auf dem Rücken in die Höhe zu strecken. Verdammt noch mal, ja, auf die Beine zu kommen, ist an vielen Tagen wirklich viel verlangt und wahrhaftig nicht leicht.
 
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AW: Neid zerfrisst mich

Wirklich "satanisch" finde ich die Ansicht, man könnte an seiner Situation nichts ändern, alles wäre fremdbestimmt und von einer bösen Macht beeinflusst.

Also ist es keine Schlechtigkeit, dass es überhaupt erlaubt, überhaupt möglich ist, dass die Personen auf der Straße überhaupt obdachlos werden konnten? Der Gute und der Böse oder der Verschwurbelte ist ja erst mal dafür, dass das funktioniert und kümmert sich dann um die Auswirkungen. 🙄 Oder bin ich jetzt satanisch? Oder ist Obdachlosigkeit gar eine Chance um reich zu werden? 😀
 
AW: Neid zerfrisst mich

Ich lehne mich ja von Kopf bis Fuß ab da macht eine Therapie keinen Sinn
Zu sagen jeder hat Talente und die nötige Kraft um es zu schaffen finde ich falsch.
Nicht jeder ist gleich stressresistent, nicht jeder hat den gleichen Willen, aber habe ich ja auch schon geschrieben.
 
AW: Neid zerfrisst mich

Was willst du dann hier? Das Forum soll helfen. Dir kann man ja nicht helfen weil du ja nicht von Natur aus gesegnet bist und du auch keine Lust hast irgendwas dafür zu tun. Du bist faul und antriebslos und willst es eh nicht ändern. Wie soll man dir denn da helfen?wobei? Lern halt dein Leben wie jetzt auch aber beschwer dich halt nicht, du willst es doch selber so. Also was soll das hier?
 
AW: Neid zerfrisst mich

Ich denke ich habe mittlerweile genügend antworten bekommen.
Dann bin ich eben nur faul und habe keine lust was zu tun, wenn ihr das so sieht, okay.
 
AW: Neid zerfrisst mich

Ich möchte jetzt bitte eine klare Antwort von dir hören: Willst du etwas ändern oder nicht?
 
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