Nordrheiner
Sehr aktives Mitglied
AW: Neid zerfrisst mich
Ja, Deine Frage ist berechtigt. Zunächst möchte ich mangelnde Empathie von Boshaftigkeit trennen.
Zur Empathie:
Emotionale Intelligenz ist der kluge Umgang mit seinen Gefühlen. Das setzt voraus, dass ich meine Gefühle erkenne, also wahrnehme. Dazu gehört, dass der Mensch die "richtigen" Gefühle je nach Situation hat. Also in traurigen Situationen ist er traurig - und nicht wütend. Kommt der Mensch an seine Kraftgrenzen, so spürt er seine Müdigkeit und Kraftlosigkeit .... nimmt diese wahr und sucht sich eine Ausruhe-Stelle, anstelle diese Grenze zu ignorieren und so weiter zu arbeiten, als ob er noch frisch wäre.
Empathie ist die Fähigkeit, sich in die emotionale Situation des Gegenübers einfühlen zu können. Empathie setzt voraus, dass ich erst mal selbst meine Gefühle wahrnehme und klug mit ihnen umgehen kann.
Wird einem Kind Wertlosigkeit eingetrichtert, dann fehlt dem Kind das Empfinden für die Wichtigkeit und für die Bedeutung der ganzen Person, also auch der Gefühle. Hier ist nach meiner Erfahrung das theoretische Wissen, dass sich die Eltern irrten, nicht ausreichend. Dieser Mensch braucht viele gute Erfahrungen, dass er und seine Gefühle geschätzt werden, weil er und seine Gefühle eben wichtig sind.
Dieser Mensch kann sehr empathisch werden, wenn er eben mit Verstand und mit dem Herzen lernt, dass er und seine Gefühle wichtig sind. Für das Lernen mit dem Verstand reichen zur Not auch Bücher. Für das Lernen mit dem Herzen braucht es empathische liebevolle Menschen, die Liebe und Wertschätzung spürbar vermitteln.
LG, Nordrheiner
@Nordrheiner:
Ich widerspreche Dir ja wirklich sehr selten in irgendeinem Post, aber Persönlichkeit wird bereits früh in einem Menschen verankert. Menschen, die in ihrer Kindheit wenig Liebe empfangen haben, sind nicht ohne Grund als Erwachsener empathieloser als andere, so ist jedenfalls meine Erfahrung.
Wenn ein Mensch bereits seit der Kindheit eingetrichtert bekommt, dass man selbst nichts wert ist und an anderen gemessen wird, wie soll man als Erwachsener diese Mentalität dann einfach so aus freien Stücken ablegen können?
Ja, Deine Frage ist berechtigt. Zunächst möchte ich mangelnde Empathie von Boshaftigkeit trennen.
Zur Empathie:
Emotionale Intelligenz ist der kluge Umgang mit seinen Gefühlen. Das setzt voraus, dass ich meine Gefühle erkenne, also wahrnehme. Dazu gehört, dass der Mensch die "richtigen" Gefühle je nach Situation hat. Also in traurigen Situationen ist er traurig - und nicht wütend. Kommt der Mensch an seine Kraftgrenzen, so spürt er seine Müdigkeit und Kraftlosigkeit .... nimmt diese wahr und sucht sich eine Ausruhe-Stelle, anstelle diese Grenze zu ignorieren und so weiter zu arbeiten, als ob er noch frisch wäre.
Empathie ist die Fähigkeit, sich in die emotionale Situation des Gegenübers einfühlen zu können. Empathie setzt voraus, dass ich erst mal selbst meine Gefühle wahrnehme und klug mit ihnen umgehen kann.
Wird einem Kind Wertlosigkeit eingetrichtert, dann fehlt dem Kind das Empfinden für die Wichtigkeit und für die Bedeutung der ganzen Person, also auch der Gefühle. Hier ist nach meiner Erfahrung das theoretische Wissen, dass sich die Eltern irrten, nicht ausreichend. Dieser Mensch braucht viele gute Erfahrungen, dass er und seine Gefühle geschätzt werden, weil er und seine Gefühle eben wichtig sind.
Dieser Mensch kann sehr empathisch werden, wenn er eben mit Verstand und mit dem Herzen lernt, dass er und seine Gefühle wichtig sind. Für das Lernen mit dem Verstand reichen zur Not auch Bücher. Für das Lernen mit dem Herzen braucht es empathische liebevolle Menschen, die Liebe und Wertschätzung spürbar vermitteln.
LG, Nordrheiner