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Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schlecht

AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Kürzlich las ich in der Online-Ausgabe einer Zeitung einen Beitrag "Arm und Reich in Madrid an einem Tisch". Da wird von dem erwirtschafteten Gewinn des Restaurants "Robin Hood" abends armen Leuten kostenlos eine Mahlzeit zur Verfügung gestellt. Es gibt auch einen Solidaritätsautomaten. In den können die reicheren Gäste tagsüber ein paar Euros einwerfen. Obdachlose können dafür kostenlos duschen, einen Kaffee oder ein Brot erhalten oder Ähnliches. https://www.welt.de/vermischtes/article161510967/Hier-zahlen-Reiche-und-Arme-essen-umsonst.html
www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/spanien-restaurant-robin-hood-100.html

Solche Sozialprojekte sollte man in Deutschland auch einführen. Immerhin gibt es hier ja auch schon seit 25 Jahren die Tafel-Bewegung und Suppenküchen. Statt nur mit ihren Studienabschlüssen, beruflichen Erfolgen und Statussymbolen zu protzen, sollten die selbsternannten Supermenschen auch hier in Deutschland lieber mal einen auch für sie spürbaren Geldbetrag für solche Projekte abgeben.

Besser noch: Sie sollten sich solche Projekte mal vor Ort ansehen und die armen Leute vielleicht mal selber für zwei oder drei Wochen bedienen, auch wenn sie dafür ihren dringend notwendigen Erholungsurlaub in Neuseeland oder auch nur den Skiurlaub in Lech "opfern" müssen. Vielleicht würden sie dann begreifen, wie privilegiert sie dank glücklicher Umstände sind und wie taktlos es ist, dies weniger vom Schicksal verwöhnten Menschen auch noch ständig unter die Nase zu reiben.

Und Menschen, die bei solchen Projekten ehrenamtlich mitwirken, setzen im Leben bestimmt andere Prioritäten als das Ziel, möglichst viele materielle Güter anzuhäufen und ihre Mitmenschen auf der Erfolgsleiter auf die Plätze zu verweisen.
 
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AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Hallo Lavender,

von einem Akademier hätte ich die Zeilen deines vorletzten Posts tatsächlich nie erwartet.

Vielleicht habe ich einfach ein völlig anderes Werteverständnis, das in dieser Gesellschaft aber keinen Platz mehr hat. Manchmal dachte ich mir auch schon ob es der Sinn des Lebens sein kann, Jahrzehnte der Karriere hinterherzulaufen wenn man am Ende doch nichts mitnehmen kann.

Es geht immer nur um Konsum, was man ist und was man hat.
Warum eigentlich?

Sind die Menschen heute nicht mehr in der Lage sich auf eine grüne Wiese voller gelber Blumen zu legen und sich daran zu erfreuen? Vielleicht macht mich auch dieses System krank, und leider lebt es mir mein Umfeld nunmal besonders vor. Wie gesagt, ich fühle mich jeden Tag in einer Art Wettbewerb, mit der Gewissheit stets den Kürzeren zu ziehen. Da verliert man ehrlich gesagt auch irgendwann die Lust und liegt manchmal einfach nur da um über die Sinnhaftigkeit zu grübeln.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Ja, in Dörfern scheint dieses Verhalten am stärksten ausgeprägt zu sein. Die schlimmsten neureichen Angeber, die ich kenne, leben auch in einem Dorf und haben auch nie woanders gelebt. Die leben nur für den guten Ruf ihrer Familie und ihre Selbstbeweihräucherung, ihre Statussymbole, den Vergleich mit anderen und das Übertrumpfen anderer - egal, ob es um berufliche oder private Erfolge und Errungenschaften geht. Alles, was sonst noch so in der Welt vorgeht, interessiert sie bestenfalls am Rande, und obwohl sie durch Urlaubs- und Dienstreisen schon einiges von der Welt gesehen haben, scheint ihr Horizont die Ausmaße einer Untertasse nicht zu überschreiten. Alles, was von ihrer eigenen Art der Lebensgestaltung abweicht, wird niedergemacht, ins Lächerliche gezogen oder im günstigsten Fall ignoriert. Selten habe ich in dieser Altersgruppe intolerantere Menschen kennen gelernt. Rollenvorstellungen wie in den 1950er Jahren. Ätzend! Da würde ich es nicht aushalten.

Genau das kann ich auch bestätigen: Genau so ist das Verhalten der allermeisten Dorfbewohner. Schlimm. Aber was will man da machen? Entweder man macht das alles irgendwie mit, zieht sein ganzes Leben die Ohren auf durchzug, oder man zieht weg. Letzteres werde ich nächstes Jahr machen.

Bestimmt tust du den richtigen Schritt, wenn du dich im nächsten Jahr aus diesem Umfeld entfernst.

Ich habe darüber schon viele Jahre konkret nachgedacht. Habe Vor- und Nachteile gegeneinanderabgewogen, habe geschaut, wie ich mich verändern kann (privat wie beruflich)... und nun ist für den nächsten Sommer eine berufliche Veränderung in konkreter Aussischt. Sie passt genau in mein Profil und deckt sich auch noch mit meinen privaten Interessen. Hinzu kommt, dass ich aufgrund meines Alters auch nicht mehr lange die entsprechende staatliche Förderung erhalten würde, sodass ich diese Chance definitiv wahrnehmen werde.

Ich habe nicht die Illussion zu glauben, in einer Großstadt, ca. 300 km von meinem Heimatdorf weg, leben nur superliebe Menschen. Aber es wird definitiv ein anderer Menschenschlag sein, weil es a) Stadtbewohner sind und b) eine ganze andere Region.

Zwar haben Leute auf dem Lande oft mehr Gesellschaft, Festivitäten und Nachbarschaftshilfe, Bauen ist auch wesentlich günstiger - aber zu welchem (immateriellen) Preis! Da kriegten mich keine zehn Pferde hin.

Genau.

Wobei diese Gesellschaft auch nervig sein kann, wenn einen die Nachbarn bzw. Dorfbewohnern mit ihrer Neugierde und Klatsch und Tratsch nerven. Generell sind mir solche Menschen, die vorneherum einen auf nett und lustig machen und dann in meiner Gegenwart über eine x-beliebige Person am herziehen, äußerst suspekt. Genau jene ziehen dann auch in deren Gegenwart über mich her.

Von den Dorffesten halte ich nicht viel. In meinen Augen ein reines Saufgelagere und Herumgehure. Ich bin schon mein ganzes leben Anti-Alkoholiker und werde das auch bleiben. Auf solchen Dorffesten wird aber immer nur getrunken und wer, dort nüchtern ist, gehört einfach nicht dazu.

Die Nachbarschaftshifle kann in der Tat gut sein. Es kommt halt auf die Nachbarn an. Aber meistens wollen sie dann als "Gegenleistung" Mitspracherecht in privaten Angelenheiten haben. Das geht mir persönlich immer ziemlich auf die Nerven.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Geht mir auch so... Ich bin Mitte 30, habe meinen eigenen Betrieb und verdiene eigentlich echt gut. Davon muss ich allerdings sehr viel als Puffer für mein Geschäft übrig lassen.

Ich nehme mir daher 3200€ im Monat und davon gehen noch fast 800€ Krankenkasse und 600€ Altersvorsorge weg. Mein Freund verdient 2400€ Netto im Monat. Wir leben in Stuttgart und können uns hier nichtmal im Ansatz ein Haus leisten. Wer will schon ein popliges mini Reihenhaus das total veraltet ist und 600 000€ und mehr kostet?

Ich reiße mir den verdammten A**** auf und werde nie das haben was ich möchte, weil diese doofe Stadt so unendlich teuer geworden ist und das obwohl ich wo anders in einem "Palast" leben könnte.

Ich kann hier auch nicht weg ziehen wegen meinem Betrieb da dieser massiv vom Standort abhängt. Obendrein bin ich chronisch krank (körperlich) , so dass ich auch nicht mehr die Kraft habe von Vorne anzufangen.

Ich sehe die ganze Zeit auf Pinterest, Instagram usw. was für schöne Häuser die Leute haben. Aber hier kostet so ein Haus halt keine 300 000- 400 000,- sondern über 1 - 1,5 Mio wegen dem Grundstück. Unerreichbar also. Selbst weiter draußen 700 000,- bis 800 000,-

Als Teenager wünschte ich mir immer folgendes fürs Leben: Gesundheit, einen tollen Partner, ein Baby, Reisen ein Haus und Katzen.

Durch das viele Arbeiten war ich nie im Urlaub, dann wurde ich chronisch krank (2 Sachen gleichzeitig), mein Partner hatte einen Tumor und damit ging die Familienplanung über Bord und schlussendlich wurde alles teurer und teurer so dass sich hier kaum nch jemand mehr was leisten kann...

Bis jetzt kam ich auch einigermaßen gut damit klar weil ich keine sehr wohlhabenden Freunde habe bzw. keiner sich was gekauft hat. Sprich man hat akzeptiert, dass das halt hier nicht möglich ist... Ebenso mit meinem Kinderwunsch... Keiner bekam Kinder und ich konnte das Thema gut verdrängen.

Nun haben flüchtige Bekannte aber ein freistehendes Haus gebaut im Randgebiet (die fast so teuer sind wie in der Stadt )und auf einmal sind fast alle schwanger seit ein paar Monaten 🙁.

Die Bekannten toppen aber alles... Sie sind gesund, haben ein süßes Baby und einen Hund, 2 süße Katzen und nun noch ein Haus und ich hock hier in einer doofen 50 qm Wohnung (für fast 1000€ Miete) und finde keine Bleibe in der ich wenigstens Katzen halten dürfte. Normal würd ich ja gern kaufen aber ich sehe es nicht ein 400000-500000 für eine nicht mal sehr große Wohnung zu zahlen die mich jeglicher Liquidität beraubt, ohne meinen eigentlichen Traum zu befriedigen.

Das frustriert mich so sehr. Jeder Wunsch den ich hatte, geht den Bach runter und alle ziehen an mir vorbei und leben mir vor was ich nicht haben darf weil ich hier nicht weg kann. Es geht nicht nur um das Materielle, sondern einfach ein Nest zu haben, anzukommen. Das Gefühl etwas erreicht zu haben...

Vielleicht habe ich Scheuklappen und sehe meine Möglichkeiten nicht aber es fühlt sich momentan so an als hab ich mir 15 Jahre meines Lebens umsonst den Hintern aufgerissen 🙁
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

An die letzten 2 Poster:

ich hatte beim Lesen wirklich gemischte Gefühle.

Ihr werft Netto-Gehälter in den Raum wovon andere nur träumen können, gleichzeitig beschwert ihr euch dass es nicht reicht, weil man kein Haus mit Pool für 1 Mio bauen/kaufen kann und es sooo schwer ist ein Luxus-Leben nach dem Bilderbuch inkl. Traummann zu leben. Ihr habt es wirklich schlecht.
@ Caleo dein Freund verdient auch noch 2400 netto, was deutlich mehr als der Durchschnitt ist.
Wenn ich rechnen kann wären das > 5000k im Monat.

Du bedienst astrein das Klischee Mein Haus, mein Daimler, meine perfekten Kinder....
Ausserdem hast du viel erreicht, nur es langt dir eben nicht.

Wären da nicht die genannten Schicksalsschläge würde ich glatt behaupten ihr jammert auf sehr hohem Niveau. Diese haben dir nun aber hoffentlich bewusst gemacht dass das Materielle eben nicht alles im Leben ist.
Ich glaube auch nicht dass der TE (wenn er noch mitliest) ansatzweise ein solches Gehalt verdient.

Da ich dieses Thema ähnlich sehe, muss ich leider auch sagen bauen mich diese Zeilen etwas auf, weil man erkennt, dass das Gras auf der anderen Seite nicht immer unbedingt grüner ist, und auch vermeintliche Top-Verdiener, die ja so erfolgreich sind, ihre Rucksäcke zu tragen haben.

Bitte nicht übel nehmen, aber ich glaube dass einige andere die wirklich nicht wissen wie sie jeden Monat klarkommen sollen diese Zeilen fast etwas als demütigend empfinden.

Kaputtarbeiten, dann mit Ende 50 zwar Kohle haben, dafür aber chronisch krank sein und dies und das nicht mehr zu können - ganz toll. Aber das ist ja heute das Motto: höher schneller weiter, und oftmals am eigentlichen Leben vorbei.

Vielleicht hättet Ihr euch einfach vor 30 Jahren schon gleich einen reichen angeln sollen, bei dem ihr nach der Scheidung ausgesorgt habt, sorry so oberflächlich klingt das teilweise zwischen den Zeilen.
 
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AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

[...]
Ich fühle mich ebenfalls um meine Leistung oder das Glück betrogen dass viele andere um mich herum haben.
Ich empfinde ebenfalls Misstände. Warum verdient ein Fussballer 5 Mio im Jahr? Warum sind die oberen 10% meist eine Brut, die mit Korruption und Schiebereien immer noch mehr anhäufen? Und warum läuft das immer so weiter?

In meinem Bekanntenkreis hat fast jeder irgendwie "Unterstützung" von den Eltern, einige wohnen mit 35 auch schon im eigenen Haus - geschenkt - schuldenfrei. So ist das einfach. Dies anzuklagen bringt aber nichts.

Nur sieht es bei mir finanziell weit nicht so aus, als dass ich mich bei so einem Netto wie ihr es habt, darüber beschweren würde dass es aber leider nicht fürs Haus mit Pool reicht.
Wenn ihr dann in einer kleinen Wohnung haust, dann läuft halt irgendetwas anderes falsch, denn stemmen könnte man eine größere Bude nach "euren Ansprüchen" mit diesem Einkommen ohne Weiteres.

Hier jetzt aber die Ungerechtigkeit der Welt anzuklagen ist sicher nicht zielführend.
Natürlich sind andere mit dem goldenen Löffel im Mund und geboren und haben noch nie groß was geleistet.
Was will man aber dagegen tun?

Neidisch ist sicher auch relativ, denn ich hätte keine Lust vom Job krank zu werden bzw. mein halbes Leben nur der Arbeit zu widmen um irgendwann später zu merken dass ich jetzt zwar etwas Kohle habe, aber vieles andere an mir vorbeigegangen ist. Ich verstehe auch nicht: wo genau lohnt es sich denn bei dir nicht? Sind 4300K etwa wenig? Wenn man ständig nach Höherem strebt und es eine Villa mit Pool sein muss, hättest du es eben in den Vorstand schaffen müssen. Dann wird man aber auch nie "satt".

Ich bleibe bei meiner Meinung: wer so gut verdient sollte sich eigentlich wenig beklagen, und wenn er dafür schuften muss, dann hat er sich es ja selbst so rausgesucht. Meine Güte, es gibt Menschen die wirklich jeden 15. schon nicht mehr wissen wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen... Privat versichert seid ihr ja wahrscheinlich auch

Weiter beklagst du dich dass dein Partner nichts verdient und du andere Möglichkeiten gehabt hättest, warum hast du dann nicht schön nach solchen Männern gesucht?

Zudem zahlt in der Tat ein Großteil der Bevölkerung für Eigentum bis zur Rente und darüber hinaus ab, das ist normaler Fakt und geht auch für den besser verdienenden heute kaum mehr ohne Finanzierung.

Tut mir leid, aber auch schon deine Formulierung deiner "selbstverständlichen" Wünsche wirken bei all dem Jammern etwas fehl am Platze. Dann zieh doch aus wenn es dir peinlich ist. Gut genug ist man also nur mit enstprechendem materiellen Wohlstand, der dir ja zustehen müsste.

3500 Ocken/Monat zur freien Verfügung, Vorsorge plus Krankenkasse schon abgezogen, und dann ernsthaft jammern? Mach mit ihm Schluss, such dir über Elite Partner einen Mann auf deinem "Niveau" und kaufe/miete mit ihm zusammen eine 200m2 Bude mit Jacuzzi, dann wird es dir vielleicht besser gehen.
 
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AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

[...]

Aber letztlich ist es genau so.
Gerechtigkeit gibt es nicht, der Kommunissmus hat auch nie funktioniert.
Auch im Mittelalter gab es schon Reiche und Leibeigene.

Dazu diverse Umstände die man nicht vorhersehen und auch nicht beeinflussen kann, gepaart mit unterschiedlichsten Charakteren. Der eine versucht bis ans Lebensende Karriere zu machen, der andere gibt auf, ist nicht stabil genug oder schafft es schlicht nie.

Was ich in der heutigen Zeit allerdings vermisse ist eine gewisse Genügsamkeit und Dankbarkeit.
Bei vielen dreht sich alles nur um Geld, Status und wie man noch mehr daraus generieren könnte. Einige kommen mit dem Leistungsdruck und der stetigen Reizüberflutung nicht klar, vergleichen sich dann natürlich negativ zu den "Anderen". Denn die machen ja ständig und kommen weiter.

Schaut man hinter die Kulissen hat aber nahezu jeder irgendwo doch seine Problemchen.
Was ich allerdings anprangere sind dann immer solche Jammereien von Leuten denen es eigentlich blendend geht, aber eben noch 1-2 Zacken in der Krone fehlen und mit deren "Probleme" jeder Zweite zu kämpfen hat.
 
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AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Nur weil jemand das halbe Jahr im Urlaub ist, einen Porsche oder Mercedes fährt und ein Haus hat soll er glücklicher sein als du? Schwachsinn

Geld macht nicht glücklich. Man vergisst das aber schnell, vor allem wenn man sich als "zweitklassig" sieht. Seh's doch mal so: Du hat eine Freundin die dich liebt, ihr beide habt Arbeit, seid gesund und seid noch jung. Woran fehlt es dir? So ein Porsche wird schnell langweilig. Urlaub kann auch nur Ablenkung von Problemen sein....

Du vergisst, dich gut zu fühlen mit dem, was du hast. Es gibt viele, die auch dich beneiden für das, was du hast.

Mir geht es finanziell nicht gut, darf mir nicht zu viele Ausgaben erlauben, mein Auto ist sehr teuer und meine Miete ist teuer. Trotzdem fühle ich mich nicht zweitklassig. Geld ist nicht alles.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Mein Partner ist gebildet, hat Abitur und ein abgeschlossenes Studium, sogar zwei weitere abgeschlossene Berufsausbildungen. Auch hat er einen guten Charakter. Aber beruflich hat er dennoch nie so richtig Fuß gefasst, und ich habe schon aufgrund seines Alters große Zweifel daran, dass er noch mal einen Job findet.
Es ist schwierig, aber nicht unmöglich. Mein Vater hat das selbst schon hinter sich. Ich bin ja im tiefsten Osten groß geworden. Mein Vater (Maschinenbauingenieur) ist nach der Wende, wie viele andere, arbeitslos geworden. Damals gab es eine Ingenieurschwemme und es war für Ingenieure sehr schwer Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen, vor allem im Osten. Mein Vater war daher heufig arbeitslos. Machte jedoch hin und wieder artfremde Jobs. Häufig nur geringfügige Beschäftigungen. Meine Mutter war als Erzieherin Hauptverdienerin.
Ausgerechnet während der Wirtschaftskrise vor einigen Jahren, hat mein Vater das erste Mal eine Stelle in seinem erlernten Beruf erhalten. Es war nur befristet, aber immerhin. Danach war er wieder auf arbeitssuche. Mit 61 hat er dann aber tatsächlich nochmal einen Ingenieurjob gefunden und da blieb er dann bis zur Rente. Die Stelle war allerdings schlecht bezahlt. Da hat sogar meine Mutter als Erzieherin auf Teilzeitbasis gleich viel verdient.

Dennoch: Was ist, wenn die Ehe schief geht?

Dann geht sie eben schief. Eine Garantie auf eine glückliche Ehe bis ans Lebensende gibt es nicht.

Was ist mit Immobilieneigentumserwerb? Ich müsste es dann auf jeden Fall schon vor der Eheschließung erwerben, damit es für den Fall einer Scheidung nicht zum Zugewinn gehört,
Warum willst du überhaupt eine Immobilie erwerben? Darüber solltest du dir erst mal klar werden. Nach deinen Zeilen habe ich den Eindruck gewonnen, dass du eine Immobilie am liebsten nur zum Vorzeigen hättest. Aber allein deswegen sollte man sich keine Immobilie zulegen.

und außerdem Gütertrennung vereinbaren. Sonst wäre ich bei der Scheidung nämlich die total Gelackmeierte (unterhaltspflichtig bliebe ich ja eh). Da überlegt man sich schon, ob man dieses Risiko allen Ernstes eingehen will oder ob es nicht doch Russisch Roulette wäre.
Weißt du, wenn bei dir das Finanzielle so sehr im Vordergrund steht, dann gehe lieber keine Beziehung und erst recht keine Ehe ein.

Oder wir können eben nie zusammenziehen. Auch keine erfreuliche Perspektive, weder für ihn noch für mich. Zufrieden macht einen so etwas nicht.
Gar nicht erst zusammen ziehen wäre aber die Konsequenz aus deinen Gedanken und auch die beste Lösung, wenn dir das Finanzielle so wichtig ist.

Ich möchte auch nicht gern von anderen gefragt werden, was mein Partner beruflich macht. Das ist schon eine peinliche Situation.

Was ist daran peinlich? Ich habe nach den ganzen Zeilen hier nicht den Eindruck, dass du zu deinem Partner stehst. Würdest du das, wäre es auch nicht so peinlich die Wahrheit zu sagen.

Was mache ich da? Lügen? Ausweichen? Die Wahrheit sagen - und dann selber merkwürdig angesehen werden?
Die Wahrheit sagen. Selbst, wenn du dabei merkwürdig angesehen wirst. Na und? Ist doch kein Weltuntergang.

Sagen wir mal so: Welche Frau wäre nicht gern attraktiv und erfolgreich?
Erfolgreich zu sein war mir noch nie wichtig. Und attraktiv ist, finde ich, eh jeder auf seine Art.

Ich auch. Hilft aber nix, wenn man es nicht oder nur bedingt ist.
Ist das denn so wichtig?

https://www.zdf.de/kultur/filme-dokus-kabarett/sebastian-23-endlich-erfolglos-100.html
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Blaumeise das versuche ich seit mehreren Postings zu verdeutlichen.

Es gibt zig Widersprüche und vor allem ist eines deutlich herauszulesen: ein gewisses Streben nach im Grunde oberflächlichen, materiellen Dingen. Es wirkt auf mich schon fast etwas zynisch, dass man sich lautstark über das nicht vorhandene Haus und den arbeitslosen Partner beklagt, aber lieber weiterhin in der Situation verharrt.

Dazwischen lauter Interpretationen und Ausflüchte warum man es nicht ändert oder nie geändert hat.
Mein Mitleid hält sich wirklich in Grenzen. Alleine die Aussage dass du dich für ihn schämst.

Ich glaube Lavender hat große Selbstwertprobleme.

Wie schon gesagt: Partner verlassen und auf die Suche gehen, hoffentlich liest dieser deine Zeilen nie, eigentlich tut er mir schon fast leid, denn würdest du ihn "notgedrungen" heiraten wäre er ja weiterhin auf dich angewiesen, aber du würdest dich ja immerhin gleich mit einem Ehevertrag absichern...

Trenn dich am besten, such dir einen Partner auf deinem "Niveau", lasse ein paar Schönheitsoperationen durchführen damit du mehr Richtung Ideal kommst, besuche Schicki-Micki-Veranstaltungen und kauf dir am besten noch in diesem Jahr ein dir würdiges, "vorzeigbares" Haus. Ich bin gespannt ob es dir dann besser geht wenn du dich nicht mehr hinter deinen 4000k "verstecken" musst. Aber ich fürchte du wirst nie zufrieden sein.
 

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