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Neben sich "Herleben"

  • Starter*in Starter*in .darkkeks.
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Hm aber es ist so schwer und so gut wie unmöglich, Respekt zu bekommen wenn man keinerlei Talente oder ähnliches hat. Wie Respekt bekommen? Wie stolz sein, ohne arrogant zu wirken? Was ist "stolz sein" eigentlich- was unterscheidet es von Arroganz? Ich habe mal vor zwei Jahren gesagt bekommen, dass ich sehr zickig herüber komme von meiner ganzen Art und so. Seitdem habe ich mich geändert. Aber mich selbst habe ich so nie empfunden. Weil ich auch damals schon zu allen nett und freundlich, und auch damals noch aufgeschlossen, sein wollte! Wenn ich bin wie ich bin nimmt mich keiner an und ernst, wenn ich sein will wie jemand anderes nimmt mich auch keiner an und ernst. Aber wie soll ich denn dann sein?
 
Zuerst behandelt man jeden Menschen mit Respekt dafür bedarf es keiner Auszeichnung womit ich ausweise dass ich Respekt verdiene. Nein dazu bedarf es keiner Talente sondern Menschlichkeit. Diesen Stolz hab ich dir mit den weiteren Worten erklärt was er beinhalten sollte. konsequent und bestimmt heisst dass du überzeugt auftrittst aber höflich und nicht arrogant also nicht überheblich z.B die Einstellung hättest und denkst "ihr seid doch eh alle Idioten". Das wär arrogant - sich besser halten als die anderen also von sich selbst eingenommen. Das ist auch Stolz der aber mit Hochmut gleichzusetzen ist.
Nun, viele interpretieren etwas was sie nicht leiden können als zickig. Würd nicht soviel darauf geben. Wenn dich die; die dich nicht ernst nehmen, so wie du bist - damit teilen sie mit dass sie mit dir nichts anfangen können. Und dass wird auch nicht anders sein wenn du versuchst so sein zu wollen wie sie. Im Gegenteil, macht eher den Eindruck als wolltest du (verzeih den Ausdruck) schleimen. Daher zu deiner Frage du sollst so sein wie du bist. Du hast deine eigene Persönlichkeit deine eigene Indentität. Jeder Mensch ist für sich individuell. Wäre schlimm wenn jeder nur ein Anklatsch von irgendwelchen anderen Kopien sein will. Sei du selbst. Und die dich so nicht ernst nehmen (das sprach ich ausführlicher im ersten Beitrag an dich an) gehören dann eben auch nicht zu deinen engeren Bekannten oder Freundeskreis.
 
Hm das ist Einleuchtend, aber total schwer umzusetzen. Ich weiß nicht wie und wo ich anfangen soll...
Es ist alles so schwer im Leben und so kompliziert, ich komme da langsam nicht mehr mit. Wie soll ich stolz aber nicht überheblich sein? Wenn ich stolz bin, dann ist das doch irgendwo auch etwas arrogant? Weil, ich mich dann stolz fühle, also arrogant bin. Das ist schwer zu erklären, ich meine also das wenn ich auf mich stolz bin, dann werde ich doch damit auch überheblich, weil ich dann ja auch schnell denke: Scheiß drauf was der zu meiner Lebensart/Art sagt, ich bin so wie ich bin. Ist das nicht auch Arroganz?
Ich habe Angst wieder vor den Kopf gestoßen zu werden. Meine Freundschaften zu verlieren. Wenn ich jetzt plötzlich wieder "ich" werde, Gefühle zeige...
 
nene da hast du mich falsch verstanden oder ich mich unklar ausgedrückt.
Dir zu stolz zu sein den Affen für andere zu machen. Ist ´vielleicht verständlicher. Das aber nicht mit einer arroganten Haltung sondern höflich ankommen lassen.
Wir sehen immer Neuland als kompliziert. Doch wenn du darin geübter wirst wirst du merken dass es einfacher ist als dein jetziges Leben. Und rückblickend vielleicht sagen wirst "man da hab ich es mir aber ziemlich kompliziert gemacht.
Freundschaften verlieren wenn ich wieder ich werde....Du kannst dich doch nicht aufgeben für andere!!! Lege dein Leben und Dich und deine Persönlichkeit in die Hände anderer. Sie haben dich nicht zu formen.
Nur du sollst entscheiden dürfen wie du sein möchtest wie du leben möchtest. Kommt irgendwer auf dich zu und fragt dich darum wie er bitte sein darf dass er deiner Freundschaft sicher ist?
 
Du hast gefragt wo du anfangen sollst....
ich zitier mal von deinem fünften Beitrag das hervorhebt was dein größtes Problem ist....
..ich gehe auf Leute zu, aber werde zurückgewiesen. Und das schon so lange. Langsam habe ich echt das Gefühl, dass ich irgendwas falsch mache...

Ich sehe hier den Fehler bei den anderen und nicht bei dir.
Mach dich nicht verantwortlich für Andere ihre Unzulänglichkeiten?
Es ist nicht dein Fehler wenn andere damit nicht umgehen können.
Es liegt an Ihnen und nicht an dir!
Da haben wir den Punkt wo du selbst schon an dir feststelltest dass du alles persönlich nimmst. Und damit machst du dir zum Teil auch noch selbst dein Selbstvertrauen kaputt.
Du musst nicht die Schuld der Welt tragen. Dafür gab es schon jemand.
Ausserdem kann es auch so sein dass sie deiner Person erst noch sicher werden wollen.
Wenn irgendjemand eine dumme Reaktion bringt meinst du wegen dir.
Hier könnte man andererseits auch annehmen du würdest dich zu wichtig nehmen. Daher sei nicht so darauf fixiert das alles negative an dir liegt.
Denn so ist es wirklich nicht.
 
internetcafe hat mit ihren postings recht.
ich ezähl dir ein bischen mehr von mir.
nicht um mich hier auszulabern sondern um dir zu zeigen das es vielen andern auch so geht und unsicherheit gar nicht so unnormal ist.
beispiel berufsschule: ich war immer der outsider. ebenso wie in der realschule oder im folgenden berufsbegleitendem praktikum.
ständig der gedanke, genau wie ich, ich muß mich ändern damit die andern mich annehmen. mein äußeres meine art, mein wesen, nur um angenommen zu werden.
die leute haben mir zwa nicht ins gesicht gesagt das sie mich nicht mögen aber ich hab immer gemerkt das zwischen ihnen und mir welten liegen.
ich überleg heute noch wie ich handeln muß, genau wie du, um ein guter mensch zu sein.
ich überlege und überlege und überlege.
seit 15 jahren (bin jetzt 26)
irgendwann ist mir aufgefallen das ich noch so sehr überlegen kann: das ist nonsens. was und wie ich denke ist egal. das kriegt doch keiner um mich herum wie sehr im geiste ich mich bemühe. nur wie ich handle zählt. das ist das was die andern mitkriegen und sich daraufhin ein bild von mir machen.
mit 15 hat mir ein exfreund gesagt: du denkst zuviel und du denkst nie zuene.
ich habe ihn gehasst dafür das er es gewagt hat mir soetwas zu sagen. schließlich war doch er derjenige der mit seinem leben nicht klar kam. hab ganze tagebuch seiten vollgeschrieben mit meiner wut und unverständnis.
seit einiger zeit weiß ich: er hatte recht!
ich denke nur, komm aus meiner schleife nicht raus und handle nicht.
ergo mein umfeld hat das gefühl es kommt nicht an mich ran (das haben mir auch freundinnen erzählt, und inzwischen merk ichs auch selber)
und das war genau der punkt der mich in der schule hat zum outsider werden lassen. der mich noch heute ab und an dazu werden läßt. jetzt aber bei menschen die mich leben und die das hinnehemn ("piper ist nunmal so ;-)
von freunden kann man das erwarten bei fremden ist es schwieriger.
ich weiß der tip klingt ziehmlich unmöglich aber vielleicht findest du denoch einen weg ihn imlaufe der teit umzusetzten.
du sollst dich selbst nicht verraten aber versuche das denken etwas runterzuschalten und agiere mehr. denn wie gesagt: du bist nicht was du denkst sondern deine handlungen sagen wer du bist!
denn das ist das einzige was andere war nehmen.
jahrelang hab ich mir die frage nach dem wer bin ich gestellt bis mir das dann endlich klar wurde. ich war in den augen anderer schon längst jemand, die ganze zeit. und durch mein kleines selbstbewußtsein war das jemand der ich nie sein wollte mir deswegen nen wolf gedacht habe aber genau das hat mich zu dem gemacht.
verstehst du was ich meine?

lg
piper
 
Aber ist es nicht zu egoistisch wenn ich durch das Leben gehe nach dem Motto: "Ich bin wie ich bin und die anderen sind Schuld". Weil das stimmt ja auch nicht immer! Außerdem ist es für mich so schwer. Ich weiß selbst das ich zu viel Nachdenke, aber selbst wenn ich sage: Stopp- nicht weiterdenken. Dann träume ich davon nämlich- das hatte ich schon oft, dass ich von Dingen die mich sehr beschäftigen (bestes Beispiel mein langjähriger Schwarm von dem ich schon unzählige Male geträumt habe- selbst wenn ich die letzten Tage gar nicht bewusst an ihn gedacht habe!) träume und ich bin dann auch schon mal verheult aufgewacht! Verleugne ich dann nicht mich selbst, wenn ich mich dazu "zwinge" nicht mehr über alles so genau nachzudenken? So bin ich doch nunmal- oder nicht?

Wenn ich nicht nachdenke, würde ich dann nicht viel größere Fehler machen? Wenn ich einfach handle, ohne nachzudenken? Da gibt es doch so viele Sprüche ("Erst denken, dann reden"...) die das unterstreichen! Außerdem kann ich doch meine Gedanken nicht abstellen- denn wie gesagt, selbst wenn ich das versuche, dann holt mich das Ganze spätestens in meinen Träumen wieder ein- und das ganz sicher!
Und ich habe auch immer so ein schlechtes Gewissen! Es ist jetzt mit meiner damaligen Freundin eigentlich das erste Mal, dass ich so denke, die kann ich vergessen. Sonst habe ich mich bei jedem nach jedem Zoff sofort entschuldigt, selbst wenn ich wusste, ich habe eigentlich gar nichts getan. Aber ich bin nun einmal so. Muss ich mich dafür entschuldigen?
Außerdem habe ich, vorallem jetzt bei dem Beispiel damalige Freundin, immer so einen Hintergedanken im Kopf, dass wenn ich auf sie jetzt zu gehen würde, alles wieder "normal" sein könnte. Aber auf der anderen Seite weiß ich, nachdem was passiert ist, KANN nichts mehr normal sein. Ich bin in einer Zwickmühle (wird das so geschrieben?) ich könnte, wenn ich auf sie zugehe sie wieder als Freundin zurückgewinnen - die andere Frage aber ist, will und kann ich das überhaupt? Weil ich doch eigentlich jemanden suche, der mich versteht, und der mich zur Abwechslung mal auch tröstet und nicht immer umgekehrt.

Alle kommen sie auf mich zu mit ihren Problemen und verlangen von mir dass ich Ratschläge gebe oder einfach nur zuhöre. Ich mache das ja auch gern, mir tun sie dann auch wirklich immer total leid. Aber ich selbst- ich weiß nicht wohin ich gehen soll. Jetzt bin ich (wieder) hier gelandet. Manchmal denke ich, wie kommen andere dazu, Leute zu finden die zuhören und trösten. Wieso kann ich das nicht haben?

Irgendwie habe ich soviele Gedanken und Szenen im Kopf- ich glaube ich schreibe ein einziges Durcheinander dahin. Aber es ist die letzten Jahre so viel passiert was mich traurig macht und was ich nicht verstehe...
 

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