Aber ist es nicht zu egoistisch wenn ich durch das Leben gehe nach dem Motto: "Ich bin wie ich bin und die anderen sind Schuld". Weil das stimmt ja auch nicht immer! Außerdem ist es für mich so schwer. Ich weiß selbst das ich zu viel Nachdenke, aber selbst wenn ich sage: Stopp- nicht weiterdenken. Dann träume ich davon nämlich- das hatte ich schon oft, dass ich von Dingen die mich sehr beschäftigen (bestes Beispiel mein langjähriger Schwarm von dem ich schon unzählige Male geträumt habe- selbst wenn ich die letzten Tage gar nicht bewusst an ihn gedacht habe!) träume und ich bin dann auch schon mal verheult aufgewacht! Verleugne ich dann nicht mich selbst, wenn ich mich dazu "zwinge" nicht mehr über alles so genau nachzudenken? So bin ich doch nunmal- oder nicht?
Wenn ich nicht nachdenke, würde ich dann nicht viel größere Fehler machen? Wenn ich einfach handle, ohne nachzudenken? Da gibt es doch so viele Sprüche ("Erst denken, dann reden"...) die das unterstreichen! Außerdem kann ich doch meine Gedanken nicht abstellen- denn wie gesagt, selbst wenn ich das versuche, dann holt mich das Ganze spätestens in meinen Träumen wieder ein- und das ganz sicher!
Und ich habe auch immer so ein schlechtes Gewissen! Es ist jetzt mit meiner damaligen Freundin eigentlich das erste Mal, dass ich so denke, die kann ich vergessen. Sonst habe ich mich bei jedem nach jedem Zoff sofort entschuldigt, selbst wenn ich wusste, ich habe eigentlich gar nichts getan. Aber ich bin nun einmal so. Muss ich mich dafür entschuldigen?
Außerdem habe ich, vorallem jetzt bei dem Beispiel damalige Freundin, immer so einen Hintergedanken im Kopf, dass wenn ich auf sie jetzt zu gehen würde, alles wieder "normal" sein könnte. Aber auf der anderen Seite weiß ich, nachdem was passiert ist, KANN nichts mehr normal sein. Ich bin in einer Zwickmühle (wird das so geschrieben?) ich könnte, wenn ich auf sie zugehe sie wieder als Freundin zurückgewinnen - die andere Frage aber ist, will und kann ich das überhaupt? Weil ich doch eigentlich jemanden suche, der mich versteht, und der mich zur Abwechslung mal auch tröstet und nicht immer umgekehrt.
Alle kommen sie auf mich zu mit ihren Problemen und verlangen von mir dass ich Ratschläge gebe oder einfach nur zuhöre. Ich mache das ja auch gern, mir tun sie dann auch wirklich immer total leid. Aber ich selbst- ich weiß nicht wohin ich gehen soll. Jetzt bin ich (wieder) hier gelandet. Manchmal denke ich, wie kommen andere dazu, Leute zu finden die zuhören und trösten. Wieso kann ich das nicht haben?
Irgendwie habe ich soviele Gedanken und Szenen im Kopf- ich glaube ich schreibe ein einziges Durcheinander dahin. Aber es ist die letzten Jahre so viel passiert was mich traurig macht und was ich nicht verstehe...