Vorwärtsgang7788
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Hallo Erdnussmutter (lustiger Name),
zum Glück hast du inzwischen begriffen, was mit deinem Vater los ist und bist nicht mehr "Produkt" seiner Gehirnwäsche. Mein Vater ist leider auch so (oder so ähnlich). Abwertungen, Manipulation, emotionale Erpressung, Wutausbrüche, ... das war alles total normal für mich. Irgendwann war ich schwerst depressiv, kam in eine Klinik und das war der Beginn des Heilungsprozesses.
Ich habe mich auch sehr viel mit der Theorie dazu beschäftigt. Ich fand das Buch "der narzisstische Vater" sehr aufschlussreich. Was mir letztendlich aber am meisten geholfen hat und immer noch hilft - und das dauert Jahre - ist eine gute Therapie und Menschen in meinem Leben, die anders sind als das was ich von damals kenne. Vor allem in dem mir zugewandten und liebevollen Blick meiner Therapeutin konnte ich ein neues Selbstbild entwickeln. Sie war aber nicht nur milde, sie hat mich auch darauf hingewiesen, wenn mein Verhalten fragwürdig war. Aber nie mit dieser Abscheu, die ich von meinem Vater gewohnt war. Letztendlich braucht es dazu Zeit, Erfahrungen und Menschen, die einen begleiten. Es ist ein riesen Haufen Arbeit und ich glaube ohne einen positiven Spiegel durch einen anderen geschulten, reifen und liebevollen Menschen ist es kaum zu schaffen. Ein Buch kann das nicht. Daher hat es mir auch sehr geholfen, dass meine Therapeutin älter war. Sie hat etwas nachgeholt, das meine Eltern nicht konnten. Dafür bin ich sehr dankbar. Vielleicht findest du ja jemand für dich passenden, der mit dir diesen Weg geht.
Zu meinem Vater habe ich kaum Kontakt. Aber inzwischen ist sporadischer Kontakt für mich möglich, da ich ihn immer mehr als das wahrnehmen kann was er ist: kindisch, unsicher und beschränkt. Trotzdem bleibt das A und O: Grenzen, Grenzen, Grenzen!
Wünsch dir ganz viel Kraft und lass dich nicht verunsichern! In unserer Gesellschaft wird es ja auch oft als komisch angesehen, wenn der Kontakt zu den Eltern schlecht ist. Letztens meinte ein Bekannter zu mir "Verzeih deinem Vater." Solche Sprüche dürfen einen nicht ins Wanken bringen.
Diese Beschreibung von Narzissmus fand ich auch sehr interessant und hat mich auch berührt:
zum Glück hast du inzwischen begriffen, was mit deinem Vater los ist und bist nicht mehr "Produkt" seiner Gehirnwäsche. Mein Vater ist leider auch so (oder so ähnlich). Abwertungen, Manipulation, emotionale Erpressung, Wutausbrüche, ... das war alles total normal für mich. Irgendwann war ich schwerst depressiv, kam in eine Klinik und das war der Beginn des Heilungsprozesses.
Ich habe mich auch sehr viel mit der Theorie dazu beschäftigt. Ich fand das Buch "der narzisstische Vater" sehr aufschlussreich. Was mir letztendlich aber am meisten geholfen hat und immer noch hilft - und das dauert Jahre - ist eine gute Therapie und Menschen in meinem Leben, die anders sind als das was ich von damals kenne. Vor allem in dem mir zugewandten und liebevollen Blick meiner Therapeutin konnte ich ein neues Selbstbild entwickeln. Sie war aber nicht nur milde, sie hat mich auch darauf hingewiesen, wenn mein Verhalten fragwürdig war. Aber nie mit dieser Abscheu, die ich von meinem Vater gewohnt war. Letztendlich braucht es dazu Zeit, Erfahrungen und Menschen, die einen begleiten. Es ist ein riesen Haufen Arbeit und ich glaube ohne einen positiven Spiegel durch einen anderen geschulten, reifen und liebevollen Menschen ist es kaum zu schaffen. Ein Buch kann das nicht. Daher hat es mir auch sehr geholfen, dass meine Therapeutin älter war. Sie hat etwas nachgeholt, das meine Eltern nicht konnten. Dafür bin ich sehr dankbar. Vielleicht findest du ja jemand für dich passenden, der mit dir diesen Weg geht.
Zu meinem Vater habe ich kaum Kontakt. Aber inzwischen ist sporadischer Kontakt für mich möglich, da ich ihn immer mehr als das wahrnehmen kann was er ist: kindisch, unsicher und beschränkt. Trotzdem bleibt das A und O: Grenzen, Grenzen, Grenzen!
Wünsch dir ganz viel Kraft und lass dich nicht verunsichern! In unserer Gesellschaft wird es ja auch oft als komisch angesehen, wenn der Kontakt zu den Eltern schlecht ist. Letztens meinte ein Bekannter zu mir "Verzeih deinem Vater." Solche Sprüche dürfen einen nicht ins Wanken bringen.
Diese Beschreibung von Narzissmus fand ich auch sehr interessant und hat mich auch berührt:
14. NARZISSMUS: DAS FALSCHE UND DAS WAHRE SELBST | Dr. Klaus Sejkora
Dynamik und Diagnose des pathologischen Narzissmus Vortrag auf dem Psychotherapietag ‚Borderline und Narzissmus – Aspekte und Sichtweisen‘ Institut INITA Hannover, Februar 2010 Et maintenant que vais je faire De tout ce temps que sera ma vie De tous ces gens qui m'indiffèrent Maintenant que tu...
www.klaus-sejkora.at