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Narzisstische Eltern verarbeiten

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 124556
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G

Gelöscht 124556

Gast
Tach.

Ich will gar nicht so sehr auf die genauen Umstände eingehen (es ist zu viel passiert um das in einem Beitrag zusammenzufassen). Es hat sich für mich nun nach vielen Jahren endgültig bestätigt, dass sich mein Vater als unfehlbar sieht und selbst seine schlimmsten Fehler so hindrehen kann, dass ich im Prinzip daran Schuld bin und daran hätte wachsen müssen (und er daher alles richtig gemacht hat, ich habe nur falsch reagiert). Er sieht keinerlei Anteil an seinem Handeln und ich soll die Vergangenheit jetzt endlich einfach mal vergessen, was unmöglich ist, da sich sein Verhalten immer wieder und wieder wiederholt, was nicht tragbar ist.

Er erwartet von mir, dass ich aufhöre so dumme Gefühle zu haben und endlich mal rational denke. Erkläre ich ihm, dass ich mich nicht mehr gerne mit ihm unterhalte, weil er sofort alles tut damit ich mich schlecht fühle, dann begründet er das damit, dass man auch mal über unangenehme Sachen reden können muss. Das Ding ist: Er will immer nur über Sachen reden, die mir unangenehm sind und das ständig. Er kann mich keine fünf Minuten lächeln sehen, das muss er sofort zerstören. Diese Kritik erträgt er nicht. Habe ich meine drei Sätze gesagt, folgt daraufhin ein 30-minütiger Monolog von ihm, in dem er mich darüber aufklärt, wie ich mein Leben zu leben habe. Das nennt er dann ein gutes Gespräch.

Kurzum, er lässt mir gar keine andere Wahl, als mich abzuwenden und den Kontakt zu minimieren, eventuell abzubrechen. Ich habe keine Erwartungen, dass er sich noch einmal ändert. Dafür ist seine verzerrte Selbstwahrnehmung viel zu krass. Rational betrachtet ist das die einzige Lösung, um mich von dieser seelischen Folter zu befreien.

Ich weiß nicht, wie ich das verarbeiten soll. Ja, rational weiß ich, dass sein Verhalten nichts mit mir zu tun hat und er selbst eine instabile Psyche hat. Aber in mir drin bin ich trotzdem verletzt, fühle mich ungeliebt und irgendwie wie ein Werkzeug für sein eigenes Ego. Mit Therapeuten hatte ich bisher nicht so ein großes Glück, was auch daher kommt, dass ich durch seine Erziehungsmethode sehr sehr schwer meine Gefühle und Erlebnisse formulieren und anderen Menschen zugänglich machen kann. Kennt eventuell jemand ein Buch oder einen Kurs oder irgendwas anderes, das mir da weiterhelfen kann? Mit Narzissmus an sich habe ich mich bereits beschäftigt, es soll jetzt endlich mal um mich gehen...
 
Bei solch einem Vater kannst du dich nur distanzieren und sein Gerede nicht ernst nehmen.

Seine Art wird mit seiner Kindheit und schwierigen Elternbeziehung im Zusammenhang stehen.

Viele Eltern können nicht ihre Anteile an Konflikten erkennen und geben nur ihren Kindern die Schuld.

Es bringt dann nichts mit den Eltern weiter zu reden.

Versuche andere Bezugspersonen zu finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
habe ja selbst eine recht spezielle Mutter. Geholfen hat mir der völlige Kontaktabbruch. Wäre das für dich eine Option?
Mit dem Narzissmusbegriff wäre ich vorsichtig. Eine solche Störung liegt bei den wenigsten vor. Es ist ein Modebegriff geworden, um Menschen schnell mal in eine Schublade zu stecken. Das führt nur in die Irre, ebenso wie viele andere schnell herbeigezauberten Persönlichkeitsstörungen.
Er hat vielleicht gewisse Anteile. Aber egal, was es ist, er tut dir nicht gut. Ich bin ein Befürworter des miteinander Reden, wenn es Konflikte gibt. Wenn Reden nicht hilft, stelle den Kontakt zu ihm ein. Aufrichtige Antworten brauchst du von solchen Menschen nicht erwarten, auch wenn ich diesen Wunsch mehr als gut verstehe.
 
Bei mir war´s das Buch
Entdecke das Kind in dir - und werde erwachsen: Schritte zu einer reifen Persönlichkeit

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Versöhnung mit deiner Biographie / Heile Persönlichkeit - Heile Beziehungen

beim Team-F
Die Bennenung der Seminare hat sich etwas geändert.

 
Hallo,
habe ja selbst eine recht spezielle Mutter. Geholfen hat mir der völlige Kontaktabbruch. Wäre das für dich eine Option?
Mit dem Narzissmusbegriff wäre ich vorsichtig. Eine solche Störung liegt bei den wenigsten vor. Es ist ein Modebegriff geworden, um Menschen schnell mal in eine Schublade zu stecken. Das führt nur in die Irre, ebenso wie viele andere schnell herbeigezauberten Persönlichkeitsstörungen.
Er hat vielleicht gewisse Anteile. Aber egal, was es ist, er tut dir nicht gut. Ich bin ein Befürworter des miteinander Reden, wenn es Konflikte gibt. Wenn Reden nicht hilft, stelle den Kontakt zu ihm ein. Aufrichtige Antworten brauchst du von solchen Menschen nicht erwarten, auch wenn ich diesen Wunsch mehr als gut verstehe.
Warum soll ich damit vorsichtig sein? Es ist, wie es ist. Er hat null Empathie für niemanden und trampelt über jedermanns Gefühle drüber um seine Ziele zu erreichen. Alle anderen sind dumm, nur er hat den Durchblick, jawoll. Es interessiert mich ehrlich gesagt inzwischen herzlich wenig was genau sein persönliches, psychisches Problem ist, weil er sowieso komplett alles abblockt, was mit Gefühlen zu tun hat. In seinem Kopf ist alles gut, nur bei mir ist alles falsch und ich soll mal zum Psychologen. 🤔

Ich weiß halt nicht wohin mit mir. Meine Familie stirbt weg, meine Freunde haben keine Zeit mehr. Fühl mich langsam ziemlich alleine. Aber ja, wird wohl auf Kontaktabbruch hinauslaufen, was soll man machen... Fu**.
 
Wenn du seine Kindheitsgeschichte kennen würdest...
würdest du ihn vermutlich besser verstehen können.
Du könntest ihm mal zu seiner Kindheit und Elternbeziehung Fragen stellen.

Trotzdem rate ich dir zur Distanz oder zum Kontaktabbruch für eine gewisse Zeit.
 
Tach.

Ich will gar nicht so sehr auf die genauen Umstände eingehen (es ist zu viel passiert um das in einem Beitrag zusammenzufassen). Es hat sich für mich nun nach vielen Jahren endgültig bestätigt, dass sich mein Vater als unfehlbar sieht und selbst seine schlimmsten Fehler so hindrehen kann, dass ich im Prinzip daran Schuld bin und daran hätte wachsen müssen (und er daher alles richtig gemacht hat, ich habe nur falsch reagiert). Er sieht keinerlei Anteil an seinem Handeln und ich soll die Vergangenheit jetzt endlich einfach mal vergessen, was unmöglich ist, da sich sein Verhalten immer wieder und wieder wiederholt, was nicht tragbar ist.

Er erwartet von mir, dass ich aufhöre so dumme Gefühle zu haben und endlich mal rational denke. Erkläre ich ihm, dass ich mich nicht mehr gerne mit ihm unterhalte, weil er sofort alles tut damit ich mich schlecht fühle, dann begründet er das damit, dass man auch mal über unangenehme Sachen reden können muss. Das Ding ist: Er will immer nur über Sachen reden, die mir unangenehm sind und das ständig. Er kann mich keine fünf Minuten lächeln sehen, das muss er sofort zerstören. Diese Kritik erträgt er nicht. Habe ich meine drei Sätze gesagt, folgt daraufhin ein 30-minütiger Monolog von ihm, in dem er mich darüber aufklärt, wie ich mein Leben zu leben habe. Das nennt er dann ein gutes Gespräch.

Kurzum, er lässt mir gar keine andere Wahl, als mich abzuwenden und den Kontakt zu minimieren, eventuell abzubrechen. Ich habe keine Erwartungen, dass er sich noch einmal ändert. Dafür ist seine verzerrte Selbstwahrnehmung viel zu krass. Rational betrachtet ist das die einzige Lösung, um mich von dieser seelischen Folter zu befreien.

Ich weiß nicht, wie ich das verarbeiten soll. Ja, rational weiß ich, dass sein Verhalten nichts mit mir zu tun hat und er selbst eine instabile Psyche hat. Aber in mir drin bin ich trotzdem verletzt, fühle mich ungeliebt und irgendwie wie ein Werkzeug für sein eigenes Ego. Mit Therapeuten hatte ich bisher nicht so ein großes Glück, was auch daher kommt, dass ich durch seine Erziehungsmethode sehr sehr schwer meine Gefühle und Erlebnisse formulieren und anderen Menschen zugänglich machen kann. Kennt eventuell jemand ein Buch oder einen Kurs oder irgendwas anderes, das mir da weiterhelfen kann? Mit Narzissmus an sich habe ich mich bereits beschäftigt, es soll jetzt endlich mal um mich gehen...

Ich finde tatsächlich "das Kind in dir muss Heimat finden" von Stefanie Stahl gut. Sie erfindet das Rad nicht neu, aber sie erklärt alles sehr anschaulich und mit ihren Übungen kann man gut arbeiten. Sie hat auch ein Onlineseminar dazu.
Ich würde übrigens erst zum Taschenbuch raten. Dort werden die Zusammenhänge in mehr Tiefe erklärt. Das fehlte mir beim Arbeitsbuch.
Gut möglich, dass dir das hilft, das Erlebte besser in Worte zu fassen, was eine erneute Therapie ermöglichen würde.
Allerdings finde ich, dass du die Situationen hier gut genug beschreibst, um sie auch in einer Therapie aufarbeiten zu können. Ich wünsche Dir jedenfalls, dass du einen guten Therapeuten eines Tages finden wirst, der dich begleiten kann
 
zitat TE
Ich weiß halt nicht wohin mit mir. Meine Familie stirbt weg, meine Freunde haben keine Zeit mehr. Fühl mich langsam ziemlich alleine. Aber ja, wird wohl auf Kontaktabbruch hinauslaufen
Zitat Ende

Dr.Johanna Haarer hat für mich fragwürdige Erziehungsmethoden befürwortet.
Das Standardwerk , wenn vor 50 Jahren jemand fragte, war sozusagen immer noch das dieser Frau die es im Jahre 1934 schrieb, sehr zum Gefallen der damaligen Regierung.
Egal in welche Buchhandlung man ging, über Kinderpsychologie gabs nix oder so gut wie nix und jede Schule jedes Kurikulum orientierte sich an Thesen dieser .....Frau Haarer.

Wenn nun Eltern für Kinder nicht begreifbare Erziehungsvarianten nicht zu erklären in der Lage sind, die sie aber für richtig halten, so muss Dir klar sein, hinterfragen ist Dir gestattet, aber war es Deinem Vater wohl nicht.
Ich würde Dir raten - dieses Kindererziehungsbuch zu lesen, dann erfährst Du wahrscheinlich sehr viel über zugrunde liegende Strukturen Deinen Vater betreffend.

Mich wundert es immer wieder, warum man den Müll nicht abgeschafft hat - also diese Erziehungsalternative ist heute strafrechtlich verfolgbar - aber wie gesagt reichte bis in die 80 ziger 90ziger noch tief in die Erziehung der Kinder....
Du kennst bestimmt so Sprüche wie ...." Indianer kennen keinen Schmerz " oder " Kinder , wenn sie schreien, ist das gesund für die Lungen "
das vor die Türe stellen ( ausgrenzen ) sogar im Unterricht, alles so komische Verhaltensweisen, den Kindern Abends bei der zu Bett Geschichte mal was trauriges erzählen, damit sie sich in den Schlaf weinen und lauter so Nettigkeiten , viele Leute die erst dachten - meine Eltern hassen mich - anders lässt sich ihr Verhalten nicht erklären, haben festgestellt, die Leute sind dem Gedankengut der Frau auf den Leim gegangen, ohne es zu wissen, so auch die Eltern , was dann von Verdrängungstaktik gefolgt , nach erkennen des Fehlers, der ja keiner war - denn damals hielt man es für richtig ...., dazu führt, das die Eltern schweigen.

Sieht man das aber mal aus deren Perspektive - und die erkennt man , wenn man sich die paar Seiten mal zu Gemüte führt, oft schnell, dann sollte man vielleicht den Eltern nicht charakterlich die Schuld geben, sondern muss einsehen, das die bildungstechnisch und empfehlungstechnisch auf einem ganz anderen Level waren.
Manchmal versteht man sie dann besser - kaufs Dir aber nicht lesen geht auch online, es lohnt sich nämlich nicht für so etwas Geld auszugeben.

Hättest Du vor Jahren nach Hilfe in der Kindererziehung gefragt - hätten sozusagen alle Anlaufstellen Gedankengut von der befürwortet meist ohne zu wissen, das es auf die Haarer zurück geht....
 
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