Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Nähe und Distanz

Andere allerdings verlieben sich auch in so einem Fall schnell wieder neu. Da sind Menschen doch verschieden.
Ja, Menschen sind verschieden, aber das begründet nicht alles. Nach dem Krebstod eines Partners so schnell vom Verlieben zu sprechen ist kein Anzeichen für eine abgeschlossene Trauerarbeit.
Ich werde die Postings nicht tiefer analysieren, weil ich violina nicht bloßstellen möchte, aber es spricht einiges dafür, dass hier noch viel zu bewältigen ist. Was ich absolut verständlich finde.
 
@Kaktus_5674 Gerade bei Krebs hat man doch meist einige Zeit Abschied zu nehmen, bevor derjenige stirbt.
Das mit dem Verlieben ist vielleicht auch etwas unglücklich formuliert in diesem Zusammenhang? Sie hat ein bisschen geschwärmt. Ja, darf man sich denn nicht von seiner Trauer ablenken, wieder auf andere Gedanken kommen? Das ist doch auch Trauerarbeit.
Da gibt es doch keine festgeschriebenen Gesetze, das sollte jeder individuell gestalten können, finde ich. Es ist ja schon schwer genug, einen geliebten Menschen zu verlieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Kaktus_5674
Ich finde du pathologisierst violina damit zu sehr.
Warum sollte man sich nicht in einen jüngeren Menschen verlieben, auch in der Konstellation, dass die Frau älter ist. Das sind doch alles Erwachsene.
Und ja, auch Menschen, die klassische Musik mögen, machen, können sich danebenbenehmen.
Und violina sagt doch, sie hätte schon einen emotionalen Abstand hergestellt.
Aber das, was sie schreibt, sie fühlt, dass der Leiter ihr körperlich zu nahe kommt, das kann und muss man ernstnehmen, finde ich. Da kann sie doch freundlich aber bestimmt um Abstand bitten. Warum sollte das eskalieren? Verstehe ich nicht.

Natürlich ist es eine Gratwanderung, wenn man dem anderen nicht das Gefühl geben möchte, Empfindungen "nicht ernst zu nehmen"; vor allem, weil man sich ja auch nicht wirklich kennt. Hier verdichten sich aber die Hinweise darauf, dass der Leiter eher aus allen Wolken fallen würde, könnte er diese Texte lesen.
 
Pathologisch finde ich jetzt allerdings auch ein hartes Wort und möchte mir das nicht auf die Fahne schreiben lassen.
Die Gruppentherapeutin hat damals zu mir gesagt, ich kann fühlen was ich will, solange mir klar ist, dass ich nicht alles davon nach außen ausagieren kann. Und das war mir immer klar und ich habe es auch immer so eingehalten.
Am Anfang hätte ich es ohne diese starke Verliebtheit oder Schwärmerei auch nicht überlebt, da es das einzige war, in Kombination auch mit der Musik, das überhaupt innerlich eine Spur von Licht und Wärme in mein Leben gebracht hat.
Daran habe ich mich festgeklammert.
Allmählich finde ich auch wieder andere Möglichkeiten, mich mal zu freuen, und ich werde wieder unabhängiger von diesem Setting. Von vormals 100 Prozent bin ich auf jetzt vielleicht 30 Prozent in meiner Schwärmerei gesunken, ich finde das ist schon ein Fortschritt.
Eine Fixierung war/ist es auf jeden Fall gewesen und ich arbeite sehr daran, mich da wieder breiter aufzustellen und auch mit ganz gutem Erfolg.
 
Natürlich ist es eine Gratwanderung, wenn man dem anderen nicht das Gefühl geben möchte, Empfindungen "nicht ernst zu nehmen"; vor allem, weil man sich ja auch nicht wirklich kennt. Hier verdichten sich aber die Hinweise darauf, dass der Leiter eher aus allen Wolken fallen würde, könnte er diese Texte lesen.
Ach, ich glaube, das hat er schon alles ganz gut gemerkt. Ich konnte das nie gut verbergen. Ich war oft sehr verlegen ihm gegenüber oder wurde rot, das war glaube ich nicht so schwer zu erkennen.
Es ist ja auch egal. Ich konnte ja fühlen, was ich will, solange ich es nicht irgendwie ausagieren. Das hat auch meine Therapeutin damals gesagt. Und das habe ich nie.
Ist jetzt alles auch nicht mehr so dringend, nur mit dem gefühlten zu nah konnte ich doch nicht recht umgehen.
Ich wurde übrigens heute von einem netten Mann aus dem beruflichen Kontext zum Kaffee eingeladen, das war ganz nett.
Er ist sogar etwas älter als ich.
Glaube aber doch eher nicht, das was draus wird, ich bin noch gar nicht so weit. Ich muss innerlich noch sehr viel Abschied nehmen. Das fällt mir richtig schwer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach allem was passiert ist?
Natürlich, violinas Partner ist gestorben. Das braucht eine gewisse Trauerphase. Andere allerdings verlieben sich auch in so einem Fall schnell wieder neu. Da sind Menschen doch verschieden.
Dann hatte sie sich verliebt, aber aufgrund der Umstände davon Abstand genommen. Der Leiter hat das mitbekommen und nimmt wenig Rücksicht. Er sollte in diesem Fall doch auch eine gesunde Distanz wahren?
Nun fordert violina diese Distanz für sich ein. Finde ich gut, @violina ! Das wird schon.
Ich sehe da nichts Pathologisches, tut mir leid.

Dankeschön!
 
Danke auf jeden Fall für alle eure Gedanken, ich denke in jedem Gedanken steckt auch etwas Wahres drin. Ich werde über alles nachdenken.
Sowieso muss ich die Gruppentherapie noch mindestens zwei Jahre machen, das sagte mir heute die Therapeutin.
Seufz
 
Ach, ich glaube, das hat er schon alles ganz gut gemerkt. Ich konnte das nie gut verbergen.

Nein, er weiß nichts davon. Er weiß es nicht, weil es ihm gar nicht in den Sinn kommt. Er kann auch keine Gedanken lesen. Er ist einfach nur jemand, der eine Orchesterprobe unter beengten Bedingungen leitet.
Alles andere, diese ganze Achterbahnfahrt, ist deine Gefühlswelt. Die sei dir unbenommen, aber sie darf nicht dazu führen, dass anderen Menschen etwas unterstellt wird.

In diesem Sinne, ich wünsche dir alles Gute!
 
Nein, er weiß nichts davon. Er weiß es nicht, weil es ihm gar nicht in den Sinn kommt. Er kann auch keine Gedanken lesen. Er ist einfach nur jemand, der eine Orchesterprobe unter beengten Bedingungen leitet.
Alles andere, diese ganze Achterbahnfahrt, ist deine Gefühlswelt. Die sei dir unbenommen, aber sie darf nicht dazu führen, dass anderen Menschen etwas unterstellt wird.

In diesem Sinne, ich wünsche dir alles Gute!
Du warst doch nicht dabei und unterstellst ihm jetzt völlige Blindheit. Wenn jemand in meiner Gegenwart viel rot wird und unsicher, wenn er mir mehr als üblich zufällig über den Weg läuft, dann mache ich mir doch irgendwann meine Gedanken. Oder ich bin total merkbefreit.
 
Nein, er weiß nichts davon. Er weiß es nicht, weil es ihm gar nicht in den Sinn kommt. Er kann auch keine Gedanken lesen. Er ist einfach nur jemand, der eine Orchesterprobe unter beengten Bedingungen leitet.
Alles andere, diese ganze Achterbahnfahrt, ist deine Gefühlswelt. Die sei dir unbenommen, aber sie darf nicht dazu führen, dass anderen Menschen etwas unterstellt wird.

In diesem Sinne, ich wünsche dir alles Gute!
Dankeschön, das wünsche ich dir auch.

Von dem ganzen Ausmaß hat er sicher keine Ahnung.
Vielleicht habe ich ihm innerlich zuviel unterstellt, das kann schon sein.
Ich versuche ja gerade einen klaren Blick auf die Realität zu erlangen.
Dass ich ihm jedenfalls ziemlich egal bin, habe ich mittlerweile auch begriffen.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben