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Nähe und Distanz

Liebe @violina
Du kannst etwas tun. Braucht etwas Mut, aber du darfst dich wehren, wenn jemand in deinen persönlichen Bereich latscht.
Das schuldest du dir.
Fahre einfach mal den Arm aus als Schutz und/oder ducke dich. Musst nicht mal etwas sagen, geht auch nonverbal.
Halte ihn mit deinem Arm auf Distanz. Mache einen Schritt zurück, wenn er die Noten verteilt oder rücke in dem Moment deinen Stuhl zurück.

Ich hatte mal einen Kurs, der hiess "Heilsingen" und die Therapeutin liess uns zu Beginn jeder Stunde die Arme zur Seite ausbreiten und dann einen Kreis um uns ziehen. Sie sagte dann immer: "vergesst nicht, diese Distanz ist euer Geburtsrecht und niemand darf ungefragt in diesen Bereich treten". Das hat mir Eindruck gemacht.
 
A

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Re: Nähe und Distanz
Hallo violina,

schau mal hier:
Nähe und Distanz. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Hallo Enie,
das klingt interessant.
Die letzten Male habe ich mich geduckt oder bin zurück an die Wand ausgewichen, aber das hat sich dann nicht mehr gut angefühlt. Ich hab mich damit von ihm ja wegdrängen lassen. Er sieht ja auch, dass ich da hin.

Vielleicht bleibe ich beim nächsten Mal einfach so, wie ich vorher war. Das wird vielleicht eine Berührung geben, die ich nicht möchte, aber ich habe sie ja nicht veranlasst.
Mit dem Arm und dem Kreis, das finde ich ein gutes Bild. Ich würde gerne meinen Raum irgendwie nach außen deutlich machen.
 
Das stimmt natürlich mit dem Ausweichen. Ich verstehe gut, dass sich das nicht gut anfühlt.
Ich würde dann versuchen einen Schritt mutiger zu sein und dich aktiv nach vorne gehend schützen. Kannst auch "hey" sagen und deinen Arm ausfahren.
Ich verstehe deine Wut sehr gut, die ist total berechtigt.
Es ist respektlos von dem Chorleiter.
 
Beim nächsten Mal weiche ich jedenfalls nicht mehr aus. Mich packt schon wieder die Wut. So ein respektloser Typ!
Und wenn er mich dann anrempelt, sage ich Kannst du bitte aufpassen?
 
Also ich habe ein komisches Gefühl bei der Sache. Speziell wenn man unerwidert in jemanden verliebt ist oder war, hat man schnell das Gefühl, das Gegenüber würde Spielchen mit einem spielen. Häufig lebt der andere aber sein Leben einfach weiter und verschwendet gar nicht viele Gedanken daran.
Schau doch einmal bewusst, ob er nicht auch an anderen dicht vorbei geht. Lässt es vielleicht euer Proberaum gar nicht anders zu, dass man sich manchmal zu nahe kommt? In einer vollen Bahn kann schließlich auch nicht jeder eine Armlänge Abstand halten.
Und wenn du wirklich meinst, dass euer Leiter dich anders behandelt, als alle anderen, dann würde ich das Gespräch mit ihm suchen. Überlege dir vorher zwei prägnante Situationen. Bleibe ruhig, vermeide Beschuldigungen, sei konstruktiv. Also nicht: "Du kommst mir immer so nah und willst mich fertig machen!" Sondern: "Wenn du dich beim Notenausteilen über mich beugst, dann ist mir das zu viel Nähe. Können wir es in Zukunft so machen, dass ich die Noten an die Kollegin vor mir weitergebe?"
Oder zu der Preisverleihung an dich: "Als du diesen Preis an mich verliehen hast, konnte ich das nicht einordnen und habe mich unwohl gefühlt. Kannst du mir erklären, was du damit bezweckt hast?" Wenn er dann z.B. sagt, dass das als Scherz gemeint war, könntest du sagen: "OK, ich verstehe, es war von dir nicht böse gemeint. Aber ich stehe nicht so gern im Mittelpunkt solcher Aktionen und mir wäre es lieber, wenn du so etwas nicht mit mir machst."
Auf die Art hättest du klare Grenzen gezogen, hättest deine Bedürfnisse formuliert.
 
Hallo,
ja, ich verstehe, was du meinst.
Er macht sich bestimmt viel weniger Gedanken über mich als ich über ihn.
Tatsächlich ist der Probenraum eher eng und ich komme auch mit anderen Leute ins Gehege. Aber irgendwie bleibt da trotzdem noch ein Rest Abstand und bei ihm gefühlt gar nicht.
Ich werde morgen mal darauf achten, wie er an anderen vorbeigeht.
Ich bin schon bereit, auch meine Sicht zu korrigieren.
Ich muss aber sagen, dass ich gefühlsmäßig jetzt bereits ein paar mal den Eindruck von starker Bedrängung hatte. Ich glaube, dass das auch nicht von nichts kommt.
Ihn dazu anzusprechen, das werde ich wohl eher nicht hinbekommen.
 
Er macht sich bestimmt viel weniger Gedanken über mich als ich über ihn.
Das denke ich nämlich auch. Du sagst, du bist 50, er ist 30, hat Beruf, Familie und leitet ein Orchester. Er wird dich als Mitglied der Gruppe wahrnehmen, aber das war es dann auch. Mehr Platz nimmst du in seiner Welt nicht ein und das ist gut so.
Wie steht es eigentlich aktuell um deine Gefühle für ihn? Du sagst, du warst verliebt, das verschwindet nicht von heute auf morgen. Bei unerwiderter Liebe brauchen viele Menschen erst einmal Abstand. Kann es auch sein, dass du ihn deswegen räumlich auf Abstand halten möchtest, weil du mental keinen Abstand hast?
 
Ach, einen Teil von ihm mag ich irgendwie immer noch sehr, aber er war auch zwei- oder dreimal so stark verletzend zu mir, bzw. so hat es sich jedenfalls angefühlt, zum Beispiel mit diesem bescheuerten Preis, das hat mir sehr wehgetan, dass ich auch ehrlich mittlerweile denke, er würde mich auch ganz schön verletzen können, wenn ich jünger und hübscher wäre und wir irgendwie zusammen wären. Deshalb hält ein Teil von mir auch wirklich Abstand zu ihm, um diese Schmerzen zu vermeiden.
Er ist ja dann ein Mensch, der auch starke Verletzungen zufügen kann und auch zufügt, und da wäre ich dann auch gar nicht gut aufgehoben.
Ich hätte mich vielleicht für ihn interessieren können, bevor ich meinen Freund, der leider verstorben ist, kennen gelernt habe. Irgendwie ist es, als ob ich nochmal in diese Zeit zurück springe und versuche da anzuknüpfen.
 
Ich weiß nicht warum. Vielleicht weil das Ende so schlimm war. Er konnte nichts dafür.
Er wollte einfach nur leben, mein Liebster, mein Bester, mein großer Schatz.
 

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