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Nachgeben oder fordern?

H3rzwetter

Aktives Mitglied
Wie schon einige wissen, war ich gerade drei Wochen auf der Entzugsstation wegen Alkohol.
Nun hat es bereits in der Klinik angefangen, daß ich mich total kraftlos fühle und nur noch schlafen könnte.
Diesmal ist es auch so, daß ich mich nicht besser fühle ohne Alk, sondern so als wäre eine Stütze für mich weggebrochen.
Nun bin ich in der Tagesklinik und stehe total neben mir, habe Probleme es zu schaffen und teilweise auch wieder Unwohlsein mit Angst.
Heute ist der erste Tag, wo ich nur Zuhause bin und mich erholen könnte, will aber nicht wieder versumpfen und es stellt sich die Frage, ob ich der Kraftlosigkeit nachgeben soll und nichts machen oder mich gegen die Zeichen aufraffen sollte, rausgehen und was aktives mache.
Immerhin hab ich schon mal was produktives erreicht, indem ich meinen monatlichen Bart zurecht gestutzt habe und zufrieden damit bin.
Gleich hole ich mir noch Pizza und darauf freue ich mich immerhin.
 
Hallo,

das klingt doch super! Hole dir erst einmal eine große Pizza und trinke ein Glas Cola dazu. Dann geht es einem doch direkt besser und du kannst neu entscheiden, wie du den restlichen Tag verbringen magst.

Heute ist doch sowieso Vatertag, da darf man es sich doch mal besonders gut gehen lassen?

Diese Kraftlosigkeit kommt daher, weil dein Körper jetzt endlich mal zur Ruhe kommt. Manchmal ist es aber tatsächlich so, dass ausgerechnet dann im Kopf die Unruhe los geht! Dann solltest du dich mit "Kopfarbeit" ablenken. Wenn du für einen ausgedehnten Spaziergang zu kraftlos bist, löse ein Kreuzworträtsel, lerne eine Fremdsprache, spiel ein Instrument oder schaue dir einen interessanten Film an.

LG,
SFX
 
Wenn du eh noch raus willst, um Pizza zu holen, würde ich vorher etwas aktiv sein. Ein Spaziergang im zügigem Tempo vielleich. Danach kannst du ja das Essen geniessen und dann ausruhen.
 
Eine Pizza ist sicher prima, um daheim anzukommen und es sich mal gut gehen zu lassen.

Künftig solltest du aber auf frisches, cleanes Essen achten. Akoholmissbrauch verhindert, dass der Körper Nährstoffe aufnehmen kann. Auch daher kann eine gewisse Kraftlosigkeit kommen.

Auch wäre eine Ausgewogenheit zwischen Aktivität und Ruhe hilfreich. Nur Ausruhen ist kontraproduktiv, nur Action auch.
 
Da ich auch noch aufräumen mußte, habe ich das jetzt erledigt und es tat nicht so gut, habe mich dabei wieder sehr schlapp gefühlt.
Mein Blutdruck und -zucker sind übrigens völlig okay.
Das MRT war unauffällig.
Auf weitere Labor werte warte ich noch.
 
Hey @H3rzwetter , aus dem leben mit chronischen Depressionen, Dysthymie kann ich nur sagen, wenn die Depression richtig durchschlägt, muss ich nachgeben. Geht mir dicke so gerade, ich kann aber noch nicht nachgeben und weiß auch schon, leider, aus Erfahrung, wie bitter sich das noch rächen wird.
Weiter gutes Gelingen Dir.
Bekommst Du Medikamente für die Psyche? Würde ich jetzt an der Stelle als wichtig ansehen.
Alkohol ist ja durchaus auch Selbstbehandlung, wenn natürlich perse fast immer nicht ratsam, und jetzt ganz ohne Behandlung in ein Loch zu fallen, kann doch gefährlich werden.
 
Wir haben in der Tagesklinik ausgemacht, daß ich wieder Abilify nehme, das hatte ich vorher eigenmächtig abgesetzt.
Sagt dir das was?
Das Antidepressivum nehme ich schon zehn Jahre, das muß drin bleiben.
 
Tue das, was dir gut geht, lasse dich von der Tagesklinik nun beraten. Gönne dir was schönes wie heute zum Festtag die Pizza, schaffe dir machbare Ziele und belohne dich dann dafür, aber bitte ohne Alk. Das ist sicher schwer, aber du schaffst das.
 
Wir haben in der Tagesklinik ausgemacht, daß ich wieder Abilify nehme, das hatte ich vorher eigenmächtig abgesetzt.
Sagt dir das was?
Das Antidepressivum nehme ich schon zehn Jahre, das muß drin bleiben.
Ja mir sagt das was.
Eigenmächtig absetzen ist nie gut.
Ich habe 3x so einen Selbstversuch gemacht, weil es mir gut ging.
Das hat sich böse gerächt.
Allerdings sind ADs in Kombi mit Alk gefährlich oder im besseren Fall wirkungslos.
Und das du dich jetzt nicht gut fühlst, ist klar.
Das dauert bestimmt eine ganze Weile, das der Körper sich umstellt, ohne seine Droge auszukommen.
 

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