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Nachbarn-bashing

Baba

Mitglied
Ich stell das mal unter "Sonstiges", da keine Kategorie recht passen will.

Z.Zt. hab ich den Eindruck, auf meiner Stirn steht "Bitte trampeln Sie auf mir herum". Gegenwind von allen Seiten.

Jetzt fangen noch die Nachbarskinder an zu spinnen und wollen nicht mehr mit unserem Sohn spielen (war letztes Jahr kein größeres Problem, obwohl er da erst 2,5 war und von selbst kaum auf Kinder zuging). Jetzt würde er gern mit den andern sein, aber treten wir vor die Tür, ruft es aus allen Richtungen demonstrativ XYZ, komm her, du kannst mitspielen... ABC, spiel mit uns... Nur der Name meines Sohnes fällt nie. Und es kommt auch nie einer auf ihn zu. (Zum Glück gibt es in etwas weiterer Umgebung Kinder, die gern mit ihm spielen und auf die ich ihn versuche hinzulenken. Trotzdem finde ich die Situation sehr belastend.)

Es ist nicht so, dass ich mir das Verhalten nicht erklären könnte, denn ich selbst bin in letzter Zeit oft schlecht drauf, gucke vielleicht was finster, und die Kinder mögen mich grad nicht besonders.

Ich finds nur einfach so gemein, mein Kind drunter leiden zu lassen! (Und nein, er ist überhaupt nicht seltsam, auch nicht seltsam angezogen- ein ganz normaler, freundlicher Dreijähriger).

Gestern hab ich versucht, alles zu ignorieren, meinen Sohn ermuntert, trotzdem speziell auf die 2 Kinder zuzugehen, von denen ich den Eindruck habe, sie mögen ihn. Aber die trauen sich natürlich nicht, das zu zeigen.

Gibts Tipps, wie ich noch damit umgehen könnte?

(Mein Mann sagt übrigens, ich bilde mir das ein -aber er ist nachmittags nicht zu Hause. Ich bin mir sehr sicher, es mir nicht einzubilden.)

Ich bin sehr wütend und auch verletzt.
 
Hm...ich weiß nicht, ob das ein Grund ist, so wütend und verletzt zu sein. Wenn die Kinder etwa im Alter deines Sohnes sind, können sie ihr Verhalten bzw. dessen Wirkung noch gar nicht einschätzen. Vielleicht spielen sie einfach öfter mit den anderen Kindern, kennen diese besser und sind daher natürlich aufgeschlossener als deinem Sohn gegenüber, mit dem sie (vermute ich jetzt) bisher nur selten zu tun hatten.

Außerdem: Selbst wenn es wirklich so wäre, man kann Kinder ja nicht zwingen, mit YX zu spielen. Wenn ihr Kinder kennt, die gerne mit ihm spielen, trefft euch halt weiter mit diesen Kindern. Man muss seine besten Freunde ja nicht zwingend im gleichen Haus haben.
 
Wenn die Kinder etwa im Alter deines Sohnes sind, können sie ihr Verhalten bzw. dessen Wirkung noch gar nicht einschätzen. .

Doch sie können, das glaub ich schon. Sie kennen meinen Kleinen, seit er geboren ist, und da waren sie z.T. selbst erst zwei oder jünger. Auch hatten wir bis jetzt kein schlechtes Verhältnis mit den Nachbarn. Und doch, ich find das schon belastend für meinen Sohn, wenn sich ausgerechnet von den am nächsten wohnenden 4 Parteien alle (!) Kinder komplett von ihm zurückziehen. Das ist halt seine nächste Umgebung, und diese Kinder spielen alle vor unserer Tür (Fußgängerzone, Gärten), denen muss man dann erst mal aus dem Wege gehen.

Ehrlich gesagt, wenn ich beobachten würde, dass meine Kinder ein Kind demonstrativ ausgrenzen, würde ich insofern dagegen arbeiten, dass ich gerade zu diesem Kind besonders freundlich wäre (Mir ist schon klar, dass es nichts bringen würde, als Eltern die Kinder direkt aufzufordern, mit einem bestimmten Kind zu spielen)

Also, was mich ein bisschen schlaucht, ist, dass wir uns bisher als Nachbarn eigentlich gut verstanden, mein Sohn auch in keiner Weise seltsam ist. Ich weiß grade nicht, was es soll.

Ich versuche nun erst mal gelassen zu bleiben und die Hoffnung zu bewahren, dass sich das normalisiert.
 
Nein, einen Konflikt haben wir nicht. Es ist nur so, dass bei den direkten Nachbarn, die uns umgeben, auch die Eltern untereinander befreundet sind. Ich versteh dann schon, dass die Kinder dann auch gut zusammenhalten.

Ich kann nur nicht verstehen, dass das dann sofort in Cliquenbildung ausarten muss, wo andere dann ausgegrenzt werden?

Hat jemand noch eine Idee, wie ich meinem Kind helfen kann ?
 
Dein Kind sollte auf jeden Fall nicht das Gefühl vermittelt bekommen, dass es nur etwas "wert" ist, wenn andere Kinder gern mit ihm spielen. Wenn er in den Kindergarten geht, wird er doch dort sicher viel Kontakt mit anderen Kindern haben. Wenn Du dich dann zu Hause mit ihm beschäftigst, dürfte er sich auch ohne enge Kontakte zu den Nachbarskindern gut aufgehoben fühlen. Ich hab ein bisschen den Eindruck, dass Dir das mit den Nachbarskinder mehr zu schaffen macht als dem Kind. Wenn Du die Sache selber gelassener angehst, wird dein Kind vermutlich auch kein so großes Problem damit haben.

Nebenbei sind Kinder meiner begrenzten Erfahrung nach oft sehr wechselhaft. Sprich, das Kind, das heute noch gar keine Lust hat, mit deinem Sohn zu spielen, findet ihn morgen vielleicht ganz super. Während es den "besten Freund" von heute morgen plötzlich doof findet.
 
Ich hab ein bisschen den Eindruck, dass Dir das mit den Nachbarskinder mehr zu schaffen macht als dem Kind. Wenn Du die Sache selber gelassener angehst, wird dein Kind vermutlich auch kein so großes Problem damit haben.

Hallo Selah, da scheint mir was dran zu sein 🙂

Danke diesmal für diesen entkrampfenden Beitrag. Ich werds beherzigen und versuchen, mit Gelassenheit zu betrachten.
 

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