@Rosner, was Du meinst, ist ein gerichtlich bestellter Betreuer. Es gibt Leute, die das beruflich machen, aber grundsätzlich kann das jederman sein. Die Gerichte sind dankbar für jeden Vorschlag und jede Bewerbung. Eine Ausbildung braucht's dafür nicht. Was bei beruflichen Betreuern Alltag ist: Überlastung. Die haben gar keine Zeit, ständig um ihre Klienten herum zu tanzen (hab' so einen Fall in der Familie, Betreuung 30 min/Woche). Da hilft Dein "Raushalten" relativ wenig.
Viele Grüße
Ich meinte damit eigentlich, dass ich mir auch gar nicht zutraue, mehr zu machen bei dem, als eben die Hausverwaltung/Vermieter zu informieren, dass bei dem was nicht stimmt. Man weiß doch nicht, was bei dem los ist.
Man weiß eben auch nicht, kann er aggressiv werden. Man kann ihn ansprechen, das kann aber auch nach hinten losgehen... Und nein, ich würde nicht soweit gehen, jetzt die Caritas oder wen auch immer zu informieren. Das sehe ich als Nachbar nun wirklich nicht als meine Aufgabe. Das kann man verstehen oder nicht.
Ich kenne das, dass es vom Amt bezahlte "Probewohnungen" gibt für zum Beispiel trockene Alkoholiker, die jetzt versuchen sollen, in einer eigenen Wohnung Fuß zu fassen. Und die haben einen Betreuer, der natürlich für etliche andere Klienten zuständig ist. Und die entscheiden dann, schafft der das, alleine zu leben oder muss er doch wieder raus in ein betreutes Wohnen. Ich habe in Häusern gelebt, wo es solche Wohnungen gab. Ein Typ, wohl auf Drogen, hat sich etliche Male ausgesperrt, daraufhin habe ich mal früh morgens, weil der da im Treppenhaus rumsaß, dann den Hausmeister informiert, der der erste Ansprechpartner bei uns war. Und der muss ja mit der Hausverwaltung Kontakt aufgenommen haben.
Ich hatte auch keine Angst vor dem, habe mich aber geweigert, seine Wohnungsschloss irgendwie mit was zu knacken, was er eigentlich von mir wollte. Schlüsseldienst wollte er nicht. Bei dem gab es auch Ruhestörung, das hat sich aber geklärt, nachdem man ihn darauf angesprochen hat.
Ich habe kein Problem damit, bei sowas den Vermieter zu informieren, wenn einer hilflos rumsitzt, weil er sich aussperrt und nicht mehr in seine Wohnung kommt, aber ihn jetzt nach seinen Problemen fragen, das sehe ich nun wirklich nicht ein.