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Nach Vorstellungsgespräch nur befristetes Angebot - wie absagen

Yosefana

Neues Mitglied
Guten Tag,
ich bin derzeit im öffentlichen Dienst unbefristet beschäftigt seit 2 Jahren.

Da ich mich in einer größeren Behörde besser weiter entwickeln kann habe ich mich hier auch beworben, auf eine Ausschreibung, in der mehrere unbefristete Kräfte gesucht werden. Ich hatte jetzt vor 2 Wochen das Vorstellungsgespräch. Das lief super und ich habe schon das Gefühl gehabt, die nehmen mich.

Jetzt kam der Anruf und man würde mich einstellen, allerdings nur 1 Jahr befristet, klar, man wolle entfristen, usw usw. Erfahrungsgemäß ist das Lotto, das Gehalt ist nicht mehr als jetzt, der Fahrtweg sogar etwas weiter, aber der Inhalt interessanter, wieso ich auch wechseln würde.

Lustigerweise wurde ich im Gespräch gefragt, wieso ich mich nicht jetzt bei meinem aktuellen Arbeitgeber weiter entwickeln würde und ob ich überhaupt Interesse am Weiterbilden intern habe usw. Habe ich - und zwar großes, aber wir sind eine 30 Mann Behörde und da gibt es keine Entwicklungsmöglichkeiten. Und jetzt bietet man mir einen Jahresvertrag befristet an mit heißer Luft, von wegen wird schon entfristet werden. ich hatte schon 2 befristete Verträge, von denen keiner weiter verlängert wurde, das Spiel kenne ich.

Ich möge es mir doch bitte überlegen hieß es auf meine Skepsis. Nun habe ich Frist bis Ende der Woche, zu oder ab zu sagen, natürlich sage ich das ab.

Die Frage ist, wie ich das am Geschicktesten tue, denn so eine Situation hatte ich noch nie und je mehr ich darüber nachdenke, bin ich auch etwas sauer u. enttäuscht, ich habe mich vorbereitet, Urlaub genommen für das Gespräch und dann bekomme ich schon am Anfang was anderes als das, auf das ich mich beworben habe.

Vielleicht könnt ihr mir Tipps geben für eine Absage der Stelle, ohne dass ich mir den Arbeitgeber (größere Behörde) gleich verbrenne, wenn ich mich nochmal auf eine echte unbefristete Stelle bewerben sollte - sofern das überhaupt in Frage kommt, so was trübt auch ein wenig das Vertrauen.
 

Hajooo

Sehr aktives Mitglied
ich bin derzeit im öffentlichen Dienst unbefristet beschäftigt seit 2 Jahren.
Tja,
wenn man halt auf dem hohen Roß sitzt ;):)

Ich würde einfach anrufen und sagen das ich absage, da mir befristet zu unsicher ist.
Wo ist das Problem ?

In der Tat, versuche dich doch vor Ort weiterzubilden.

Musst halt ggf. die Geschäftsstelle wechseln.
Wer weiß, vielleicht wechselt jemand seinerseits, der etwas Riskiofreudiger ist, jemand geht in Mutterschutz, jemand wird länger (schwerer) krank !

Klingt für mich ein wenig bequem.
:)
Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:

Yosefana

Neues Mitglied
Tja,
wenn man halt auf dem hohen Roß sitzt ;):)

Ich würde einfach anrufen und sagen das ich absage, da mir befristet zu unsicher ist.
Wo ist das Problem ?

In der Tat, versuche dich doch vor Ort weiterzubilden.

Musst halt ggf. die Geschäftsstelle wechseln.
Were weiß, vielleicht wechselt jemand seinerseits, der etwas Riskiofreudiger ist, jemand geht in Mutterschutz, jemand wird länger (schwerer) krank !

Klingt für mich ein wenig bequem.
:)
Gruß Hajooo

Bequem, sich nicht verschlechtern zu wollen? Naja, so kann man es auch ausdrücken.

Die Ausschreibung war unbefristet mit einem Anteil an Home Office. Das Home Office wurde jetzt nur bedingt eingeräumt und in Notfällen, und der ursprünglich befristete Vertrag ist jetzt plötzlich 1 Jahr befristet. Man fragt sich natürlich "ok, was kommt als nächstes für eine Überraschung", ich finde meinerseits ,man steigt schon mit einem komischen Gefühl dort ein. Denn im Normallfalle flunkert ja auch der Bewerber nicht das blaue vom Himmel und kommt dann an "hmm ja also ich hab da Blödsinn erzählt, ich bin eigentlich garnicht in einem Arbeitsverhältnis, sondern bereits seit geraumer Zeit arbeitslos, hab ich aber dezent verschwiegen".

Ich finde sowas belastet das Vertrauensverhältnis und erinnert mich etwas an Strombergs Folge, wo er unter falscher Altersangabe die Versicherung wechseln wollte. Nur um gekehrt.
 

Pingunin

Mitglied
Tja,
wenn man halt auf dem hohen Roß sitzt ;):)

Ich würde einfach anrufen und sagen das ich absage, da mir befristet zu unsicher ist.
Wo ist das Problem ?

In der Tat, versuche dich doch vor Ort weiterzubilden.

Musst halt ggf. die Geschäftsstelle wechseln.
Were weiß, vielleicht wechselt jemand seinerseits, der etwas Riskiofreudiger ist, jemand geht in Mutterschutz, jemand wird länger (schwerer) krank !

Klingt für mich ein wenig bequem.
:)
Gruß Hajooo

Mal gesetzt den Fall, er würde diese Stelle annehmen, wieviel Entwicklung meinst du steckt man in eine befristete Jahreskraft und wie hoch sind die Chancen, dass eine solche Kraft großartige Fortbildung- geschweige Karrieremöglichkeiten erhält? Die sind Null.

In der Regel sind befristete Verträge faktisch eine Probezeit, die durchgeht bis zum letzten Arbeitstag, ich würde sowas aus Prinzip nicht mehr annehmen, hatte bereits vor 10 Jahren befristete Verträge, und heute ist 1 Jahr schnell rum, Corona und Co machen den Arbeitsmarkt unsicher. Ich finde es schon makaber, sowas anzubieten und nicht sofort im Gespräch mit sowas rauszurücken oder noch besser, bevor man einen Urlaubstag vergeudet für so einen Mist, hätte man den Bewerber sogar anrufen können, wenn sich wirklich zwischenzeitlich was verändert hätte.

Aber hier ist das glaube ich System, man merkt, dass man keine guten Bewerber mit solchen "Angeboten" bekommt und versucht es dann auf die Tour hintenrum in der Hoffnung, dass er sich vielleicht im aktuellen Job so unwohl fühlt und den Fehler macht, zu wechseln. Das ist nicht weitsichtig gedacht, kommt aber vor. Im öffentlichen Dienst geht es vielen Personalern nur darum, die Stelle zu besetzen und nicht darum, sie vernünftig und ehrlich zu besetzen.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Ich würde an Deiner Stelle mich für die Zusage bedanken und schreiben, dass Du das Angebot leider nicht annehmen kannst, da eine Befristung für Dich nicht in Frage kommt.
Mehr nicht.
... und bitten Dich vorzumerken, soweit eine unbefristete Stelle mit ähnlichem Aufgabeninhalt ausgeschrieben werden sollte.
Damit hebelst Du ein anderweitiges Desinteresse aus und lenkst es klar auf die Befristung.
 

HeartAttack

Aktives Mitglied
Klingt für mich ein wenig bequem.
Eine unbefristete Stelle im ÖD gegen eine befristete im ÖD einzutauschen wäre grds. dumm.

(Im Übrigen ist es zumindest unseriös, wenn nicht sogar ein Rechtsverstoß, eine unbefristete Stelle auszuschreiben und dann nur eine befristete zu vergeben. Kann dir natürlich egal sein, eine befristete Stelle kommt für dich nicht nicht in Betracht, das war's.)
 

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