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Nach Trennung völlig neben sich und "wachgerüttelt" - Therapie überhaupt nötig?

Meine Frau hat insgesamt seit Sonntag 3x gesagt, dass sie sich nicht vorstellen KÖNNTE, dass wir in 2-3 Monaten nicht wieder zusammenfinden würden
Kann ich null nachempfinden, aber Menschen sind wohl unterschiedlich:
Warum spricht sie zuerst die Trennung aus, um sich erst danach Gedanken zu machen, ob ihr als Paar doch noch eine Zukunft habt?
weil sie aktuell einfach die Zeit für sich braucht um sich zu sammeln
Man kann auch erstmal auf räumlich Abstand - zunächst zeitlich befristet - gehen und dann weitersehen.
fragte mich, ob ICH denn jetzt auf die tatsächliche Scheidung hinarbeiten würde, was ich verneint habe.
Ein paar Gedanken dazu:

Das Einreichen der Scheidung kann, wenn ich mich recht erinnere, eh erst gegen Ende des Trennungsjahres erfolgen.

Ein paar Dinge sollte man meiner Meinung/Erfahrung nach trotzdem regeln, unabhängig davon, ob man sich scheiden lassen will oder getrennt sein will ohne Scheidung: Unterlagen sichern und idealerweise woanders aufbewahren. Getrennt wirtschaften (getrennte Konten), auch unabhängig davon, ob beispielsweise jeder einen Anteil der noch gemeinsamen Wohnung bezahlt.

Falls du akuten Gesprächsbedarf hast, könntest du dich z. B. an eine Beratungsstelle wenden - einen Psychologen wirst du nämlich so schnell vermutlich nicht finden, es sei denn, du wärst bereit, ihn aus eigener Tasche zu bezahlen.
 
Kann ich null nachempfinden, aber Menschen sind wohl unterschiedlich:
Warum spricht sie zuerst die Trennung aus, um sich erst danach Gedanken zu machen, ob ihr als Paar doch noch eine Zukunft habt?

Man kann auch erstmal auf räumlich Abstand - zunächst zeitlich befristet - gehen und dann weitersehen.

Ich kenne die Frau seit sehr langer Zeit, sie ist genau so angeschlagen wie ich und hat all ihren Mut zusammensuchen müssen für diese Entscheidung - und ich vermute, aus eigener Erfahrung, dass solche Lebensentscheidenden Veränderungen keiner Norm folgen müssen.

Räumlicher Abstand ist das, was ich zuletzt direkt rausgehört habe. Sollte ich das ansprechen oder diese ungewisse Situation einfach erst einmal runterschlucken und dann abwarten was passiert?
Wir reden ganz normal, es kann auch gelacht werden, unser Alltag hat sich verändert aber wir sind vernünftig ohne Streit (gab es seitdem kein einziges Mal).
 
Ich kenne die Frau seit sehr langer Zeit, sie ist genau so angeschlagen wie ich und hat all ihren Mut zusammensuchen müssen für diese Entscheidung - und ich vermute, aus eigener Erfahrung, dass solche Lebensentscheidenden Veränderungen keiner Norm folgen müssen.
Letzteres wollte ich damit auch nicht ausdrücken....
Räumlicher Abstand ist das, was ich zuletzt direkt rausgehört habe. Sollte ich das ansprechen oder diese ungewisse Situation einfach erst einmal runterschlucken und dann abwarten was passiert?
Was willst du?

Die Frage halte ich für wichtig - du machst den Eindruck, dass du gedanklich/gefühlt eher bei ihr bist.......

Ich finde, du darfst dir auch die Zeit nehmen, die Trennung - die ja noch nicht wirklich vollzogen ist - erstmal sacken zu lassen, ohne sie detailliert an jedem Gedankengang teilhaben zu lassen.

Ich selbst fand es während des Trennungsprozesses hilfreich, meine Gedanken tagebuchähnlich aufzuschreiben.
 
Was willst du?

Ich selbst fand es während des Trennungsprozesses hilfreich, meine Gedanken tagebuchähnlich aufzuschreiben.
ICH will, dass ich ihr zur Seite stehe mit ihren eigenen Problemen und dies nach diesen klärenden Aussprachen der letzten Tage GEMEINSAM , ICH will (und werde) wieder dieser Mensch sein der ich vor nicht allzu langer Zeit ja noch war.
Sollte SIE das aber nicht wollen, so kann ich das akzeptieren - aber die Ungewissheit ist halt extrem belastend um ehrlich zu sein.

Ich habe vor 2 Tagen angefangen Tagebuch zu führen, das ist gut.
 
Wer bzw. wie warst du? Bist du unzufrieden o. ä. mit dir, dass du aktuell nicht der Mensch bist, der du gerne wärst?

Bitte sag Bescheid, falls ich.....hm.....vielleicht zu kritisch oder nachbohrend nachfrage.
Kritisch und nachbohrend stört mich nicht 🙂

Ich bin seit unserem Rückzug aus den USA letztes Jahr sehr unzufrieden in Deutschland, man kann sagen das "meckernde Gemüt der Deutschen" (so habe ich es immer genannt) hat mich angesteckt. Ich hatte extreme Probleme mich an die Mentalität anzupassen, hatten wir vorher mit Menschen in den USA zu tun die ihr Leben in meinen Augen ganz anders und positiver Leben. Das ist natürlich nicht alles, ich habe mich durch diese "Überladung" an Arbeit (ich kann NIE ruhe finden, ich muss mir immer und überall Arbeit suchen) einige eheliche Prioritäten missachtet und meiner Frau, so wurde mir jetzt klar, durchaus eine schlimme Zeit beschert. Wir haben gelacht und Spaß gehabt, aber dann gab es diese Peaks wo ich wohl unausstehlich wurde. So war ich früher nicht, da war ich gedanklich mehr frei und stand zu 100% zu meiner Frau und habe sie auch einfach mal umarmt und Liebe geschenkt...das wurde immer weniger zuletzt, weil ich gedanklich mit anderen eigentlich unwichtigeren Sachen zu tun hatte.

Meine Prioritäten wurden neu gesetzt!
Haben gerade nochmal gesprochen, sie sagt definitiv das sie nur Zeit für sich braucht, um aus einer gewissen "Konditionierung" ausbrechen muss. Sie sagte gerade, dass es aktuell wirklich toll läuft und es ihr weh tut, sie die Zeit aber braucht.
 
Danke!
Ich würde es Montag mal über die 116117 denke ich probieren wollen, habe nur keine Ahnung was ich da am Telefon sagen muss - die werden ja sicherlich nicht diesen Roman hier erzählt bekommen wollen kann ich mir vorstellen.
Meine Frau habe ich vor 10 Jahren in der Klinik begleitet nachdem ich sie auch dort eingeliefert habe, ich denke dafür bin ich noch zu gesund.
Einfach, dass du einen Therapeuten suchst. Den Rest klärt die oder der Therapeut/in dann mit dir.

Klang nach deiner Beschreibung eigentlich nicht so, aber das solltest du einschätzen. Ich meinte nicht die geschlossene, sondern Krisenintervention.
 
Such dir auf jeden Fall irgendjemanden, mit dem du regelmäßig sprechen kannst. Wenn du ADHS diagnostizieren lassen willst, dann such nach einem Psychiater, der darauf spezialisiert ist. Ein Hausarzt wäre aber auch nicht schlecht, denn der kann allgemein weiterhelfen, wenn man nicht weiß, wohin man sich mit bestimmten Problemen wenden kann.
 
Eine Trennung oder ein besonderes Ereignis kann einem schon in eine andere Dimension schleudern. So wie ich dich hier lese bist du eher ein Maker dem alles gelingt und leicht durch's Leben kommt. Davon können andere nur Träumen (mit dem Leben dem alles gelingt).
Je früher man sich einem selber stellt, desto eher kommt man mit Schicksalsschlägen klar. Sich für sich selber Stellen geht nicht von heute auf morgen. Das dauert.
Ein Therapeut ist ja gut und recht. Falls du an einen schlechten (nicht passend zu dir) kommst, kann dich das noch mehr verwirren als zuvor. Überlege also gut ob du das willst. Am besten nimmst du erstmal Urlaub. Dringend, sofort.

Da habe ich noch was von Amis und Deutschen gelesen. Der Ami bezeichnet jeden mal schnell als besten Freund, am nächsten Tag kennt er dich nicht mal mehr.
 
Eine Trennung oder ein besonderes Ereignis kann einem schon in eine andere Dimension schleudern. So wie ich dich hier lese bist du eher ein Maker dem alles gelingt und leicht durch's Leben kommt. Davon können andere nur Träumen (mit dem Leben dem alles gelingt).
Je früher man sich einem selber stellt, desto eher kommt man mit Schicksalsschlägen klar. Sich für sich selber Stellen geht nicht von heute auf morgen. Das dauert.
Ein Therapeut ist ja gut und recht. Falls du an einen schlechten (nicht passend zu dir) kommst, kann dich das noch mehr verwirren als zuvor. Überlege also gut ob du das willst. Am besten nimmst du erstmal Urlaub. Dringend, sofort.

Da habe ich noch was von Amis und Deutschen gelesen. Der Ami bezeichnet jeden mal schnell als besten Freund, am nächsten Tag kennt er dich nicht mal mehr.
Danke für die Worte!
Viele die mich kennen würden das so unterschreiben, mit dem "Macher" und das vieles so "einfach von der Hand" geht...ist aber alles andere als einfach sehr oft.
Ich habe ab übernächste Woche so oder so Urlaub - das wird hoffentlich helfen. Ich dachte, dass jeder Psychologe einem "Helfen" kann, hätte gar nicht in Erwägung gezogen, dass das auch Kontraproduktiv sein könnte.

Und ja, die Amis sind kein Paradebeispiel in dem Fall!
 

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