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Nach Trennung völlig neben sich und "wachgerüttelt" - Therapie überhaupt nötig?

Anonili

Mitglied
Guten Abend,
ich habe überlegt, ob ich mir ein zweites Konto hier anlegen soll - oder ob ich einfach "frei raus" schreibe mit den vorigen Beiträgen die sichtbar sind...eigentlich ist es mir jetzt egal.

Ich befinde mich seit einigen Tagen in einer Trennung nach einer 14 Jährigen Beziehung und fast 13 Jahren Ehe.
Mittwoch den 04.03.26 ist etwas passiert und es gab eine Aussprache, die mein Leben verändert hat: Ich konnte sehen und es "greifen", wieso meine Frau die Trennung möchte...und verstehe es quasi komplett! So einen "Augenöffner" habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt, und ich bin schon seit diesem Tag, seit diesem Gespräch ein anderer Mensch und merke das auch jeden Tag und werde daran arbeiten. Beispiel: In meinen 34 Lebensjahren habe ich mich noch niemals einem Menschen so anvertraut, dass ich über meine tatsächlichen Gefühle gesprochen habe bzw. es konnte (wenige Ausnahmen bilden meine Frau, aber auch die hat nur einen Bruchteil meiner eigenen Probleme erfahren).
Seit diesem besagten Mittwoch habe ich einfach gesprochen, mit Freunden und Familie - und es war eine riesen Erleichterung. Ich habe meinem Chef von der Trennung (über MS Teams) erzählt und angefangen zu weinen, normalerweise hätte ich hier die Kündigung wegen dieser "Peinlichkeit" eingereicht, aber ich habe erfahren wie menschlich sein Gegenüber sein kann und wie verständnisvoll).
So viel Klarheit habe ich selten erlebt, aber das macht mich gleichzeitig auch noch weiter fertig, denn ich falle gerade Abends und in bestimmten Situationen in ein so tiefes Loch, dass ich z.B. während der Autofahrt schnell anhalten muss, weil ich keine Luft bekomme oder nichts mehr sehen kann vor Heulerei, dazu steigert sich mein Kopf in die pessimistischsten und negativsten Gedanken über meinen eigenen zukünftigen Lebensweg und die Abwärtsspirale hat gefühlt begonnen.

Akt 2:
Meine Frau, Freunde und Familie sagen seit sie mich kennen, dass ich ja wohl absolut ADHS habe (bei meiner Frau wurde es auch diagnostiziert dieses Jahr, daher sicher auch keine unerwartete Trennung nach vielen Gesprächen mit ihrer Therapeutin).
Ich habe diesen "Vorwurf" immer und überall lächelnd weggeschubst, nicht aus Scham aber einfach, weil ich hierüber nie sprechen wollte. Tatsache ist: Ich benötige keine offizielle Diagnose um zu wissen, dass ich ADHS seit frühester Kindheit habe. Es war immer laut, chaotisch, unstrukturiert und am eigenen Ego wackelnd in meinem Kopf - das habe ich seit diesem Mittwoch auch meinem besten Freund erzählt, was ich in keinem Traum den man haben könnte mir hätte vorstellen können vor diesem Mittwoch.
Ich war immer für mich persönlich stolz auf das, was ich trotz dieser inneren Hürden erreicht habe, denn es hat sich wie ein dauerhafter Marathonlauf angefühlt und es hat mir geschmeichelt, dass Leute meinten, dass bei mir so viele Dinge so einfach aussehen...dabei wurde ich oft an den Rand der Verzweiflung getrieben.

Akt 3:
Seit vielen Jahren habe ich ehrenamtlich mit z.T. toten Kindern und deren Angehörigen zu tun, hier habe ich Einblicke (Akten, Bilder, Videos, Anonyme Nachrichten) in eine andere Welt erhalten und habe seitdem vor allem viel negatives in mich reingesaugt. Wenn ich über mein Ehrenamt kontaktiert werde, dann ist es IMMER Negativ, da gibt es keine positiven Geschichten oder so.
JETZT weiß ich, dass ich mir hier absolut überladen habe psychisch. Ich erinnere mich an meinen "ersten Fall", da war ich wie besessen und Suchtgetrieben nach Dingen her, die man in diesem Leben und mit keiner Behörde dieser Welt hätte erreichen können. Passend zur Trennung jetzt war ein weiterer "Sog" in einen anderen Fall, der mich schon seit Dezember letzten Jahres so tief in Recherche und Gespräche verwickelt hat, dass vor allem meine Frau meine Instabilität ausbaden musste (und ich habe es für Selbstverständlich und normal gehalten) und ich keine Zeit mehr für z.B. eine einfache Umarmung aufgewendet habe. Ich war besessen.
Aufgrund von z.T. Verschwiegenheitserklärungen, Geheimnissen und weil das Thema halt auch ein echter Stimmungskiller ist, habe ich halt niemanden mit dem ich mal hätte reden können...somit blieb mir auch nur wieder "es aufzufressen" (nur war es diesmal keine Entscheidung aufgrund von "nicht-reden-können", sondern eine ganz rationale um auch andere nicht zu belasten).

Jetzt ist fast eine Woche vergangen seit die Trennung ausgesprochen wurde und ich glaube, das Glas ist nun voll. Die Unruhe, Stimmungsschwankungen, negativen Gefühle, Selbsthass und absolute Zukunftsängste und das dauerhafte, non-stop denken an "das was war" rauben mir nicht nur Schlaf, sondern auch Antrieb und Körpergewicht. Ich nehme seitdem enorm ab, da ich so gut wie nichts mehr essen (kann). Dies ist der Tiefpunkt meines Lebens und überschattet den Tod von Vater und anderen Familienangehörigen bei Weitem.

Nun meine Frage👎, an alle die wirklich allen ernstes das alles gelesen haben:

1. Ich habe aktuell nicht einmal einen Hausarzt, bin aber bereit für professionelle Hilfe. Würde ich diese auch bekommen?
Entschuldigt die Formulierung, aber ich weiß nicht wie man sich Hilfe suchen kann (in vielerlei Hinsicht, ich habe ganze Umzüge alleine erledigt ohne auch nur einen einzigen Freund um Hilfe zu bitten, sowas mache ich eigentlich nicht :-D)

2. Zu welchem Arzt mit welcher Fachrichtung müsste man gehen?
 
Mein Beileid!

1.) Ja.

2.) Die Frage ist eher wo du noch einen Platz findest.
Du solltest entweder in die Klinik wegen akuter Krise oder nach Verhaltenstherapie zur Stabilisierung suchen.

Danke!
Ich würde es Montag mal über die 116117 denke ich probieren wollen, habe nur keine Ahnung was ich da am Telefon sagen muss - die werden ja sicherlich nicht diesen Roman hier erzählt bekommen wollen kann ich mir vorstellen.
Meine Frau habe ich vor 10 Jahren in der Klinik begleitet nachdem ich sie auch dort eingeliefert habe, ich denke dafür bin ich noch zu gesund.
 
Guten Abend,
ich habe überlegt, ob ich mir ein zweites Konto hier anlegen soll - oder ob ich einfach "frei raus" schreibe mit den vorigen Beiträgen die sichtbar sind...eigentlich ist es mir jetzt egal.

Ich befinde mich seit einigen Tagen in einer Trennung nach einer 14 Jährigen Beziehung und fast 13 Jahren Ehe.
Mittwoch den 04.03.26 ist etwas passiert und es gab eine Aussprache, die mein Leben verändert hat: Ich konnte sehen und es "greifen", wieso meine Frau die Trennung möchte...und verstehe es quasi komplett! So einen "Augenöffner" habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt, und ich bin schon seit diesem Tag, seit diesem Gespräch ein anderer Mensch und merke das auch jeden Tag und werde daran arbeiten. Beispiel: In meinen 34 Lebensjahren habe ich mich noch niemals einem Menschen so anvertraut, dass ich über meine tatsächlichen Gefühle gesprochen habe bzw. es konnte (wenige Ausnahmen bilden meine Frau, aber auch die hat nur einen Bruchteil meiner eigenen Probleme erfahren).
Seit diesem besagten Mittwoch habe ich einfach gesprochen, mit Freunden und Familie - und es war eine riesen Erleichterung. Ich habe meinem Chef von der Trennung (über MS Teams) erzählt und angefangen zu weinen, normalerweise hätte ich hier die Kündigung wegen dieser "Peinlichkeit" eingereicht, aber ich habe erfahren wie menschlich sein Gegenüber sein kann und wie verständnisvoll).
So viel Klarheit habe ich selten erlebt, aber das macht mich gleichzeitig auch noch weiter fertig, denn ich falle gerade Abends und in bestimmten Situationen in ein so tiefes Loch, dass ich z.B. während der Autofahrt schnell anhalten muss, weil ich keine Luft bekomme oder nichts mehr sehen kann vor Heulerei, dazu steigert sich mein Kopf in die pessimistischsten und negativsten Gedanken über meinen eigenen zukünftigen Lebensweg und die Abwärtsspirale hat gefühlt begonnen.

Akt 2:
Meine Frau, Freunde und Familie sagen seit sie mich kennen, dass ich ja wohl absolut ADHS habe (bei meiner Frau wurde es auch diagnostiziert dieses Jahr, daher sicher auch keine unerwartete Trennung nach vielen Gesprächen mit ihrer Therapeutin).
Ich habe diesen "Vorwurf" immer und überall lächelnd weggeschubst, nicht aus Scham aber einfach, weil ich hierüber nie sprechen wollte. Tatsache ist: Ich benötige keine offizielle Diagnose um zu wissen, dass ich ADHS seit frühester Kindheit habe. Es war immer laut, chaotisch, unstrukturiert und am eigenen Ego wackelnd in meinem Kopf - das habe ich seit diesem Mittwoch auch meinem besten Freund erzählt, was ich in keinem Traum den man haben könnte mir hätte vorstellen können vor diesem Mittwoch.
Ich war immer für mich persönlich stolz auf das, was ich trotz dieser inneren Hürden erreicht habe, denn es hat sich wie ein dauerhafter Marathonlauf angefühlt und es hat mir geschmeichelt, dass Leute meinten, dass bei mir so viele Dinge so einfach aussehen...dabei wurde ich oft an den Rand der Verzweiflung getrieben.

Akt 3:
Seit vielen Jahren habe ich ehrenamtlich mit z.T. toten Kindern und deren Angehörigen zu tun, hier habe ich Einblicke (Akten, Bilder, Videos, Anonyme Nachrichten) in eine andere Welt erhalten und habe seitdem vor allem viel negatives in mich reingesaugt. Wenn ich über mein Ehrenamt kontaktiert werde, dann ist es IMMER Negativ, da gibt es keine positiven Geschichten oder so.
JETZT weiß ich, dass ich mir hier absolut überladen habe psychisch. Ich erinnere mich an meinen "ersten Fall", da war ich wie besessen und Suchtgetrieben nach Dingen her, die man in diesem Leben und mit keiner Behörde dieser Welt hätte erreichen können. Passend zur Trennung jetzt war ein weiterer "Sog" in einen anderen Fall, der mich schon seit Dezember letzten Jahres so tief in Recherche und Gespräche verwickelt hat, dass vor allem meine Frau meine Instabilität ausbaden musste (und ich habe es für Selbstverständlich und normal gehalten) und ich keine Zeit mehr für z.B. eine einfache Umarmung aufgewendet habe. Ich war besessen.
Aufgrund von z.T. Verschwiegenheitserklärungen, Geheimnissen und weil das Thema halt auch ein echter Stimmungskiller ist, habe ich halt niemanden mit dem ich mal hätte reden können...somit blieb mir auch nur wieder "es aufzufressen" (nur war es diesmal keine Entscheidung aufgrund von "nicht-reden-können", sondern eine ganz rationale um auch andere nicht zu belasten).

Jetzt ist fast eine Woche vergangen seit die Trennung ausgesprochen wurde und ich glaube, das Glas ist nun voll. Die Unruhe, Stimmungsschwankungen, negativen Gefühle, Selbsthass und absolute Zukunftsängste und das dauerhafte, non-stop denken an "das was war" rauben mir nicht nur Schlaf, sondern auch Antrieb und Körpergewicht. Ich nehme seitdem enorm ab, da ich so gut wie nichts mehr essen (kann). Dies ist der Tiefpunkt meines Lebens und überschattet den Tod von Vater und anderen Familienangehörigen bei Weitem.

Nun meine Frage👎, an alle die wirklich allen ernstes das alles gelesen haben:

1. Ich habe aktuell nicht einmal einen Hausarzt, bin aber bereit für professionelle Hilfe. Würde ich diese auch bekommen?
Entschuldigt die Formulierung, aber ich weiß nicht wie man sich Hilfe suchen kann (in vielerlei Hinsicht, ich habe ganze Umzüge alleine erledigt ohne auch nur einen einzigen Freund um Hilfe zu bitten, sowas mache ich eigentlich nicht :-D)

2. Zu welchem Arzt mit welcher Fachrichtung müsste man gehen?


Man geht zum Hausarzt schildert sein Problem und der überweist einen dann an den Spezialisten, ganz einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Abend,
ich habe überlegt, ob ich mir ein zweites Konto hier anlegen soll
Das verstieße gegen die Forenregeln und ist überdies unnötig.
Ich konnte sehen und es "greifen", wieso meine Frau die Trennung möchte...und verstehe es quasi komplett! So einen "Augenöffner" habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt, und ich bin schon seit diesem Tag, seit diesem Gespräch ein anderer Mensch und merke das auch jeden Tag und werde daran arbeiten.
Solange du diese Blitzerkenntnis nicht dazu nutzen willst, deine Frau zu beschwatzen und zur Umkehr zu bewegen, ist das doch gut. Erstaunlich, aber gut.
Ich habe aktuell nicht einmal einen Hausarzt, bin aber bereit für professionelle Hilfe.
Wobei konkret soll geholfen werden?
(Oder möchtest du deiner Frau beweisen, dass du jetzt ein ganz anderer bist, der sogar Therapie macht, weil er alles verstandn hat und zu dem sie ruhig zurückkehren kann?)
Überlege dir klar ein mögliches Therapieziel. Welches sollte es sein?
Zu welchem Arzt mit welcher Fachrichtung müsste man gehen?
Das kommt darauf an, was du willst.
Willst du eine ADHS-Diagnostik, dann mach einen Termin bei einem Psychiater aus. Du brauchst keine Überweisung, Versichertenkarte reicht.
Ich würde es Montag mal über die 116117 denke ich probieren wollen, habe nur keine Ahnung was ich da am Telefon sagen muss
Ein absurde Idee. Du brauchst keinen Bereitschaftsarzt.
Wenn du schnell mit einem psychotherapeuten reden willst, buche ein paar Gespräche auf Selbstzahlerbasis.
Ähnlich betroffene Menschen findest du übrigens auch online in Trennungsforen.
Ich wiß nicht, was du von einer Therapie erwartest. Weißt du es?
Jetzt ist fast eine Woche vergangen seit die Trennung ausgesprochen wurde und ich glaube, das Glas ist nun voll. Die Unruhe, Stimmungsschwankungen, negativen Gefühle, Selbsthass und absolute Zukunftsängste und das dauerhafte, non-stop denken an "das was war" rauben mir nicht nur Schlaf, sondern auch Antrieb und Körpergewicht. Ich nehme seitdem enorm ab, da ich so gut wie nichts mehr essen (kann).
Das gehört dazu, wenn man verlassen wird. Falls du irgendwo in deinem Hinterkopf die Hoffnung hegst, deine Ex klönne sich aufgrund deines schlechten Zustandes aus Mitleid und Schuldgefühlen umentscheiden - vergiss es. Das klappt nie.
Du hast binnen einer Woche "enorm abgenommen"?
Dann suche dir einen Allgemeinmediziner in deiner Nähe und lass dich generell mal durchchecken.
Ohne Bereitschaftsdienst. Einfach anrufen oder Termin per Doctolib ausmachen.
Wenn ich über mein Ehrenamt kontaktiert werde, dann ist es IMMER Negativ, da gibt es keine positiven Geschichten oder so.
Dann lege es nieder. Die Welt wird sich dennoch weiterdrehen.
Seit vielen Jahren habe ich ehrenamtlich mit z.T. toten Kindern und deren Angehörigen zu tun, hier habe ich Einblicke (Akten, Bilder, Videos, Anonyme Nachrichten) in eine andere Welt erhalten
Bedenklich, dass Ehrenamtler da so mitmischen dürfen.
Meine Frau, Freunde und Familie sagen seit sie mich kennen, dass ich ja wohl absolut ADHS habe (bei meiner Frau wurde es auch diagnostiziert dieses Jahr, daher sicher auch keine unerwartete Trennung nach vielen Gesprächen mit ihrer Therapeutin).
Die Therapeutin ist verantwortlich dafür, dass deine Ex nicht mehr will?
So viel Klarheit habe ich selten erlebt, aber das macht mich gleichzeitig auch noch weiter fertig, denn ich falle gerade Abends und in bestimmten Situationen in ein so tiefes Loch, dass ich z.B. während der Autofahrt schnell anhalten muss, weil ich keine Luft bekomme oder nichts mehr sehen kann vor Heulerei, dazu steigert sich mein Kopf in die pessimistischsten und negativsten Gedanken über meinen eigenen zukünftigen Lebensweg und die Abwärtsspirale hat gefühlt begonnen.
Es ist nie schön, verlassen zu werden. Ich würde das Geheule aber limitieren und jetzt auch nicht mit meinen Blitzerkenntnissen hausieren gehen. Wenn du solche Zukunftsängste hast, war etwas in der Beziehung sehr ungesund, denn normalerweise sollte ein Mensch auch eigenständig lebensfähig sein.
Ihr habt Kinder, du willst dich sicher weiterhin souverän und gut um sie kümmern. Ihnen alleine schon bist du es schuldig, dich aufzurappeln.

Seit diesem besagten Mittwoch habe ich einfach gesprochen, mit Freunden und Familie - und es war eine riesen Erleichterung. Ich habe meinem Chef von der Trennung (über MS Teams) erzählt und angefangen zu weinen,
Schön, dass du dich erleichtern konntest, aber das sollte nicht zur Gewohnheit werden.
Jetzt ist fast eine Woche vergangen seit die Trennung ausgesprochen wurde und ich glaube, das Glas ist nun voll.
Mittwoch war Trennung, heute ist Sonntag. Trennung verarbeiten braucht Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anonili,
eine Trennung kann sehr schmerzhaft sein. Der Weg zum Hausarzt und eine Überweisung für eine Psychotherapie ist nicht verkehrt. Man kann durchaus auch die 116117 anrufen, dort erhält man zumindest ein Erstgespräch ziemlich schnell.
Medikamente, die angstlösend sind und/oder man besser schlafen kann, können auch helfen,
Mit der Zeit wird es besser, alles Gute
Tom
 
Hallo @Anonili,
es ist nicht schön, dass es Dir so schlecht geht.
Deshalb musst Du jetzt sofort etwas für Dich tun, wie schon andere schreiben.
Der Weg zum Hausarzt sollte der erste Schritt sein.
Hast Du keinen, dann suche Dir einen, zum Beispiel über Doktolip (wurde auch schon geschrieben).
Eine Selbstdiagnose ist nie vernünftig, genauso wie Diagnosen vom Umfeld.
Es gibt nicht den ADHSler, es gibt eine unendliche Zahl von Variationen, letztlich hat jeder, der die offizielle Diagnose hat, sein ADS oder ADHS.
Ich bin selbst diagnostizierter ADHSler.

Ich wünsche Dir alles Gute.
 
ADHSler können halbwegs gut funktionieren, wenn sie das alles beachten, was für sie wichtig ist.

Dazu gehört vielleicht auch, den Ehemann rauszuwerfen, um endlich mal pausieren zu können, bevor man druchdreht.

Lieber Anonili, sicher wird dir gut tun und helfen, wenn du zu jemand gehst, mit dem du deine Gedanken sortieren kannst, dich wieder in die Spur bringen kannst.
Dein derzeitiger Zustand ist ein Akutzustand, der doch nicht ewig anhalten kann, der sich ändern wird.
Dieses Heulen ebbt ab und nachher schaust du auf, es geht weiter.
Es kann sogar sein, dass es einfacher weiter geht, leichter, weniger aufreibend.
Wenn du mit jemanden zusammen lebst, der dich unerträglich findet, dann ist doch für dich besser, den Ring zu verlassen und das Handtuch zu werfen.
Aufgeben, hinwerfen, loslassen, akzeptieren, dass man anders kriegt, als bisher. Wie gesagt, wer weiß, ob das nicht für alle Beteiligten die gesündeste und beste Lösung ist.

Angenommen, du gehst auf Kur, du nimmst eine mehrwöchige Reha in Anspruch, angenommen, dort ist niemand, der dich piekst und mehr verlangt von dir, als geht, angenommen, dort befindet sich der eine oder andere wohltuende Mensch, mit dem du dich austauschen kannst, mit dem du begreifst, so schön kann es sein- man versteht sich, alles ist gut... ich denke da nicht an eine Liebesbeziehung, eher an kameradschaftlich, friedvoller Umgangsweise miteinander. So etwas brauchst du und das Krisen-Ehe-Leben musst du dafür loslassen.

Bei meinem Ex und mir war nach der räumlichen Trennung ein richtiges Aufatmen da, für beide. Wir hatten uns verkeilt, das löste sich. Heute ist ein ganz respektvoller Umgang da, wir sind nach wie vor Teil einer Familiengruppe, nur nicht mehr zusammengesperrt in einem "Zimmer"- jeder hat nun sein eigenes wieder und nett ist es.

Du hast noch so viel nicht erlebt, so viel Schönes noch nie gehabt, das kann sich nun auftun für dich.
 
Vielen Dank an jeden von Euch!
Heute morgen sieht die Welt schon wieder anders aus, das ist halt ein auf- und ab.

@Marisol
Ich danke auch hier für die direkten Kommentare/Antworten!
Tatsächlich, und das meine ich wirklich so, mache ich nichts davon um mit meiner Frau wieder zusammenzufinden, das soll und muss alles für mich sein, weil ich meine eigene Unzufriedenheit als gegeben hingenommen habe und dachte, so fühlt sich halt ein Tag an.
Dies soll auch als Antwort gesehen werden zur Gegenfrage, was ich will. Vermutlich wäre eine ADHS-Diagnose der erste Schritt, meiner Frau ging und geht es seitdem auch besser.

Und nein, die Therapeutin meiner Frau ist natürlich nicht für die Trennung verantwortlich, das kam falsch von mir rüber. Sie war mehr der Anstoß für die Gedanken, ob eine Trennung besser wäre, aufgrund der Gespräche - und das ist auch gut, meiner Frau geht es nun besser und sie kann auch wieder essen und hat diese Last von sich abgeschüttelt.

Natürlich heule ich jetzt hier nicht konstant, ich bin fast weiterhin immer gefasst, es waren/sind dann eher die Momente wo ich gezwungen bin über die Situation zu sprechen...bei meinem Chef musste ich es auch mitteilen, da ich etwas von der Firma gebraucht habe (Finanziell) und es eine konkrete Argumentation geben musste, hat auch geklappt und war wichtig.

Noch zum Abschluss zum Ehrenamt: Ich mache hier definitiv Pause! Und nein, es ist nicht so das ich hier groß "mitmische", wobei auch Medienarbeit dazugehört, aber im Grunde entladen sich Angehörige bei mir und erleichtern sich dadurch, das man dann im Zuge von Medienarbeit und Recherchen sehr viel bis alles an Material zum Fall erhält ist gar nicht so ungewöhnlich.


@Hollunderzweig
Du hast den Kommentar gerade veröffentlich, als ich meinen hier getippt habe - Danke für die Worte.

Ich denke, dass viel Schritt-für-Schritt gemacht werden muss, angefangen mit der Akzeptanz. Das mehrfach erwähnte Gespräch vom Mittwoch, wo ich viel meiner Traurigkeit und Niedergeschlagenheit verloren habe, weil mir klar wurde und ich sehen konnte wie meine Frau mich sieht (negativ), hat fast alles verfliegen lassen - da ging der Fokus einzig und allein auf die Kinder und mein eigenes Leben!
Mein Problem ist vor allem, das habe ich meiner Frau auch gesagt, dass mein Kopf gerne mit Finalentscheidungen arbeitet, also das eine Trennung für immer ohne Rückkehr ist, so habe ich schon immer getickt. Im Leben ansich Optimist, bei sowas wie Bewerbungen, Situationen mit Gewinnchancen generell, jetzt die Trennung bin ich Pessimist.
Meine Frau hat insgesamt seit Sonntag 3x gesagt, dass sie sich nicht vorstellen KÖNNTE, dass wir in 2-3 Monaten nicht wieder zusammenfinden würden, weil sie aktuell einfach die Zeit für sich braucht um sich zu sammeln - am Donnerstag nach allen Gesprächen und "Ruhe" standen wir in der Küche und sie war völlig aufgelöst und fragte mich, ob ICH denn jetzt auf die tatsächliche Scheidung hinarbeiten würde, was ich verneint habe. Dieses "lesen zwischen den Zeilen" und das Implizieren von kleiner Hoffnung macht mich fertig. Wir lieben uns halt wirklich sehr und hatten etwas ganz besonderes, nur habe ich ihr zum Schluss hin ihr eigenes Leben schwer gemacht (und unsere Lebensumstände waren ohnehin chaotisch mit Rückzug aus einem anderen Land etc.).

Deine letzten Zeilen, auch mit deinem Ex, machen tatsächlich Hoffnung auf Besserung und motivieren, danke!
 

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