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Nach langer Studienzeit arbeitslos

Red mit Headhuntern, Personalern, Laborleitern usw., frag jeden um Rat, den du kriegen kannst. Fahr auf entsprechende Messen und red mit den Leuten. Bezahle evtl. einen Job-Coach, um deine Unterlagen und dein Auftreten zu checken. Lies ein Buch von Uta Glaubitz (eins reicht, die Vorgehensweise ist immer dieselbe). Gründe dein eigenes BioTech-Startup, deinen eigenen BioTech-Blog, deine eigene BioTech-Zeitschrift, BioTech-Jobbörse, whatever. Wenn es ein Überangebot gibt und du trotzdem unbedingt in den Bereich willst, dann musst du - bei deinem Lebenslauf - mit irgendwas hervorstechen. Wäre es denkbar, dich im Ausland zu bewerben? Mit der Familie auswandern? Am WE heimkommen? Mehr Ideen hab ich nicht.
 
Jeder bekommt eine Anstellung, wenn er bereit ist selber was zu investieren. Ein Umweg zum Traumjob über einen "niedrigen" Job ist manchmal besser. Besser als arbeitslos.

Das Überangebot von Akademikern ist richtig. Mehr Studenten als Job's. Da sind einige dann leider arbeitslos. Meiner Meinung nach ist das der größte Fehler der Gesellschaft zu glauben, man kann seine Probleme durch ein weiteres Studium lösen. Meist funktioniert es nicht wirklich.
 
Wenn ich nur bis zu einem Bewerbungsgespräch kommen würde. Bisher hat es immer nur Absagen gehagelt. Die meisten meiner Kommilitonen (Also vom zweiten Studium) promovieren, aber für mich ist das kaum eine Option, da ich mittlerweile schon über 30 bin und die Aussicht auf drei oder vier Jahre prekäres Gehalt, viel Arbeit und danach wieder die Unsicherheit einen Job zu finden (eine Promotion ist auch keine Garantie auf einen Job), lassen mich davor zurückschrecken... Ich war mal bei einer Personalvermittlung und die sagten mir, dass es momentan quasi ein Überangebot an Absolventen gäbe, vor allem auch bei Naturwissenschaften...

Da würde ich noch mal deine Bewerbungsunterlagen checken lassen.

Was schreibst du denn zb. in deinem Anschreiben?
 
Vielen Dank für das zahlreichen Zuschriften. Das Problem mit meinem Lebenslauf ist halt die Kombination aus vielen einzelnen Faktoren, die für sich alleine genommen eigentlich nicht so dramatisch sind. Einerseits habe ich ziemlich lange studiert. Klar ist das nicht ideal, aber für sich alleine genommen wäre das noch nicht so schlimm. In beiden Studiengängen, die ich studiert habe, sind die wenigsten genau in der Regelstudienzeit fertig geworden. Einige haben sogar deutlich länger als ich studiert (zumindest in meinem ersten Studiengang) und haben danach trotzdem eine gute Karriere gemacht. Aber ich habe zusätzlich zu meiner langen Studienzeit sehr wenig bzw. fast überhaupt keine praktische Erfahrung. Das ist ein zweiter negativer Punkt, der eigentlich fast noch schlimmer ist als die lange Studienzeit. Der dritte Punkt, der mich quasi richtig reingeritten hat, ist meine lange Zeit im Ausland. Klar, prinzipiell sind Auslandsaufenthalte etwas sehr Positives, aber man muss eben etwas Anständiges bzw. etwas in seinem Fachbereich machen. Dann ist ein Auslandsaufenthalt, besonders auch dann, wenn er nicht in den typischen Ländern stattfindet super. Aber ich habe quasi rumgelungert. Klar habe ich gearbeitet, aber ich habe nicht in meinem Fachbereich gearbeitet sondern Deutsch unterrichtet. In Personalabteilungen kommt so etwas besonders negativ an nach dem Motto:"Erst hat er an der Uni gebummelt und kaum gearbeitet, und anstatt danach möglichst schnell zu arbeiten hat er im Ausland die Seele baumeln lassen" . Wenn man da einen anderen Bewerber zu Hand hat, der 10 Jahre jünger ist (Meistens ist man als Diplom-/Masterabsolvent) so um die 25 Jahre und dazu noch Praxiserfahrung hat, dann macht der ganz klar das Rennen und weil es heute mittlerweile Uni Absolventen, dank immer mehr Studenten, fast wie Sand am Meer gibt, haben die Firmen natürlich diesbezüglich die freie Auswahl und können die Allerbesten einstellen...
 
Hast du schon versucht über einen der großen Dienstleister ... dich vermitteln zu lassen?
Um in große Firmen rein zu kommen, ist es oft nicht die schlechteste Idee, sich über Arbeitnehmerüberlassung Berufspraxis zu holen.
Bei guter Qualifikation, also höherdotierten Job´s, ist das oft die einzige Möglichkeit eine Chance zu bekommen.
 
Hast du schon versucht über einen der großen Dienstleister ... dich vermitteln zu lassen?
Um in große Firmen rein zu kommen, ist es oft nicht die schlechteste Idee, sich über Arbeitnehmerüberlassung Berufspraxis zu holen.
Bei guter Qualifikation, also höherdotierten Job´s, ist das oft die einzige Möglichkeit eine Chance zu bekommen.
Personaldienstleister war ich auch schon. Da hatte ich auch Anfangs wirklich Hoffnung, weil es dort immer hiess "Wir vermitteln 60% unserer Bewerber erfolgreich und bei Ihnen sieht es für diese Stelle gut aus" etc... bla bla bla... Am Ende hat die Vermittlung aber nicht geklappt, und ich bin als Karteileiche geendet... Dann war es mir zu blöd, und ich habe mich nicht weiter darum gekümmert...
 
Ich bewerbe ich prinzipiell auf alles, was ich in meinem Fachbereich kriegen kann... Selbst als Helfer im Labor, bisher leider ohne ein einziges Feedback. Bisher kamen immer nur lediglich Eingangsbestätigungen, aber in der Regel ist das immer ein schlechtes Zeichen, denn es läuft dann so, dass meine Bewerbung unter ferner liefen landet, und nach dem Ende des Auswahlverfahrens erhält man dann eine freundliche Email, wo einem mitgeteilt wird, dass man für diesen Job nicht genommen wurde. Natürlich könnte ich mich auch auf einen völlig unqualifizierten Job bewerben, aber ich empfinde es als sehr deprimierend nach zwei Uniabschlüssen als Ingenieur und Naturwissenschaftler mit Leuten ohne jeglichen Schulabschluss auf der selben Stufe zustehen bzw. vor allem einen Job zu machen, der einen überhaupt nicht interessiert und dementsprechend auch absolut keinen Spass macht...:wein::wein::wein:
 
Wenn ich nur bis zu einem Bewerbungsgespräch kommen würde. Bisher hat es immer nur Absagen gehagelt. Die meisten meiner Kommilitonen (Also vom zweiten Studium) promovieren, aber für mich ist das kaum eine Option, da ich mittlerweile schon über 30 bin und die Aussicht auf drei oder vier Jahre prekäres Gehalt, viel Arbeit und danach wieder die Unsicherheit einen Job zu finden (eine Promotion ist auch keine Garantie auf einen Job), lassen mich davor zurückschrecken... Ich war mal bei einer Personalvermittlung und die sagten mir, dass es momentan quasi ein Überangebot an Absolventen gäbe, vor allem auch bei Naturwissenschaften...
Hat sich schon jemand anders Deine Bewerbung angesehen?
 
Hallo,

danke für die zahlreichen Anregungen. Prinzipiell würde ich mich, wenn alle Stricke reissen, auch auf völlig fachfremde Arbeitsangebote bewerben. Das Problem ist halt, dass man als Ingenieur und Naturwissenschaftler davon kaum wieder los kommt. Ich habe schon eine Zeit lang aus finanziellen Gründen Vollzeit in eine fachfremden Tätigkeit gemacht, aber dann aus Zeitgründen aufgehört, um mich auf meine Masterarbeit zu konzentrieren. Fachlich gesehen hätte ich da aber keinerlei Chance gehabt an eine richtige, meiner Ausbildung entsprechenden Arbeit ranzukommen. Was ich mir gedacht habe ist, dass ich mich auf Hilfsarbeiten im Labor etc. bewerbe, denn dort arbeite dann zwar auch deutlich unterhalb meines Ausbildugnsniveaus, aber ich würde prinzipiell in meinem Fachbereich arbeiten und hätte theoretisch die Chance so an eine richtige, meiner Ausbildung entsprechende Tätigkeit ranzukommen (z.B. durch Aufstieg etc...). Leider gibt es Deutschland (und auch nur in Deutschland) den Begriff "überqualifiziert", so dass ich mit meinen zwei Abschlüssen für solche Arbeiten gar nicht berücksichtigt werde. Zumindest habe ich das immer wieder gehört und seit meiner Bewerbung auf diese Hilfsarbeiten sind jetzt auch wieder mehrere Tage vergangen, ohne dass ich davon etwas gehört hätte. Es kam lediglich eine Eingangsbestätigung. Deshalb befürchte ich, dass meine Bewerbung praktisch irgendwo vergammelt und ich dann nach einigen Wochen eine Absage bekomme... Ich fokussiere mich momentan hauptsächlich auf Arbeitsangebote im Bereich Biotechnologie/Mikrobiologie/Biochemie... Da mein Ingenieurdiplom mittlerweile fast sieben Jahre alt ist zählt das nicht mehr wirklich...
 

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