Vielen Dank für das zahlreichen Zuschriften. Das Problem mit meinem Lebenslauf ist halt die Kombination aus vielen einzelnen Faktoren, die für sich alleine genommen eigentlich nicht so dramatisch sind. Einerseits habe ich ziemlich lange studiert. Klar ist das nicht ideal, aber für sich alleine genommen wäre das noch nicht so schlimm. In beiden Studiengängen, die ich studiert habe, sind die wenigsten genau in der Regelstudienzeit fertig geworden. Einige haben sogar deutlich länger als ich studiert (zumindest in meinem ersten Studiengang) und haben danach trotzdem eine gute Karriere gemacht. Aber ich habe zusätzlich zu meiner langen Studienzeit sehr wenig bzw. fast überhaupt keine praktische Erfahrung. Das ist ein zweiter negativer Punkt, der eigentlich fast noch schlimmer ist als die lange Studienzeit. Der dritte Punkt, der mich quasi richtig reingeritten hat, ist meine lange Zeit im Ausland. Klar, prinzipiell sind Auslandsaufenthalte etwas sehr Positives, aber man muss eben etwas Anständiges bzw. etwas in seinem Fachbereich machen. Dann ist ein Auslandsaufenthalt, besonders auch dann, wenn er nicht in den typischen Ländern stattfindet super. Aber ich habe quasi rumgelungert. Klar habe ich gearbeitet, aber ich habe nicht in meinem Fachbereich gearbeitet sondern Deutsch unterrichtet. In Personalabteilungen kommt so etwas besonders negativ an nach dem Motto:"Erst hat er an der Uni gebummelt und kaum gearbeitet, und anstatt danach möglichst schnell zu arbeiten hat er im Ausland die Seele baumeln lassen" . Wenn man da einen anderen Bewerber zu Hand hat, der 10 Jahre jünger ist (Meistens ist man als Diplom-/Masterabsolvent) so um die 25 Jahre und dazu noch Praxiserfahrung hat, dann macht der ganz klar das Rennen und weil es heute mittlerweile Uni Absolventen, dank immer mehr Studenten, fast wie Sand am Meer gibt, haben die Firmen natürlich diesbezüglich die freie Auswahl und können die Allerbesten einstellen...