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Nach Chemo: Angstzustände!

ralu

Mitglied
Guten Abend liebe Leute.
Normalerweise lässt mich nicht viel verstummen, aber als mir meine Mutter das erzählte, war ich sprachlos...

...Zum zweiten Mal nach seiner ein jährigen Chemo-Therapie fährt mein Vater mit dem Zug zu seinem 7 Stunden entfernten Arbeitsplatz.
Das letzte mal ist er zurückgekommen, weil er sich nicht in seine Wohnung getraut hat!
Vor der Chemo war er alle 2 Wochen ein Wochenende bei uns, während der Chemo jeden Tag! - Viel geschlafen...

Nach seiner Ankunft eben hat er wieder angerufen und gesagt, dass er es nach der Arbeit wahrscheinlich wieder nicht schaffen wird, die Wohnung zu betreten.

Im März ging es uns finanziell einigermaßen gut und nun geht es wieder Bergab. Zeitarbeit!

Wenn er es nicht schafft sich zusammenzureißen und aus diesem Loch wieder rauszukommen wird er seinen Arbeitsplatz verlieren. Davon gehe ich aus!
Die Firma hat ihn schon während seiner Chemo so lange von zuhaus aus arbeiten lassen. Er ist ja auch nicht mehr der jüngste (Mitte 50)!
Da meine Mutter nur halbtags arbeitet werden wir aus Geldnot unser Haus verkaufen müssen.
Ich bin noch Azubi.

Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll...
und ich hoffe ich habe nichts vergessen!
Achso: Zuhause geht es ihm gut. Zumindest sieht es so aus...
 

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Okooy

Aktives Mitglied
Hallo ralu,

wenn er es nicht schafft 'sich zusammen zu reißen'.
Das hört sich ehrlich gesagt ziemlich herzlos an. So als müsse er 'funktionieren' der Rest ist egal.
Er hat gerade eine Chemo hinter sich!? Hat also irgend eine Art von Krebs!?
Meinst du nicht, dass es ihm da schon schlecht genug geht??
Ihr könnt froh sein, dass er überhaupt noch arbeitet.
Wenn ich sowas höre, kommt mir echt die Galle hoch! :mad:

Vielleicht hat er einfach Angst alleine zu sein!?
Es kann auch so mal sein, dass man seinen Job verliert.
Ist es dann plötzlich alles seine Schuld??
Finde ich wirklich nicht fair!
Du hättest dir sicher gewünscht, dass ich dir sage, du hast vollkommen Recht und tritt deinem Vater mal in den Hintern.
Aber so ist es nicht!
Wie wäre es mit etwas mehr Verständnis in solch einer Lage??

FG, Okooy
 

ralu

Mitglied
Hallo ralu,

wenn er es nicht schafft 'sich zusammen zu reißen'.
Das hört sich ehrlich gesagt ziemlich herzlos an. So als müsse er 'funktionieren' der Rest ist egal.
FG, Okooy
Stooop :eek: So habe ich das nicht gemeint, ganz im Gegenteil, wir halten sehr zu ihm und versuchen recht zu machen, was nur geht!!
Das habe ich etwas doof formuliert.

Ja er "hatte" zum 2. mal Krebs, das ist nun aber komplett weg und seine Chemo ist seit kurzem beendet. Seitdem arbeitet er wieder.
EDIT: Leider ist es hier in der Gegend in seinem Alter sehr schwer einen Job zu finden :(
 

ralu

Mitglied
Hallo Ralu,

ich gehe davon aus, dass Dein Vater Krebs hat.

Wir er nicht psychologisch betreut?

Such Dir einen Nebenjob oder Deine Mutter einen Ganztagsjob.
Nabend und danke für die Antworten.

Er hat kein Darmkrebs mehr und die Chemo ist beendet.
Nein er wird nicht psychologisch betreut, er wollte es noch einmal so versuchen. (Hat vom Arzt vor seiner Fahrt eine Spritze bekommen)
Meine Mutter ist auch schon 50 und wird hier und in Umgebung definitiv keinen Job finden.
Das mit dem Nebenjob ist schwer, ich arbeite fast täglich von 10-20 Uhr, ab und an 12-20! Unterschiedlich... :(
 

Okooy

Aktives Mitglied
Naja nun....selbst wenn deine Mutter und dein Vater (falls er mal arbeitslos werden sollte) keinen Job mehr finden.
Mein Onkel war auch Jahre lang krank, hatte Krebs, war Bluter und und und. Er hat schon mit 40 keinen Job mehr gefunden.
Welcher Arbeitgeber will heute schon einen 40 Jährigen, der noch dazu krank ist. Mit Ausfällen ist also zu rechnen!?
Er war, genau wie seine Frau (MS) Frührentner. Außerdem bekommt man im aller größten Notfall in Deutschland ja auch Sozialhilfe.
Diese ist ja für solche Fälle da. ;-)

Ich denke auch, dein Vater sollte sich vielleicht doch psychologisch betreuen lassen.
Denn das ist schon schwer, wenn man 2 Mal Krebs hatte und nicht weiß, ob der nicht irgendwann nochmal kommt.

Mein Onkel hatte erst Darmkrebs und galt dann als geheilt. 2 Jahre später wurde dann der Lungenkrebs entdeckt und kurz drauf, Kehlkopfkrebs.
Ihm mussten Teile von Kiefer und Zunge entfernt werden.
Er hatte fast gar keine Zähne mehr und kam manchmal nicht einmal mehr vor die Tür. =/
Jetzt zum Schluss hatte er dann plötzlich einen Schlaganfall und konnte nicht mehr sprechen etc. Seine Frau nutzte diese 'Chance' und reichte gleich die Scheidung ein. In der schwersten Zeit verlassen!!
Vor kurzem ist er dann gestorben. Ganz alleine! Nicht einmal seine Geschwister oder die eigene Mutter haben ihn besucht.
Nur seine Tochter ab und zu mal.
Er wird nun anonym beerdigt. Es gibt SO traurige Geschichten!
Und es kann einfach jeden treffen.

Deswegen....egal was kommt....lasst euch nicht im Stich! =)

LG, Okooy
 

ralu

Mitglied
Außerdem bekommt man im aller größten Notfall in Deutschland ja auch Sozialhilfe.
Diese ist ja für solche Fälle da. ;-)

LG, Okooy
Hallo Okooy!

Danke für die Antwort! Gibt es die Sozialhilfe nur für einen bestimmten Zeitraum?

Ja das mit der Psychotherapie wäre eine Möglichkeit.
Ist die Frage ob er das auch möchte... naja so ist mein Vater halt :)

Grüße
 

ralu

Mitglied
Hi Ralu,

War er bereits auf einer Kur? Die kann er nämlich beantragen.

Deine Mam könnte versuchen einen Nebenjob zu finden. Solarium, Verkauf - irgendwas.

Den zusätzlichen Druck den "Ernährer" erhalten zu müssen oder verantwortlich für einen Hausverkauf sein zu müssen, stabilisiert Deinen Vater sicherlich nicht besonders.

LG
Cosma
Nein er war bisher auf keiner Kur. Aber auch eine Möglichkeit, danke!

Nebenjob wäre möglich, muss ich fragen.
Da hast du schon recht!

Er hat eben angerufen, aus seiner Wohnung...
...klang laut meiner Mutter sehr traurig, er sagt wenn er arbeitet gehts im gut und nun versucht er zu schlafen und seine "Gedanken kreisen" ständig.
Dieses - Ich möchte nicht allein in der Wohnung sein -

Frührente.. glaube nicht bin mir aber nicht sicher muss ich ebenfalls fragen!

ralu
 

ralu

Mitglied
Die hätte ich auch nach 2x Krebs.

Ich hatte selbst 2005 Krebs und gelte - sofern man das bei Krebs so sagen kann - als geheilt.

Dennoch schleichen sich dann und wann düstere Gedanken ein.

Und Dein Dad hat gerade die zweite Chemo abgeschlossen.

Er muss unter Leute und vielleicht wirklich zu einer Kur und eine SH-Gruppe suchen.

Sich über seine Ängste auszutauschen tut einfach gut.

Er hat eben wieder angerufen und meinte seine Wohnung umgeräumt zu haben und es ginge ihm etwas besser... mh?! okaay?!:confused:
 

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