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Mutter Weihnachten alleine lassen, herzlos?

  • Starter*in Starter*in Sternenkindlein
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Andererseits frage ich mich, ob es in einem Thread von Hilferuf immer angeraten ist, einen Hilfesuchenden mit der Moralkeule förmlich zu erschlagen (so kommen mir einige Beiträge momentan vor)....
Die Frage war halt, ob man das egoistisch und herzlos empfindet. Und da kann man nun nicht nur erwarten, dass das eigene Handeln toll gefunden wird. Hilfe ist nicht nur Zustimmung a la "Du hast alles richtig gemacht." Und manche Sachen sind halt eher moralischer Natur - und diese gehört halt dazu.

Mir jedenfalls geht es so, dass ich mich nicht genügend in die TE hineinfühlen kann, um entscheiden zu können, ob ein "moralisches Versagen" vorliegt, oder ob es anderen Gründe, tiefsitzende Gefühle etc. geben könnte, die das beschriebene Verhalten auslösen. Immerhin thematisiert sie ihre eigenen Bedenken selbst. Jedenfalls würde ich mir persönlich in diesem Thread eine Prise Sachlichkeit ohne Moralisieren wünschen.
Nun, ich sehe moralisch keinen Grund, warum man einerseits die Hand aufhält und sich alles mögliche finanzieren läßt, wenn man nicht bereit ist, dafür auch etwas zu "geben". Und wenn es nur ein paar popelige Std zu Weihnachten sind. Vor allem, wenn man auch noch von sich behauptet, sein Leben sehr christlich zu führen.
Als Christ sollte sie die moralische Keule gegenüber ihrer Mutter auch ganz schnell wieder einpacken und sich nicht selbst als der bessere Mensch hinstellen...
 
Und da kann man nun nicht nur erwarten, dass das eigene Handeln toll gefunden wird. Hilfe ist nicht nur Zustimmung a la "Du hast alles richtig gemacht."

Trotzdem hätte ich persönlich meine kritischen Äußerungen "sachlicher" formuliert, ohne Sätze wie "Und da lebe ich als Atheistin mehr nach den christlichen Werten als du es je tun wirst."

Naja, ist nur meine Sichtweise, sorry fürs Einmischen...
 
Kann man das nicht zusammenbringen, indem man ihr sagt: "Du bist uns am Heiligabend willkommen, aber uns ist das Fest sehr wichtig und wenn du den Abend mit uns verbringen möchtest, dann respektiere bitte, dass wir unserem eigenen Ablauf folgen möchten. Wenn du das tust, dann sei gerne Teil des Ganzen".

Als Christ sollte dir grundsätzlich eigentlich Ostern die größere Bedeutung haben 😉.
 
Warum fühlst du dich in ihrer Nähe unwohl? Wie war deine Beziehung in deiner Kindheit zu ihr?
 
Ich denke, man sollte vielleicht mal grundsätzlich dieses Mutter-Tochter-Verhältnis betrachten. Vielleicht liegt hier eine Art gegenseitiger Abhängigkeit vor.

Die Tochter kann nicht frei sein, weil sie finanziell abhängig ist. Die Mutter steht wegen Missbrauch in der Schuld der Tochter und fühlt sich einsam etc.

Es ist für mich fraglich, ob unter diesen Vorzeichen überhaupt noch ein vernünftiges Zusammenleben oder -finden möglich ist.

Eigentlich kann es unter diesen Vorzeichen nicht zu einer hinreichend guten Feierlichkeit kommen, eher zu "Mord und Totschlag". Den Freund finde ich übrigens auch komisch. Der trennt sich, wenn Du nicht mit ihm feierst? Liegt auch hier vielleicht eine übersteigerte Abhängigkeit zu ihm vor? Hat im Hintergrund die Mutter eine (Teil-)Schuld an Deinem Verhältnis zu Männern (durch Missbrauch?) ....? Viele Fragen.

Relativ normal wäre es, wenn man sich zu Weihnachten "zusammenfinden" könnte. Dabei dürfte es eigentlich keine Rolle spielen, ob man religiös geprägt ist oder nicht. Ich denke auch, dass gerade Christen etwas mehr Toleranz gegenüber Nichtchristen aufbringen können. Aber dieser Fall scheint doch anders gelagert zu sein aufgrund der persönlichen negativen Verquickungen.

Wenn die Mutter nicht am 1. und 2. Weihnachtstag Zeit hat, dann kann man ihr auch einen Termin danach anbieten. Außerdem wäre es vielleicht auch möglich, mit ihr einen Mitternachtsgottesdienst zu besuchen. So was tut normalerweise auch einer Atheistin nicht weh 😉.

Im Ganzen müßte die TE wohl in mancher Hinsicht an ihr selbst arbeiten. Das Verhältnis zu Mutter (und Freund) müßte mal durchdacht werden (vielleicht mithilfe einer professionellen Person).
 
@Darknessgirl:
Naja unser Heiligabend-Ablauf bezieht sich eben auf eine besinnliche Zweisamkeit (die ja auch Sex mit einbezieht). Daher kann ich leider nicht behaupten, dass meine Mutter uns dann willkommen ist.

Als Christ sollte dir grundsätzlich eigentlich Ostern die größere Bedeutung haben .

Hat es vielleicht auch. Aber das kann ich nicht beurteilen, da ich Ostern mit meinem Freund noch nicht zusammen war.
 
@Darknessgirl:
Naja unser Heiligabend-Ablauf bezieht sich eben auf eine besinnliche Zweisamkeit (die ja auch Sex mit einbezieht). Daher kann ich leider nicht behaupten, dass meine Mutter uns dann willkommen ist.

.

??? Also weil ihr an Heiligabend Sex haben möchtet, darf sie nicht mit euch feiern?

Also zu Sex habt ihr noch 364 Tage 24 Stunden dazu Zeit....

Und: dein Freund würde dich verlassen, wenn du nicht mit ihm feiern würdest, sondern mit deiner Mutter?? Gehts noch? Das ist nun aber ein Witz, oder???
 
Ich bin genauso christlich wie mein Freund. Dass heißt wir beten Heiligabend auch zusammen, schenken uns nichts Teures, gehen zusammen in die Kirche, etc. Meine Mutter findet das alles eher befremdlich.
Ich habe von meiner Mutter nur Geld angenommen, weil es zum Einen ja gar nicht ihr Geld ist. Sie war ja selber nie arbeiten, sondern hat sich immer nur reiche Männer gesucht und lebt nun von deren Erbe bzw. den Witwenrenten. Zum anderen ging es mir finanziell aber auch echt dreckig und ich hätte sonst nicht gewusst wie ich meine Rechnungen bezahlen sollte.

Selbstverständlich ist es ihr Geld. Wessen sonst? Sie müsste Dir davon überhaupt nichts abgeben, wenn sie nicht wollte.

Und zum Rechnungen bezahlen ist sie gut genug, aber sonst willst Du nichts mit ihr zu tun haben?

Entweder oder.

Aber nichts mit ihr zu tun haben wollen, aber gleichzeitig das Geld einstreichen ist total inkonsequent und link.

Du willst nichts mit ihr zu tun haben ? Schön. Aber wenn, dann auch nicht, wenn Du Geld brauchst.

Naja unser Heiligabend-Ablauf bezieht sich eben auf eine besinnliche Zweisamkeit (die ja auch Sex mit einbezieht). Daher kann ich leider nicht behaupten, dass meine Mutter uns dann willkommen ist.


Und Sex kann man nicht an einem anderen Tag haben. Das muss dann grade an dem einen Abend sein?

Und Dein Freund , macht Schluss, wenn Du Mutti mit einbeziehst? Hoffentlich ist er dann auch so konsequent und bezieht Mutti auch nicht mit ein, wenn Du mal wieder Geld brauchst und bezahlt dann an ihrerstatt Deine Rechnungen.
 
Sternenkindlein, ich kann verstehen, wenn du Heiligabend nur mit deinem Freund feiern möchtest. Er hat wenig Zeit, weil er eben viel arbeitet und ihr habt schon Programm geplant...

Deine Frage ging aber daran, ob es herzlos ist, wenn deine Mutter dann alleine ist.

Ich kann mir vorstellen, dass du in einem Konflikt bist, weil du einerseits weißt, christlich zu handeln wäre, Zeit mit deiner Mutter zu verbringen. Aber: du kannst deiner Mutter nicht vergeben für das, was sie dir angetan hat, du schriebst ja von Missbrauch und euer Verhältnis finde ich sehr eigenartig. Geld nimmst du von ihr gerne, aber mit ihr zu tun haben, möchtest du nichts. Gibt sie dir Geld, weil sie Schuldgefühle hat? Dass du das gerne annimmst, weil du von Hartz IV lebst, ist ja verständlich.

Ich finde persönlich Weihnachten eine eher anstrengende Zeit, weil da vor allem im christlichen Umfeld Besinnlichkeit und Familiensinn erwartet wird. Und das kann ich beim besten Willen nicht immer zu einem bestimmten Zeitpunkt bringen. Mit der Familie zusammenraufen, friedlich sein, der große Treff mit Geschwistern und Anverwandten...

Wir sind eine große Familie und wir hatten bis auf einige Male jedes Jahr Gäste, Alleinstehende usw. um denen eben auch einen angenehmeren Abend mit gutem Essen und Gemeinschaft zu geben. Ja, das ist auch Weihnachten! Für uns Kinder war das manchmal doof, weil wir dann normalerweise unser bestes Benehmen an den Tag legen mussten, als Erwachsene jetzt, die einige Zeit an Weihnachten bei den nun alten Eltern verbringt und alles organisiert, finde ich das normal, dass man das Fest nicht nur in der Familie verbringt. Wir haben auch dieses Jahr Gäste. Und für meine Eltern war das schon immer ein Teil ihrer christlichen Nächstenliebe.

Herzlos finde ich dein Verhalten nicht. Du argumentierst, dir passt der Termin nicht. Das ist aber nun mal Heiligabnend und den begehen viele Leute gerne im Familienkreis und nicht alleine! Denn ich gehe mal davon aus, dass du deine Mutter eben nicht einladen wirst. Egoistisch, naja, du müsstest schon sehr über deinen Schatten springen. Vielleicht erträgst du es einfach nicht. Ich denke, das ist hier wieder wie bei deinen anderen Threads: du hast ein Problem, hast für dich schon längst die Lösung gefunden und willst nur noch mal Meinungen dazu hören.

Ich kann dir nur raten, wenn du die Kraft dafür hast, das professionell aufzuarbeiten, warum euer Verhältnis gestört ist und du deiner Mutter nicht eine Freude machen kannst und sie einsam den Weihnachtsabend verbringen muss.
 
Selbstverständlich ist es ihr Geld. Wessen sonst? Sie müsste Dir davon überhaupt nichts abgeben, wenn sie nicht wollte.
Und zum Rechnungen bezahlen ist sie gut genug, aber sonst willst Du nichts mit ihr zu tun haben?
Entweder oder.
Aber nichts mit ihr zu tun haben wollen, aber gleichzeitig das Geld einstreichen ist total inkonsequent und link.
Du willst nichts mit ihr zu tun haben ? Schön. Aber wenn, dann auch nicht, wenn Du Geld brauchst.
Und Dein Freund , macht Schluss, wenn Du Mutti mit einbeziehst? Hoffentlich ist er dann auch so konsequent und bezieht Mutti auch nicht mit ein, wenn Du mal wieder Geld brauchst und bezahlt dann an ihrerstatt Deine Rechnungen.
Dieser Beitrag gefällt mir besonders gut. Ganz meine Meinung, denn ich bin in einer ähnlichen Situation mit meinem Bruder, obwohl ich ihn niemals mißhandelt, belogen usw. habe. Aber gut, das ist ein anderes Thema. Nur fühle ich mich ausgenutzt und das wird mir nicht mehr passieren. Nämlich entweder oder.
Wenn du so christlich bist, kennst du sicher die Gebote: Du sollst Vater und Mutter ehren.
Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Egal was vorgefallen ist. Es ist bestimmt schon viele Jahre her. Da sollte es doch möglich sein, einen Weg zueinander zu finden.
 
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