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Mutter verprasst ihr Geld

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Es geht um meine Mutter. Sie lebt seit dem Tod meines Vaters alleine. Mein Vater hat immer gut verdient, hat ihr eine üppige Rente aus verschiedenen Quellen und eine größe Summe Geld auf dem Konto hinterlassen. Wir reden da von recht viel Geld, keine Million, aber schon deutlichst sechsstellig.

Normalerweise müsste das, was bei ihr monatlich reinkommt, locker ausreichen. Es sind einige Tausend Euro. Allerdings kann sie mit Geld wirklich überhaupt nicht umgehen. Wohnt sehr teuer, in einer Wohnanlage mit diversen Zusatzleistungen. Geht jeden Tag essen, oft genug mit Freundinnen, die sie dann oft auch einlädt. Macht mit diesen teure Urlaube in echten Luxushotels. Es ist mehr als offenkundig, dass sie damit eine enorme innere Leere zu füllen versucht. Andere Hobbys außer Konsum hatte sie nie und hat sie auch jetzt nicht.

Wenn ich mal vorsichtig anspreche, wie sie das alles finanziert, dann kommt immer, dass sie jeden Monat was von dem Ersparten zuschießt und dass das reicht, bis sie 85 ist. Und danach würde ich sie dann bestimmt unterstützen.

Nein, werde ich nicht. Weil ich es nicht will und auch nicht muss. Und weil ich schon finde, dass man erwarten kann, dass sie mit 4.000 Euro netto im Monat auskommt, oder? Zur Not arbeite ich weniger, um unter die Schwelle zu kommen, wo ich zahlen muss. Aber zahlen werde ich nicht.

Keine Ahnung, was ich hier suche. Meinungen. Vielleicht auch Absolution. Denn manchmal komme ich mir hart vor. Aber ehrlich, mich kotzt das alles nur noch an, wie sie wirklich alles verprasst.
Noch ist es ja nicht soweit 😉 , dass Deine Mutter Ansprüche an Dich stellt, das kann ich mir auch gar nicht vorstellen, denn die üppige Rente wird sie ja bis zu ihrem Tode weiter behalten. Und das andere ist ja eher die Kirsche auf der Sahnetorte.

Ansonsten kann Deine Mutter mit ihrem Geld tun und lassen, was ihr beliebt. Es ist ihr Geld und ein Erbfall tritt erst mit ihrem Tode ein. Ob sie sich Luxus gönnt oder nicht, ist ihre ureigenste Sache. Ich finde es übel, wenn Familienangehörige oder zukünftige Erben noch zu Lebzeiten davon sprechen, dass sie zusehen müssten, wie "ihr" Erbe geschmälert wird. Es gibt vor dem Tode kein Erbe. Und es gibt auch keine Verpflichtung, dass ich etwas vererben muss. Ein Pflichtteilsanspruch bleibt ja dennoch bestehen. Darauf kann aber keiner zu Lebzeiten beharren. Deine Eltern haben sich ihr Vermögen angeschafft, wodurch auch immer und wollten es sicher gemeinsam im Alter verbrauchen. Wenn Dein Vater gewollt hätte, dass er Dir vorzeitig Erbanteile zukommen lassen wollte, hätte er das gut zu Lebzeiten regeln können, wobei ich natürlich Deine persönlichen Umstände dazu jetzt nicht kenne.

Eine Ausnahme würde ich bei Familienbetrieben von Generation zu Generation sehen, aber ansonsten nicht.

Und ehe Du für Deine Mutter aufkommen müsstest, hast Du Dir mal die Einkommensgrenzen angesehen, die da bestehen? Da müsstest Du schon jede Menge Kohle in der Rückhand haben, um da herangezogen werden zu können. Und für ihren monatlichen Lebensunterhalt bist Du auch nicht verantwortlich.
 
Ich kann Dich sehr gut verstehen! Bei uns war es ähnlich, allerdings nicht in dieser finanziellen Größenordnung. Meine Mutter hat nach ihrer Scheidung ihren Anteil jeden Monat um genau diesen "Zuschuss" zur normalen Rente geschmälert. Vor 1,5 Jahren fing die Demenz an, Stürze, etc. und der Pflegeheimaufenthalt stand vor der Tür. es waren noch 30.000€ da die recht schnell draufgegangen sind. Da ich weniger als 100.000€ jährlich verdiene, kann ich nicht zur finanziellen Verantwortung gezogen werden und ich habe vor 14 Monaten den Antrag auf Sozialhilfe gestellt; bis heute mit Ansage nicht bearbeitet wegen Personalmangels. D.h., wir schulden dem Pflegeheim zehntausende Euro und ich als Mensch und Tochter erliege fast daran. Auch wenn mir keiner was kann, aber es ist für mich eine unsägliche Situation.
Fakt ist, Deine Mutter kann mit ihrem Geld machen, was sie will. Noch ein eindringliches Gespräch mit ihr, wo Du vllt. versuchst, ihr ins Gewissen zu reden....sie soll sich was gönnen, kein Ding, aber es auf die Kinder abzuwälzen ist wirklich unverschämt!
Viel Glück wünsche ich Dir!
 
Dass @KeinRosengarten hier sein Erbe schwinden sieht und sich darüber mokiert steht zumindest nicht im Text.
Wohl aber, dass die Mutter erwartet, dass er - wenn nichts mehr oder zu wenig übrig ist, um die laufenden Kosten zu decken - seinerseits unterstützt. Und das darf ihn durchaus stören, selbst wenn es dazu nicht kommen würde. Schließlich weiß niemand, wie lange die Frau leben wird, und die Erwartung der Freumdunterstützung wie selbstverständlich zu äußern, ist schon frech. Übrigens: Selbst wenn die hohe Rente 4.000 Euro beträgt - bei einem vollwertigen Pflegeplatz geht der Betrag (stand jetzt) beinahe komplett dafür drauf, übrigens bei gleicher Leistung wie die, die lediglich mit kleinen Renten beitragen und wo der Stadt viel früher zuschießt, weil bei der Familie nichts zu holen ist. So wie es aussieht wird es auch nicht lange dauern, bis diese Kosten weiter steigen. 4.000 Euro sind also relativ viel; bei den heutigen Kosten für einen Pflegeplatz sind sie allerdings nicht viel wert.

Die Gehaltsgrenze, ab der man als Kind unterstützen muss, liegt zwar bei einem guten Verdienst, ist aber nun auch nicht so ungewöhnlich hoch als dass sie manch einer nicht doch erreichen könnte. Und @KeinRosengarten scheint sie zu erreichen, sonst müsste er sich keine Gedanken machen.

Fakt ist auch, dass man bei 100K zwar ein gutes Leben leben kann, oft hat man aber auch einen entsprechenden Lebensstandard und muss auch immer noch ein wenig rechnen. Man verdient also recht gut, ist aber eben nicht reich. I. d. R. zahlt man auch überall hohe oder gar Höchstsätze... Steuern... Solidaritätsbeitrag.. höchste Kindergartenbeiträge... erhält keine Zuschüsse (die eigenen Kinder bekommen z. B. im Gegensatz zu anderen kein Bafög, wenn sie studieren).. etc. pp. Da darf man einer Mutter, die ihre Kohle mit vollen Händen verprasst, ruhig vor Augen führen, dass man keine zu melkende Kuh ist, wenn ihr Portmonee leer ist. Ich habe jedes Verständnis der Welt, dass du @KeinRosengarten dich darüber ärgerst.

Ich würde ihr tatsächlich nochmal sagen, dass sie von dir nichts zu erwarten hat und für ihr Leben, falls sie mal betreut wohnen wird, komplett selber finanzieren muss. Wenn sie nicht in einem einfachsten Heim landen und einen sozialen Totalabstieg erleben will, täte sie gut daran, zumindest dafür etwas zur Seite zu legen.

@KeinRosengarten: Ich glaube, du kannst dein anzurechnende Einkommen reduzieren, indem du z. B. eine (angemessene) Kreditrate für ein Eigenheim davon bedienst. Damit würde ich tatsächlich vorsichtshalber beginnen, wenn deine Mutter so dreist drauf ist. Oder mich mal beraten lassen, was hier noch alles möglich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, werde ich nicht. Weil ich es nicht will und auch nicht muss. Und weil ich schon finde, dass man erwarten kann, dass sie mit 4.000 Euro netto im Monat auskommt, oder? Zur Not arbeite ich weniger, um unter die Schwelle zu kommen, wo ich zahlen muss. Aber zahlen werde ich nicht.
Es ist das gute Recht deiner Mutter, ihr Geld zu verprassen und sich ein angenehmes Leben zu machen und es ist dein gutes Recht, später nicht einspringen zu wollen. Mit einem Erbe wirst du dann sicher auch nicht rechnen bzw. darauf verzichten wollen. Ich weiß gar nicht, wie manche darauf kommen, dass Eltern für Kinder erblich vorsorgen müssen.

Wird deine Mutter später pflegebedürftig, ist das Geld ganz schnell weg und du bist erst ab 100 000 € Einkommen zahlungspflichtig. Ähnlichen Thread haben wir hier gerade.
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Ahnung, was ich hier suche. Meinungen. Vielleicht auch Absolution. Denn manchmal komme ich mir hart vor. Aber ehrlich, mich kotzt das alles nur noch an, wie sie wirklich alles verprasst.
Was stellst Du Dir denn eigentlich genauer vor?
Dass Deine Mutter aus dieser teuren Wohnanlage auszieht? Dass sie nicht mehr so oft essen geht? Keinen Urlaub macht oder nur noch den angemessenen, der ihr nach Deiner Ansicht nach zu reichen hätte? Dass sie sich verpflichtet, monatlich nur noch einen gewissen Betrag auszugeben?
Dass sie ihre Freundinnen weniger trifft? Woher weißt Du denn, dass nur Deine Mutter die Rechnungen für die Kaffeekränzchen bezahlt?
Was würde Dir denn vorschweben, dass Du Dein Gleichgewicht in diesem Bezug wiederfinden könntest? Warum kotzt des Dich alles nur noch an? Weil Du Dir finanzielle Hilfe von ihr erhoffst und nicht bekommst? Haben Dich Deine Eltern früher nie unterstützt finanziell oder eben dann, wenn es nötig war. Das nenne ich Familienzusammenhalt, dass man sich in solchen Zeiten hilft und unterstützt. Doch es hat für mich nichts mit Egoismus zu tun, im Alter mein Leben zu leben, wie ich es möchte und kann.
Ich würde nie im Leben auf die Idee kommen, die Finanzen meiner Eltern im Auge zu behalten und aufzupassen, wohin mein mögliches zukünftiges Erbe hingeht, geschweige denn, darüber abzukotzen, weil mir das nicht zusteht. Das kann ich nach dem Eintritt des Erbfalls tun, wenn ich mich verspekuliert haben sollte, was ich hätte bekommen können ...
 
Huhu,

Siehe Überschrift: Mutter verprasst ihr Geld.

Die einzige Option wäre Kaufsucht. Dann könnte man über das Amtsgericht eine Begutachtung durchführen lassen mit weiteren Schritten. Aber das wäre schwierig. Niemand kommt zu Schaden - andere verdienen an ihr.

Kein Kredit wurde aufgenommen, es wurde nichts gestohlen.

Da hast Du keine Optionen.
 
Wenn ich mal vorsichtig anspreche, wie sie das alles finanziert, dann kommt immer, dass sie jeden Monat was von dem Ersparten zuschießt und dass das reicht, bis sie 85 ist. Und danach würde ich sie dann bestimmt unterstützen.
War diese Äußerung nicht eher flappsig gemeint? Nach einem ernsthaften Gespräch klingt Dein Satz für mich nicht, oder?
Bist Du denn informiert über die genaue finanzielle Lage Deiner Mutter?
Die Aktivitäten Deiner Mutter lassen nicht direkt darauf schließen, dass sie so bald damit aufhören müsste, wobei man ja nie weiß, es kann sich ganz schnell immer mal etwas im Leben ändern, und das natürlich auch in jedem Alter.
 
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