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Mutter Tochter Beziehung

SoLa44

Mitglied
Hallo liebe Community,

Ich habe leider ein großes Problem mit meiner Mutter bzw. viel mehr unserer Beziehung. Ich bin weiblich, 21 Jahre alt und studiere unweit von meinem Heimatort.


Rahmenbedingungen:


Mein Vater spielt seit längerem keine tragende Rolle mehr in meinem Leben, da es immer nur „mich und meine Mutter“ gab. Die Zeit damals hat meine Mutter und mich sehr zusammengeschweißt. Ich würde fast sagen, ich bin zu einer essentiellen Stütze im Haushalt geworden, die Reparaturen/Gartenarbeit übernimmt, zu wichtigen Terminen begleitet und immer ein Gesprächspartner war.

Diese Rolle ist mir im Laufe der Zeit entwachsen, und ich wollte immer mehr mein eigenes Leben leben, dass mit dem Beginn meines Studiums seinen Start finden sollte. Nun studiere ich, fahre trotzdem aber jedes Wochenende in die Heimat und bin daheim. Und hier beginnt dann auch schon das Problem, während ich am Wochenende Zeit mit Freunden und vor allem meiner Partnerin verbringen will, gerate ich mit meiner Mutter nur aneinander. Sie akzeptiert meine Beziehung zu ihr nicht und macht es uns/mir Vorwürfe indem sie sagt, dass sie sich für mich schäme und nicht mehr über mich sprechen könne. Weitere Aussagen die immer wieder fallen sind, dass ich sie alleine lasse, keine Zeit mehr mit ihr verbringe und dass ich mich so verändert hätte. Aber es ist nicht so, als hätte ich mich nicht auch bemüht ihren Vorstellungen gerecht zu werden und sie nicht hängen zu lassen. Doch steht so vieles im Raum, dass jeder kleinste Punkt im Alltag zu Diskussionen und Streit führt der beide Seiten sehr verletzt. Die Eskalationen haben dazu geführt, dass ich mich vor einigen Tagen dazu entschieden habe den Kontakt abzubrechen. Es fällt mir schwer, auf Aussagen (Warum tust du mir so weh? Was habe ich dir getan?) Nicht zu antworten, doch ich sehe keinen Sinn mehr darin so weiter zu machen.

Ich wünsche mir so sehr eine Mutter, die mich unterstützt, schätzt und akzeptiert für das was ich bin.


Ich weiß mir momentan leider nicht mehr zu helfen, weshalb ich nach eurem Rat frage.
 

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G

Gelöscht 115237

Gast
Hey,

erstmal ist es völlig ok das du dein eigenes Leben führen willst, lass dir das nicht nehmen. Ist deine Mutter irgendwie beinträchtigt oder Krank?
Dann könnte sie sich nämlich auf andere Art Hilfe suchen. Das wichtigste ist das du nicht verfplichtet bist bei ihr zu sein/ ihr zu helfen oder Kontakt mit ihr zu haben nur weil sie deine Mutter ist, das mag hart klingen. Im Moment schadet dir der Kontakt deshalb ist es gut dich zu distanzieren.

Vielleicht bessert es sich irgendwann wieder und ihr könnt wieder Kontakt haben, vielleicht gehst du dann mit deiner Partnerin zu ihr so das die beiden sich kennenlernen und ihr unternehmt was zu dritt.
Ich weiß das es hart ist nicht darauf ein zu gehen ( ich habe auch nur noch meine Mutter und meinen Bruder und beide haben mir sehr geschadet also habe ich auch Jahrelang keinen Kontakt gehabt) aber du solltest zu erst an dich denken und an dein Studium.
 

SoLa44

Mitglied
Danke für eure Antworten.
Mir fällt es sehr schwer meine Mutter mit Aufgaben im Haus alleine zu lassen und auch so zu sehen, dass sie sozial nicht den Rückhalt hat, den sich vielleicht bräuchte. Andererseits kann und will ich vieles nicht mehr auffangen. Ich habe teilweise selbst mit 21 noch Bauchschmerzen wenn ich ihr von meinen Urlaubs oder Wochenendplänen erzähle weil ich weiß dass es wieder nur Streit gibt.

Ich würde Gerne eine Freundin für meine Mutter sein aber kein Ersatz-Mann.

Meine Mutter kennt meine Partnerin, sieht sie aber inzwischen als Ursache.
 

SoLa44

Mitglied
Ich bin mir bewusst, dass nicht nur ihr Verhalten dazu geführt hat, dass unsere Beziehung schlechter geworden ist. Ich habe sie auch verletzt bzw. Enttäuscht, indem ich beispielsweise Urlaube, die ich ihr mir 17 versprochen habe, dann doch mit meiner Partnerin gemacht habe.

Doch genau solche Dinge hängen uns heute noch nach.
 

SoLa44

Mitglied
Das mit den Schuldgefühlen stimmt leider. Egal was ich mache es passt sowieso so nicht und ich bin immer diejenige, der der Fehler zugeschrieben wird.
Aber wie setzte ich diese Grenzen? Ich würde ihr ja auch helfen wollen oder Hilfe suchen wollen, aber ich weiß nicht wie. Es sollte doch alles ausgewogen sein.

Ich habe nicht mal mehr das Gefühl, als würde sie sich freuen mich zu sehen.
 

Fantafine

Aktives Mitglied
Du schreibst, deine lesbische Partnerschaft belastet euer Verhältnis. Deine Mutter schäme sich für dich. Könnte das teilweise ein Grund sein, dass sie deine Zeit in Anspruch nehmen will, damit du sie nicht mit deiner Partnerin teilst?
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Ich denke, dass sie Dich als eine Art Ersatz-Mann gesehen hat und nun eifersüchtig und ist, weil Du nicht mehr jederzeit verfügbar bist.

Sie kann es nicht verkraften, dass das Küken das Nest verlässt und nicht mehr unter ihrer Fuchtel steht.

Aber damit muss sie eben zu leben lernen. Das ist so, wenn Kinder erwachsen werden.

Und sie muss eben lernen auch sich ein eigenes Leben aufzubauen.

Daran bist Du nicht schuld und würdest ihr auch nicht helfen, wenn diese Rolle des Ersatzes weiterspielen würdest.

Es würde Euch beiden schlecht bekommen.

Zitat Ende

Dieser Meinung will ich mich anschliessen.

Ich denke auch, dass deine Mutter mit deiner lesbischen Beziehung Probleme hat,
aber sie sollte lernen deine Entscheidung zu respektieren.

Sie möchte auf eine besitzergreifende Art dich für sich alleine haben , dich für ihre Zwecke benutzen von daher ist es wichtig, dass du dich von ihr sehr distanzierst.

Du könntest ihr auch für die Klärung eurer Konflikte einen Brief schreiben und ihr deine Gründe für den Kontaktabbruch schildern.

Deine Mutter sollte lernen dein Leben und deine Partnerschaft zu respektieren und dir dein eigenes Leben zu lassen.
Sie sollte mehr Hilfe und Zuwendung bei anderen Leuten suchen..

Es ist nicht dein Problem, dass bei ihr keine Partnerschaft klappte.
Sie sollte deshalb nicht deine Beziehung kaputt machen.






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Eva

Aktives Mitglied
Zum Teil gebe ich meinen Vorschreibern Recht. Aber ich möchte hier einmal kurz die Sicht einer Mutter (ich) erzählen, die ihr Kind auch alleine groß gezogen hat, da der Vater sich ins Ausland abgesetzt hat (um sich vor Kindesunterhalt zu drücken).

Wenn nur ein Elternteil dem Kind zur Verfügung gestanden hat, ist die Bindung stärker, als wenn beide Elternteile da waren. Die Liebe geht vorrangig an die Mutter und von der Mutter zum Kind. Sind beide Eltern da, teilt sozusagen das Kind die Liebe an Vater und Mutter, die Eltern an das Kind und untereinander. (Das gilt natürlich auch, wenn sich nur der Vater um das Kind kümmert).

Dann ist es ja auch noch so, dass man Erziehung und Abnabelung nicht gelernt hat (wie z.B. einen Beruf). Wird das Kind (die junge Erwachsene) nun flügge, ist es doch oft so: Will das Kind Nähe zur Mutter, soll die Mutter dieses geben. Will das Kind Abstand, soll die Mutter das wortlos hinnehmen. Braucht das Kind einen Rat, soll die Mutter helfen. Gibt die Mutter ungefragt einen Rat, wird das Kind sauer (bin schließlich Erwachsen). Diese Beispiele könnte ich endlos weiter führen, aber im Grunde geht es nur darum, dass die Mutter da sein soll, wenn das Kind etwas möchte. Möchte das Kind nichts, soll die Mutter sich zurück halten.

Liebe TE, ich will dir wirklich nichts, aber diesen Prozess muss auch eine Mutter lernen. Und das ging bei mir zum Beispiel auch nur Stück für Stück.

Wenn ansonsten nichts ernsthaftes/schlimmes vorgefallen ist, finde ich den Kontaktabbruch zu deiner Mutter echt heftig. Sie muss sich ja fühlen, als hätte sie in ihrer Erziehung alles falsch gemacht.

Ich selbst hatte keine extrem schlimme Kindheit, aber da war auch lange nicht alles gut. Trotzdem habe ich, wenn ich früher jemanden von meiner Kindheit/Jugend erzählt habe auch gesagt:"Sie hätten mich auch in die Mülltonne werfen können (oder abgeben oder so was)." Deine Mutter, wie auch ich, hat dich alleine groß gezogen, was bestimmt auch nicht immer einfach war. Sie, wie auch ich, hätten euch auch zur Adoption frei geben können.

Mein Rat wäre, ein bisschen mehr Einsicht für deine Mutter, und ein friedliches und ausführliches Gespräch, indem du erst die positiven Sachen aufzählst, um dann deine Sicht für dein heutiges Leben erzählst. Wenn auch nicht sofort wird es aber bestimmt wirken.
 

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