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Mutter engt mich ein - Tipps ?

Gabrielle

Neues Mitglied
Guten Abend ☺️
Kurz zu mir: ich bin 29, Single, leide an ner Panikstörung & Angststörung, u. a. mit sozialer Phobie. Habe bereits eine Therapie gemacht und weiß, dass viele meiner Ängste erlernt sind von meinen Eltern, besonders von meiner Mutter, die viele schlimme Dinge als Kind erlebt hat, die sie nie aufgearbeitet hat.

Ich habe das Gefühl, dass meine Mutter mich nicht loslassen kann. Sie ruft regelmäßig an, ich wohne noch in meinem Heimatort 10 Minuten zu Fuß entfernt und sehe meine Eltern eig jede Woche. Aber habe das Gefühl, dass ihr das nicht reicht.

Sie will alles aus meinem Leben wissen, will an allem beteiligt sein und redet mir ein schlechtes Gewissen ein, wenn ich was anders mache als sie meint, dass es besser wäre (,ich will nur dass ihr nicht die gleichen Fehler macht wie ich‘). Ich fühle mich von ihr eingeengt.
Kennt ihr den Film ,Bad Moms 2‘, in dem die Mutter das Haus direkt neben ihrer Tochter kauft, ohne zu fragen, wie sie das findet? So wäre auch meine Mutter und sie würde daran auch nichts komisch finden.

Ich liebe meine Mutter, aber ich glaube, dass viele ihrer Ängste sich auf mich übertragen haben.
Ich weiß, dass ich ihr eig die Grenzen aufzeigen müsste, aber mir macht es Angst, meinen eigenen Weg zu gehen. Gleichzeitig denke ich mir: du bist 29, stell dich nicht so an. Dann packt mich meine Angststörung, wenn ich überlege, wie ich meine Zukunft gestalten könnte (zB in ne andere Stadt ziehen, Leute kennenlernen, Familie gründen) und ich habe oft Tage, in denen ich nur depressiv im Bett liege und gelähmt bin vor Angst.

Aber so kann und will ich mein Leben nicht leben. Ich weiß nur nicht, wie ich das gestalten soll, dass ich mich von meinen Eltern komplett löse ohne dass mich meine Angst auffrisst.

Hat da vllt. Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben?
 
A

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Re: Mutter engt mich ein - Tipps ?
Guten Abend ☺
Kurz zu mir: ich bin 29, Single, leide an ner Panikstörung & Angststörung, u. a. mit sozialer Phobie. Habe bereits eine Therapie gemacht und weiß, dass viele meiner Ängste erlernt sind von meinen Eltern, besonders von meiner Mutter, die viele schlimme Dinge als Kind erlebt hat, die sie nie aufgearbeitet hat.

Ich habe das Gefühl, dass meine Mutter mich nicht loslassen kann. Sie ruft regelmäßig an, ich wohne noch in meinem Heimatort 10 Minuten zu Fuß entfernt und sehe meine Eltern eig jede Woche. Aber habe das Gefühl, dass ihr das nicht reicht.

Sie will alles aus meinem Leben wissen, will an allem beteiligt sein und redet mir ein schlechtes Gewissen ein, wenn ich was anders mache als sie meint, dass es besser wäre (,ich will nur dass ihr nicht die gleichen Fehler macht wie ich‘). Ich fühle mich von ihr eingeengt.
Kennt ihr den Film ,Bad Moms 2‘, in dem die Mutter das Haus direkt neben ihrer Tochter kauft, ohne zu fragen, wie sie das findet? So wäre auch meine Mutter und sie würde daran auch nichts komisch finden.

Ich liebe meine Mutter, aber ich glaube, dass viele ihrer Ängste sich auf mich übertragen haben.
Ich weiß, dass ich ihr eig die Grenzen aufzeigen müsste, aber mir macht es Angst, meinen eigenen Weg zu gehen. Gleichzeitig denke ich mir: du bist 29, stell dich nicht so an. Dann packt mich meine Angststörung, wenn ich überlege, wie ich meine Zukunft gestalten könnte (zB in ne andere Stadt ziehen, Leute kennenlernen, Familie gründen) und ich habe oft Tage, in denen ich nur depressiv im Bett liege und gelähmt bin vor Angst.

Aber so kann und will ich mein Leben nicht leben. Ich weiß nur nicht, wie ich das gestalten soll, dass ich mich von meinen Eltern komplett löse ohne dass mich meine Angst auffrisst.

Hat da vllt. Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben?

Deine Mutter kann nicht loslassen und du keine Grenzen ziehen. Wovor hast du Angst? Du bist keine 10, sondern erwachsen.

Du musst dich nicht gleich komplett von deinen Eltern lösen, kannst dich aber distanzieren. Wenn ihr euch wöchentlich seht, bist du ja präsent.

Du hast ein Recht darauf, dein Leben so zu gestalten, wie du es für richtig hältst und dich wohl fühlst. Deine Eltern müssten auch damit klarkommen, wenn du auswanderst, oder heiratest und zum Partner ziehst oder sonst was machst.

Wahrscheinlich hast du bisher dein Leben auf deine Eltern abgestimmt, weil du glaubst, ihnen etwas schuldig zu sein. Das bist du nicht! Du hast Therapie gemacht und sicher etwas über Selbstfürsorge gehört. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben, deshalb musst du deine Eltern nicht vor den Kopf stoßen, aber deutlich machen, dass du etwas Abstand brauchst, um für dich zu sorgen und deinen Weg gehen willst.
 
Hat dir die Therapie bei den Angstsstörungen geholfen..?

Familienaufstellungen und Genogrammarbeit können hilfreich sein.

Versuche dich von deiner Mutter wesentlich stärker abzugrenzen und dich von ihr zu distanzieren.
Denke mehr an dich selber.
Suche dir andere Bezugspersonen.
Ein Partner wäre gut.

Deine Mutter hätte eine Therapie machen sollen.
 
Ich weiß nur nicht, wie ich das gestalten soll, dass ich mich von meinen Eltern komplett löse ohne dass mich meine Angst auffrisst.
Denke lieb egal, weder gut, noch schlecht, lass sie einfach egal sein. Das wäre loslassen.

Liebe Gabrielle, ihr lebt ein Rollenmuster, sie stellt jemanden dar, du auch.

Mein Ex hat stets um eine bestimmte späte Uhrzeit und wenn er sich unrund fühlte bei mir angerufen. Das war auch immer ähnlich- er motzte über dies und jenes und ich versuchte zu beruhigen, ihn zu beschwichtigen, ihn zu trösten, belehren, ermahnen usw.

Das kam zufällig mal ganz anders, noch bevor er ein Wort sagte bei einem solchen Anruf gabs von meiner Seite her intuitiv ein Klagen, ich vermeldete, mir gehts so schlecht...zuerst spielte ich ihm das nur vor, aber als er voller Mitleid nachfragte, habe ich mal gestaunt, so kenne ich ihn nicht, so kannte ich ihn nicht, so war er nie- bei meinem Benehmen kam wie von selbst eine Rollenumkehr heraus. ER war jetzt der Ratgeber, der Tröster, der STARKE und ich die Schwache. Was glaubst du, was das bedeutet, wenn man stark sein darf. Der Gesprächsverlauf war verblüffend. Er blühte auf, er fühlte sich offenbar in dieser Position richtig und seltsamerweise habe ich dann echt zu heulen begonnen, es war auf einmal für mich leicht, mein Klagen zu zeigen, das tu ich normal nie, bzw ihm gegenüber tat ich das nie.

Bei deiner Mutter könntest du eventuell etwas ändern, indem du anders wie üblich reagierst.
Erfinde dich neu. Dir wird schon was einfallen. Mach mal ganz komplett anders, wie sie von dir gewohnt ist.
Deine Mutter hat viele Gesichter, wieso zeigt sie dir dieses? Das hat natürlich auch mit dir zu tun, welches Gesicht du von dir zeigst bei ihr.
Lacht mal miteinander, bring einen Likör mit und quatscht mal auf eine komplett andere Weise, wie wenn sie eine ferne Tante wär.
Hilf ihr praktisch mit, zu einer anderen Persönlichkeit zu finden, einer, die sie auch sein kann, oder wäre, würde man diese ansprechen.
Du kannst auch sehr mutig sein, das weißt du vielleicht gar nicht.
 
Liebe Te ich hab das so einen Gedanken, der ist recht einfach , aber vielleicht kannst Du ja etwas damit anfangen ....
wenn sich zu dem, was durch Furcht und Angst definiert ist, noch die Panik dazu gesellt wird die " Belastung " körperlich durch das Ventil Symptomatik abgearbeitet.

Ich glaube wenn man nun , wenn die Phase vielleicht grade mal etwas positiver ist und man nicht das Gefühl hat grade sehr auf dem Zahnfleisch zu gehen, ist man etwas klarer im Kopf, weil man weder heulend im Bett, noch schwitzend oder speiend auf dem Klo, mit Herzrasen hängt, dann kann man das ja mal so überdenken.
Du hast den Post geschrieben, und ich denke versuche Furcht und Angst für Dich mal genau zu definieren, das hat zur Folge , dass Du das für Dich eruieren kannst, denn Du kannst Dich ja schließlich daran erinnern , also an die Angst / Furcht

und da ist im Grunde klar Furcht hat man vor dem , was man nicht kennt und Angst hat man vor dem , was man kennt.

Man sagt soziale Angst oder Höhenangst genauso wie Gottesfurcht - Furcht vor dem Dunklen....

wenn Du nun für Dich klar bekommst das ist meine Angst - das ist meine Furcht - das ist mein Bereich wo sich ggf.beides überschneidet, dann kannst Du ja im Grunde
aus der Furcht Angst machen .....
Beispiel
1 Feuer kennst Du nicht - also Furcht - Du hast Dich verbrannt - Du kennst es = Angst
2 Du hast Furcht vor Morgen, weil es ein Gewitter kommt...das Du ja noch nicht kennst....

3 Du hast einen Termin überschritten und kennst die Konsequenz, da hast Du dann Angst vor Morgen, weißt ja was kommt....

4 jetzt passiert beides Morgen gibts Gewitter und ne Strafzahlung ...( als Beispiel ) ...dann ist sowohl Furcht, als auch Angst da.

Wenn das für Dich eine Klarheit schafft, könntest Du ggf. den Fokus steuern ( Geld in der Tasche - für die Zahlung , Auto fürs Gewitter ) ......

nur so ein Gedanke ...
 
Hat da vllt. Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben?

Es sollte darum gehen, dass du mit deiner Angst richtig umgehen solltest. Du könntest beispielsweise mit deiner Mutter über deine Angst und die Hintergründe sprechen, sodass die Angst weniger Macht über dich bekommt. Und wenn dir Unverständnis an den Kopf wehen sollte, dann sieh es als Training, als Abhärtungsmöglichkeit oder als Grund dich mehr abzunabeln. Auch wäre es überlegenswert, ob du nicht versuchst das Leben bewusst leichter zu sehen, zu nehmen, hier und da Humor etwa einzubauen ins Leben von dir, sodass praktisch ein Aufatmen bei schwierigen Ereignissen auftreten kann. Und wenn dich die Angst packt was deine Zukunft betrifft, so sei dir gesagt, dass durch die richtige Planung, ein gutes Durchdenken der Lage möglicherweise sich ein Teil deiner Angst weniger schlimm anfühlen muss, als jetzt schon. Klar, man kann nicht immer alles verhindern oder schaffen, aber man kann es zumindestens versuchen und sich Mühe geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde ihr auch nicht immer alles erzählen und eventuell gehört sie halt zu den Personen die egal was du machst so wie so immer motzen, oder was zu bemängeln haben, dann wäre auch auf Durchzug stellen das Beste und es nicht persönlich nehmen. Ich brauchte sehr viele Jahren um das zu erkennen, dass es wichtig ist wie du persönlich zu deinen Interessen und Handlungen stehst, besonders wenn es Menschen gibt die nur Kritisieren und nichts Positives zu sagen haben, oder welche die dich ausnützen und trotzdem nie zufrieden sind mit dem was du ihnen gibst, blöd ist es, wenn es dann die eigenen Eltern sind, darum rate ich dir wirklich das nicht mehr an dich ran zulassen und besonders nicht als Bare Münze werten, oft sind das Menschen die selber schwer an sich arbeiten müssten. Das ganze hat System und du musst es für dich durchbrechen, wenn du das alles mal durchschaut hast, schrumpfen solche Menschen und verlieren die Macht über dich und du nimmst sie dann auch anders wahr und konterst auch eher mal.
 
Danke für eure lieben Worte und Ratschläge ☺

Die Therapie hat schon was gebracht, ich habe nicht mehr so arge Probleme mit Panikattacken. Aber die Angst kommt immer wieder.

Ich bin noch in Behandlung im Rahmen einer Verhaltenstherapie, aber meine Therapeutin hat schon angeregt, tiefenpsychologisch an die Sache ranzugehen, da eine Besserung immer nur kurzfristig erfolgt. Ich bin da schon auf der Suche und auf Wartelisten, aber das dauert natürlich.

Ich habe Freunde, allerdings eher im kleineren Kreis, ich verbringe viel Zeit Zuhause. Ich erzähle ihr viel, weil sie oft nachbohrt und dann traurig ist, wenn ich ihr nichts sage. Sie ist direkt beleidigt und denkt, dass ich sauer auf sie bin.

Es frustriert mich auch einfach, dass die Ängste immer wieder in einer hohen Intensität kommen, ich keine Fortschritte wie andere mache und ich anscheinend was falsch mache, sonst würde ich die Angst nicht mein Leben bestimmen lassen.
Ich habe Ende letzten Jahres ne neue Stelle in meinem Unternehmen angefangen, nachdem ich mein berufsbegleitendes Studium beendet habe, was noch zusätzlich für Druck sorgt.
 

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