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muss man telefonieren?

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Teletube

Gast
Hallo. Ich weiß noch nicht was ich werden will. Der Punkt ist, dass ich grundsätzlich eher in einem Büro als auf einer Baustelle arbeiten will. Ich will aber keine Organisation oder Verwaltung machen sondern eine andere Schreibtischarbeit wie z.B. programmieren (nur als Beispiel).

Muss man in solchen Jobs auch ans Telefon gehen? Ich habe keine Angst vorm telefonieren, aber ich hasse es und würde das lieber aufs Minimum beschränken (mit anderen Kollegen schnell was abklären ok, jeden Tag Kunden und xbeliebigen Anrufern Frage und Antwort stehen eher nicht). Ich bin introvertiert und es überfordert mich, ständig verfügbar zu sein. Termine mit persönlichen Gesprächen sind ok, da kann ich mich mental besser drauf einlassen.

Kann man sowas beim Vorstellungsgespräch erwähnen? Das wäre ja eine Schwäche, wonach ja oft gefragt wird.
 

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Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Kommt ganz auf den konkreten Beruf an. Es gibt Jobs, bei denen du selbstständig Aufgaben erledigen musst ohne viel kommunizieren zu müssen.
Das sind meist typische Spezialisten-Jobs, die sich alleine um eine Aufgabe kümmern: Buchhaltung, Spezialsoftware, Programmierung, Abrechnung, Stabsstellen, Auswertungen und Statistiken etc.

Ich würde Telefonieren nicht als Schwachstelle im Bewerbungsgespräch angeben. Ich würde es eher so formulieren, dass du eine "konzentrierte Umgebung" brauchst und dich gerne auf eine Tätigkeit konzentrierst um die dann richtig gut zu machen.

Das darfst du natürlich im Gespräch bzw. am besten schon im Vorfeld erfragen: Also ob du selbstständig arbeiten kannst oder eher Telefonist für Anfragen bist.
 
T

Teletube

Gast
Du kannst das auch üben und sicherer werden. Das wäre auch eine Möglichkeit.
Wie soll ich das üben? Ich war mal für 2 Monate in einem Job, da ging es um Suchmaschinenoptimierung. Das Unternehmen war klein und der Chef fand, dass es eine gute Idee ist, wenn jeder ein Telefon auf dem Schreibtisch hat, damit immer sofort jemand dran gehen kann. Außerdem ist jeder gekommen und gegangen wann er wollte, es wurde Pause gemacht wann man wollte, aber da wir keinen Pausenraum o.ä. hatten, wurde am Arbeitsplatz gegessen und (ständig!!! auch wegen dem Telefon) geplaudert, während andere gearbeitet haben. Ich war jeden Tag nach der Arbeit total am Ende und habe wenig geschafft. Damit ich konzentriert arbeiten kann, brauche ich Ruhe und Fokus und das kann ich nicht, wenn ich dauernd aus meiner Arbeit gerissen werde.
 

Styx.85

Mitglied
Hi Teletube,

vielleicht kurz meine Meinung zu deinem Problem:

Dass du Ruhe benötigst um konzentriert arbeiten zu können ist absolut in Ordnung. Das geht vielen Menschen so. Je nachdem wie ausgeprägt das ist, würde ich das durchaus bei einem Vorstellungsgespräch bzw. Vorgesetztem ansprechen, denn diese Leute haben ein hohes Interesse an effizient und korrekt ausgeführter Arbeit. Ein Einzelbüro oder ein Gemeinschaftsbüro mit ausgewiesenen Ruhebereichen / Rückzugsmöglichkeiten wäre hier ideal für dich.

Telefonieren / Skypen / virtuelle Meetings sind allerdings Bestandteil nahezu jeder Bürotätigkeit, besonders zur Zeit aufgrund der Pandemie. Natürlich gibt es Arbeitsbereiche wo das mehr oder weniger vorkommt. Wenn mir jedoch ein Bewerber sagen würde, dass er sehr gerne im Büro arbeiten möchte aber sehr ungern telefoniert, käme mir das schon komisch vor und erhöht definitiv nicht deine Chancen auf einen Job. Das ist ähnlich einem Bauarbeiter (um dein Beispiel vom Bau wieder aufzugreifen) welcher ungern eine Schaufel benutzt. Kommunikation ist im Büro sehr wichtig und das Telefon nach wie vor ein Standardmittel.

Daher rate ich dir ebenfalls, hier an dir zu arbeiten und deine Abneigung gegneüber dem Telefon abzubauen. Denn selbst wenn du einen Bürojob finden solltest in welchem das Telefon keine Rolle spielt, ist keinesfalls gesagt, dass du ihn auch für immer ausführen wirst.

Es gibt fürs Telefonieren vor allem im Bereich Verkauf spezielle Schulungen. Teilweise werden die sogar vom Arbeitsamt angeboten. Verstehe mich hier bitte nicht falsch. Mit einer grundlegenden Abneigung gegen das Telefonieren wird sicherlich kein Verkäufer für Kaltquise aus dir. Dennoch könnten dir solche Kurse helfen, deine generellen Abneigungen gegen das Telen etwas abzubauen. Ansonsten rate ich dir viel in deinem Freundes - und Familienkreis zu telefonieren anstelle von Whats App und Co.

Schöne Grüße,

Styx.85
 
Zuletzt bearbeitet:

Jolina87

Aktives Mitglied
Ich programmiere und ohne Telefonieren geht fast garnichts. Zumindest derzeit.
Aus meiner Erfahrug läuft es beim Programmmieren oft in etwa so ab:
A: Aufgabe - Wir wollen was
B: Aufgabe zurück - was wollt ihr
A: Aufgabe - wir wollen farbe
B: Aufgabe zurück - welche farbe, wo, ....
A: Aufgabe grün
B: Telefon/Meeting/.. - So was genau woll ihr wo oder wann grün?

Es geht auch mal ohne aber meist muss man auf meetings oder telefon zurück greifen weill A fachlich denkt und B technisch und das ganze nicht immer beim ersten versuch auf einen nenner zu bringen ist.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Wie soll ich das üben? Ich war mal für 2 Monate in einem Job, da ging es um Suchmaschinenoptimierung. Das Unternehmen war klein und der Chef fand, dass es eine gute Idee ist, wenn jeder ein Telefon auf dem Schreibtisch hat, damit immer sofort jemand dran gehen kann. Außerdem ist jeder gekommen und gegangen wann er wollte, es wurde Pause gemacht wann man wollte, aber da wir keinen Pausenraum o.ä. hatten, wurde am Arbeitsplatz gegessen und (ständig!!! auch wegen dem Telefon) geplaudert, während andere gearbeitet haben. Ich war jeden Tag nach der Arbeit total am Ende und habe wenig geschafft. Damit ich konzentriert arbeiten kann, brauche ich Ruhe und Fokus und das kann ich nicht, wenn ich dauernd aus meiner Arbeit gerissen werde.
Ich bewerte das aus meiner Erfahrung heraus so:

Es gibt Leute, die aus der Umgebung heraus Ansporn brauchen, damit sich das Gehirn in Bewegung setzt.
Beipiel: Lernen mit Musik. Ist da aussen herum nichts, so gibt es keinen Anreiz und es passiert nichts.
Es gibt aber auch Leute, die neben den inneren Gedankenvorgängen keinen weiteren äußeren Reiz verarbeiten können. Solche Leute sind in der Abgeschiedenheit kreativ, zB Komponisten, die sich in ein Ferienhaus am See zu rück ziehen, wo sie nicht gestört werden.
Das eine ist nicht schlechter als das andere; produktiv sind beide, nur kann man den einen nicht in die Umgebung des Anderen integrieren.
Im übrigen gibt es auch irgendwelche Zwischenstufen - vielleicht auch zeitweise.
Vor ein paar Jahren habe ich in einem Großraumbüro Abfertigungen gemacht und hab neben meiner arbeit gut mitbekommen können, was sonst noch so telefoniert wurde. Ich habe sogar daraus gelernt.
Heute ist es irgendwie anders. Zwar kann ich immer noch in beliebiger Reihenfolge unterbrochen werden und dann da anknüpfen, wo ich aufgehört habe, allerdings brauche ich bei Sachverhalten die das Vorrätig halten von Fakten am Telefon benötigen, eine Vorlaufzeit und: Ruhe.
 

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