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Muss man im Leben zwingend etwas erreichen?

J

Jaspin12

Gast
Hallo. Ich bin Exportsachbearbeiter bei einer Autofirma. Ich behaupte mal dass ich meine Arbeit gut und gewissenhaft mache. Von meinem näheren Umfeld bekomme ich ständig gesagt warum ich nur dies mache und nicht noch nebenher studiere bzw. ständig weiterstrebe. Und es nervt mich allmählich tierisch, so dass mir tatsächlich schon deswegen Gedanken gekommen sind. Ich habe zwar nicht ein extremes fundamentales Wissen wie nach einem Studium a la Master etc., doch irgendwie gewinne ich den Eindruck dass ich damit in der Loserliga spiele. Hatte letzte Woche jemanden getroffen der mal wieder von seinem Auslandssemester zurückkam, da hörte ich den ganzen Tag nichts anderes als "guck mal ich bin im Ausland und habe ganz tolle anspruchsvolle Sachen jeden Tag zu erledigen. Sicher hört sich das alles extrem wichtig und toll an, nur sind alle Nichtstudierten oder Nicht-Professoren dann überflüssig ? Mir kommt es langsam vor als wird hier schon in Klassen unterteilt.
 

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P

Peter Bartholomäu2

Gast
Nicht nur in der Firma, auch privat bin ich zu der Erkenntnis gelangt, das ich nur den Menschen etwas mitteilen möchte, wenn dies nicht abfällig kommentiert wird.

Wenn Du mit Deinem Job und Deinem Engagement zufrieden bist, musst Du Dir nichts anderes einreden lassen.
 

Etamnanki

Mitglied
Hi Jaspin12,

immer locker bleiben lautet die Devise.

Warum manche Leute den Eindruck haben alles müsste immer schneller und besser - und noch schneller werden entzieht sich meinem Verständnis.

Auch wenn ich etwas weit aushole, so erinnert mich solch denken an unser Wirtschafts/Finanzsystem. Warum muss unsere Wirtschaft eigentlich immer Wachsen??
Wenn das Wirtschaftswachstum unter 2% fällt stönen die Experten und beginnen zu jammern die Politik dreht auch gleich wieder am Rad.
Das System ist hoffnungslos überspannt.
Gut ich persönlich beginne auch im September einenn IHK Kurs zum geprüften Wirtschaftsfachwirt. (Quasi die Meisterstufe fürs Büro)
Aber da mach ich keine große Sache drauß ich machs weil es seit jeher mein Plan war.

Und ob man im Leben zwingend etwas erreichen muss - zwingend denke ich nicht. Es bleibt jeden selbst überlassen sich seine Ziele im Leben festzulegen.

Der eine Mag vielleicht "Nur" eine Frau und eine Familie haben.
Der andere "muss" unbedingt mal Karriere machen.
Anderen liegt es am Herzen das kein Laubbaum in der Gemeinde ohne Genehmigung gefällt werden darf.....

Unsere eigenen Ziele bestimmen nur wir selbst. Doch wenn du keine Ziele hast so wirst du (ob du es willst oder nicht) für die Ziele von jemand anderen eingespannt werden.

Ein jeder Mensch nimmt seine Realität ganz anders wahr, bestimmt durch unsere Erfahrungen, unsere Genetischen Informationen die uns Mit auf den Weg gegeben wurden, die Umwelteinflüsse etc.

Wichtig ist nur das du zufrieden bist. Du hast einen Job und machst dieses gut, ist doch Ok. Wieviele gibt es die keinen Job haben? Wieviele die einen Job haben den Sie hassen und deshalb schlecht machen. Wieviele träumen von einem Job wie dem deinen?............

Lass die anderen doch Reden es geht darum das du mit dir zufrieden bist.

mfg
 

diabolo

Aktives Mitglied
Nein, muß man nicht.
Jeder kann zum Glück seine eigenen Werte aufstellen, solange damit keine andere Person geschädigt wird.
Mach das womit DU dich wohl fühlst.
Es gibt schon genug Menschen auf der Welt, die im Grunde das Leben anderer führen.
 
D

Dr. Rock

Gast
Du solltest dein Leben mit deinen eigenen Werten füllen und dir nicht von anderen Leuten reinreden lassen. Wenn du für dich das Bedürfnis hättest, beruflich aufzusteigen und "mehr" aus dir und deinem Berufsleben zu machen (ab wann beginnt eigentlich "mehr"?), dann ist das deine freie Entscheidung. Aber wenn du das nur starten würdest, weil du denkst, ohne irgendein Diplom, ohne Master oder ohne irgendwelchen Gedöns minderwertig zu sein oder es vermeiden möchtest dass andere Leute dich ablehnen, lass es lieber. Dann würdest du dich nur selber betrügen.

Nicht jeder Mensch muss sich an dem gesellschaftlichen Spießrutenlauf "Mein Auto, mein Haus, meine 3 Diploma, meine 2 Hypotheken, mein Grab" beteiligen, oder?

Mach das, was dir ein "Wert" ist und lebe dein Leben, wie es dich zufriedenstellt. :)
 
J

Jaspin12

Gast
Hallo Rock. Im Prinzip bin ich damit genau deiner Meinung. Ich arbeite gut und gewissenhaft, will aber dann auch abends sagen können, so Feierabend, jetzt beginnt das Leben. Ich weiß nicht ob ich so glücklich wäre wenn ich Verantwortung hoch 10 hätte, und zwar Montags ab 6 bis Samstags um 10.

Vielleicht habe ich auch um mich herum zuviele von diesen- wie soll ich sagen - höchst erfolgreichen Leuten. Ich verstehe wie der Vorredner schon sagte auch nicht warum eigentlich nichtmal eine Weile lang alles so bleiben kann wie es ist. Wirtschaftswachstum hin- oder her. Die soll doch nur wachsen weil immer mehr und schnellebiger produziert wird. Ich finde betrachtet man mal was der Mensch eigentlich wirklich bräuchte im Hinblick auf Zufriedenheit, da könnte ich sagen es täten auch dieselben Dinge dies vor 10 Jahren schon gab.

Okay es gibt sicherlich durch den techn. Fortschritt einige sinnvolle Produkte, aber irgendwie ist heutzutage alles so überladen, den Menschen sind Status und materielle Dinge so wichtig. Ich finde wir sind selber schuld dass alles immer hektischer wird und durch Leistungsdruck geprägt ist.
Und man sieht ja dass ich durch mein Umfeld unzufrieden werde, obwohl ich es eigentlich gar nicht sein müsste, weil man eben irgendwann sagt werd ich eigentlich nur noch akzeptiert wenn ich mit 30 im eigenen Haus wohne, nen Daimler in der Garage und irgendeine wichtige Fuktion innehab?
 
D

Dr. Rock

Gast
Hi Jaspin,

ich bin kein großer Wirtschaftsexperte, aber ich denke dass unbegrenztes (Wirtschafts)Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Rohstoffen dauerhaft sowieso nicht möglich ist. Und dass, was wächst, nimmt an anderer Stelle vielleicht im Gegenzug auch etwas weg, d. h. es kostet etwas: man kann vielleicht sagen dass wachsende psychische Erschöpfungszustände, Depressionen und Burn Out die Konsequenzen sind? Ganz zu schweigen von Mobbing...

Ich für meinen Teil sehe mich nicht für unbegrenztes Wirtschaftswachstum verantwortlich, es genügt, wenn ich meinen Job täglich mit 100% Einsatz erfülle. Mehr Arbeit, die zu mehr Erfolg meines Unternehmens führen würde, kann ich mir nicht aus dem Hut zaubern. Ich muss also, um mich zu schützen und nicht selbst kaputt zu gehen, irgendwo mal eine Grenze ziehen und diese einhalten.

Ganz zu schwiegen davon, dass ich meinen Job auch nicht besser ausüben könnte, hätte ich ein Diplom auf dem Klo hängen. Und ein „höherer“ Job bedeutet mehr Verantwortung auf Kosten deines Privatlebens. Wie viel ist man bereit, von seinem Privatleben herzugeben? Und was bekommt man dann dafür? Ein höheres Einkommen, mit dem du vielleicht gar nichts anfangen kannst, weil du sowieso 12 Stunden am Tag malochst und locker in den nächsten Burn Out zusteuerst...echt toll!

Ich persönlich denke nicht dass man ein zufriedenes Leben dadurch erreicht, indem man sein Leben mit materiellem Gedöns zustopft, ich hab weder ein Auto noch weiß ich was ein I-Pod genau ist - ich bin an beidem nicht interessiert. Je mehr Gedöns man um sich herum aufbaut, um so mehr muss man auch drauf aufpassen. Und ich finde, das belastet.

Jetzt bin ich etwas ausgeufert, sorry. Aber meine Quintessenz lautet: Ich denke nicht dass man Zufriedenheit in materiellen Dingen und Statussymbolen findet, das sind vergängliche Dinge, die dich ablenken und mit denen du in einen Konkurrenzkampf zu anderen Leuten stehst. Ich beteilige mich nicht an sowas.

Frohe Ostern! ;)
 
J

Jaspin12

Gast
Hallo Rock. Auch da stimme ich dir größtenteils zu.
Gäbe es keine Smartphones oder Ipods würde sie auch niemand vermissen. Betrachtet man allerdings zwei Nachbarn von denen der eine sich grade einen neuen Audi in die Garage gestellt hat, merkt man dass schnell Neid aufkommt bzw. viele in den Strudel kommen sich damit messen zu müssen bzw. mind. genauso erfolgreich sein zu müssen.
Nicht zuletzt durch die Medien wird einem ja immer bewusst gemacht dass Schönheit und Erfolg Schlüsselelemente sind um in der Gesellschaft etwas zu taugen. Ich habe auch kein Iphone und brauche auch nie eins, da ich ein handy zum gelegentlichen telefonieren oder smsen nutze. Ich werde nur das gefühl nicht los, dass man sich dieser modernen Welt nicht unbegrenzt entziehen kann, vieles wird einem aufgedrängt. Und wie du sagtest ich wüsste nicht ob ich mit Daimler und 14 Stunden Tag glücklicher wäre. Während andere mal am See grillen hänge ich möglicherweise über dem Laptop. Nicht zuletzt stimmt natürlich auch das Verhätltnis nicht mehr, früher konnte ein einfacher Arbeiter eine ganze Familie versorgen, heute müssen schon beide richtig ackern um sich einen bestimmten Standard (und damit meine ich nicht unnötigen Luxus) zu erhalten. Ich frage mich wie manche mit nicht einmal 30 Jahren schon im eigenen Haus hantieren, das kann doch auch nur Pump oder von den Eltern sein.
 
Wir leben zwar in strukturierten Abhängigkeiten, denen sich nicht immer entziehen läßt,
aber sich allen (vermeintlichen) Erwartungen zu entziehen, ist manchmal auch deshalb nicht ratsam, da man/frau gerne ausgegrenzt wird
(weil man/frau sich z.B. der Materialismusspirale der Nachbarschaft entzieht, und eben nicht das neueste Auto gekauft hat;
unter Kollegen ist das gerne irgendeine neue technische/elektronische Errungenschaft).

Da entspreche ich lieber bestimmten Erwartungen (aber eben nicht Auto und nicht Ipod), um dann lieber eine unerkannte graue Maus bleibe, als im anstrengenden Rampenlicht zu stehen,

dabei bin ich bestimmt am wenigsten angepasst.

Die Kunst erscheint mir da die richtige Gratwanderung.
 

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