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Muss ich darauf eingehen?

Harry83

Mitglied
Hallo Leute!

Ich bin ein wenig sauer auf die Arbeitsagentur.

Grund: Ich habe 2 unverbindliche Stellenangebote bekommen. Es geht um jeweils eine Stelle im Callcenter Outbound. Jedes Mal, wenn ich beim Amt einen Termin habe, sage ich ausdrücklich, dass ich mit dem Thema Callcenter abgeschlossen habe, da ich mich alleine im letzten Jahr mind. 15 Mal dort beworben habe. Mindestens 10 Mal wurde ich eingeladen, und einmal sogar auf Probe eingestellt. Doch nach Ablauf der Zeit, schmiss man mich wieder raus. Die Begründung: "Sie habe ihre Verträge nicht geschafft"! Ich selber fand das natürlich Sch...! Die haben mich mehrere Wochen "ausgenutzt", und ich bekam noch nicht einmal eine Art Zeugnis, in dem erwähnt wurde, dass ich dort gearbeitet habe. Als ich das meiner Sachbearbeiterin sagte, meinte diese noch ganz frech, dass ich mich strafbar gemacht habe, da ich schwarz gearbeitet habe. Dabei habe ich nur auf das gehört, was mir das Amt gesagt hat! Auch ihr habe ich nochmal ausdrücklich gesagt, dass ich mich aufgrund dessen, nicht mehr in einem Callcenter bewerben werde. Ich werde mich weiterhin bewerben, aber damit habe ich abgeschlossen.

Jetzt zu meiner Frage: Muss ich auf diese beiden Angebote eingehen, oder kann ich sie beiseite legen, da sie ja "unverbindlich" sind?
 
[FONT=Arial, sans-serif]Die Unverbindlichkeit besteht darin, dass das Amt Dir die Stelle ja schlecht zuweisen kann. [/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Ansonsten liegt der Haken an der Sache folgendermaßen: Du als Leistungsempfänger bist verpflichtet alles Erdenkliche zu tun, um Deine Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung zu verringern oder zu beenden. Sie könnten argumentieren, dass Du Dich so um eine sichere Zusage gebracht hast, da Du ja auch Erfahrung zu haben scheinst. [/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Das könnte Sanktionen in Form von Leistungskürzungen nach sich ziehen.[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Ich empfehle, sich auf solche Stellen so zu bewerben, dass sie Dich nicht nehmen. Eine ordentliche Alkfahne in Verbindung mit schlampigem Aussehen oder nicht so sehr geduscht sollte helfen.[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Auch wenn Du schlechte Erfahrungen in einem Sektor gemacht hast, bist Du leider nicht in der komfortablen Lage, es Dir großartig selbst aussuchen zu können oder bestimmte Sachen abzulehnen. Wenn schon, dann sei clever![/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Was würdest du denn gern machen und woran scheiterts?[/FONT]
 
Alleine unangemessen/ungepflegt dort erscheinen, genügt schon... (nicht zu viel, fällt auf...) 😉
Ein geschmeidiger 3-Tage-Bart (oder ein "1Woche-Bart") kann wohl schon viel ausrichten. 🙂

Der Arbeitgeber macht Angaben ggü. dem Amt, von daher Vorsicht. 😉 Weniger ist mehr.
 
Ich befürchte, Callcenter lassen sich von Bärten, egal welchen Alters, nicht sonderlich beeindrucken 😎.

Und die Leute teilen dem Amt nur mit, ob sie den Kandidaten genommen haben oder nicht bzw. ob er sich vorgestellt hat oder nicht. Ins Detail dürfen die schon aus Datenschutzgründen nicht gehen.
 
Hallo Harry!

Erhälst Angebote vom Arbeitsamt (ALGI) oder beim Jobcenter (ALGII)?

Vom Arbeitsamt sind Angebote/Vorschläge, die annehmen kannst oder eben nicht. Solange keine Rechtsfolgenbelehrung dran hängt, kannst es es getrost ignorieren.

Die Angebote vom Jobcenter sind verbindlich, und würde die auch nicht leichtfertig ignorieren.

Im Übrigen bekommst Bewerbungen und Fahrtkosten bezahlt, musst vorher einen Antrag stellen.

lg.
 
Hatte etwas außer acht gelassen, dass es konkret um Callcenter geht, in der Tat. 😉

Mit Alkoholfahne wäre ich vorsichtig, ich rate zu subtileren Dingen, muss man aber können..... 😉

(Beispiel: Es gibt sehr schüchterne Menschen, die können anderen kaum in die Augen schauen, kriegen kaum ein Wort raus) 😀
 
Ich befürchte, Callcenter lassen sich von Bärten, egal welchen Alters, nicht sonderlich beeindrucken 😎.

Und die Leute teilen dem Amt nur mit, ob sie den Kandidaten genommen haben oder nicht bzw. ob er sich vorgestellt hat oder nicht. Ins Detail dürfen die schon aus Datenschutzgründen nicht gehen.

Hast du mal so ein Forumular gesehen? Ich ja. Und ich habe gestaunt. (War also das Formular vom Amt bei einem Arbeitgeber, aus ner privaten Situation heraus, ich hatte mich nicht beworben, ich war ne Bekannte und er hat mir das Formular gezeigt)

Es gibt (wenns noch so ist) so einen Bereich für Anmerkungen.....

Ach so, und da stand "Gründe fürs Nichteinstellen". Kann nur sagen, was ich da gesehen habe.
 
Ja schon, aber da dürfen die dann nur Dinge bzgl der Qualifikation reinschreiben, ob es daran lag oder ob die Arbeitszeit nicht gepasst hat oder so...

Keine Sachen wie: war zu ungepflegt, hat gestunken, scheint zu saufen. Und wenn sies tun, kann das JC keinem einen Strick draus drehen.
 
Ich war mir sicher, dass da solche Dinge reingeschrieben werden, ganz sicher sogar.
Dass das unter Datenschutz fällt, wusste ich nicht. Hm.

Wenn jemand übers Jobcenter Minjob-Angebote bekommt, bekommen dann die Firmen eigentlich auch so ein Formular oder dann nicht? Ne Bekannte bewirbt sich grad auf dieser Basis und da fällt mir grade diese Frage ein. Ich vermute mal, die Firmen bekommen keinen Durchschlag von dem Angebot, dass das nur ist bei "richtigen" Jobs. Keine Ahnung.
 
Na das ging ja schnell!🙂

Also: Die Angebote sind so geschrieben, dass ich daraus entnehme, nicht verpflichtet zu sein. Denn: In beiden steht in etwa: "Sollte Ihnen eine der Stellen zusagen, geben Sie mir bitte telefonisch Bescheid."
Von Folgen in Form von Sanktionen ist keine Rede. Es ist, so wie es im Anschreiben steht, lediglich ein Vorschlag. Und das mit den Tricks, warum die mich nicht einstellen könnten, ist zwar nett gemeint, aber da braucht man eigentlich nur den einen oder anderen Rechtschreibfehler in die Bewerbung basteln.
 

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