Mir kommt vor, das Kreative ist in der Zeitlosigkeit daheim, das ist eher ein Zustand, wo man gefühlt komplett aufgeht in dem, was man gerade macht, wo man die Uhr anhält, in der Schwebe ist, nicht eingeteilt, nicht verpflichtet ist, frei ist, frei hat, ewig Zeit hat.
Bei mir ist das derzeit aufgeschoben, weil ich noch recht eingeteilt bin in diversen "irdischen Verpflichtungen". Das macht aber nichts, ich werde das nachholen und habe bereits eine riesige Vorfreude auf meine Schaffenszeit, Trödelzeit, Spielzeit.
Heute zb war ich einsam und alleine wandern ganz oben im Gebirge, Nebelschwaden, leichter Nieselregen, viele Pilze unterwegs, der Duft vom Moos, gaaaanz langsames Schauen, Gehen, Schnuppern, Verweilen, Bleiben, da spüre ich Jubeln in mir, ich weiß, das brauchts, nicht viel mehr brauchts, um zu diesem Zustand zu kommen, wo man sich glücklich fühlt, das wirst du suchen, oder? Dieses Eintauchen in etwas, das dir vollauf gefällt und zufrieden macht.
Ist das Lesen? Vielleicht hast du noch mehr von solchen Tätigkeiten, die dir total gefallen.
Du kennst sicher viele noch gar nicht.
Mir ist mal ein Kursangebot aufgefallen, ich buchte und siehe da, wie wenn ich von der ersten Minute an MEINS gefunden hätte, etwas, das für mich wie geschaffen ist. Das war damals Keramik, Ton, Töpfern. Heute, mehr als zwanzig Jahre später bin nach wie vor binnen kürzester Zeit im Flow, wenn ich beginne, mich diesem Hobby zu widmen. Das geht auch mit dem Malen so. Versuch dich mal damit, es kann sein, dass dir das auch so gefällt.