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mobbing

  • Starter*in Starter*in jette
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    mobbing
J

jette

Gast
ich arbeite mit zwei anderen frauen in einem büro. die eine davon fing kurz vor mir an. schon nach kurzer zeit zeigte sich, dass sie mich nicht leiden konnte.
egal was ich mache, sie findet es schlecht und fragt... am liebsten wenn möglich viele leute in der nähe sind wie man nur so dumm sein kann.
durch einen zufall erfuhr sie, dass meine mutter psychisch krank ist. sie hat sich darüber lustig gemacht. die kollegen haben ihr gezeigt, dass sie das nicht gut finden. dann fing sie an zu behaupten ich würde ja nur sagen dass meine mutter psychisch krank wäre um mehr aufmerksamkeit zu erlangen. obwohl sie es selbst nur durch einen zufall erfahren hat.
immer wieder sagt sie mir was ich alles falsch mache. oft habe ich nicht mehr gewusst was ich tun sollte und nichts gemacht.
das war ein grund für sie zu fragen warum ich nichts mache. ich sagte ihr, dass ich angst habe wieder etwas falsch zu machen und sie sagte mir ich wäre zu nichts gut.
langsam geht es so weit, dass ich wütend werde sobald ich sie nur sehe.
leider kann ich mich schlechter als sie beherrschen. ich bin mehrmals laut geworden als sie mich korrigiert hat. meine kollegin auf dem gleichen zimmer sagte mir sie fände mich inzwischen ebenso bescheuert wie sie und die anderen sind der meinung, dass ich alles schuld wäre.
ich will mich an keinen vorgesetzten wenden, weil sie besser reden kann als ich.
 

Hallo jette,

schau mal hier: mobbing. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich hatte das gleiche problem mal in der Schule. Egal was ich machte immer sagten die irgendetwas schlechtes über mich. Irgendwann hab ich mich dann mal selbst gesehen. Da verstand ich erst mit wie wenig Hirn ich in manchen situationen gehandelt habe. Mir viel auch auf das ich sehr wenig geschlafen hab und mir das Leben am A**** vorbei ging. Ab da hab ich dann länger zu schlafen und geguckt was an meinem Leben so toll sein soll. Ich verstand dass das Leben viel aufregender sein kann wenn man richtig ausgeschlafen ist und das jeder seine eigenen Fähigkeiten hat also etwas besser kann wie andere. Denk darüber nach was du gut kannst und bau darauf auf das du etwas besser kannst als die, dann wird´s auch wieder mit dem Beruf klappen.

Hoffe ich konnt dir helfen 😉.
 
Bardo meinte:
Ich hatte das gleiche problem mal in der Schule. Egal was ich machte immer sagten die irgendetwas schlechtes über mich. Irgendwann hab ich mich dann mal selbst gesehen. Da verstand ich erst mit wie wenig Hirn ich in manchen situationen gehandelt habe. Mir viel auch auf das ich sehr wenig geschlafen hab und mir das Leben am A**** vorbei ging. Ab da hab ich dann länger zu schlafen und geguckt was an meinem Leben so toll sein soll. Ich verstand dass das Leben viel aufregender sein kann wenn man richtig ausgeschlafen ist und das jeder seine eigenen Fähigkeiten hat also etwas besser kann wie andere. Denk darüber nach was du gut kannst und bau darauf auf das du etwas besser kannst als die, dann wird´s auch wieder mit dem Beruf klappen.

Hoffe ich konnt dir helfen 😉.

p.s. Ich ging auch ins fitnesscenter um selbstvertrauen zu bekommen.
 
Guten morgen
Als ich deinen Beitrag gelesen habe ist mir die Wut hochgekommen.Ich kann es nachvollziehen da mir soetwas selber passiert ist.(Altenpflege).Du darfst dir das nicht gefallen lassen.Lass dich nicht von solchen Menschen fertigmachen.Es wird sonst lange verfolgen.Man vergißt es nicht so schnell.Als erstes kann es dir egal sein ob sie es schlecht findet was du machst denn du weißt was du kannst!!Wenn sie dich vor anderen Leuten runtermacht gib ihr kontra z.B:Sprichst du immer von dir,na ja Selbsterkenntnis ist der Weg zur Besserung.Stell dich zuhause vor dem Spiegel und übe das um auch deine eigene Mimik zu sehen.Kein Mensch hat das Reht dich als Dumm darzustellen!!Mach dir das bitte immer wieder klar.Und denke daran man muß nicht schreien versuche alles in einem ruhigen Ton zu sagen.Ganz wichtig!!!!Wenn Vorkommnisse sind versuche es zu notieren.Und rede mit deinem Vorgesetzten!!Teile ihm mit wie dich deine Arbeitskollegin behandelt.Bitte habe keine Scheu dies zu tun.Und lass dir dein Selbstbewußtsein von solchen fiesen Leuten nicht nehmen.Oft steckt hinter Mobbing Neid!!!!!!!!Es wird dich krank machen wenn du es einfach hinnimmst!!!
Und bezogen auf die psychische Erkrankung deiner Mutter.Das geht die garnichts an.Das ist dein Privatleben.Es geht sie nichts an.Laß dich nicht einschüchtern nur weil sie besser reden kann.Schreibe dir alles auf!!!Und wenn du der Meinung bist du kannst nicht gut reden.Besuche einen Rhetorik-Kurs bei der Volkshochschule.So muß jetzt leider aufhören.Schreibe dir aber noch mal
Ich umarme dich ganz fest!!
LG
mausilein
 
Hallo Jette,

ich bin der Meinung, dass man sich nicht auf das Niveau des 'mobbenden' begeben sollte, in dem man immer gleich contra gibt.
Lass sie einfach auflaufen - gibt es was unbefriedigenderes für so einen ewigen Stänkerer als wenn er immer nur gegen die Wand redet und keine Reaktion kommt?
Versuche cool zu bleiben - wenn sie dich angreift, dann entgegne entweder gar nichts oder nur ein "Und? Weiter?" oder einfach nur "Aha" - das reicht.

Wenn sie gar nicht aufhört, dann sag ihr höchstens Mal wie traurig es doch ist, wenn es jemand nötig hat einen anderen klein zu machen, damit er sich selber größer fühlt.

Wenn du mit deiner Arbeit nicht weiter kommst, dann frage die andere Kollegin. Gar nichts machen kann nicht die Lösung sein.
Konzentriere dich auf deine Arbeit und lasse dieses Monster einfach links liegen.

LG
Brigitte
 
mhm kenn ich auch. ich arbeite zur zeit in einem büro mit zwei männern zusammen. die haben mich anfänglich immer wegen jeder kleinigkeit fertig gemacht. ich bin wirklich nicht dick ich bin 1.73 und 59 kg. doch der eine fand es besonders witzig mich immer darauf anzusprechen, dass ich keinen sport mache. immer wieder hat er witze darüber gemacht und miich so dargestellt als wäre ich so dick. schlussendlich habe ich mich selbst so verzerrt gesehen, dass ich manchmal das essen ausfallen liess. passiert auch heute manchmal noch aber nicht mehr so oft. die können mich mal.
und immer wenn ich etwas nicht wusste hat mich der eine fertig gemacht und der andere hat dabei gelacht.
als ich sie zur rede gestellt habe hat das überhaupt nix genutzt. sie fanden es witzig denk ich mal.
doch ich hab dann rausgefunden an was es lag. männer sind ja manchmal so einfach gestrickt.................. sie fragten mich oft ob ich mit ihnen ins kaffee gehen würde. in der pause. ich verneinte immer und das hat wohl ihren stolz angegriffen. ich hab mit meinem freund darüber gesprochen und er meinte wenn es so einfach sei, soll ich doch einfach mal mit ihnen etwas trinken gehen. und prompt war alles in ordnung!!!!!!!!!!!!!! unglaublich oder????? und dafür hab ich mich monatelang gequält und mich immer wieder heulend auf toilette verzogen. ich finde es einfach so bescheuert, was sich manche menschen mit einem erlauben. da könnt ich einfach kotzen.

es tut mir so leid für dich fühl dich in den arm genommen!!!!!!!
 
Oh Mann, wenn ich das hier so lese, da kommt auch in mir die Wut hoch! Ich hatte hier schon das volle Programm - von Tagebuch führen, über Mobbing-Gespräche mit einer Mobbing-Beauftragten, über Chef-Kollegen-Gespräche, über Stellenwechel innerhalb des Hauses (und anschließend zurück geholt werden, weil man doch "fehlte"!) bis hin zu Rechtsanwalt.... zwei Jahre lang habe ich gelitten. Aber ich habe mir immer geschworen, dass "so eine" mich nicht raus mobben wird. Die Zeit arbeitet immer für Dich!!!

Am Ende hat alles nix genützt. Erst als ICh selbsbewusster wurde, als sie merkten, sie können mir nicht weh tun mit dem mobben - da hörte es komischerweise auf!!!! Habe auch gemerkt, dass Kommunikation oft ein wichtiger Punkt ist der bei vielen fehlt. Der Mut auf den anderen zu zu gehen und ihn offen anzusprechen - das ist etwas, wo ich mir heute noch fast in die Hose mache bei, aber ich zwinge mich einfach mit den Leuten direkt und gleich zu reden. Denn meistens reagieren die völlig perplex und sind dann auch erst mal peinlich berührt wenn man sie direkt anspricht... und das nimmt ihnen dann schon gleich den Wind aus den Segeln.

In Deinem Fall ist das leider wohl nicht so ein doller Rat? Ich verstehe Deine Angst vor einer Kollegin, die sich gut ausdrücken kann - ging mir auch so, ich hatte ihren Argumenten gar nichts mehr entgegen zu setzen, die teilweise auch sehr persönlich und beleidigend waren. Aber dafür gibt es Bücher, wo man richtige "Floskeln" zum auswendig lernen drin findet, die man denen dann an den Kopf werfen kann!!! Schau Dich mal im Buchhandel um! Wenn ich die Titel noch finde, poste ich sie Dir gerne am WE mal zu.

Wie gesagt, wenn sie denk persönlich werden zu müssen, solltest Du Dich nicht scheuen ihr klar die Grenzen zu zeigen - möglichst ruhig dabei bleiben und nicht groß drauf reagieren. Ein Satz genügt wie etwa: jetzt werden sie persönlich, das geht sich gar nichts an. Und dann nicht weiter reagieren, egal wie sehr sie weiter keift!!! Notfalls einfach den Raum verlassen mit dem Kommentar: ich komm dann wieder wenn sie sich mal beruhigt haben... Du wirst Dich wundern wie das wirkt wenn Madame ins Leere läuft! Zeig ihr nicht, wie sehr es Dich trifft. Mach Dich innerlich stark! Diese Tusse kocht auch nur mit Wasser, die kann nix besser als Du! Wahrscheinlich muss sie nur von ihrem eigenen negativen Arbeitsergebnis ablenken mit ihren Angriffen! Versuch doch mal (fies, ich weiß, aber sehr wirkungsvoll!) IHR Fehler nachzuweisen - öffentlich - und sie schön lächerlich zu machen?

Ich drück dich auch ganz lieb und schicke Dir gaaaaanz viel Kraft und Mut!!! Du kannst es schaffen!!! Ich hab es auch geschafft!!!!

LG sendet Leah
 
Hallo, Jette,
was du schreibst, kommt mir sehr bekannt vor! Sie hat kurz vor dir angefangen? Sie macht dich vor allen fertig? Es gibt leider einfach Leute, die schrecken vor nichts zurück, sie betrachten es als Sport und halten solches Verhalten für ein legitimes Mittel, sich in einer Gruppe, in der Arbeit ... zu behaupten.

Unser Problem ist, dass wir es nicht als "Sport" betrachten und uns die persönlichen Angriffe zu Herzen nehmen. Deswegen funktioniert das System immer wieder.

Leider habe ich gleichzeitig auch die Erfahrung machen müssen, dass sich innerhalb der Gruppe keiner für dich "aus dem Fenster hängen" wird. Denn jeder will ja weiterhin integriert sein - und nicht auffallen. Da ist es schon positiv, dass dich Kollegen am Anfang in Schutz genommen haben.

Auch die meisten Vorgesetzten versuchen nicht von sich aus, das Klima zu verbessern, selbst wenn sie Probleme bemerken. Denn sie haben meist auch schon genug an der Backe und sind andererseits mit so etwas überfordert. Da
ist es oft viel einfacher, den Neuen (solche trifft es oft) als "Störenfried" anzusehen. Oder als sozial weniger kompetent ("er kann sich eben nicht integrieren, er ist nicht teamfähig etc....") Denn vorher hatte ja alles so wunderbar funktioniert...

Durch euer beider Ankunft in der Abteilung wurde das "System" verändert und muss sich jetzt erst einmal wieder zurechtrütteln. Leider seid ihr halt sehr unterschiedlich: sie kämpft mit dem Dolch und der Stinkbombe, du auf der sachlichen Ebene. Letzten Endes hat sie auch Angst vor dir und deiner Kompetenz, denn:
Gegen eine Null muss man nicht kämpfen, das wäre nur verschwendete Energie!

Ich gehe mal davon aus, dass das Unternehmen euch beide eingestellt hat, weil sie euch beide brauchen (die Praxis, einen nach der Probezeit dann wieder rauszuwerfen, ist glücklicherweise nicht verbreitet, da sie wahrscheinlich auch einfach zu teuer wäre).

Ich würde dir doch raten, mit deinem Vorgesetzten zu reden. Denn bei der Abwägung der Kräfte ist es für dich sehr, sehr schwer, einen "Kampf" zu gewinnen. Besser wäre es, den Kampf ins Leere laufen zu lassen.
Und zwar würde ich mich keinesfalls bei meinem Vorgesetzten über irgendetwas beschweren - du musst ja auch nicht von "Mobbing" reden. Überlege dir, wo deine Stärken liegen, was du an deinem neuen Arbeitsplatz schon gut gemeistert hast, worauf du dich in Zukunft gerne konzentriereren würdest. Dann bitte doch deinen Vorgesetzten um ein Gespräch zur Einschätzung deiner bisherigen Arbeit. Zeige ihm, dass du motiviert bist, schnell dazuzulernen. Also, wenn du wirklich irgendwo fachliche Probleme hast, bitte ihn um seine Unterstützung (das war bei mir damals so, weil die liebe Kollegin X mir sämtliche Informationen vorenthielt, aber davon sollst du nicht zu deinem Vorgesetzten sprechen - keine Beschuldigungen!).

Vielleicht kannst du ihn darum bitten, dir eine Kollegin, mit der du gut auskommen kannst, als direkte Ansprechpartnerin zu nennen, mir der du enger zusammenarbeiten kannst, die dir auch anfangs direkt die Arbeitsaufgaben zuweist, die du ansprechen kannst, wenn ein Problem auftaucht. Das würde dir den Rücken stärken und deine Position im "System" verändern.

Mir scheint es, dass dies genau der Punkt ist: Irgendwie ist eine Veränderung im "System" notwendig, damit du nicht immer mehr zum schwächsten Punkt wirst. Ziehe dich auf keinen Fall in dich selbst zurück. selbst wenn du tatsächlich fachliche Probleme haben solltest: Dann geh zu deinem Vorgesetzten, zeige, dass du motiviert bist und bitte um Hilfe.

Selbst wenn du dann Angst hast, als weniger fähig angesehen zu werden und deswegen die Probezeit nicht zu überstehen: 1. bist du ganz bestimmt nicht weniger fähig (man besteht meist die Probezeit aus ganz anderen Gründen nicht) 2. ist Angst immer der schlechteste Ratgeber.

Wenn du aktiv wirst und versuchst, das Problem von dir aus anzugehen, wird das für dein Selbstbewusstsein und dich als Person auf jeden Fall besser sein. Du bist für dich selbst das Wichtigste ( ...und wenn ich nicht für mich bin, wer dann - sagte einst ein weiser Rabbi)

Eine weitere Lösung würde übrigens darin bestehen, dass du ganz offen die Kommunikationsprobleme ansprichst (wiederum, ohne jemanden zu beschuldigen) und fragst, ob du nicht in einer anderen Abteilung eingesetzt werden könntest. Was sollte das Unternehmen dagegen haben, dich als angeworbene (und damit offensichtlich fähige) Mitarbeiterin einfach in einer anderen Abteilung gewinnbringend einzusetzen und gleichzeitig Sand im Getriebe beseitigt zu haben.

Werde aktiv, das ist immer gut. Und wenn du die Arbeit verlierst (worst case...) - das kann immer passieren! Über deine Person sagt das nichts aus. Ich wünsche dir innere Stärke (-ich bin für mich und sorge für mich-) und noch viel bessere Ideen und Ratschläge, damit alles sich zum Guten wendet.

Grüße! Baba
 
Hi Jette,

ich bin bei dem Thema voll in meiner Materie weil ich die Sache als Opfer und Täter erlebte.
Also ich denke Mopping setzt sich aus mehreren faktoren zusammen, man hat als Opfer zuerst immer "Schwachpunkte", die ein Mopper braucht, man braucht stoff zum arbeiten, ich war damals z.B. sehr soziophob, hatte auch nach jahren keinen guten kontakt zu meinen gymnasiumskollegen (was aber auch daran lag, dass wir als Spezialschule die Schüler aus durchschnittlich 10-20km radius holten), hatte mich zu beginn des gym von meiner oma überreden lassen mir meine schönen lange haare zugunsten einer fönlocke abzuschneiden, hatte, da akute armut, keinerlei vernünftige klamotten, aber auch kein geschmack.

also wir waren bei den schwachpunkten, das problem war z.B. bei mir als moppingopfer, dass mir nicht klar war, was für eine seltsame person ich war, und ich meine "schwachstellen" eher verdrängt habe. Jeder Mensch hat Schwachstellen, manche ändern sich, wie die Frisur oder Klamottengeschmack, und manche ändern sich weniger, wie vllt. soziophobie oder genetisch bedingter etwas bäriger körperbau.
Naja, ich war auf jedenfall auch Mode, zum größten Teil in den Parallelklassen.

Als Täter hab ich gelernt, die Schwachstellen bei Personen (Hippie-Klassenkameradin) zu lesen und gezielt darauf zu provozieren, sie nahm sich und ihre politische Meinung todernst, war streng ideologisch festgelegt, obwohl sie eigentlich schlauer hätte sein müssen. Naja, war sicher auch ein Teil "was sich neckt liebt sich" drin. Aber am meisten reizte halt, dass sie sich selbst ihren "schwachpunkt" nicht eingestand und in diskussion ständig den kürzeren zog, aber auch immer wieder anfing.
Der Haupteffekt war dieses Gefühl der Macht, dass man den anderen vom Wesen her lesen kann und ihn praktisch "bedienen" kann, sich selbst zeigen, dass man rethorisch besser ist und ruhig bleibt während der andere sich aufregt.
(was für mich nur nett war, weil sie doch noch ein ernster Gegner-opfer war, manche finden es sicher auch nett, ihre rethorische Geschicklichkeit am möglichst schwachen Opfer zu beweisen)

Also was ich daraus für Lehren ziehe ist, dass man als Mensch immer Schwächen hat, dass man immer sein größter Kritiker sein muss, damit wenn einem jemand sagt, wie komisch man ist, man ihm nachweisen kann, dass man noch viel komischer ist.
Wenn jemand sagt, dass und das kannst du nicht, sagt man, "da hast du recht, es ist sogar noch schlimmer, aber ich arbeite dran". Und immer schön ruhig bleiben (@brigitte: völlig richtig!), man darf dem anderen nicht die befriedigung geben, dass man sich so schön berechenbar aufregt (schwer, ich weiß, hab das als opfer auch nicht geschafft).
Und wenn es extrem wird wirklich persönlich werden ("na geht dir jetzt einer ab, wenn du allen zeigen kannst, dass du mich fertigmachen kannst?" , "Warum suchst du eigentlich die schwachpunkte von Menschen und willst sie damit verletzen?" , "Warum hilfst du mir nicht bei den Sachen, die ich noch nicht so gut kann?")

Man muss sein Schwachpunkte besser kennen als andere, damit man sie zu Kraftzentren macht und nicht zu potentiellen Angriffszielen . Man braucht als Täter ein Angriffsziel, eine Kerbe zum ansetzen, und man braucht die Bestätigung, dass es gewirkt hat. Das Erstere findet man immer, man kann die person aber auch mit angriffszielen überfluten ("ich kann nicht nur das nicht perfekt, ich hab auch da und da noch probleme" ),
aber das zweite, dieses zusammenzucken, wenn jemand einen finger auf rote schalter legt, kann man abstellen, indem man selbst so oft auf den schalter drückt, bis es nicht mehr stört.
(bsp: man muss sich eben damit abfinden, speckrollen zu haben und wenn leute da ärgern, muss man sie ihnen entgegenstrecken; oder ich hätte damals, forsch mit den finger durch die fönlocke fahren müssen und die hose bis zum bauchnabel hochziehn, und mich damit abfinden komisch zu sein; später gings ja genauso, so ähnlich jedenfalls)

vielleicht hilfts ja.
Gruß Max
 
Einen guten Literaturtip : Der R-Faktor solltest du lesen, hier gehts um innere Stärke.
gruß
 

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