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Mobbing - keine Hilfe durch den Vorgesetzten

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Gast

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Hallo,

ich hoffe ich bin hier richtig. Ich werde von meinem Arbeitskollegen gemobbt, hier ein paar Beispiele:

- zurückhalten von Informationen
- Nachkontrolle meiner Arbeiten
- durchsuchen meines Arbeitsplatzes
- anschwärzen beim Chef
- schlecht machen vor Kollegen

Ich war bereits zweimal für ca. zwei Wochen deshalb krank geschrieben und musste nach dem letzten mal zu meinem Chef für ein vier Augen Gespräch. Als ich Ihm alles erzählte, sagte es nur, der Kollege würde dies nicht mit Absicht machen. Er würde versuchen mit ihm vorsichtig zu sprechen, aber Rügen würde er Ihn nicht.
Statt etwas zu ändern, sprach mein Chef mein Problem in der Teambesprechung an und sagte, dass ich mich benachteiligt fühle.
Ich wusste nicht was ich sagen sollte, da ich Ihm das alles unter vier Augen erzählt hatte.
Das ganze war vor ca. fünf Wochen und ich dachte ich schalt einfach auf durchzug und lass das alles nicht mehr so an mich heran, doch leider geht das nicht so einfach...
Zwischenzeitlich hatte ich noch ein Mitarbeitergespräch mit meinem Vorgesetzten wobei es um die Bewertung und um die Vergabe der Sonderzahlung ging. In diesem Gespräch hat er meine Bewertung, total heruntergeschraubt und war der Meinung ich sei nicht Teamfähig, wäre nicht in der Lage den Kollegen nach Informationen zu fragen (obwohl ich mehrmals gefragt hatte) und würde meine Arbeit schlecht machen... und wenn ich Ihm dann mitteilen wolle warum ich krank war und was mein Problem sei, dann könne ich ja zu Ihm kommen und es Ihm erzählen... (ich dachte ich höre nicht richtig!!! Hatte ihm das ganze beim letzten Gespräch bereits ausführlich erklärt)...
Ich weiss echt nicht mehr weiter. Alles was ich versuch dagegen zu tun wird als lapalie abgestempelt.
Dazu kommt noch dass ich ständig Bauchschmerzen und Übelkeit bekomme wenn ich nur an die Arbeit denke...

Kann mir jemand helfen und Tipps geben??

Jeder Tag den ich dort hin muß macht mich mehr und mehr fertig, ich fühle mich nach zwei Tagen Arbeit als hätte ich zwei Wochen durchgearbeitet...

MfG
 
Hallo,

kannst du Dich an den Betriebsrat wenden?

Ansonsten gibt es auch andere Anlaufstellen, wo du zumindest mal über die Sache sprechen kannst. Wie zum Beispiel hier findest du ein paar Infos:

Mobbing, Abwehr von Mobbing

oder hier:

Anlaufstellen bei Mobbing - www.beratung-mobbing.de

Wenn du sonst keine Möglichkeiten hast, sprich mit dem Arzt und lass dich gegebenenfalls länger krank schreiben. Vor allem bewerbe dich auch auf andere Stellen. Wichtig ist, dass du hier dabei nicht zugrunde gehst. Laß dich nicht nieder machen!!!

Viel Kraft!!!

Vergissmeinnicht
 
Hallo,

erst mal danke für die Antwort. Den Betriebsrat kann man vergessen, der ist gut befreundet mit dem Vorgesetzten. Mein Arzt würde mich länger krank schreiben, bis ich was neues hab. Doch alle sagen mir ich muß da durch und kämpfen, aber ich kann nicht mehr. Ich bin schon auf der Suche, aber momentan sind keine Stellen in meinem Bereich frei. Wenn nur Zeitareit, aber einen unbefristeten Arbeitsvertrag für einen unsicheren aufgeben?

MfG
 
Hallo Gast,

bist Du denn in einer Gewerkschaft? Falls nicht würde ich eintreten und dort mal Deinen Fall vortragen. Auch über die Tatenlosigkeit des Betriebsrates würde ich dort sprechen.

Danach solltest Du Dir zumindest mal eine Beratung bei einem Anwalt geben lassen über Deine Möglichkeiten und worauf Du achten solltest, damit Du im Falle von Abmahnungen, Kündigungsvorhaben seitens Deines Arbeitgebers, etc. bescheid weisst was Du tun kannst. Seine Rechte zu kennen ist in so einem Fall nur von Vorteil und auch gut für das Selbstbewusstsein. Evtl. bietet sogar die Gewerkschaft so eine Beratung an.

Last but not least führ ein "Mobbingtagebuch". Schreib Dir alles auf, was in diesen Bereich fällt mit Datum, Urhzeit und beteiligten Personen. Wenn Dein Kollege Dir eine Information vorenthält, dann schau ob Du das per eMail festhalten kannst. Alles was Du schriftlich hast ist gut für Dich. Auch über die geführten Gespräche solltest Du Dir Notizen machen. Sollte es zu einer Streitigkeit kommen wirst Du beweisen müssen was passiert ist. Auch Mails oder Notizen in denen Du gelobt worden bist von Vorgesetzten rein in dieses Tagebuch.

Für Gespräche mit dem Vorgesetzten empfehle ich jedem Mitarbeiter grundsätzlich: Erfolgstagebuch führen. Alles was man angeschoben, vorangebracht oder erfolgreich abgeschlossen hat aufschreiben. Gerade wenn es um Geld geht setzt hier bei den meisten Vorgesetzten eine spontane Amnesie ein.
 
Hallo Gast,

egal was alle anderen sagen, höre auf dich! Du musst da durch und du erlebst das ganze! Wenn du das nicht aushältst, dann entscheide für dich was am besten ist!!! Man kann immer so leicht daher reden, wenn man es selber nicht erlebt.

Warum nicht einen unbefristeten aufgeben? Du machst dich damit doch nur kaputt! Willst du das? Und schließlich könntest du wieder einen unbefristeten finden mit einem besseren Umfeld!!! Oder bist du in einem gewissen Alter wo es nicht mehr so leicht ist einen Job zu finden? Du kannst dich doch auch an einer neuen Stelle weiter bewerben!!!

Viel Kraft und Mut

Vergissmeinnicht
 
Hallo,

erst mal danke für die Antwort. Den Betriebsrat kann man vergessen, der ist gut befreundet mit dem Vorgesetzten. Mein Arzt würde mich länger krank schreiben, bis ich was neues hab. Doch alle sagen mir ich muß da durch und kämpfen, aber ich kann nicht mehr. Ich bin schon auf der Suche, aber momentan sind keine Stellen in meinem Bereich frei. Wenn nur Zeitareit, aber einen unbefristeten Arbeitsvertrag für einen unsicheren aufgeben?

MfG



...mh, was heisst "den Betriebsrat kann man vergessen"

1. ist der von der Belegschaft zu wählen
2. hat er sich an Gesetze zu halten (PersVG)
3. solltest Du schon zeigen, dass man mit dir nicht alles machen kann...
 

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