Dass ich auch Fehler gemacht habe, steht außer Frage. Ich habe den Konflikt nicht direkt mit der Person X besprochen, sondern mich darauf beschränkt, X in ihre Schranken zu weisen. Dabei war ich im Tonfall zunehmend scharf und genervt.Was mir bei deinem Anfangsbeitrag fehlt, wie du dich verhalten hast. Es muss ja eine Situation geben, von denen alle der Meinung sind du hättest überreagiert bzw. wärst zu empfindlich.
Das was Person X macht, ist jedenfalls auch nicht die feine Art. Da es ein Ehrenamt ist, würde ich überlegen, ob es das noch wert ist. Wenn man sich nicht mehr willkommen fühlt, macht es wenig Sinn zu bleiben.
Das war für die Anderen, die nicht beteiligt waren, unangenehm. Ich hätte sie da raushalten sollen und den Konflikt außerhalb der Gruppe austragen. Mein Therapeut sagte zwar neulich: „Narzissten sofort kastrieren“, und er meinte damit auch „vor Ort“ und direkt in der Gruppensituation. Aber eigentlich wäre es besser, die Gruppe damit zu verschonen.
Aber was mein Problem ist und weshalb ich hier schreibe: X hat ständig versucht, mir die Leitung streitig zu machen, und DAS wurde mir als „Überempfindlichkeit“ und „überreagieren„ ausgelegt. Die allgemeine Meinung war, dass ich X einfach gewähren lassen sollte, dass es völlig normal und legitim war, was sie gemacht hat.