Tatsächlich habe ich gerade einen super interessanten Artikel in der 'Zeit' gelesen. Ist leider einer hinter der Paywall, daher verlinke ich den hier nicht.
Dort wird über Lehrer in Ausbildung berichtet und auch erläutert, warum es so wichtig angesehen wird, diese Stresssituationen auszusetzen. Teilweise sitzen da bis zu 8 Personen zur Beobachtung mit im Unterricht.
Anschließend kommt die Manöverkritik. Kernaussage runter gebrochen war, dass ein Lehrer die Schüler beurteilen muss und daher auch selbst souverän damit umgehen muss, von anderen kritisch beurteilt zu werden.
Wenn ein Anwärter auf den Lehrerjob dann die geübte Kritik nicht als Angriff beantwortet, sondern interessiert zuhört und entgegnet, dass dieses Feedback sehr wertvoll sei und dann ohne Rechfertigung einfach fragt: "Wie hätten Sie - mit Ihrer Erfahrung - die Situation geregelt?" nimmt das den anderen den Wind aus den Segeln und der Kandidat wird als konstruktiv, wertschätzend und lernbegierig wahrgenommen.
Du fühltest dich (zu Unrecht) angegriffen und hast dich in die Verteidigungsposition drängen lassen. Das hat die Fronten verhärtet.
Beim Berufseinstieg ist es angeraten und clever, den erfahrenen Kräften mit Respekt zu begegnen (egal was man tatsächlich denkt) und sich den Feind zum Freund zu machen.
Wesentlich ist, das Ziel im Auge zu behalten und nicht 'recht' zu haben.
Deine Chance hast du an der aktuellen Wirkungsstätte wohl unwiderruflich zerstört.
Lerne für die Zukunft. Sei smart, clever, wertschätzend und respektvoll. Nimm Kritik dankbar entgegen und lasse dich von den 'Erfahrenen' beraten.
Oder wie meine Oma mir beigebracht hat: Gewinnendes Lächeln aufsetzen und 'Faust in der Tasche' machen.
In der Ausbildungszeit ist man auf das Wohlwollen der Erfahrenen angewiesen. Spiel das Spiel diese kurze Zeit mit und mach dir das Leben nicht unnötig schwer.