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Mobbing im Quereinstieg

Ich habe leider keinen guten Tipp für Dich.

Ich unterrichte an privaten Berufsschulen. Sowas ist dort undenkbar. Hospitation wird besprochen und angekündigt. Man darf die Hospitationstermine mitentscheiden bzw. ist das meist eine Absprache. Dauerhaftes Hospitieren ist auch anderswo nicht üblich und Schikane. Durch mehrere Personen erst recht nicht.

Es ist ja ein Fakt, dass das passiert ist und jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand begreift sofort, dass das nicht in Ordnung ist so.

An öffentlichen Schulen gibt es ja auch andere Personalvertretungsgremien - bei uns wäre das der Betriebsrat, wenn es einen gibt. Und der ist auch sofort am Start, wenn er angerufen wird.

Es tut mir wirklich leid. Auch, dass Du durch die staatlichen Schulen so gebunden bist und auf das Mitwirken der Behörden angewiesen bist.
 
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Re: Mobbing im Quereinstieg
Ich habe leider keinen guten Tipp für Dich.

Ich unterrichte an privaten Berufsschulen. Sowas ist dort undenkbar. Hospitation wird besprochen und angekündigt. Man darf die Hospitationstermine mitentscheiden bzw. ist das meist eine Absprache. Dauerhaftes Hospitieren ist auch anderswo nicht üblich und Schikane. Durch mehrere Personen erst recht nicht.

Es ist ja ein Fakt, dass das passiert ist und jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand begreift sofort, dass das nicht in Ordnung ist so.

An öffentlichen Schulen gibt es ja auch andere Personalvertretungsgremien - bei uns wäre das der Betriebsrat, wenn es einen gibt. Und der ist auch sofort am Start, wenn er angerufen wird.

Es tut mir wirklich leid. Auch, dass Du durch die staatlichen Schulen so gebunden bist und auf das Mitwirken der Behörden angewiesen bist.
Liebe Weidebirke,
herzlichen Dank.
Ich muss dich das fragen, weil du eben artverwandt arbeitest und ich würde dich bitten ganz ehrlich zu antworten. Du denkt auch, dass es eine Sackgasse ist, oder und es keine Chance mehr gibt?
Sind wir ehrlich. Das Gespräch mit Schulleitung, Schulaufsicht und höherem Personalrat wird die aufgeheizte Stimmung nur verstärken. Zumindest denke ich das mittlerweile und habe ein schlechtes Bauchgefühl.
Das hatte ich beim Gespräch mit dem Personalrat nicht. Die zwei Beraterinnen waren extrem schockiert und sehr offen und unterstützend.
Als es bei der Schulaufsicht dann aber auch hieß, dass ich mich eben durchsetzen soll, da wusste ich nach 5 Minuten, dass die Bestrebung dort Hilfe zu suchen eine Fehentscheidung war.

Diese dauerhafte Hospitation empfinde ich sowohl von Seiten und Anordnung der Schulleitung als auch von den Kolleginnen als Schikane. Ich bin im Quereinstieg und mal davon abgesehen, dass ich schon ein Jahr allein unterrichtet habe und das dort so nicht vorgesehen ist, ist es in keiner Form begründbar und auch nicht förderlich, wenn vor den Schülern mein Unterricht kritisiert wird.
Auch der Begriff des Tandems ist irreführend. Für mich ist es kein Tandem, wenn ich dauerhaft allein unterrichte und alles auf Kontrolle basiert.

Es läuft dann so, dass jede der Kolleginnen dauerhaft hinten in meinem Unterricht sitzt.
Man macht also das was man im Referendariat macht rückwärts ohne Begründung. Und so schlecht kann mein Unterricht auch nicht sein, sonst hätte ich die Zwischenprüfungen nicht bestanden.
 
Hallo Milena 226, ich habe woanders auch deine Geschichte gelesen, und ich finde es höchst problematisch, daß jemand der ein sehr großes Unrechtsbewusstsein hat, dann in die Rolle der "psychisch Gestörten" gedrängt wird, wobei es ja einfach nur menschlich ist, dann auf soviel Unrecht zu reagieren, dann ebensolche Symptome zu entwicklen, und die die fies handeln fein raus sind.
Das ist wirklich fies!
Aber ich würde schauen, daß du irgendwie trotz allem gut mit dir bist, und inneren Abstand findest.
Ich habe noch nie zu den Menschen gehört, die sich der großen Meute anschlossen, und ihr Lied mitsangen, und deren Stärke sich aus vielen Gemeinheiten speist, die sie anderen antaten, und bin stolz drauf daß ich noch in den Spiegel schauen kann, aber alles hat halt auch seinen Preis! Alles Gute für dich!
 
Außer, dass Du weiter und nachdrücklich um einen Wechsel kämpfen könntest (was ich tun würde), kann ich Dir nichts weiter raten.

In so Mühlen an staatlichen Schulen kenne ich mich nicht aus (eigentlich war das immer mein Traum, dorthin zu wechseln, aber je mehr ich so höre, lasse ich das lieber).

Kannst Du Dich nicht einfach an anderen Schulen bewerben? Ist man an die Schule gebunden, an die man verwiesen wurde? Ist Dein Fach normalerweise gesucht?
 
Was wäre denn, wenn du versuchst, den Fokus im Gespräch mehr auf Lösungen zu legen als weiter auf den Problemen herumzureiten, was alles nicht gut funktioniert oder wo du dich angegriffen fühlst. Offensichtlich will die Schulleitung sich nicht positionieren; vermutlich auch, weil da Aussage gegen Aussage steht.
Da könntest du ansetzen und wie ich auch schon vorher sagte, dir anhören, welche Anschuldigungen man nun vorbringt und auf dieser Basis dann ein Lösungskonzept erarbeiten. Wichtig dabei ist sich auf faire Regeln zu verständigen und dazu würden für mich dann auch solche Dinge gehören, wie dass Kritik an dir bzg. deiner Arbeitsweise vor den Schülern nicht geäußert wird; genauso wenig die Eltern eingebunden werden. Und ich würde mir Hilfe holen, mich keinesfalls allein in diese Löwenhöhle begeben.
Wie ist es denn sonst mit dem Kollegium? Es gibt ja sicherlich nicht nur dich und die beiden Kolleginnen, die dich schikanieren. Hast du dort jemanden, der z. B. als Schlichter fungieren könnte?
Oder noch besser: Wäre eine Mediation vielleicht ein Weg? Ich arbeite ja leider im Unternehmenskontext - da ist so etwas gang und gäbe.
 
Außer, dass Du weiter und nachdrücklich um einen Wechsel kämpfen könntest (was ich tun würde), kann ich Dir nichts weiter raten.

In so Mühlen an staatlichen Schulen kenne ich mich nicht aus (eigentlich war das immer mein Traum, dorthin zu wechseln, aber je mehr ich so höre, lasse ich das lieber).

Kannst Du Dich nicht einfach an anderen Schulen bewerben? Ist man an die Schule gebunden, an die man verwiesen wurde? Ist Dein Fach normalerweise gesucht?
Das Problem ist, dass der Schulaufsichtsmensch gar nicht die Bestrebungen akzeptiert hat, dass ich überhaupt komplett wechsle. Es ging wenn nur um einen Wechsel eines Fachs zurück an die andere Schule, wobei es dazu aber auch gesagt hat, dass das das Seminar entscheidet. Das wiederum hat mich an die Schulaufsicht verwiesen. Sollte das klappen wäre es aber trotzdem besser als nichts.

Ich kann mich nicht woanders bewerben ohne dass die Schulaufsicht davon bemerken würde. Ich bin an diese Schulart gebunden, auch vertraglich und dann hätte ich ja auch die Probleme mit den Ausbildungskosten. Das wären über 10 000 Euro zurückzuzahlen. Mein Fach ist an sich aber gesucht (Hauptfach).
Und nein. Tue dir einen Gefallen und bleib dort, wenn du glücklich bist.
Privatschule wäre auch meine Alternative. Die staatliche Schulen haben derart schlechte Bedingungen, dass es einen Nährboden für Mobbing bildet. Viel Stress, viel Druck, viel Zickerei. An meiner Schule bin ich die Einzige in meinem Alter. Anfangs habe ich mich gewundert. Mittlerweile weiß ich warum. Alle jungen vor mir sind schon weggebissen worden.


Was wäre denn, wenn du versuchst, den Fokus im Gespräch mehr auf Lösungen zu legen als weiter auf den Problemen herumzureiten, was alles nicht gut funktioniert oder wo du dich angegriffen fühlst. Offensichtlich will die Schulleitung sich nicht positionieren; vermutlich auch, weil da Aussage gegen Aussage steht.
Dass die Schulleitung nicht zugeben wird, dass sie ihrer Schutzfunktion nicht nachgekommen ist und das Mobbing ist, ist klar. Selbst wenn ich lösungsorientiert in das Gespräch gehe weiß ich nicht, ob Schulaufsicht und Leitung den gleichen Weg einschlagen. Das Gespräch ist für mich unberechenbar.

Da könntest du ansetzen und wie ich auch schon vorher sagte, dir anhören, welche Anschuldigungen man nun vorbringt und auf dieser Basis dann ein Lösungskonzept erarbeiten. Wichtig dabei ist sich auf faire Regeln zu verständigen und dazu würden für mich dann auch solche Dinge gehören, wie dass Kritik an dir bzg. deiner Arbeitsweise vor den Schülern nicht geäußert wird; genauso wenig die Eltern eingebunden werden. Und ich würde mir Hilfe holen, mich keinesfalls allein in diese Löwenhöhle begeben.
Wie ist es denn sonst mit dem Kollegium? Es gibt ja sicherlich nicht nur dich und die beiden Kolleginnen, die dich schikanieren. Hast du dort jemanden, der z. B. als Schlichter fungieren könnte?
Das Problem ist, dass ich mich darauf nicht vorbereiten kann und das für mich unberechenbar ist. Ich weiß nicht, welche Asse die Leitung noch aus dem Hut zaubert. Ob sie noch Schüler anstachelt, die Briefe geschrieben haben oder weiteres. Ich weiß von 2 Listen der Schüler und einer Elternbeschwerde. Da kommunizierte die Mutter aber mit mir und sah eine Note als ungerechtfertigt an.
Geplant ist ja, dass Schulaufsicht und Personalrat mit mir ins Gespräch gehen.
Von den Kollegen habe ich leider niemanden, da die mobbenden Kollegen einen hohen Stand an der Schule haben. Es gab bisher eine Kollegin, die aber zuletzt auch sehr distanziert wirkte und mehr zum Mitläufer geworden ist. Alles sehr seltsam an der Schule. Ich wurde auch nicht zur Weihnachtsfeier eingeladen und mir wurde nicht zum Geburtstag gratuliert und das war vor dem Mobbing. Das Klima ist sehr schlecht.

Oder noch besser: Wäre eine Mediation vielleicht ein Weg? Ich arbeite ja leider im Unternehmenskontext - da ist so etwas gang und gäbe.
Eine Mediation hatte ich ja vorgeschlagen, weil jemand aus dem Seminar sich angeboten hatte. Die wurde von den Mobbern konsequent abgelehnt.
 
Was wäre denn, wenn du versuchst, den Fokus im Gespräch mehr auf Lösungen zu legen als weiter auf den Problemen herumzureiten, was alles nicht gut funktioniert oder wo du dich angegriffen fühlst. Offensichtlich will die Schulleitung sich nicht positionieren; vermutlich auch, weil da Aussage gegen Aussage steht.
Da könntest du ansetzen und wie ich auch schon vorher sagte, dir anhören, welche Anschuldigungen man nun vorbringt und auf dieser Basis dann ein Lösungskonzept erarbeiten. Wichtig dabei ist sich auf faire Regeln zu verständigen und dazu würden für mich dann auch solche Dinge gehören, wie dass Kritik an dir bzg. deiner Arbeitsweise vor den Schülern nicht geäußert wird; genauso wenig die Eltern eingebunden werden. Und ich würde mir Hilfe holen, mich keinesfalls allein in diese Löwenhöhle begeben.
Wie ist es denn sonst mit dem Kollegium? Es gibt ja sicherlich nicht nur dich und die beiden Kolleginnen, die dich schikanieren. Hast du dort jemanden, der z. B. als Schlichter fungieren könnte?
Oder noch besser: Wäre eine Mediation vielleicht ein Weg? Ich arbeite ja leider im Unternehmenskontext - da ist so etwas gang und gäbe.
So ähnlich wollte ich auch etwas beitragen

Es wird gemobbt oder irgendetwas diffuses.

Ich würde um ein klares Gespräch bitten und zwar in der Richtung, dass Du merkst, dass eine Missstimmung wohl gegen mich sich entwickelt hat. Du verstehst nicht warum, möchtest aber gerne gemeinsam die Probleme/ Kritikpunkte durchgehen und gemeinsam Lösungen anstreben. Ich bin sehr an der Ausbildung interessiert, nicht nur, weil ich durch die Prüfung kommen möchte, sondern weil ich später eine gute Lehrerin sein möchte. Ich bitte deswegen um Klärung

So ungefähr. Sich für Kritik öffnen und die anderen bitten, zu formulieren, was konkret geändert werden kann. Man holt sie ins Boot, man selbst öffnet sich und schließt die Möglichkeit des subtilen Angriff aus.

Aber Ruhe dich erstmal gut aus.

Ich habe auch überlegt auf Lehramt zu studieren und dachte, nee, dann werde ich charakterlich so wie meine Lehrer und hab das Diplom vorgezogen. Ich wünschte, Lehrer wären nett. Es gibt natürlich viele nette Lehrer.

Was ich schade finde, dass die Lehrer, die selbst im Referendariat oder Ausbildung für Quereinsteiger, viel Leid ertragen mussten, dann meinen, dass andere das auch mit durch machen

Ja, als Lehrer muss man sich einer brüllenden Schülergruppe durchsetzen. Lernen tut man alles...wäre schön ein Lernen ohne Druck und unangebrachter Kritik.

Kolya
 
Du kannst zu dem Gespräch jemanden mitnehmen.
Alleine würde ich das Gespräch nicht führen
Liebe Steffi, ich danke dir dafür, dass du die Zeit für mein Problem nimmst, aber es wäre nett, wenn du im Faden nachliest wie der Verlauf ist. Ich hatte geschrieben, wer alles ins Gespräch mitkommt.

Ich würde um ein klares Gespräch bitten und zwar in der Richtung, dass Du merkst, dass eine Missstimmung wohl gegen mich sich entwickelt hat. Du verstehst nicht warum, möchtest aber gerne gemeinsam die Probleme/ Kritikpunkte durchgehen und gemeinsam Lösungen anstreben. Ich bin sehr an der Ausbildung interessiert, nicht nur, weil ich durch die Prüfung kommen möchte, sondern weil ich später eine gute Lehrerin sein möchte. Ich bitte deswegen um Klärung

So ungefähr. Sich für Kritik öffnen und die anderen bitten, zu formulieren, was konkret geändert werden kann. Man holt sie ins Boot, man selbst öffnet sich und schließt die Möglichkeit des subtilen Angriff aus.

Aber Ruhe dich erstmal gut aus.
Danke, Kolya. Manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht mehr. Das ist eine gute Idee.
Ich habe nur Angst, dass ich auf Vorhaltungen nicht gut reagieren kann. Ich werde dann sehr unsicher.
Ich habe auch überlegt auf Lehramt zu studieren und dachte, nee, dann werde ich charakterlich so wie meine Lehrer und hab das Diplom vorgezogen. Ich wünschte, Lehrer wären nett. Es gibt natürlich viele nette Lehrer.

Was ich schade finde, dass die Lehrer, die selbst im Referendariat oder Ausbildung für Quereinsteiger, viel Leid ertragen mussten, dann meinen, dass andere das auch mit durch machen
Aus heutiger Sicht würde ich den Quereinstieg nicht noch einmal machen. Andererseits finde ich auch das Referendariat schlimm und viel zu lang. 5 Jahre Studium und nochmal 2 für die praktische Ausbildung und wenn man dann Mobber dabei hat, die einen durchfallen lassen, hat man umsonst studiert. Dann hat man ja gar nichts. Ich könnte notfalls immer noch in meinen alten Beruf zurück, dafür macht mir das was ich tue aber zu viel Spaß. Ich finde generell schlimm, wie man mit angehenden Lehrern umgeht.
 
Ich hatte geschrieben, wer alles ins Gespräch mitkommt.
Ich finde den Punkt trotzdem valide. Du hast zwar geschrieben, wer ins Gespräch mitkommt. Wer aber legt das denn fest? Du könntest m. E. durchaus sagen, dass du aufgrund der für dich sehr verunsichernden Situation auch gerne noch eine Vertrauensperson dabei hättest. Und dann suggestiv nachschieben, dass das für die andere Seite ja sicherlich kein Problem ist.
Das Problem ist, dass ich mich darauf nicht vorbereiten kann und das für mich unberechenbar ist.
Du könntest erst einmal nur zuhören und dann darauf verweisen, das erst mal sacken lassen zu wollen, "da es ja nun doch ziemlich viele Vorwürfe auf einmal seien", "du jetzt nicht ins selbe Horn blasen und aufzählen wolltest, was die Kolleginnen alles nicht richtig gemacht haben", du aber vor allem "in Ruhe überlegen wolltest, wie jetzt das beste Vorgehen für eine Lösung aussehen könnte, mit der alle zufrieden sind". Den Druck, direkt reagieren zu müssen, machst du dir doch nur selber. Vielleicht erwartet das der Schulleiter auch - aber erwarten kann man viel, wenn der Tag lang ist; denk hier daran, was für DICH das beste ist. Ich würde immer dieselbe Tonalität wählen: Natürlich wirst du gerne überlegen, ob du Fehler gemacht hast, schließlich lernst du noch. (Schon allein deshalb wird man dir nichts können - spiel diesen Trumpf doch einfach aus. Was soll denn schlimmstenfalls passieren?) Und gerne auch noch einmal betonen, dass dir an einer Lösung gelegen ist, mit der sich alle gut fühlen.

Für den Fall, dass es dir nicht gelingt, dich zurückzunehmen, würde ich dennoch ein paar vorbereitende Notizen machen, da man einfach in der Aufregung sonst vieles vergisst. Je hektischer du antwortest, desto weniger souverän wirkst du. Wir Frauen tendieren auch dazu, mit zunehmender Aufregung mit der Stimme hochzugehen. Auch das wirkt wenig souverän und wenn man dann noch überlegen muss, wie sich wann was wie verhalten hat, ist das doppelt schwierig. Dass es da eine unterbliebene Einladung zur Weihnachtsfeier gegeben hat, die sonst übliche Gratulation zum Geburtstag fehlte könnte man schon als Ausgrenzung einordnen, "obwohl du natürlich nicht ausschließen möchtest, dass das lediglich dumme Zufälle waren". Dazu dürften sich die Beteiligten dann gerne ihren Teil denken. Allerdings solltest du das parat haben, wenn du es brauchst. Also bereite dich auf alle Eventualitäten vor.

Ich finde es auch durchaus legitim zu fragen, ob es an der Schule immer schon üblich war, neue Kolleginnen vor der Klasse offen zu kritisieren oder dass Schüler aufgefordert werden, deren Leistungen in Listenform zusammenzutragen. So etwas kanntest du bisher noch nicht.

Auf solche Vorwürfe wie die sich beklagende Mutter würde ich tatsächlich nur ganz knapp eingehen und ihnen gar keinen Raum zugestehen. "Eltern, die mit der Leistungsbewertung ihrer Kinder nicht zufrieden sind, hat es immer gegeben und wird es immer geben. Ich habe meine Entscheidung begründet und stehe dazu." Keinesfalls würde ich mich auf solche Spielchen einlassen, dass du da ein besonders Problem hattest, sondern die Klassiker einfach abhaken. "Das ist die tägliche Herausforderung von Lehrern, passt nicht zum übrigen Kontext."
 

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