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Mobbing an Schulen, die Obrigkeit macht nichts, oder?

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E

EuFrank

Gast
Hallo Leser!

These:
Die Obrigkeit disqualifiziert sich angesichts ihrer Untätigkeit gegenüber dem Mobbing an Schulen.

Meines Erachtens sind in Deutschland derzeit eine große Zahl von Schülern von Mobbing betroffen. Meines Erachtens wird viel zu wenig gegen Mobbing getan. Verantwort wären meines Erachtens in erster Linie die Schulen, die dahinter stehenden Behörden und so weiter bis hin zu der uns regierenden Obrigkeit.

Die Verantwortlichkeit für Mobbing kann man sicherlich juristisch und moralisch betrachten. Fakt scheint zu sein, dass zu wenig getan wird. Wer hat schon einmal einen Politiker etwas negatives gegen Mobbing sagen hören?
Dabei ist dies kein unwichtiges Thema. Es geht oft um Leben und Tod und um vieles mehr.

Neben der schlechten Lage der Opfer geht es auch darum, welche Moral in unserem Land herrschen soll, welches Bild von Schule wir haben wollen etc.

Die Politik beschäftigt sich lieber (auch) mit vergleichsweise unwichtigen Themen. Ist das Leid von vielen Tausend Schülern und deren Konsequenzen nicht wichtiger als beispielsweise die Pendlerpauschale?

Das Schweigen (ich vermute sogar das Ignorieren) von Mobbing an Schulen durch die Politik disqualifiziert unsere Parteien. Es verhält sich ähnlich wie mit vielen Altersheimbewohnern, die verhungern (trotz immens hoher Summen, die für Altenpflege aufgebracht werden).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Kitetsu, ich dachte, Du wolltest Dir eine Auszeit vom Forum nehmen? - oder hast Du s nicht länger ohne ausgehalten?😉
Schön, das Du wieder da bist 🙂



Seh ich genauso wie du.
Aber das liegt wohl einfach dadrann das keiner mehr bock hat.
Die Lehrer kommen Morgens in die Schule, mit einer Fresse bis zum Boden,
rattern ihren Lehrplan durch und das wars.
Die Schüler genauso. Morgens ab in die Schule, fresse bis zum Boden,
schreiben die scheiße die der Lehrer an die Tafel klatscht ab und machen
den Kopf zu.

Und allgemein herrscht in der Schule eine "scheiß egal" stimmung.
Wen juckt es da noch ob da ne Handvoll Schüler gemobbt werden.
Die Lehrer sind eh zu genervt und achten da nicht drauf und das Opfer
traut sich nicht zum Lehrer zu gehen. Meisten passiert dann eh nix großartiges.
Bis da mal was passiert hat das Opfer dann schon 3 mal was aufe fresse
bekommen weil er/sie gepetzt hat.

So kenn ich das von mir damals aus der Schule.
keine Ahnung ob wir nur nen Sonderfall waren 😕
 
Zuletzt bearbeitet:
ähhmmm welche Obrigkeit? Das hört sich ein bissel altbacken an...ich bin ja eher für Zivilcourage...man braucht an sich keine Obrigkeit um solche Probleme in den Griff zu kriegen, sondern an einer Schule an sich nur einen einzigen vernünftigen Lehrer, der mal hinsieht und etwas TUT.

Meiner Ansicht nach gibt es jedoch viel zu viele Lehrer die zu viel wegsehen. Und auch viel zu viele gleichgültige Eltern, die sich gar nicht für ihre Kinder interessieren und merken wie schlecht es denen oft geht, was einem einigermaßen aufmerksamen Beobachter an sich sofort auffallen würde. Alle sind viel zu viel mit sich selber beschäftigt und somit kommt es das unsere Kultur oft nur die Fortsetzung der Natur nur mit anderen Mitteln ist. Die Schwachen werden wegselektiert und nur die Stärksten überleben.

In meiner Schule wäre Mobbing nicht möglich gewesen..weil wir wirklich gute Lehrer hatten, engagiert, auch persönlich interessiert an dem Wohl ihrer Schüler. Und weil damals die Chancen für uns auch besser waren und klar war dass jeder die gleichen Karrierechancen hatte...
Es gibt leider aber auch viele schlechte Schulen an denen die Lehrer einfach nur ihr Ding durchziehen und Strukturen fehlen. Es gibt zu wenig Lehrer und zu große Klassen, sodass die Lehrer oft auch gar nicht anders können als über gewisse Dinge hinwegzusehen. Eine häufige Krankheit bei Lehrern ist der Burn-Out..insbesondere bei engagierten Lehrern, die sich Tag für Tag aufreiben aber natürlich allein nicht gegen die Missstände ankommen können.

Das ganze System ist an sich krank und lange überfällig für ne Sanierung..aber die Regierung wird da nicht eher was tun eh nicht ein gewisser kritischer Punkt erreicht ist..und der scheint aus Sicht er Politik halt noch nicht erreicht zu sein. Deshalb hilft hier an sich nur Eigeninitiative..selber ne Obrigkeit bilden und Maßnahmen ergreifen. Manche Schulen tun das ja auch bereits erfolgreich.

Moral? Träum weiter!..in einer Gesellschaft mit immer mehr armen Leuten, die zu frustrierten mediensüchtigen Sesselpupsern (Brot = Hartz IV + Spiele = TV, Internet)mutieren und mit so vielen Eltern, die an sich kaum erziehungsfähig sind und die das Wort Moral nicht einmal richtig buchstabieren, geschweige denn schreiben können. Es heißt ja: erst kommt das Fressen, dann die Moral...ich denke die zunehmende gesellschaftliche Armut ist ein ganz großer Hemmfaktor zur Entwicklung einer Basisethik. Bei zunehmender Menschendichte kommt es zu Dichtestress und Konkurrenzdruck..die Ratten oder auch Menschen beißen demzufolgen dann um sich um Konkurrenten um Chancen, Job, Geld etc. aus dem Rennen zu kriegen...ist doch logisch, oder? Mobbing ist v.a. ein Phänomen einer Gesellschaft mit hoher Arbeitslosigkeit (jeder 3. oder 4.te Bürger ist gefährdet...reale Zahlen reden von rd. 10. Millionen Arbeitslosen )und Chancenlosigkeit vieler Menschen.
Wenn man das Problem nicht ganzheitlich anpackt wird sich das auch nicht so schnell ändern. Mit dem Ausbilden einer Moral oder neuer Werte ist es da bei Weitem nicht getan.

Tyra

P.S Übrigens regiert die Wirtschaft nicht die Politik, und solange "der Laden" läuft und hier die Bosse mit ihren Geldspielchen beschäftigt sind und die Politik dem liberal-devot ggü steht herrschen halt rauhe Sitten. Die Wirtschaft ist reiner Darwinismus und braucht nur starke Leute..die Schwachen können da ruhig draufgehen, die stören da eher, weil sie das Gesamtsystem schwächen.
 
Zuletzt bearbeitet:
das ist ja gerade das heimtückische beim mobbing, dass es - 'nach den regeln der kunst' durchgeführt - bei dritten eben nicht als solches auffällt....

wer soll dann da 'von oben' durchgreifen können?
 
Es geht sogar so weit, dass die Opfer zum Täter gemacht werden.
Dies darf ich grade bei meinem Kind erfahren.
Sie wurde gemobbt, ihr wurde nicht geholfen. Nun hat sie was gesagt und nun ist sie die Böse wenn sie nur den Mund aufmacht.
 
Ich persönlich kann die Entrüstung über Mobbing nicht in allen Fällen nachvollziehen.

Man muss da differenzieren. Das man sich über andere lustig macht oder mal jemandem das Pausenbrot klaut das gibt es wohl schon immer. Und es hat wohl noch keinem so sehr geschadet, dass er von der Brücke gesprungen wäre. Wenn es da jetzt ein englisches Wort dafür gibt, das es früher nicht gab heißt das nicht das man das früher nicht schon gemacht hätte.

Natürlich gibt es auch das aggressivere ausgrenzende Mobbing das Schüler total fertig machen kann. Und das liegt an unserer Gesellschaft das da einiges schief geht. Der gesellschaftliche Druck ist inzwischen schon bei Jugendlichen so groß, dass man unter Druck versucht sich zu profilieren und sich eine angesehene Stellung zu verschaffen. Scheiß Konsumgesellschaft eben. Aber auch die Eltern sind glaube ich irgendwie überfordert. Man beschützt Kinder viel zu sehr. Beim kleinsten Unrecht das ihnen geschieht. Es wäre wohl besser ihnen ein gesundes Selbstvertrauen zu vermitteln und ihnen beizubringen wie man sich wehrt. Ist auch im weiteren Leben wohl sehr nützlich. Sonst posten die Kinder irgendwann unter Ich/Gewalt/Therapie. Und anstatt Kindern vom ersten Tag an zu erzählen wie toll sie sind, währen Werte wie Respekt und soziales Miteinander auch ganz gut. Dann entstehen solche Probleme gar nicht.

Hier nach der Politik zu rufen halte ich für schwachsinnig. Der typische Reflex. Soll doch jeder bei seinem eigenen Kind und sich selbst anfangen. Vorleben und weitergeben. Daran mangelt es nämlich und nicht an Gesetzen.
 
Klar ich bin am Ball und habe am Dienstag jetzt ein Gespräch mit dem Stufenleiter 😉
 
Meine Tochter wurde in der 5. Klasse von ihrer Klassenlehrerin gemobbt. Und jetzt? Da ist nichts mehr mit einer "obrigkeit" die eingreift. Im Gegenteil, die unmittelbare Obrigkeit( hier der Rektor) hat sich schön hin ter die Lehrerin gestellt. Als wir uns dann an das Oberschulamt wenden wollten, hat die Schule uns damit gedroht, das Jugendamt einzusschalten.
Am Ende des Schuljahres hat man uns dann nahe gelegt , das kKind von der Schule zu nehmen, weil sie ja bei ihren Mitschülern nicht mehr so gut angenommen werden würde. Schmarrn! Wir als Eltern sind unbequem geworden, weil wir es gewagt haben unserer Tochter zu helfen.:mad:
Wir haben sie dann aber runtergenommen, da sie mit Selbstmord gedroht hat, wenn sie weiterhin in diese Schule gehen müßte.

Vor Mobbing unter den Kindern wird meistens die Augen verschlossen, weil die Lehrer mit diesem Problem schlichtweg überfordert sind.
 
Hallo Tyra!

ähhmmm welche Obrigkeit? Das hört sich ein bissel altbacken an...ich bin ja eher für Zivilcourage...
Mir ging es vor allem darum, das Nichtstun der Obrigkeit aufzuzeigen. Sag mir einen besseren Begriff als Obrigkeit, wenn Du ihn kennst.

...Mit dem Ausbilden einer Moral oder neuer Werte ist es da bei Weitem nicht getan...
Wenn sich alle vernünftig verhielten (für mich heißt vernünftig auch moralisch), wäre viel getan. Mehr könnte man gar nicht mehr tun.

Parteien, die sich nicht mit dem Thema Mobbing an Schulen befassen, sind unwählbar, weil sie sich zB ihrer Verantwortung entziehen.
 
Ich glaube du erwartest du zu viel, EuFrank.
Ein bisschen müssen die Menschen auch selbst was tun.
 
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