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Mit jemandem, der in eine Klinik eingewiesen wurde, Kontakt aufnehmen

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 131852
  • Datum Start Datum Start
G

Gelöscht 131852

Gast
Hallo in die Runde,
ich wollte fragen, ob jemand weiß wie man jemanden, der auf einen richterlichen Beschluss hin in eine forensische Psychiatrie eingewiesen wurde, kontaktieren kann...Ich weiß leider nicht in welche Klinik derjenige gebracht wurde . Ich weiß nur wo er vorläufig untergebracht war - diese Klinik hat mir 3 mögliche Aufenthaltsorte genannt, die ich alle via E-Mail kontaktiert habe, aber ich habe leider nach mehreren Tagen immer noch keine Antworten erhalten. Ich habe die schlimme Befürchtung, dass sie mir dazu gar keine Auskunft geben dürfen...aber selbst wenn dem so ist könnten sie mir ja wenigstens eine knappe E-Mail schreiben, dass sie mir nichts verraten dürfen, damit ich Bescheid weiß....
Meine Psyche leidet enorm unter dieser Situation... Alles was ich will ist einen Brief schreiben zu dürfen...von mir aus könnten sie den Brief auch lesen bevor er überreicht wird....ich will meinen Freund einfach nur wissen lassen, dass ich jeden Tag in Gedanken bei ihm bin und dass es mir sehr leid tut was er durchmachen musste...ich habe Angst, dass er denkt ich hätte ihn vergessen nachdem er "verschwunden" war....unser letztes Gespräch war leider mit Streitigkeiten verbunden, weshalb ich nicht aufhören kann mir Schuldgefühle zu machen...Ich kannte ihn schon lange und wir haben uns bis dahin immer sehr gut verstanden...Er wollte mit mir zusammen sein und ich hatte ebenfalls Gefühle für ihn, aber ich konnte zu jenem Zeitpunkt leider nicht darauf eingehen, da ich - als ich ihn vor Jahren kennenlernte - bereits in einer Beziehung war (worüber er Bescheid wusste)...Ich hatte damals einfach nicht die Kraft meine alte (zu der Zeit schon ziemlich unglückliche) Beziehung hinter mir zu lassen...ich könnte mich über mich kaputt ärgern, dass ich nicht das Rückgrat besaß einen Strich unter die alte Beziehung zu ziehen, dann hätte ich ihm in den schwierigen Zeiten die er durchmachte voll und ganz beistehen können - diese Verfehlung wird mich vermutlich bis ans Ende meiner Tage verfolgen...Und die Perspektive meine Gefühle eventuell nie mehr zum Ausdruck bringen zu können stürzt mich in eine tiefe lähmende Verzweiflung. Deswegen würde mir die Möglichkeit einen Brief zu schreiben eine schwere Last vom Herzen nehmen. Ich könnte verstehen, wenn er nichts mehr von mir wissen möchte, aber zu wissen, dass er über meine wahren Gefühle Bescheid weiß, würde mir einen Hauch von Seelenruhe zurückgeben...
Über jede Idee, die mir in dieser Situation eventuell weiterhelfen könnte, wäre ich sehr dankbar...
 
Hallo,

wenn dich diese Verzweiflung derart fertig macht, könntest du dich eventuell an den Hausarzt des Mannes wenden. Der kann vielleicht über die Patientenakte etwas herausfinden. Ist doch alles elektronisch heutzutage, bestimmt kriegt man das raus.

LG,
SFX
 
wenn dich diese Verzweiflung derart fertig macht, könntest du dich eventuell an den Hausarzt des Mannes wenden. Der kann vielleicht über die Patientenakte etwas herausfinden. Ist doch alles elektronisch heutzutage, bestimmt kriegt man das raus.
Der unterliegt aber der Schweigepflicht, der kann sich ggf. nur an den Mann wenden, daß der sich aus der Psychiatrie heraus bei der TE meldet, aber ob dem das wieder gestattet wird? Es wird ja wohl einen schwerwiegenden Grund geben warum er dort eingewiesen wurde.
 
diese Klinik hat mir 3 mögliche Aufenthaltsorte genannt, die ich alle via E-Mail kontaktiert habe,
Du könntest dort auch anrufen (das hat man früher so gemacht, als es noch keine Mobiltelefone und das Internet gab)
würde mir einen Hauch von Seelenruhe zurückgeben...
vielleicht klappts 🙂
Über jede Idee, die mir in dieser Situation eventuell weiterhelfen könnte, wäre ich sehr dankbar...
Mal sehen, was für Ideen noch kommen 🙂
 
Hallo in die Runde,
ich wollte fragen, ob jemand weiß wie man jemanden, der auf einen richterlichen Beschluss hin in eine forensische Psychiatrie eingewiesen wurde, kontaktieren kann...Ich weiß leider nicht in welche Klinik derjenige gebracht wurde . Ich weiß nur wo er vorläufig untergebracht war - diese Klinik hat mir 3 mögliche Aufenthaltsorte genannt, die ich alle via E-Mail kontaktiert habe, aber ich habe leider nach mehreren Tagen immer noch keine Antworten erhalten. Ich habe die schlimme Befürchtung, dass sie mir dazu gar keine Auskunft geben dürfen...aber selbst wenn dem so ist könnten sie mir ja wenigstens eine knappe E-Mail schreiben, dass sie mir nichts verraten dürfen, damit ich Bescheid weiß....
Meine Psyche leidet enorm unter dieser Situation... Alles was ich will ist einen Brief schreiben zu dürfen...von mir aus könnten sie den Brief auch lesen bevor er überreicht wird....ich will meinen Freund einfach nur wissen lassen, dass ich jeden Tag in Gedanken bei ihm bin und dass es mir sehr leid tut was er durchmachen musste...ich habe Angst, dass er denkt ich hätte ihn vergessen nachdem er "verschwunden" war....unser letztes Gespräch war leider mit Streitigkeiten verbunden, weshalb ich nicht aufhören kann mir Schuldgefühle zu machen...Ich kannte ihn schon lange und wir haben uns bis dahin immer sehr gut verstanden...Er wollte mit mir zusammen sein und ich hatte ebenfalls Gefühle für ihn, aber ich konnte zu jenem Zeitpunkt leider nicht darauf eingehen, da ich - als ich ihn vor Jahren kennenlernte - bereits in einer Beziehung war (worüber er Bescheid wusste)...Ich hatte damals einfach nicht die Kraft meine alte (zu der Zeit schon ziemlich unglückliche) Beziehung hinter mir zu lassen...ich könnte mich über mich kaputt ärgern, dass ich nicht das Rückgrat besaß einen Strich unter die alte Beziehung zu ziehen, dann hätte ich ihm in den schwierigen Zeiten die er durchmachte voll und ganz beistehen können - diese Verfehlung wird mich vermutlich bis ans Ende meiner Tage verfolgen...Und die Perspektive meine Gefühle eventuell nie mehr zum Ausdruck bringen zu können stürzt mich in eine tiefe lähmende Verzweiflung. Deswegen würde mir die Möglichkeit einen Brief zu schreiben eine schwere Last vom Herzen nehmen. Ich könnte verstehen, wenn er nichts mehr von mir wissen möchte, aber zu wissen, dass er über meine wahren Gefühle Bescheid weiß, würde mir einen Hauch von Seelenruhe zurückgeben...
Über jede Idee, die mir in dieser Situation eventuell weiterhelfen könnte, wäre ich sehr dankbar...
Ist er ein Freund oder DEIN Freund?
Im Endeffekt hättest Du vermutlich auch nichts tun können, wenn Du da gewesen wärst.
 
Ich vermute, dass Dein Freund eine zwangsweise Wiedergeburt zu absolvieren hat, ehe er entlassen wird.
Hierzu bekommt er Angebote, die er bestenfalls umsetzt. Tut er es nicht, so bleibt alles wie gehabt. Jedoch muss er dann mit Reaktionen anderer rechnen, die damit nicht einverstanden sind.

Eine Änderung des Handlungsmusters oder der Persönlichkeit kann nur aus tiefgründiger Einsicht resultieren.
Einsicht ist allerdings nichts, das man in einem Kurs vermittelt bekommt und nach macht, sondern es ist ein selbständiges und aktives Tun, bei dem man sich nicht nach eigenen Gedanken richtet sondern nach Vorgaben. Diese Vorgaben zielen darauf ab, dass es eben niemanden gibt, der sich einem entgegen stellt, weil alles in Ordnung ist.
Natürlich wird es immer Gründe geben warum jemand ist wie er ist. Allerdings wird man darauf hin arbeiten, dass es ab nun keine ausreichenden Gründe mehr geben kann aber Gründe sich zu ändern.

Bei Dir ist es so, dass Du eine Art Opfer Deiner Psyche bist.
Dein Freund hat sich bisher durch niemanden von etwas abhalten lassen was der Grund der Einweisung ist. Da es bisher niemandem gelungen ist ihn zu beeinflussen wird sich zeigen, ob es nun jemanden gibt, der es kann.
Dieser Jemand arbeitet aber nicht mit Liebe sondern mit Druck, damit dem Freund klar wird, was ihn erwartet.
Bei Dir hätte er ja aussteigen können - und auch dafür Gründe gefunden.

Also hast Du keinen Fehler gemacht, denn der hätte erst passieren können, wenn Du in der Lage gewesen wärst über ihn zu bestimmen.
Lass mich raten dass es eine solche Person halt nicht gab und Du also nicht dazu gehört hast.

Mein Rat kann nur lauten, dass Du Deine eigenen Probleme reflektierst um dahinter zu kommen, warum Du leidest. Danach wirst Du sie angehen müssen.

Erst wenn Du dies erledigt hast, bist Du selbst nicht mehr hilfebedürftig, was Dich aber noch lange nicht dazu qualifiziert, Hilfestellung geben zu können.
Dazu müsstest Du nicht nur selber über den Berg sein sondern über doppelte Kraft verfügen, um Dich selbst angemessen zu schützen und zudem ihm davon ausreichend und ausgiebig abgeben zu können. Also nicht nur ab und zu - und ein bisschen, sondern dauernd und immer.

Insgesamt betrachtet hat er mit sich selbst aktuell genug zu tun und kann keine Ablenkung gebrauchen.
Wenn er bemitleidet wird, glaubt er am Ende selbst, dass er Opfer ist. Gerade dies führt aber nicht dazu, dass er seine Rolle überarbeitet sondern führt dazu, dass er sich nicht ändert.

Es klingt hart: lass es besser und werde erst mal selber gesund.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn dich diese Verzweiflung derart fertig macht, könntest du dich eventuell an den Hausarzt des Mannes wenden. Der kann vielleicht über die Patientenakte etwas herausfinden. Ist doch alles elektronisch heutzutage, bestimmt kriegt man das raus.

Klar, wenn er seine Zulassung riskieren will, sagt er der TE sicher die Adresse.

Der unterliegt aber der Schweigepflicht

Zum Glück. Da könnte ja jeder kommen.

...aber selbst wenn dem so ist könnten sie mir ja wenigstens eine knappe E-Mail schreiben, dass sie mir nichts verraten dürfen, damit ich Bescheid weiß....

Damit würden sie dir aber bestätigen, dass er dort ist. Und das dürfen sie nicht.
 
Liebe TE,

Du wirst in den Kliniken keine Auskunft erhalten, wenn Du anrufst.
Kliniken haben eine Schweigepflicht, am Telefon kann sich jeder als sonstwer ausgeben.
In psychiatrischen Kliniken wird darauf extrem geachtet, im Maßregelvollzug nochmal mehr.
In letzterem befinden sich nicht selten Menschen, deren Taten durch die Presse gegangen sind, sodass nicht selten RTL- oder Bild-Reporter in Kliniken anrufen und sich als Angehörige ausgeben.

Wenn Du an die Kliniken schreibst, wird mit Glück Dein Freund gefragt, ob man Dir mitteilen darf, dass er sich dort befindet. Das kann allerdings dauern.

Der einzige Weg, der mir noch einfiele, wäre andere ihm nahestehende Personen zu fragen, ob sie wissen, in welchem Maßregelvollzug er untergebracht ist.
 
Rede mit dem Arzt des Freundes, stelle deine Situation vor, es sind da sicher bestimmte Regeln bei Kontakten oder Ablehnung von Kontakten zu beachten. Vielleicht auch mal beim Gesundheitsamt nachfragen oder bei Gericht.
 
Ich habe ein bisschen in Google herum gestöbert zu dem Thema.
Es stimmt, die Kliniken dürfen keine Auskunft geben, der Hausarzt gleich garnicht.
Das einzige wäre, Bekannte oder Angehörige von ihm zu fragen.
 

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