Da ich dir noch keine PN schicken kann, hier die Antwort.
Das kommt drauf an, von welcher Seite man das betrachtet...
Da ich ein rechtskräftiges Gerichtsurteil habe, ging die Anerkennung recht schnell. Doch ich wurde damals mit nur GDS 20 begutachtet, weil die Gutachterin keine Ahnung hatte. Allerdings war das 1992, damals hatten nur wenige wirklich Ahnung von DIS und kPTBS.
Und da ich gar nicht wusste, was das OEG ist ( es wurde vom Weißen Ring beantragt, die haben mir bestimmt erklärt, was das ist, aber ich konnte das damaks überhaupt nicht aufnehmen...) habe ich das widerspruchslos angenommen.
Erst 6 Jahre später machte mich meine damalige Therapeutin darauf aufmerksam, dass ich ja diese ''Opferanerkennung'' habe, wenn auch sehr niedrig. Allerdings könnte man ja versuchen, darüber weiter Therapie finanziert zu bekommen, da die KK nicht mehr zahlen wollte.
So habe ich 1998 einen Überprüfungsantrag gestellt, eigentlich nur wegen der Therapie, aber es hat dann ca 10 Monate gedauert, bis die mich mit einem GDS 60 beschieden haben. Ich bekam damals allerdings nur die Grundrente und eben die angestrebte Therapiekostenübernahme. Auch da hatte ich immer noch kaum Ahnung vom OEG.
Es hat weitere 15 Jahre bei mir gedauert, bis ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich noch andere Ansprpche habe, wie z.B. Krankenversorgung, Ausgleichsrente und BSA.
also bin ich ein weiteres Mal dort hin gefahren (ich habe alle Anträge bis auf den ersten direkt im Amt gestellt) und habe meine damalige Situation geschildert. Danach hatte ich nach ca. 3 Monaten alles durch, was ich beantragt hatte. Witzigerweise hatte ca 2 Jahre virher schon einmal eine Sozialarbeiterin in einer Klinik diese Anträge für mich beim VA angefordert, die dann aber nie ausgefüllt wurden, weil sowohl die Sozialarbeiterin wie auch ich nicht gegllaubt habe, dass ich da noch Ansprüche haben könnte. So idt das damals wieder in Vergessenheit geraten. Diese Änträge wurden dann vom VA als Antragsdatum anerkannt.
Es hat also weitgehend nicht an den ewig langen Wartezeiten bei vielen dieser Anträge gelegen, dass es mehr als 20 Jahre gebraucht hat, dass ich alle meine Rechte anerkannt bekommen habe, sondern auf der einen Seite an mangelnder Information der zuständigen Stellen inklusive Sozialarbeiter aber eben auch an meiner uninformiertheit. Zwar habe ich immer irgendwelche Merkblätter zudesandt bekommen, doch wenn man so im denken eingeschränkt ist, dass man solche Texte erst gar nicht lesen kann, weil nach dem zweiten Satz der erste Satz schon wieder vergessen war, nützt das schönste Merkblatt nix.
Entschuldigung bei
@Sbiggy für das Offtopic